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Samstag, 17. Oktober 2015

11.-15.10.15 - Matemwe Beach

Nach einer "Knuddel und wir sehen uns wieder bzw. bleiben in Kontakt-Orgie", ging es für uns nun "nur" noch zu zweit weiter, in dass süd-östlich gelegene Fischerörtchen Matemwe.
Wir entschieden uns bereits vor Start der Reise zum Ortswechsel, da wir im Internet gelesen hatten, dass der Nungwi Beach doch schon sehr touristisch sein soll. Allerdings können wir das so nicht bestätigen und fanden es schön, dass man Abends ein Restaurant aussuchen konnte. Dadurch ist auch für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas zu finden gewesen. Außer den Strandverkäufern, die sofort Jagd auf Einen machen sobald man sich bewegte, erschien uns der Ort eher unaufdringlich so dass wir zwischen zeitlich überlegen dort zu verlängern, statt nach Matemwe zu wechseln. 

Michelle Hunziker

Nach gerade mal 30 Minuten erreichten wir unsere neue Bleibe, die Villa Kiva. Die Villa gehört einem Italiener der bis 2011 selbst darin lebte und sich dann entschlossen hat durch An- und Umbau-Maßnahmen auch Touristen an dem tollen Flecken Erde teilhaben zu lassen. Das Eröffnungsband durchtrennte damals keine Geringere als Michelle Hunziker
Gerade ist erst ein weiterer Bauabschnitt, der zweite Stock der Bungalows fertig geworden, wie uns Kamila, die Managerin stolz erzählte. Sie empfing uns herzlich und führte uns herum, der Rundgang endete in unserem liebevoll eingerichteten Zimmer. 


Mnemba Atoll

Das vorgelagerte Mbemba Atoll ist das Tauchhighlight von Zanzibar. Somit sollte ich mich bei den One Ocean Divers gleich für die nächsten zwei Tage zum Tauchen eintragen. Sandra sollte sich ebenfalls für den zweiten Tag eintragen, wollte sie erst mal richtig ankommen. 
Die One Ocean Divers machten von Anfang an einen besseren Eindruck als wenige Tage zuvor die Spanish Dancer Divers am Nungwi Beach. So konnten wir das tolle Atoll mit den unendlich vielen Fischen die nächsten zwei Tage in vollen Zügen genießen. 

Mit dem Seles Beach Restaurant hatten wir auch schnell unseren Liebling unter den wenigen Restaurants am Strand gefunden und waren dort Abends eigentlich immer zu finden, war es doch zu lecker.

Der weitläufige weisse Sandstrand lädt eigentlich zum Verweilen ein. Leider macht die Ebbe, die von Vormittags bis späten Nachmittag herrschte, genauso einen Strich durch die Rechnung, wie das Seegras was überall herum liegt bzw. schwimmt. Da das Seegras Verwendung in der Kosmetikbranche findet, war es uns allerdings möglich neben den zahlreichen Fischern auch deren Frauen bei der Arbeit zu zuschauen, die das Grass sammeln und anschließend verkaufen. 

Aktion am Strand

Der letzte Tag fiel dann unter die Rubrik "super entspannt": Bett - Frühstück - Strand - Abendessen - Bett :-) Muss auch mal sein.

Der anstrengende Tagesrhythmus :-) wurde nur einmal unterbrochen, als wir unsere mitgebrachten Luftballons an die Kids am Strand verteilten. Normalerweise lief das bis jetzt immer normal und unspektakulär ab. So allerdings nicht diesmal. 
Während wir gerade die ersten Ballons am Verteilen waren, kamen auf einmal von überall weitere Kids in jedem Alter dazu und fingen an Sandra und mich anzuspringen und sie uns aus der Hand zu zerren. Das gab es noch nie! Schnell war unser großer Vorrat aufgebraucht, was die Kinder, die leer ausgingen mit einem sehr traurigen Blick quittierten. Anders als zu unseren Asien-Erfahrungen teilten die Kinder hier nicht, sonder ergatterten die Ballons leider nur für sich. 
Wir spielten mit den Kids noch etwas Wasserball, bevor wir uns dem anstrengenden Leben auf der Liege wieder widmeten. 


Sandra ist ein toller Name 

Leider rückt wie in jedem Urlaub auch diesmal das Abreisedatum immer mehr in greifbare Nähe. So stand Abschiednehmen auf der Tagesordnung. Zuerst von Zanzibar, welche wir mit 30 Min. Flug nach Dar es Salam verlassen haben und wenig später von Tansania.

In Dar es Salam warteten unsere Fans bereits auf uns. Mit hochgehaltenen Plakaten jubelten sie uns entgegen und grölten Lieder. So muss sich ein Popstar fühlen, galt der Empfang nicht uns sondern dem Sänger "Diamond", der kurz nach uns aus der Ankunftshalle herauskommen sollte und gerade zwei Musik-Awards abgeräumt hat. San hatte den begabten afrikanischen Superstar zufällig schon vor einigen Tagen für sich entdeckt. Dass sie ihm so nahe kommen würde, wusste sie da allerdings noch nicht!

Wenig später versuchten wir der Dame am Emirates Schalter unseren Sitzplatzwunsch mit Händen und Füßen zu erklären, was sie so lustig fand, dass sie zweimal in den Pass von uns schaute. Dabei stellte sie fest, dass sie den selben Namen wie meine Frau hat, was beide so lustig fanden dass schnell noch ein Bild der zwei Sandras gemacht werden musste. Die Performance wurde von der Emirates Sandra mit zwei Freitickets in der Business-Lounge belohnt. *jippy* Was ein Tag! 

Bei unserem ersten Besuch in einer Business-Lounge suchten wir uns einen gemütlichen Platz und genossen die Sonnenseiten des Wartens am Flughafens, während die anderen in der nicht klimatisierten und stickigen Abflughalle schwitzten - Fußvolk eben ;-)

Dubai, wir kommen ... 


Donnerstag, 30. April 2015

01.05.2015 - Wir brechen mit alten Gepflogenheiten

Unser langjähriges Motto: "Nach der Reise, ist vor der Reise" setzen wir dieses Jahr aus. Die nächste Reise wurde oft innerhalb der ersten Woche nach der Heimkehr gebucht, nicht so in 2015!!!
Während unsere Reisevorbereitungen für unsere nächste Reise nach Indonesien Mitte diesen Monats abgeschlossen sind, ist die nächste Reise bereits gebucht :-) Es geht auf Safari nach Afrika genauer nach Tanzania und zum Tauchen und Chillen nach Zanzibar *jippy*

Aber erst mal Step-by-Step:
Sandras Reisetasche ist bereits seit Tagen gepackt, dabei geht es erst in 1,5 Wochen los :-) Das Herumstehen der -nagelneuen- Tasche versprüht aber immer ein Gefühl der Vorfreude, dass es bald endlich losgeht. Wenn ich es mir recht überlege, sollten wir sie den Rest des Jahres auch in der Wohnung herumstehen lassen ;-)
Unsere Tour nach Indonesien startet mit einer Nacht in KL (Kuala Lumpur) bevor es weiter nach Bali geht. Auf Bali werden wir es uns nicht nehmen lassen wieder in Ubud etwas Zeit zu verbringen, bevor es zum Tauchen und Chillen nach Pemuteran (ganz oben links :-)) geht. Die Reise wird uns weiter zum eigentlichen Grund der Reise zur blauen Flame (Ijen Crater) und zur Tempelstadt Yogyakarta auf Java führen. 

Quelle: (http://www.macaronmagazine.com/intensely-artful-yogyakarta-a-short-stay-city-guide/)

In Kuta auf der Insel Lombok werden wir dann bei ein paar Tagen Strand und Tauchen unsere rund 2 1/2 wöchige Reise langsam ausklingen lassen, bevor es über Singapore wieder zurück geht. 

Wir freuen uns, wenn ihr uns ab Mitte Mai wieder auf Schritt und Tritt folgen würdet. 
LG
SaMaPa


Links zu den Zielen:

Yogyakarta:
http://www.tripadvisor.de/Attraction_Review-g2304080-d317481-Reviews-Prambanan_Temples-Sleman_Yogyakarta_Java.html

Ijen Crater
http://www.tripadvisor.de/Attraction_Review-g317103-d447076-Reviews-Ijen_Crater-Banyuwangi_East_Java_Java.html

Freitag, 21. November 2014

20.-26.11.2014 - Playa del Carmen

Nach den über drei Stunden Fahrt von den Flamingos im Norden, sollte unser Ziel im Süden von Yucatan liegen. Die beliebte Strandregion Playa del Carmen (PC).

Die letzten Kilometer auf der gerade erst freigegeben "Autobahn", die ebenfalls kerzengerade und wie eine Schneise durch den Jungle geschlagen wurde, gestaltete sich wie die zwei Stunden zu vor: kein Auto vor uns, keines im Rückspiegel und ab und an mal eines auf der Gegenfahrbahn. Dass sollte sich schlagartig ändern. Denn mit der ersten Kreuzung in PC war klar, dass sind nicht Mexikos Straßen. Zumindestens nicht, was wir bis jetzt gesehen haben. Auf der Straße herschte ein Hochbetrieb wie in Miami zur Rush Hour und noch während der Rotphase an der ersten Ampel sahen wir mehr Autos als in den letzten 48 Std. und rund 550 km gesamt, die wir gerade durchs Land zurückgelegt hatten! Wahnsinn, jetzt musste man hellwach sein, um nicht doch noch einen Kratzer ins Auto zu fahren oder gefahren zu bekommen. 

Dank meiner tollen Beifahrerin und mit etwas Glück fanden wir das Eingangstor zur Playacar II, wo unsere Unterkunft auf uns warten sollte. Das Playa Vintage B&B würde ich als liebevoll geführtes Homestay beschreiben. In der durch Security abgeriegelten Wohngegend, so etwas kennt man aus US Filmen, hatte sich jemand zwei 2 Reihenhäuser gekauft die als Ferienhäuser gedacht waren und etwas umgebaut, z.B. jedes Zimmer mit Bad, und vermietet die. Anna und ihr Mann, ein älters Ehepaar aus Mailand verwaltet das ganze und und sorgt für das Wohl der Gäste. 
Anna überraschte uns jeden Tag mit einem neuen Tier auf dem Bett, welches sie aus unseren Handtüchern bastelte. Wahnsinn, was da alles möglich ist, wir wären gerne noch länger geblieben um zu schauen, was noch alles kommt.

Playacar erinnert vom Erscheinungsbild eher an eine amerikanische Außenstelle, als an Mexiko. So überraschte es nicht wirklich, das direkt angrenzend eine Shopping-Mall mit sämtlichen US Super-Labels inkl. Starbucks & Co stand. Allerdings waren wir dann doch etwas verwirrt als uns die ersten 4 ATM's ausschließlich Dollar und keine einheimischen Pesos zum Abheben angeboten haben! Da wunderte es uns nicht, dass die Einkaufsstraße am Strand 5th Avenue heißt. 

Das Pier, wo die Fähren auf die Insel Cozumel übersetzten, teilt den Strand in zwei Abschnitte: Überlaufen und nicht so schön oder naturbelassen schön mit ein paar Einheimischen. Den schöneren Teil haben wir erst auf einer Entdeckungsreise am zweiten Tag gefunden, nachdem wir am ersten Tag uns mit dem Standard-Strand begnügten. Etwas gutes hatte es, wir konnten so schon mal einen guten Überblick von den Tauchstationen gewinnen, da sie am nicht so schönen Strand anlegten und schnell war klar: "Dive Mike" würde einer der ersten Anlaufstationen sein. 
Gesagt getan. Nachdem wir die Basis gefunden hatten, habe ich mich gleich für den nächsten Tag zum Tauchgang mit Bull Sharks eingeschrieben. Bull Sharks! Die Haie, wie aus dem Bilderbuch oder den größten Alpträumen je nach Betrachtungswinkel, sind nur saisonal von Novemver bis Februar hier und gerade erste letzte Woche angekommen. Mein Betrachtungswinkel brauchte gar nicht groß sein, da die 6 Haie dank der Fütterung des Divemasters bis auf wenige Zentimeter an uns vorbei geschwommen sind, während wir völlig fasziniert auf dem Sandboden gesessen haben. Hat eigentlich nur das Popcorn gefehlt :-) Was ein Erlebnis!
Ohne Haie, dafür mit San On Board, sollten wir tags drauf Tonnen an anderen Fischen und eine große Meersschildkröte bei weiteren Tauchgängen mit der sympathischen Crew sehen. Ich bin schon auf die Videosequenzen von meiner GoPro Unterwasserkammera gespannt. 

Da wir strickt unser Ziel verfolgen, weder amerikanisch (Burger & Co) noch Italenisch (Pizza & Pasta) zu essen, was es hier an jedem Straßenecke gibt, kamen wir in den vollen Genuss der Vielfalt der mexikanischen Küche. Die wir meist in kleinen Familien-Restaurants am Eck genossen haben. Die Vielfalt basiert immer auf einem Maisteigfladen der als:

- Tortillia (ganz dünne, weiche Form des Fladens)
- Taco (nicht ganz so dünne Form des Fladens, aber weich wie ein Tortillia), 
- Tostado (knuspriger Taco Fladen) 
- Fajita (selbst zu belegender Tortillia Fladen) und
- Burrito (gerollter Tortillia Fladen). 

Unser Bedarf an Maisteigfladen sollte erst mal ausreichend gedeckt sein, so dass bis nächstes Jahr kein Mexikanisch auf unserer Speisekarte stehen wird. 

Für uns geht die kulinarische Reise morgen weiter nach Fort Lauderdale, mit der Hoffnung verbunden dass es zu Thanksgiving Truthahn gibt. Dort werden wir unsere Freunde Mark und Mike treffen, die extra aus Washington DC anreisen. Da der letzte Versuch anlässlich unserer Hochzeit durch Hurricane Sandy zu nichte gemacht wurde, freuen wir uns riesig auf das Wiedersehen mit den Jungs. 

Donnerstag, 20. November 2014

16.-19.11.2014 - Tulum

Nach der aufregenden Anreise wollten wir es in den kommenden Tagen entspannter angehen. In Tulum angekommen, entschieden wir uns für die kleine und gemütliche Unterkunft namens Kin Ha in einer der ruhigen Seitenstraßen der recht belebten Hauptstraße.

Am nächsten Morgen war es dann endlich soweit: Sonne, Strand und Meer! Mit dem Collectivo Bus (quasi die ÖV von Tulum) ging es zum Strand. Als wir unsere Füße in den Puderzucker feinen Sand steckten und auf den tollen Blauverlauf des Wassers schauten, war klar, die vorzeitige Abreise von Caye Caulker hat sich für uns absolut gelohnt. Wir brauchen eben doch Strand zum Meer :-) So verbrachten wir unseren Tag am Meer. 

Da es leider auch hier sehr zeitig dunkel wird (17:30 Uhr), nutzten wir den frühen Abend um unsere Tauchtour für den nächsten Tag zu organisieren. Wollte ich doch unbedingt in den Cenoten tauchen, von denen es hier so unzählige gibt. Gesagt getan. Tauchbasis gefunden und so ging es am nächsten Morgen zusammen mit Pierre, einem Deutschen aus München, zuerst zur Cenote namens Dos Ojos. Diese lässt sich am besten als Unterwasser-Tropfsteinhöhle beschreiben. Anschließend sind wir zur Casa Cenote mit dem Auto weitergefahren, die sowohl aus Süß- als auch aus Salzwasser besteht und wo wir Mangroven von unten anschauen konnten. Da der erste Spot nicht nach Sandras Geschmack war, stieg sie erst beim zweiten mit ins Wasser. 
Es war mal wieder eine interessante Erfahrung wie unterschiedlich Tauchen sein kann. Während Dos Ojos mit seinen atemberaubenden Stalakmiten-und Stalaktiten-Formationen auf uns wartete und eher ein Höhlentauchgang war, entsprach die Casa Cenote eher einem Seetauchgang, der mit vielen Farbverläufen und den Mangroven zu beeindrucken wusste. Beide wiederum waren etwas völlig anderes, als das was ich in meinen doch mittlerweile fast 70 Tauchgängen erleben dürfte. 

Da sich Nachmittags das Wetter entschieden hatte zu weinen, wahrscheinlich weil wir uns am Strand haben nicht blicken lassen, pilgerten wir die verschieden Auto-Verleihstationen ab, weil wir unsere Reise per Mietwagen weiter fortsetzen wollten. Bei AVIS wurden wir fündig und der Mitarbeiter war so freundlich uns das Auto kostenlos ab sofort zu überlassen, was uns den Rückweg im Dauerregen erspart hat und wir so am nächsten Morgen früher aufbrechen konnten. 
Ziel für die nächsten Tage: die Tempelstadt Chichen Itza, dann die Nacht in Valladolid verbringen, bevor es über die Flamingos im Norden zurück zum Strand geht. Vamos!




Mittwoch, 29. Januar 2014

24.-29.1.14 - Koh Lanta ... Back to Paradise

Der Besuch auf Koh Lanta spricht eigentlich gegen unsere Regel: "Fahre nie ein zweites Mal dorthin, wo es schön war, du kannst nur enttäuscht werden." Nach Koh Tao und mit der Aussicht Stefan von der Dive-Safari wieder zu sehen, haben wir das diesmal gerne in Kauf genommen. Und wurden nicht enttäuscht!

Zwar ist die Anzahl der Restaurants und Unterkünfte am südlichen Klong Nin Beach um weit mehr als das Doppelte in den letzten vier Jahren angestiegen, was aber aufgrund der extremen Größe des Strandes nicht weiter ins Gewicht gefallen ist. Schon gar nicht, wenn man die Bilder aus Koh Tao noch im Kopf hat :-)


Die Insel wartete mit all ihrem Charme auf uns. Leere Badebuchten die man mit einem gemieteten Scooter einfach erreichen kann, Mangroven Wälder, Tauchmöglichkeiten oder einfach mal fünfe gerade sein zu lassen und höchstens mal den Strand hoch und runter zu laufen. Kurz: wir haben alles genau so gemacht. 

Aber jetzt der Reihe nach. Nach unserer ersten Nacht waren wir erst mal mit Stefan, den sympathischen Schweden von der Tauchsafari auf den Philippinen verabredet. Stefan ist schon fast 2 Monate in Asien unterwegs und hatte am Tag vorher seine Freundin Hanna in Phuket am Flughafen abgeholt, die ihn 14-Tage begleiten wird und zusammen waren sie nun auf unsere Empfehlung nach Lanta unterwegs. 

Wir hatten angeboten sie mit zwei Scooter am Pier abzuholen und in Empfang zu nehmen. Ganz in guter alter Thai Manier, mindestens zwei Personen inkl. Traveller Tasche und noch mal ein normaler Rucksack - alles auf nem kleinen Scooter! Passt schon. 
Die Wiedersehensfreude war riesig, bevor wir nach einem gemütlichen Frühstück am Pier uns daran machten den Scooter-Transporter aufzusatteln. Stefan fand das herrlich, war er schon lange nicht mehr gefahren.

Wir hatten eine tolle Zeit mit den zwein. Tauschten uns viel aus, hatten viel zu lachen oder waren mit dem Scooter auf gemeinsamer Erkundungstour und haben die malerischen Sonnenuntergänge jeden Abend bei einem Chang genossen. 

Für mich stand am zweiten Tag erst mal ein Besuch bei meiner aller ersten Tauchschule, Anti Gravity Diver, auf dem Programm. Ich wollte schauen wie es Dalton meinem Tauchlehrer geht bzw. ob er nach vier Jahren (Wahnsinn wie die Zeit vergeht und wo ich in der Zwischenzeit schon überall tauchen war) immer noch dort arbeitet. Ich war überrascht, denn aus der einst kleinen und verträumten Tauchschule ist dank des wachsenden Touristen Zuspruch ein gut besuchtes Dive Center geworden, mit einigen Mitarbeitern und eigenem (!) mega Boat. So ändert sich das manchmal. Was sich nicht geändert hat, dass Dalton dort immer noch arbeitet. Wir tauschten uns etwas aus und Sandra, Stefan und ich entschieden uns spontan mit ihnen am übernächsten Tag nach Koh Haa tauchen zugehen. 
Bei der Inselgruppe mit ihren fünf kleinen malerischen Inseln mitten auf dem Wasser angekommen, ging es ohne Zeit zu verlieren in der Lagune direkt ins Wasser. 
Wenn ich ehrlich bin, hätte ich, wenn mich vorher einer gefragt hätte ob ich meinen ersten Tauchplatz nochmal betauchen möchte mit "nein" geantwortet. Zu schön war die Erinnerung, zu groß die Befürchtung, dass die Realität ihr nicht standhalten könnte.
Als Stefan nach dem ersten Tauchgang (Insel Nr 4) neben mir auftauchte, außer sich vor Freude war und meinte das war sein bester Tauchspot, konnte ich ihm nur beipflichten. Gut, das lag vielleicht auch daran das neben bunten Korallen und unzähligen Fischschwärmen, sich ein Leopardenhai zwischen die Korallen auf die Lauer gelegt hat. Wir konnten ihm so nah kommen, dass man seinen Augenschlag und die Kiemen hat bewegen sehen. Der Tauchgang war wirklich kaum zu topen. Doch als extra Bonbon begleiteten uns dann auf dem Rückweg Delfine, die eine ganze Zeit lang direkt neben unserem Boot schwammen. Wunderschön!

Den letzten Tag verbrachten wir dann nur noch mit Herumgammeln am Strand, im Wasser herumalbern und aufpassen dass man nicht verbrennt, denn es war extrem sonnig und heiß. 

Anschließend hieß es bei einem letzten gemeinsamen Sonnenuntergang leider schon wieder Abschied nehmen von Hanna und Stefan, die uns wirklich sehr ans Herz gewachsen sind. Ich bin mir sicher wir werden uns wiedersehen.


Unsere Reise führt uns mit einer Übernachtung in Krabi nach Singapur, wo wir noch Chinese New Year feiern werden, bevor wir den Flieger nach Hause nehmen - müssen -.

PS: Weitere Fotos von Koh Lanta sind Online.




Donnerstag, 9. Januar 2014

08.-09.01.2014 - Ein Tag Reisen

Nach dem wir gestern  Ronny, den Organisator und Dive Instructor erst zufällig in Coron beim Frühstück getroffen hatten, saß er wenig später durch Zufall im gleichen Van zum Flughafen und so ging unsere Zeit auf den Philippinen langsam zu Ende. Für Ronny war das allerdings kein guter Tag, da sein Flug gecancelt wurde und dabei hatte er sich so darauf gefreut nach 1 1/2 Jahren endlich mal wieder mit seiner philippinischen Frau und seinem Kind Urlaub zu machen. Die beiden sind von El Nido schon vorgeflogen und haben in Manila auf ihn gewartet, er musste zurück nach Coron Town :-(

Für uns ging es mit einer Stunde Verspätung erst nach Manila, um anschließend von dort nach Bangkok weiter zu fliegen, wo wir kurz nach Mitternacht nach einem 3 1/2 Stunden Flug gelandet sind. In Bangkok wechselten wir den Flughafen vom International zum Domestic um gegen 6:30 Uhr noch mal weitere 1,5 Flugstunden in den Norden Thailand (nach Chiang Mai) zu fliegen, wo wir nach 20 Stunden Reisezeit auch gut angekommen sind. 

Die ersten 5 Amtshandlungen auf Thaiboden:

1. Sticky Rice mit Mango zum Frühstück
2. Thai-Curry
3. Papayasalat
4. Mango-Juice
5. Thai-Massage (da gehen wir jetzt hin, dass haben wir uns bestimmt verdient :-)

Jetzt genießen wir das sehr entspannte Chiang Mai die nächsten Tage.

Mittwoch, 8. Januar 2014

04.-08.01.14 - Tauch-Safari von El Nido nach Coron

Abschied nehmen von Palawan und Dave und seinem Team stand heute auf dem Programm. Dave bedankte sich noch mal sehr herzlich dass wir seine Gäste waren und ließ uns zum Pier nach El Nido auf Kosten des Hauses fahren.

Am Pier warteten schon die Gesichter, die wir gestern beim Vorgespräch kennen gelernt hatten. Eine Australierin die derzeit in den Philippinen lebt, vier Franzosen die über den Globus verteilt leben und zwei Schweden. Wer noch fehlte waren zwei weitere Australier wegen denen wir erst eine Stunde später aufbrechen sollten, da sie gestern ihren Flug verpasst haben und die Maschine heute morgen erst mit unserer geplanten Abfahrtzeit in El Nido angekommen ist. Irgendwann kamen sie dann doch noch und es konnte losgehen. 

Tag 1

Nach einer mehr als ordentlichen Prüfung der Küstenwache inkl. Video-Dokumentation, ging es los zu unserem ersten Tauchspot. Ein Tunnel-Dive. Mein erster und es war der Hammer. Rein in das Loch in der großen Felswand und nach ein paar Metern null Sicht, weil meine Taschenlampe ausgefallen ist. Gott sei Dank, ließ sie sich durch mehrfaches Rütteln wieder zum Leben erwecken und es konnte weitergehen. 

Die ersten Stunden Fahrt hatten wir mit starken Wellen zu kämpfen, was im Laufe derzeit deutlich angenehmer wurde und wir somit herumlaufen konnten und Kontakt mit den anderen Mitfahrern aufnehmen konnten. 
Es war sehr einfach mit den anderen ins Gespräch zu kommen, haben wir das Glück sympathische Mitfahrer dabei zu haben. Jeder hat seine eigene, meist sehr interessante Lebensgeschichte und war genau wie wir schon ein paar mal in Süd-Ost-Asien oder der ganzen Welt unterwegs, was den Fundus an Geschichten noch erweiterte. 

Tag 2

Nach einer wenig erholsamen Nacht im einfachen Guesthouse im kleinen Fischerort San Miguel mit Gemeinschaftsdusche in Miniaturform von gerade mal 1 qm inklusive Toilette, ging es nach einem sehr leckerem Frühstück auf dem Boot inkl. Bacon und Eier auf zum zweiten Tauchtag. Wieder von der Küstenwache gefilmt, geprüft und für in Ordnung befunden, dürften wir ablegen. 
Bei ruhiger See und bestem Wetter erreichten wir nach knapp zwei Stunden unsere erst Dive-Site für den Tag und sie war sensationell. Neben sehr vielen farbenfrohen und abwechselungsreichen Korallen warteten auch viel bunte Fische auf uns. Jeder der aus dem Wasser kam, war ganz aufgeregt zu erzählen was er tolles gesehen hat. Sandra dürfte sich ein Bild beim Schnorcheln davon machen was wir aus nächster Nähe sehen dürften.
Die anderen zwei Tauchspots waren ok, kamen aber an den ersten leider nicht mehr heran.  

Mit dem Sonnenuntergang sind wir dann im Hafen von Culion eingelaufen. Einmal quer durch den Ort war unser Hotel. Man merkte gleich dass hier nicht besonders viele Weiße die Insel betreten haben, wurden wir doch eher als "Sensation" wahrgenommen, aber wieder grüßten uns alle und die Kinder winkten uns zu. Leider haben wir schon alle Malsachen & Co verteilt, die hätten sich hier bestimmt auch sehr darüber gefreut! 
Unser Hotel gleichte einer Luxusherberge im Vergleich zum Vortag, was bestimmt auch daran liegt das Ronny, der Tour Organisator uns die "Honeymoon Suite" zugelost hat. Da das Hotel an einer Art Klippe liegt, haben wir über Eck ein quasi Panoramafenster mit Blick auf das Meer und das wichtigste: fließendes, allerdings kaltes, salzfreies Wasser wie Sandra voller Freude festgestellt hat. Mussten wir gestern noch von Tropfen zu Tropfen hüpfen bzw. dann auf die philippinische Art duschen, Eimer voll laufen lassen und dann überschütten. Back to the roots. 

Zum Abendessen präsentierte uns unsre Crew gegrillten Fisch und Squid, wer auch immer das vom Tauchgang mitgebracht hat ;-) Auf dem Weg zurück durch den Ort Richtung Hotel und Bett konnten wir noch etwas Einblick in das Wochenend-Programm der Einheimischen gewinnen. Großer Anklang fand der Bingo Abend in der "Ortsmitte", der Disco-Pub mit Karaoke, eigentlich typisch für die Philippinen, hatte nicht so großen Anklang gefunden. 

Tag 3

Auf eine traumhafte Nacht in unserer "Hochzeits-Suite" mit frischer Meeresluft, folgte ein traumhafter Sonnenaufgang, den wir uns vom Bett aus anschauen konnten. Nach unserem Frühstück auf dem Boot ging es Richtung ersten Divespot, den wir nach nur 20 min und gut eine Stunde vor allen anderen Tauchbooten aus Coron erreichen sollten. 



Es war mein erster Tauchgang mit Nitrox nach dem ich letzten Sommer den Nitrox-Schein in Deutschland gemacht habe. Nitrox ermöglicht einem Taucher unter anderem bei größeren Tiefen länger auf der maximalen Tiefe zu bleiben als mit normaler Luft. 
Unsere Tiefe für den ersten Tauchgang, ein Kriegsschiff der Japaner und 1944 von den Amerikanern versenkt, sollte bei 35 m sein. Unser Wrack-Tauchgang führte uns auch in das Innere des Schiffes und so ging es in kleinen Gruppen in die dunklen Räume, die nur durch den kleinen Lichtkegel unserer Taschenlampen etwas erleuchtet wurden. Leider musste ich den Tauchgang etwas früher beenden, nachdem meine Luftanzeige fröhlich bei jedem Atemzug  von voll auf leer tanzte, habe ich erst etwas Panik bekommen und dadurch zuviel Luft verbraucht auch wenn wir das Problem Unterwasser fixen konnten. 

Dafür konnte ich mir ein Bild davon machen, wie Sandra die Geschicke an Deck leitete :-) Neben ihrer aktuellen Funktion als Frau Doktor Palmer, der Ärztin, der die Taucher vertrauen, pflegt sie den an Grippe erkrankten JC, bringt Freddy, einem Crew-Mitglied, etwas Deutsch bei, quetscht den Rest der Crew nach Wissenswertem aus, hilft beim Auf- und Wegräumen und kaufte in einem Kayak fahrend Fisch für die Crew bei vorbeifahrenden Fischerbooten ein. Shopping :-) 

Tauchgang zwei und drei machten wir in einem traumhaften Spot für Wrack-Diving in einem ebenfalls 1944 versenkten Tanker der Japaner den man komplett von hinten nach vorne durchtauchen konnte. Die Ehre wurde allerdings nur mir und einer Französin zugeteilt, da wir laut Ronny die einzigen sind die nötigen Fähigkeiten (Tarierung Unterwasser) mitbringen um in den zum Teil sehr kleinen Räumen und Zwischenräumen nicht herum dotzen wie Falschgeld.
Es war eine Mischung aus Respekt, eine große Portion Vertrauen in Ronny den Instructor und Abenteuersinn der mich antrieb, mit als einziger in das Bootsinnere zu gehen. Dieser Mut hat sich ausgezahlt, war ich nach dem Tauchgang wirklich geflashed von dem, was wir gesehen bzw. erlebt haben.

Abendessen gab es diesmal an Land bei "Ann & Mike" wo wir anschließend noch zusammen gesessen haben und uns gegenseitig irgendwelche Sätze oder Wörter aus den jeweils anderen Sprachen beigebracht haben. Joanna hat da sehr viel Talent für, während wir schon wieder alles schwedische vergessen haben. Aber lustig war es alle mal.

Tag 4

Der letzte Tag stand an. Nach kurzer Fahrzeit sollten wir wieder mal als erster die erste Divesite erreichen. Ich muss schon sagen, dass ist wirklich ein großes Plus, wenn man als erster, vor allem morgens, an einem Tauchspot ist und nicht unzählige andere Taucher den Sand schon aufgewühlt haben.
Zwei schöne Tauchgänge wartete dort auf uns. Das Wrack eines japanischen Kriegs-Transporter inkl. Bagger, Zementsäcken usw. konnte von uns angeschaut werden. Alles noch sehr gut erhalten, obwohl das 1904 erbaute Schiff ebenfalls 1944 versenkt wurde.
Vor dem letzten Tauchgang stand "Bergsteigen" inkl. Tauchequipment an. Wir mussten von unserem Boot erst an Land, dann über Leitern und Treppen zum Barracuda Lake auf- bzw. absteigen. Das besondere des großen See's sind die unterschiedlichen Temperaturzonen von frischen 25 Grad an der Oberfläche, hinzu einer angenehmen Badewannen-Temperatur von 38 Grad nur wenige Meter darunter. Weiteres Highlight, da der Boden ähnlich Matsch ist, konnte man seinen Kopf darin versenken, was ein lustiges Bild ergab: Taucher steckt kopfüber im Boden. Der Tauchgang ging wirklich als Fun-Dive durch, machten wir auch sonst noch jede Menge Unsinn.


In Coron angekommen haben wir Stefan und Joel, die zwei sympathischen Schweden mit denen wir die letzten Tage viel Spaß hatten und echt lieb gewonnen haben, zum Duschen in unser Hotel eingeladen, da sie die Nacht auf dem Boot verbringen sollten, um am nächsten morgen Non-Stopp nach El Nido zurück zufahren. 
Nach der Dusche trafen wir uns noch mal alle im Bistro Coron. Bei einer Pizza füllten wir unsere Logbücher aus, lachten viel, tauschten Adressen bzw. wie man das ja heute macht addeten uns bei Facebook :-) und spielten eine Runde Billiard bis nach und nach der Abschied anstand. Als Stefan nach ein paar Rum-Cola auf die Idee kam "was kaufen" zu gehen und uns mit seiner zwischenzeitlich erworben Rastamütze fragte ob wir auch "was" haben wollen, dachten wir alle er kommt bestimmt wenig später mit "Gras" oder so wieder. Als er die Tür rein kam und Haarshampoo und Conditioner für Joel ( er selbst hat mega kurze Haare) gekauft hatte, war kollektives Lachen angesagt, da dass wohl ein klassischer Fall von Fehl-Interpretation war.
Ab jetzt schlägt wieder jeder eine andere Himmelsrichtung ein, was sehr schade ist. Dank unserer tollen Truppe hätten wir bestimmt auch noch in den nächsten Tagen viel Spaß gehabt. 
So versuchen wir zumindest die Schweden in Thailand noch mal zu treffen und evt. schaffen wir es auch noch auf ein Bier mit Felix aus Singapore.


PS.: Bilder von der Safari sind online.

Freitag, 3. Januar 2014

29.-4.01.14 - El Nido

Hoppel die Hopp, ging es die Straße von Port Barton Richtung El Nido. Wir hatten Glück, dass noch weitere Leute die selbe Idee hatten. So wurde das Auto voll und der Gesamtpreis geteilt.
Nachdem das letzte Schlammloch mit unserem 4x4 Van überstanden war, hieß es erst mal umsteigen in einen normalen Van mit den wir den Rest der Strecke, ca. 3 Stunden, meistern sollten. Sandra hatte erst den Notsitz bekommen, konnte dann noch nach vorne zum mir neben den Fahrer kommen, als ihr nach kurzer Zeit Rücken und Arsch so wehgetan haben, dass der Rest der Strecke für sie unerträglich geworden wäre. Wir sind halt doch keine 18 mehr :-)

In Corong Corong, ein Strand vor El Nido, im Green View angekommen, wurden wir von Dave und seinem Team herzlich willkommen geheißen. Der totale Kontrast zu unserer Bleibe in Port Barton. Wir fühlten uns schon in den ersten 5 Minuten angekommen, gut aufgehoben und hatten einen Draht zu dem Personal, den wir nach 5 Tagen im Deep Gold nicht gefunden hatten.

Passenderweise haben wir ein tollen, ruhigen Bungalow bekommen mit Blick in den Garten, war es doch durch die Wellen, die nur wenige Meter im Deep Gold in Port Barton an die Mauer klatschen,  sehr laut. Wir haben Probleme ;-). Leider meinte es das Wetter immer noch nicht gut mit uns, was uns weiteren Regen bescherte, das sollte sich aber schon bald ändern. 

Für den Silvesterabend entschieden wir uns, wieder Dave und seinem Team Gesellschaft zu leisten und hofften auf ähnlich gutes Essen wie an Weihnachten bei ihm. Für den Tag hatten wir uns überlegt einer der vielen Insel-Hopping-Touren zu buchen. Es hat sich gelohnt. Neben ein paar Spots zum Schnorcheln führte uns die Tour zu "einsamen" Lagunen und Stränden, wo es auch ein kreativ garniertes Mittagessen gab. 

Das Silvesterdinner sollte halten, was es versprochen hatte und war neben vielfältig auch extrem lecker. Mit den Franzosen, die wir auf der Insel-Tour kennen gelernt hatten, überlegten wir, wo wir ggf. nach dem Essen hingehen könnten. Als wir der schlechten Akustik lauschten und gegen 21 Uhr fast schon auf den Stühlen eingeschlafenen wären, entschieden wir uns mal ein paar Meter zu gehen um zu schauen was an unserem kleinen Strand noch so los war. Fündig wurden wir an einer kleinen, sehr chilligen Strandbar eines französischen Pärchens mit dem Namen "La Plage". Hier war bereits einiges los und der DJ legte ganz gute Musik auf. Während ich noch die zwei Franzosen in unserem Hotel über unseren Plan dort zu feiern informierte, hatte Sandra schon die ersten Gesprächspartner an der Bar kennen gelernt. Ein sympathisches Pärchen aus Aschaffenburg.
Es wurde zu unserer Verwunderung immer voller, dachten wir doch, dass die meisten eher in der Stadt El Nido feiern wollten. Bei bester Musik und ein paar Rum-Cola, höchstens ein oder zwei :-), feierten wir zu viert mit den Aschaffenburgern ins neue Jahr.

Nachdem wir den nächsten Tag am Strand zum Relaxen nutzten, machten wir uns am Tag danach auf zum etwa 45 Minuten entfernten Nacpan Beach, einem Traumstrand wie uns berichtet wurde. Das Ganze wollten wir in Eigenregie machen und so mieteten wir uns einen Scooter und begaben uns in die Country-Side von El Nido. Vorbei an malerischen Reisfeldern mit Bergen im Hintergrund, ging es über Stock und Stein vorbei an jeder Menge Kühe, Schweine, winkenden Kindern und und und. 
Als wir den Beach erreichten, trauten wir unseren Augen kaum. Paradiesischer geht es wohl kaum. Der Farbverlauf des blau farbenen Wasser, der weitläufige feinsandige Strand gesäumt mit Palmen, passt wohl auf jedes Poster oder Postkarte zum Träumen. Das Beste, außer uns waren vielleicht noch 15 Touristen und ein paar Einheimische  an dem kilometerweiten Strand. Keine Hotels Tür an Tür wie z.B. in El Nido. 

Ein wunderbarer Tag neigte sich dem Ende und auf dem Rückweg statteten wir die Submariners Diver in El Nido einen Besuch ab, mit den wir den nächsten und für diese Reise letzten Abschnitt auf den Philippinen verbringen werden. Wir erledigten für unsere bevorstehende Tauchsafarai die letzten Papiersachen und ich probierte mein Equipment aus, wollte ich doch am Tag vor unserer Abreise noch eine Tages-Tauchtour machen, um wieder rein zukommen und zu Wissen, dass es als Equipment taugt. Anschließend nutzten wir noch die Gelegenheit und schlenderten durch die kleine Straßen rund um das Art Café wo wir Abendessen sollten und stellten fest, dass El Nido doch nicht nur hässlich und ein heruntergekommenes Drecksloch war, sondern Abends durchaus eine gewissen Charme hatte. Jedoch sind wir sehr froh das wir in Corong Corong gelandet sind.

Sandra hat dann am letzten Tag einen weiteren Traumstrand erkundet und ich war tauchen. Die Tauchtour war der Hammer und ich hatte noch nie bei so kurzen Distanzen so tolle Tauchspots! Schade dass wir nicht schon früher tauchen waren, unter anderem weil alles ausgebucht war, und auf der anderen Seite freue ich mich um so mehr auf unseren bevorstehenden 4 Tage, 3 Nächte Tauchsafari die Morgen (4.1.) beginnt. 

Neue Bilder sind Online :-)


Donnerstag, 26. Dezember 2013

24.-29.12.13 - Weihnachten in Port Barton

Nach unserem ersten von zwei Mammut-Reisetagen während unserer Reise, erreichten wir das kleine Fischerdorf Port Barton im Nord-Ostem auf der philippinischen Insel Palawan.
Mammut-Reisetag deshalb, weil wir erst mit dem Flieger 5 Stunden von Tokyo nach Manila, der Hauptstadt von den Philippinen, reisten, übernachteten, weiterflogen nach Puerto Princessa und dann nochmal mit dem Auto einige Stunden fahren mussten. 

Als wir in Manila am Gate von einem Chor mit Weihnachtsliedern empfangen wurden, war klar, hier sind wir richtig. Filipinos singen sehr gerne, immer und überall :-) Ansonsten ist Manila das totale Kontrastprogramm zu Tokyo und allgemein ein Ort an dem man nicht sein will! Das wurde uns schon kurz nach dem Einsteigen ins Taxi am Flughafen klar, als der Taxifahrer uns aufforderte die Türen zu verriegeln als wir im Stau standen.
Gott sei dank war unser Hotel nicht weit vom Flughafen entfernt und von der größten Shopping-Mall Asiens. So dass wir nach unserer Ankunft am frühen Abend den Rest des Tages in der Mall verbrachten und uns am nächsten Morgen wieder auf den Weg zum Flughafen machten. Ziel des 1-stündigen Fluges: Puerto Princessa auf der Insel Palawan. 

Auf Palawan angekommen, wartete schon unser Fahrer auf uns mit einer Art Jeep-Truck der links und rechts jede Menge Schlammspritzer hatte. Wir fragten uns erst gar nicht nach dem warum und hofften das Beste für unsere rund 4-stündige Fahrt nach Port Barton. Die ersten 3 Stunden Richtung Norden fuhren wir auf einer gut ausgebauten Straße ohne viel Verkehr, wurden aber ordentlich durchgeschüttelt.
Erst als wir rund 22 km vor dem Ziel die Hauptstraße nach links abgebogen sind, wurde uns klar warum wir einen Jeep- Truck benötigten. Ende der Ausbaustrecke! 
Da es die letzten Tage auf der dschungelartigen Insel viel geregnet hat, war in den Senken der "Straße" zum Teil Unterspülungen und sehr tiefe Matschlöscher. Unser Fahrer hielt vor jedem Matschloch an, konzentrierte sich und überlegte sich eine Strategie, wie er die Matschepampe am besten meistern kann. Das war auch bitter nötig, denn zwei mal sah es so aus, als ob wir stecken bleiben würden und das mitten im Dschungel. Mit dem Geschick des Fahrers und etwas Glück erreichten wir unser Ziel nach rund 4 Stunden. Später haben wir erfahren, dass andere nicht so viel Glück hatten und 7-10 Stunden für die Strecke benötigten.

Es war ja Heiligabend und so suchten wir uns nach dem Check-in im Deep Gold Bungalow, bei einem Rundgang durch den kleinen Fischerort, ein gemütliches Plätzchen für unser Abendessen. 
Fündig wurden wir im Green View, wo wir in unserer nächsten Station, in El Nido, wohnen werden. Der Besitzer Dave hat auch in Port Barton ein Resort, welches aber leider schon ausgebucht war. 
Mit dem Briten Dave kamen wir schnell ins Gespräch und reservierten einen Tisch für das Buffet am Abend. Schick gemacht mit unseren in Tokyo gekauften Weihnachtsmann-Mützen marschierten wir ein uns sorgten für allgemeine Begeisterung. Gut, wahrscheinlich dachten die, wir sind das Abendprogramm :-) Das Abendprogramm übernahm eine einheimische junge Band mit Live-Musik und ein Schwein, welches an einem großen Spieß hereingetragen wurde. Bei bestem Essen verbrachten wir einen gemütlichen Abend. 

Am nächsten Tag lernten wir Katharina und Peter mit dem kleinen Emil kennen. Die drei Karlsruher verbringen ihre Elternzeit von ebenfalls fast 7 Wochen mit dem 5 Monate alten Emil auf den Philippinen. Was eine gute Entscheidung, sind es hier trotz ab und an leichten Regen immer noch um die 30 Grad.
Wir stellten fest, dass Peter und Katharina ebenfalls schon sehr viele Reisen in Südostasien unternommen haben und so konnten wir uns prima über Erlebtes der vergangen Jahre austauschen und verbrachten viel Zeit mit den dreien. 



Montag, 1. April 2013

26.-31.3.2013 - Malediven

Nach einer Nacht in der Durchgangsstadt Negombo, die wir nach 118 km und mal wieder fast 6 Stunden anstrengender Busfahrt erreicht haben, ging es heute morgen in aller Herrgottsfrühe zum Flughafen der ganz in der Nähe ist.
Unser Ziel für den Tag: 8 Uhr in der maledivischen Hauptstadt (der kleinsten Hauptstadt der Welt) zu landen und spätestens 60 min später in dem Cyan farbenen Wasser zu baden und mit den Fischen zu schwimmen!

Die Einstimmung auf unseren Pauschalurlaub, übernahmen beim morgendlichen Kaffee am Flughafen Landsleute am Nachbartisch. Ruhig bleiben fiel schwer, aber es war selbst für Sandra noch zu früh um denen klar zu machen, dass sie besser zuhause bleiben sollten :-)
So lauschten wir ihren Luxus-Problemen der Kategorie: 4-5 Sterne Hotels auf Sri Lanka die nicht deutschem Standard entsprechen!
Das war unsere Einstimmung in den Tag und sollte der Beginn einer aufregenden Erfahrung werden :-)

In Male bei der Immigration waren soviel deutsche unqualifizierte Kommentare von links und rechts zu hören dass wir zwischenzeitlich überlegt hatten, uns von nun an nur noch auf englisch zu unterhalten, bis wir abreisen. Spätestens am Kofferband war klar, die Deutschen sind da. Alle drängten sich direkt dicht am Rand des Bandes und ließen keine Gasse, was auch ein Phänomen ist, welches wir immer wieder gerne in Frankfurt am Airport beobachten. Wir machen uns dann immer den Spaß und stürmen dann, ohne Rücksicht auf Verluste zum Band und ziehen in einem möglichst großen Radius den Koffer mit viel Schwung vom Band in der Hoffnung das dass auf Dauer zur Erleuchtung führt und wir nicht erst ein Gesetz oder Absperrband auf dem Boden brauchen. "Do Not Cross the line / bitte hier warten"

Vom Kofferband in FFM zurück auf unser kleines paradiesisches Atoll: Fihalhohi. Da setzte kurz bevor unser Boot anlegte der Regen ein und eine Erkenntnis die ich schon vor längerer Zeit gemacht habe, bestätigte sich. Auch im Paradies regnet es! Das aber immerhin bei angenehmen 31 Grad, was den Regen schnell vergessen lässt.
Mit gutem Deutsch von unserem Hotel-Manager begrüßt, sollten wir sofort wissen welche Fahne hier auch gehisst werden könnte.
Schnell eingecheckt, das traumhaft schöne und riesengroße Zimmer bezogen, uns umgezogen und ab ins Wasser, was wieder erwarten nicht die 30 Grad von Sri Lanka hatte. Der weiße Strand der einem ab dem Flughafen schon begleitetet, ist bei Sonnenschein so hell, dass es ohne Sonnenbrille in den Augen weh tut.
An unserer Seite des Atolls waren an dem langen und breiten Strand etwa überschaubare 20 Personen, wenn überhaupt. Das waren überraschend wenige, wie wir positiv feststellten.

Da wir kein Frühstück hatten, freuten wir uns um so mehr auf das Mittagessen unserer Vollpension :-) Unsere Nachbarin machte ihren Mann schon rund, wo er denn bleiben würde, er lag noch neben uns, sie war schon ausgeh' fertig, und uns wurde klar, das essen hier ein wichtiges Tagesereignis ist, welches eingehalten werden muss. Die kurzen Zeiten wurden uns ebenso militärisch von unserm deutschsprechenden Manager mitgeteilt.
Das ist natürlich eine Umstellung für uns, essen wir natürlich sonst immer nur wenn wir oder Sandra Hunger hat :-) aber an geregelte Mahlzeiten kann man sich gewöhnen.
Beim Betreten des Restaurants traf uns allerdings der Schlag. Es gab ca 300 Sitzplätze (!) für 300 Gäste, wie wir wenig später erfahren sollten. Da wir noch keine 2 Stunden da waren und die Zeit lieber mit Plantschen und Schnorcheln verbracht haben, als eine Volkszählung zu machen, fiel uns die Kinnlade herunter. Ein Gewusel wie im Hofbräuhaus oder bei der R+V in der Kantine (würde mich mal interessieren ob die 250 Sitzplätze haben).
Da keine freie Platzwahl bestand, mussten wir alle Tische nach unserer Zimmernummer absuchen. Ohne Erfolg. Wir suchten uns einen der vielen Kellner, der uns fragte "where are you from" ich dachte mir, na sein englisch ist vielleicht nicht das beste, die einzig wichtig Info für ihn kann nur die Raum Nr sein: "Room 33"! Er wiederholte anschließend die Frage, also war die Antwort wohl falsch. Diesmal die richtige Antwort. "Germany". "Ah ok German corner!" Nee einfach nur ein Tisch, egal ob deutsch oder was auch immer! Es folgte eine kurze Grundsatz-Diskussion darüber ob Deutsche nur in der deutschen Ecken sitzten müssen/dürfen und selbst seine Androhung uns bei Russen an den Tisch zu setzten, ja hat er wirklich so gedroht :-), hat uns nicht abgeschreckt. Er hat es wohl auch versucht, allerdings waren die "russischen Mädels" aus der Schweiz und ganz sympathisch.

Ich hab mich nach dem Essen erst mal fürs Tauchen morgen eingeschrieben, in der ebenfalls deutschen Tauchschule.
Mir ist aufgefallen, dass in dem Wort MaleDIVEn das Wort Tauchen völlig zurecht vorkommt, denn allein das was man beim Schnorcheln an bunten Fischen direkt freihaus geliefert bekommt, ist deutlich mehr als das, was es auf Sri Lanka beim Tauchen zu sehen gab!
So z.B. waren wir noch keine 2 Minuten im Wasser und hatten schon ein kleinen Riff-Hai um uns herum und später noch eine große Wasserschildkröte gesehen. Aber auch der Rochen drehte immer fröhlich seine Runden direkt am Strand, sehr zur Begeisterung der Schaulustigen.

Das Tauchen in den kommenden Tagen musste ich allerdings alleine machen, da Sandra sich auf Sri Lanka am letzten Abend nach dem es sich abgekühlt hatte (es waren nur noch 27 statt 36 Grad)?sich einen Schnupfen eingefangen hat :-(
Drei der insgesamt vier Tauchgänge waren super gewesen, auch wenn man auf den Malediven nicht wirklich tauchen muss, wenn man nicht gerade die ganz großen Fische sehen möchte. All die kleinen bunten Fische gibt es bereits beim Schnorcheln gratis zu sehen.
Bei den schwindelerregenden Tauchpreisen für jeden der vier Tauchgänge entschädigte mich u.a. ein Leoparden-Hai der knapp an mir vorbei geschwommen ist, tolle Korallen-Gärten und ein schönes Wrack, welches ich beim letzten Tauchgang besuchte.

Ein Highlight unserer Schnorchel-Safari am vorletzten Tag waren ca 30 Delphine, die unser Boot eine zeitlang begleiteten ohne dass wir extra zahlen mussten! Denn eine Delphin-Safari kostet 13 Dollar mehr pro Person :-)

Etwas enttäuscht waren wir dass die Palme 33 nicht in der Nähe unseres Bungalows 33 steht! Überhaupt hat hier auf der kleinen Insel alles eine Nummer. Damit die vielen Deutschen nicht vor dem Frühstück alle zum Strand stürzen müssen um Handtücher auf die Liegen zu legen, hat jedes Zimmer der Bettenzahl entsprechenden viele Liegen die durch die Nummern ihre Zugehörigkeit nachweisen. Liegen geräumter Zimmer werden immer wieder an ihren Ursprungsort, dem Bungalow zurück gebracht, um anschließend von den neuen Gästen über die ganze Insel zu dem persönlichen Lieblingsplatz gezogen zu werden, wo sie dann stehen bleiben bis zur Abreise usw.
Es gibt nichts, was nicht nummeriert worden ist: Neben den Palmenden Liegen, den Essenstischen, auch die die Regenschirme, sicher damit sie beim Essen in der Kantine nicht durcheinander geraten.
Leider haben wir letzteren während unseres Aufenthalts viel zu oft gebraucht, hatten wir doch nur ein einzigen ganzen Sonnentag!

Nach einer sehr interessanten Unterhaltung mit Bianca, die unsere Schnorchel-Safari begleitete, bei der es unter anderem darum ging wie das denn alles mit der Infrastruktur wie zB. Müll usw. funktioniert, erzählte sie uns von diversen Müllverbrennungsanlagen und dass einige Inseln zur reinen Müllablage verwendet werden und sie deshalb all ihren Müll vor allem Plastik nach Urlaubende wieder einpackt und mit nach Deutschland nimmt. Daher haben wir beschlossen ihr es gleich zu tun, so dass auch andere was von diesem schönen Flecken Erde haben und zwar unvermüllt, zumindest nicht unserer!

Anschließend vielleicht noch einen Satz über die Insel-Besucher: Wir sind immer noch verwundert, wer sich das hier alles scheinbar leisten kann. Viele sahen eher nach Hartz-4 Programm aus, als nach ich gebe mal eben 3.000 Euro p.P. und mehr für 14 Tage Malediven aus. Auch auffällig viele Familien mit Kindern jeden Alters sind hier und genießen den einfachen Tagesrhythmus: Schlafen-Frühstück-Sonnenliege (bereits Reserviert)-Schnorcheln-Mittagessen-Sonnenliege (steht unverändert am gleichen Platz)-Schnorcheln-Abendessen-Schlafen gehen. Da braucht man definitiv mehr als ein gutes Buch, aber viele der Gäste sind Wiederholungstäter und haben schon für nächstes Jahr gebucht.
Des guten Essens wegen wird es sicher nicht sein, denn eingelegte Früchte aus Konservendosen und Pizza und Pasta bekommt man auch daheim.

Alles in allem haben wir uns eine schöne Zeit auf den Malediven gemacht, auch wenn das Wetter uns nicht wohl gesonnen war. Wir haben mal davon abgesehen gleich für das nächste Jahr zu buchen :-)

Fazit: das Paradies ist kein Ort oder eine Insel, sondern dort wo dein Herz ist. Unser Herz schlägt wohl woanders.

Sonntag, 2. September 2012

Fazit Bali 2012

Marco:
- viiiiiel zu viel Klamotten dabei (weniger als zu letzt und immer noch zu viel)
- nicht mehr im Voraus buchen, auch wenn Hochsaison ist, es macht einen nur unflexibel
- die Unterwasser-Welt in und um Bali ist auch ohne Mola-Mola sehr schön, besonders die Divesides um Nusa Lembongan (UPDATE: es hat nicht sollen sein, denn an unserem Abreisetag haben die Jungs vom BCD Diveshop die Mola-Mola-Fische gesehen :-(
- neue Stufe der Thai (Airline) Gelassenheit kennengelernt
- bei den französischen Reiseanbietern gab es Bali zum halben Preis
- das schönste -abgesehen vom Kunsthandwerk- an Bali, sind die Nachbarinsel. Das letzte mal die Gilis und nun Nusa L.

Sandra
- so viel Klamotten ungetragen hatte ich noch nie
- nochmal Bali brauch ich nun wirklich nicht mehr, auch wenn die Insel besser war als das letzte Mal, aber warum Leute von Bali soooo schwärmen, hat sich mir noch nicht erschlossen
- Tauchen ist nett, aber es wird wohl nie mein bester Freund
- wenn du deinen Nachbarn ärgern willst, schaff dir zehn Hähne an und er schläft jeden Tag maximal bis 6 Uhr

Samstag, 1. September 2012

(28.8-2.9.12) Nusa Lembongan

Bhono, der Manager unserer neuen Bleibe auf der Nachbarinsel Balis, Nusa Lembongan, holte uns höchst persönlich in Candi Dasa ab. Grund: Am nächsten Tag war "Galungan"*, ein Hindu-Feiertag und da er Christ ist wollte er seine Mitarbeiter entlasten so dass sie frei hatten.
Er ist bereits viel herumgekommen in seinem Leben und konnte sehr unterhaltsam seine Lebens- und Frauen-Geschichten erzählen, so dass die Stunde Fahrt nach Sanur sehr kurzweilig war.
Am Pier in Sanur angekommen, ging es dann mit nem Fast Boat wirklich "fast" rüber. Das Boot schlug zwei mal so hart auf den Wellen auf, dass wir fast mit dem Kopf an der Decke angeklopft hätten :-) Der Japanerin hinter mir ist die ganze Nummer nicht so gut bekommen, denn sie übte sich im Rückwärtsessen und das machte sie sehr erfolgreich :-(

Bhono, der lustige Vogel erzählte uns dann abends auf der Terrasse der Nachbarfamilie bei einer Flasche Arak (einheimischer Hochprozentiger der nach sehr alten Sport-Socken schmeckt und bei uns höchstens als Folterinstrument eingesetzt werden würde) Geschichten anderer, meist französischer Gäste. Wir haben viel gelacht und besonders die Lache der Mutter der Familie hallt bestimmt noch einige Zeit in unserem Ohr nach.

Die Tage am Mangroven Wald verbrachten wir in unserer teuersten Unterkunft der Reise, sehr stilvoll und ruhig. Neben einem sehr geräumigen Innenleben, konnten wir von unserer Terrasse direkt ins Meer springen, wenn es denn dank Ebbe da war.
Einem Schweizer Designer/Innenarchitekt gehört die Anlage und entsprechend war sie auch gestaltet. Tagsüber kamen ein paar Schnorchelfreunde, um das vor dem Mangrovenwald beherbergte Korallen-Riff zu besuchen oder einen Rundgang bzw. -fahrt durch den Wald zu machen. Egal was, am frühen Abend waren alle wieder weg inkl. unserer französischen Nachbarn. So dass wir am zweiten Abend ganz alleine waren und die absolute Ruhe, die dort herrschte, genossen.
Am nächsten Morgen sollten wir wie geplant diesen idyllischen Ort verlassen und mehr Richtung Zentrum der Insel wechseln. Nicht das uns die Ruhe noch auffrisst ;-)

Das ganze machten wir stilvoll wie die Einheimischen: ein alter Scooter, unser Fahrer, wir + Gepäck + Rucksack.
Also Reisetasche auf die Oberschenkel und auf dem letzten Zipfelchen Sitz noch platzgenommen und los ging die Fahrt, über nicht wirklich befestigte Strassen ab ins Zentrum.

Gut angekommen im Bunda7 Bungalow, mussten wir erst mal leider feststellen das wir nicht wie durch die Webseiten Fotos propagiert einen Strandzugang hatten :-( Auch das Personal sollte sich in den folge Tagen als wenig ambitioniert herausstellen.

Mittags mieteten wir uns dann einen eigenen Scooter um die Insel und ihre Badebuchten zu erkunden.
Das Wort "katastrophal" beschreibt den Strassenzustand an den guten Teilabschnitten, was uns aber nicht vom Fahren abhielt.

Auf der kleinen Nachbarinsel, die wir per Holzhängebrücke erreichten, konnten wir zwei Surfer bei dem Versuch meterhohe Wellen zu reiten, beobachten. Den sie dann allerdings nach einiger Zeit abbrachen.

Die letzten beide Tagen sollten noch mal dem Versuch gelten die Mola-Mola Fische zu sehen.
Doch die Jungs vom Blue Corner Dive (BCD) erloschen den Gedanken schon im Keim. Denn die Crystal Bay, wo die Wahrscheinlichkeit bei fast 100% liegt, wurde von der Polizei nach mehreren Unfällen, davon drei tödlich, für eine Woche gesperrt. Zuletzt waren dort weit mehr als 200 (!) Diver.
So begnügten wir uns mit einigen wirklich wunderschönen Unterwasserwelten rund um die Insel. Auch ohne Mola-Mola Fische gab es hier sehr viel zu sehen.

Morgen geht es erst zurück nach Bali und dann weiter nach Bangkok. Mal schauen ob Sandras Hochzeitskleid schon fertig ist :-)


* ein alle 210 Tage stattfindender Feiertag für die Götter, die herab steigen. Dafür baut jede Familie einen "Penjar", eine Art Hängelampe aus Bamboo mit verschieden Verzierungen und Opfergaben um die Götter Willkommen zu heißen und wohl zu stimmen. Dieser Penjar wird bereits Tage vorher vorbereitet, was wir sehr eindrucksvoll verfolgen konnten.

Montag, 27. August 2012

(24.-28.8.12) Candi Dasa - Nordost Bali

In Candi Dasa sicher angekommen, ist uns direkt aufgefallen dass wir bei unserem letzten Besuch auf Bali hier gestoppt haben, um Mittag zu essen.

Aber wir wussten nun auch, was Lisa mit einer sehr stark befahrenen Strasse meinte! Candi Dasa ist quasi an die einzige Küstenstraße gebaut worden, oder umgedreht, was nun den kpl. Nord-Süd-Verkehr ertragen muss :-(

Wir waren heil froh dass unser Fahrer am Ende der Ortschaft ins Nichts abbog und ein gutes Stück weiter gefahren ist, vorbei an ein paar Villen die vermietet wurden und der ein oder anderen kleinen, sehr netten Bungalow-Anlage, bis das Puri Oka Schild auftauchte. Unsere neue Bleibe!
Weit weg von der Strasse und da wir uns ein Zimmer im ersten Stock aussuchten mit direktem Meerblick und das Einzige was zu hören war, waren die Wellen die an Land rollten.
Etwas besser als gepimpte Scooter und LKWs die mit 80 durch den Ort knallen :-)

Wir knallten uns erst mal an den Pool und genossen den Nachmittag.
Was, wenn wir ehrlich sind, auch in den darauf folgenden Tagen sich nicht viel änderte :-) Aber man soll ja im Urlaub auch mal nichts tun und den Akku wieder aufladen, hab ich gehört.

Die Aufladung wurde nur einmal unterbrochen als wir mit den Bali Bubbles in Padangbai tauchen gewesen sind. Neben dem, dass wir unser Repertoire der Unterwasser-Lebewesen weiter erweitern konnten, ist wohl unser zweiter Tauchgang erwähnenswert. San wollte zu Beginn schon einfach nicht sinken und stieg später immer wieder mal auf, was sie wie eine Boje bei starkem Wellengang wirken ließ ;-)
Zu guter Letzt, habe ich kurz vor Schluss beim Versuch ein Foto zu machen, noch Wasser ins Ohr bekommen, was den Druckausgleich unmöglich machte ... was ein Tauchgang! Denke unser niederländischer Tauchmaster war froh als es vorbei war - wir auch.

Am letzten Tag mieteten wir uns noch mal ein Scooter, um den schönsten Strand Bali's zu finden. White Sand Beach, hier war der Name Programm! Die Anreise in die Bucht war allerdings eine Herausforderung für Fahrer und Maschine, ging es über Stock und Stein und im steilen Winkel den Abhang herunter. Aber es hat sich gelohnt! Wir wurden mit kristallklarem Wasser, feinem weißen Sandstrand belohnt und selbst das Wetter hatte eine Einsicht, denn nach Regen in der Nacht und am Morgen hat es sein sonniges Lächeln dazu beigetragen.

Nun geht unsere Bali-Rundreise weiter, auf die vorgelagerte Insel Nusa Lembongan.

Samstag, 25. August 2012

(21.-24.8.12) Amed

Unser Fahrer Imade war mal wieder mehr als pünktlich und so ging unsere ca 2-stündige Weiterfahrt auf Bali nach dem leckeren Frühstück auf unserer Terrasse, mit Blick über die Reisfelder wo sich im Hintergrund der Vulkan aufbaute, pünktlich weiter.

Mit dem Auto Richtung Amed stoppten wir erst mal bei einer kleinen Farm die uns Imade ans Herz legte. Hier konnten wir lernen wie das ganze Obst und Gemüse, was wir hier tagtäglich essen, wächst. Es war interessant, zumal ich auch zum ersten mal Kaffee- und Kakao-Bohnen in nicht abgepackter Version gesehen habe :-) Auch etwas was ich nur aus dem TV kannte, war eine Art Katze/Marder die ebenfalls die Kaffeebohnen liebt, allerdings direkt vom Baum. Diese werden dann nach dem Essen von ihrer Magensäure angereichert und in einem Stück wieder ausgeschieden (sieht etwa so aus wie ein Erdnuss-Riegel). Nach Reinigen und Weiterverarbeitung entsteht dadurch einer der teuersten Kaffeesorten der Welt. Von dem ich mir dann zur Feier des Tages erst mal eine Tasse gönnte.

Weiter auf unserer Fahrt nach Amed stand noch der Besuch beim wohl größten und bekanntesten Tempel der Insel, dem "Pura Besakih" auf dem Programm.

Den an einem Berg gelegenen Tempelkomplex erreichten wir mit unserem Guide bequem per Scooter-Zubringer. Angekommen erzählte uns der junge Guide von den Hindu-Gepflogenheiten und Bräuchen und alles über den Komplex an sich.
Das Ganze passierte natürlich alles nicht, ohne dass wir wie so oft für einheimische Touristen als Fotodekoration dienen dürften. "Du wirst nicht glauben was wir gesehen haben als wir zum Tempel gepilgert sind: zwei Deutsche. Wir haben gleich mal nen Gruppenfoto gemacht!" So und ähnlich stelle ich mir die einheimischen Unterhaltungen vor, wenn sie ihren Verwandten von ihrem Urlaub auf Bali berichten :-) Gut wir haben dann gleich auch mal eins für unser Fotobuch gemacht ;-)

In Amed im "Geria Giri Shanti" angekommen, begrüßte uns gleich Liselotte, die sympathische belgische Besitzerin, die die kleine Anlage mit ihren 5-Bungalows erst vor einem halben Jahr mit ihrem Mann David übernommen hat. Lisa kümmert sich um die Gäste und die Anlage, David ist der Dive-Instructor. So haben wir uns gleich für den nächsten Tag zum Tauchausflug in das benachbarte Tulamben eingetragen, denn dort liegt das Wrack der US Liberty.

Unser erster Eindruck von Amed war, dass das kleine Örtchen schnell mit dem Touristen-Zustrom gewachsen sein musste. Direkt an der Hauptstraße kam fast wie aus dem Nix der kleine Ort, der mit vielen kleinen Anlagen und jeder Menge Warungs (kleine einheimische Restaurants) auf Touristen wartete. Wir stellten uns schon auf das Schlimmste ein, doch da nur etwa 20-30% der Betten belegt waren, wurde uns schnell die Gemütlichkeit deutlich, die hier nun statt dessen herrschte. Nur die zum Teil stark befahrene Strasse trübte die Ruhe :-(

Zurück zum Wrack. Einstieg war vom Kies-Strand. Ich ging mit den erfahreneren Niederländern in einer Gruppe runter und Sandra machte ihren ersten Tauchgang nach ihrer bestanden Tauchprüfung mit einem spanischen Paar und einer Französin, die ebenfalls weniger erfahren waren, so passte es ganz gut.
Es gab jede Menge in und um das Wrack zu sehen.

In der Pause zwischen den zwei Tauchgängen kamen mehr und mehr Menschen zum kleinen Strandabschnitt, die alle nach und nach ihr Equipment anzogen und unter Wasser gingen. Das Getümmel am und in dem Wasser erinnerte irgendwie an einen Basar.
So dann leider auch später Unterwasser als das "Hauen und Stechen" los ging, wer wann wohin tauchen darf und sich welchen Fisch anschauen darf usw... In Deutschland hätten wir dafür bestimmt schon Schilder oder Ampeln angebracht :-)

Weil das mit dem Tauchen uns aber trotzdem gefallen hat, suchten wir uns für den nächsten Tag das "Haus-Riff" aus. Hier ging es viel entspannter zu und es gab noch mehr verschiedene Fische zu sehen. Ein Riff-Hai begegnete uns schon gleich am Anfang, wenig später dann noch ein Schwarm Jack-Fisch die sich wie ein Riesen Tornado im Kreis drehten und wir tauchten mitten durch! Wahnsinn. Das war sehr beeindruckend.

Gegen Mittag waren wir dann schon wieder zurück und legten uns an den benachbarten Infinity-Pool. "Nee is des schee" kam von der Nachbarliege, ehe das Buch aufging und wir fünfe gerade sein ließen. Nach einem lecker Abendessen im Enak-Warung und dem verzweifelten Versuch unsere Hotelrechnung per PayPal zu begleichen, ging es ins Bett.

PayPal ist ein tolle Sache doch wenn man es braucht, wie in diesem Fall, funktioniert es nicht wie es soll. Leider gibt es keinen ATM in Amed und man konnte nirgends mit Karte zahlen, also auch nicht im Hotel. Wir dachten PayPal wäre Dank Internet die Lösung, war es aber nicht :-( Der Fahrer der uns am nächsten Morgen nach Candi Dasa (CD) fahren sollte fungierte kurzerhand als Kurier und brachte das Geld, welches wir in CD abgehoben haben zu Lisa und David ins Hotel zurück. Oh man.





Sonntag, 8. Januar 2012

(3.1.-7.1.12) Tage 19-23 - Panglao & Bohol

Nach der Anreise und dem Umzug von unserer provisorischen Bleibe in unser eigentliches Zimmer, hatten wir uns einen Tag zum Relaxen verdient. Im Hotel waren alle auf einmal mehr als freundlich. Der kilometerlange, weiße Sandstrand, das herrliche blaue Wasser und unsere Bücher sollte den Tagesinhalt gestalten.
Mein Magen war leider immer noch anderer Meinung was das Essen anging, was meinen Plan Tauchen zu gehen erst mal durchkreuzte und auch die Inselrundfahrt musste erst mal warten.

Leider sollte der zweite Tag mit Regen auf uns warten :-( Somit nutzten wir den Tag um nach Tagbilaran zu fahren und der Lieblings-Regen-Beschäftigung Bummeln nach zu gehen. Ich habe mich dann noch in das Abenteuer Friseur im Ausland gestürzt! San war sehr skeptisch ob der Haarschnitt für umgerechnet 2 Euro was kann und hat die Sache fotodokumentarisch festgehalten :-) Ich muss sagen der Typ hat seine Sache sehr gut gemacht und somit würde ich ihm ein Preis/Leistung-Gütesiegel "Sehr Gut" geben.
Da es mir wieder soweit gut ging, haben wir erst die Bohol-Tour gebucht und anschliessend unsere Wäsche endlich abgegeben.
Am Abend sollte es wieder lecker Fisch zu essen geben und anschließend in unsere Stamm-Strand-Bar zur Happy Hour Rhum-Cola trinken (Glas für nicht mal 50 Cent mit Mix halb und halb). Hier waren jeden Tag die gleichen Gesichter, leider sorgte eine japanische Karaoke-Veranstaltung im Nachbar-Restaurant für Ohrenkrebs.
Wir werden das Gefühl nicht los, dass uns das mit dem Karaoke bis zum Schluss verfolgen wird ;-)

Beim anschliessenden Flanieren am Strand, oder Wegrennen von den Japanern, kamen wir mit Taiwanesen ins Gespräch. Die sehr darauf versessen waren ein Bild mit mir zu bekommen, da sie fanden dass ich aussehen würde wie Tom Cruise! Yeah, das geht runter wie Öl.

Am nächsten Morgen sollte es entspannt nach dem Frühstück am Strand bei "Trudis Place" zur Bohol-Inselrundfahrt losgehen, auf die wir uns schon so gefreut hatten.
Auf dem Programm standen: die Chocolate Hills, die Tarsier Affen und die Hängebrücken.

Nach etwa 1 1/2 Stunden Fahrt erreichten wir die fast schon mystisch wirkende Hügellandschaft der Chocolate Hills. Leider ist von dem tollen Sonnenschein vom Frühstück nicht mehr viel übrig geblieben und es begann wieder einmal zu regnen. Das Ganze natürlich auf dem Weg der rund 100 (gefühlt 1.000) Treppenstufen nach oben. So dass oben nur noch Nebel und null Sicht war. Wir haben uns die Stimmung nicht nehmen lassen und trotzdem Bilder inkl. Sprungfoto gemacht. Spaß hat der, der trotzdem lacht!

Beim Tarsier angekommen, ging es mit Regenschirm durch die kleine Anlage. Es dauerte nur wenige Meter und wir sollten den kleinsten Primaten der Welt schon entdeckt haben. Da er seine Augen nicht bewegen kann, ist es ihm möglich seinen Kopf um 180 Grad zu drehen.

Zum Abschluss der Tour sollten wir die Bambusbrücke begehen, wo auf der anderen Seite des Flusses eine Überraschung auf uns wartete. Willkommen im "Home of the Buko-King" lächelte uns ein deutsches Werbeschild an und das "Wetten dass..." Logo war daneben zusehen.
Leider habe ich die Sendung, wie auch so viele andere verpasst, aber San hat es - wie der Zufall so will - im Vorbei-Zappen gesehen. Der Buko-King hat vor garnicht so langer Zeit gewettet, dass er in x Minuten x junge Kokosnüsse (Buko) mit dem Zähnen schälen kann.

Endlich tauchen! Es hat mich schon ganz schön gewurmt nicht tauchen gehen zu können. Hier ist eine Tauchbase neben der anderen und ich konnte nicht tauchen gehen. Aber jetzt sollte es soweit sein. Morgens noch schnell die Sachen gepackt und bei den "Sun Divers" für die Tagestour eingetragen. San wollte zum Schnorcheln mitkommen. Bei den zwei Tauchgängen sollte sich die Unterwasserwelt wieder von ihrer schönsten Seite zeigen. Auf dem Boot kamen wir mit Peer und Tine aus HH schnell ins Gespräch und stellten fest, dass sie unsere Route in andere Richtung machten und ebenfalls schon viel bereist hatten.

Auch so entwickelte sich beim anschließend gemeinschaftlichen Mittag bzw. Abendessen schnell das Gefühl dass wir auf einer Wellenlänge lagen. Besonders Peer sein Humor traf voll unseren Geschmack. So hatten wir beim Tschüss-sagen das Gefühl, uns von Menschen zu verabschieden die wir nicht erst seit ein paar Stunden kannten.
Man sieht sich immer zwei mal, wir freuen uns schon auf das zweite Mal. (@Peer und Tine: gute Weiterreise)

Apropos, man sieht sich immer zwei mal im Leben: Wir hatten ja schon darauf spekuliert, dass durch das ganze Hin und Her der ersten Nacht, unsere Übernachtung vom anderen Resort nicht auf die Rechnung gesetzt wird. Bingo, heute war Tag der Abrechnung im doppelten Sinne :-P Wäre uns das Personal sowohl am ersten Tag als auch in den darauf folgenden nett und aufrichtig erschienen, hätten wir auf diesen Fehler hingewiesen, so allerdings bekommt jeder was er verdient. Ein Teil des Geldes haben wir dann am Boat Pier einer blinden Band gespendet, die für ihr Massage Centrum gesammelt haben, welches sie eröffnen möchten. Wobei der Sänger, besser beraten wäre das Gesangstalent weiter zu verfolgen, hat er doch alle Wartenden in seinen Bann gezogen. Es war einfach ein schöner Moment als die halbe Wartehalle bei Bruno Mars' Amazing mitgesungen hat.

Update vom Airport: Waren wir schon bei der Einreise überrascht, dass wir wieder einmal das Ausreiseticket vorlegen mussten, so haben wir nicht schlecht geschaut, als die Dame uns beim Check In nach dem Weiterflug-Ticket von Singapore fragte und diese Daten ebenfalls in ihren Computer eingetippert hat. Big Brother is watching you. Auch die Flip Flops mussten durch das Röntgensystem. Wir könnten ja Drogen oder Bomben in der Sohle haben. Tzzzz.





Freitag, 30. Dezember 2011

(29.12.11) Tag 14 - Tauchen @ Apo Island

Endlich stand Tauchen auf dem Tagesprogramm. Eine Tauch-Safari nach Apo Island. Tauchfreunden wird bei dem Namen das Herz aufgehen. Genau wie mir in Zukunft, wenn ich den Namen höre. Zu schön waren meine zwei Tauchgänge bei denen ich zum ersten Mal mein neues Unterwasser-Spielzeug, meine Unterwasser-Kamera mitgenommen habe.

Ein Part der Bilder sind online, nicht wundern dass sie etwas Blau sind, für einen Rotfilteraufsatz hat es nicht mehr gereicht :-( Ich hoffe trotzdem das meine Begeisterung damit klarer wird. Wem das Rot fehlt, muss warten bis sie gephotoshopt sind:-)

Abends war dann auf dem Basketball Platz Party angesagt, bei der wir mal vorbei geschaut haben, allerdings waren wir mehr als doppelt so alt wie der Rest, so dass wir nach einem Getränk wieder gegangen sind. Allerdings sollte uns die Party bis nachts um 3 Uhr begleiten, in dem die extrem aufgetreten Bässe unser Zimmer haben vibrieren lassen.

Donnerstag, 14. April 2011

Auf der Suche

Gott sei dank machen wir Individual-Urlaub, denn bei der Suche nach einem netten Plätzchen auf Bali sind wir noch nicht fündig geworden.
Nach unserer Überfahrt von den paradiesischen Gili Inseln, wollten wir 2-3 Nächte im Fischerörtchen Padanga Bai bleiben. Dort hatten wir uns in ein tolles Hotel, was im Stil eines Tempels gehalten wurde und uns 3 Pools zu bieten hatte, einquartiert. Nachmittags machten wir uns dann noch auf einen kleinen Rundgang durch den Ort und Richtung White Beach. Der beschwerliche Weg, vorbei an Kühen, sollte uns in der Hitze einiges abverlangen.
Der Rundgang zeigte uns allerdings auch, dass der Ort keinerlei Charm hatte und wir uns somit fragten, was wir denn hier die nächsten 3 Tage so alles machen wollten. Für Ausflüge, außer auf die Gili's, war der Ort zu abgelegen und dann gab es nur noch die Möglichkeit Tauchausflüge Richtung Tulamben zu machen. Nach Tulamben wollten wir eh, so dass wir nach nur einer Nacht aus dem tollen Hotel ausgecheckt haben, uns einen Fahrer suchten und uns auf den Weg nach Tulamben machten.
Der Fahrer war mehr als pünktlich und hatte allerhand wissenswertes Zusatzmaterial an Informationen für unsere 2 Stunden Fahrt parat gehabt. Mit drei Zwischenstopps, in einem Bali Aga Dorf, wo die Urbalinesen uns ihren Lebensstil näher brachten, einem Wasserpalast und zu guter Letzt noch die tollen und weitläufigen typischen Reisterassen.
In Tulamben hatten wir uns zwei Hotels ausgeschaut und vom Fahrer noch eine dritte Adresse bekommen. Wir staunten nicht schlecht, wollte man für heruntergekommene Anlagen und Zimmer doch verhältnismäßig viel bis sehr viel Geld. So sollte sich der Tipp des fahreres als gut erweisen: eine kleine Anlage die gerade um vier neue Hütten erweitert wurde. Da wir, so wie es aussieht, die ersten waren, die die neuen Hütten bewohnen, haben wir einen für diesen Ort guten Preis bekommen.
Der Ort ist bekannt geworden durch die US Liberty, ein im zweiten Weltkrieg von den Japanern bombardiertes Frachtschiff, was keine 50 Meter vor der Küste gesunken ist. Heute morgen um 7 Uhr sollte es zu einem der beiden Tauchgängen runtergehen, doch ich schaute nicht schlecht als mein Dive Master schon um 6:15 Uhr vor unserer Tür zum Apell gerufen hat. Somit war ich schon um 6:30 Uhr unter Wasser, obwohl der Wecker erst 15 min später klingeln sollte. Man ist ja flexibel:-)
Da man nur das Wrack betauchen kann, stellte sich uns nun beim Frühstück die Frage, was wir denn nach meinem zweiten Tauchgang machen könnten, denn ansonsten ist hier wirklich nichts. Nicht einmal Strand. Die einzige Antwort die uns darauf einfiel, war den Fahrer von morgen früh auf heute Mittag zu bestellen und nach Ubud weiter zu fahren. Was wir dann auch gemacht haben.
Doch zuerst stand mein zweiter Tauchgang auf dem Programm. Ich hatte mich entschieden dass der Divemaster eine Kamera mit nehmen soll, mit der er Bilder von mir und den Fischen machen sollte. Diesmal ging es in das Innere des Wracks. Es war schon aufregend durch die engeren Innenräume zu tauchen, das ganze hat mein Kameramann per Video festgehalten. Sehr geil. Mit einem Riesen Barracuda habe ich dann kurz vor Schluss auch noch posieren dürfen.

P.S.: Dad, alles Gute zum Geburtstag!




Gili Air - Teil 2

Auf meinem Morgen-Tauchgang stellte ich die malerische Schönheit der Gili Inseln fest. Die flachen Inseln liegen etwa 10 km vor dem Gebirgszug des "Festlandes". Als ich gestern morgen auf dem Weg zum Tauchgang vom Wasser aus genau dieses tolle Panorama zu sehen bekommen habe, war ich mehr als angetan.
Während meines Tauchgangs habe ich dann Rochen, Black and White Reef Sharks und zum Abschluss dann noch eine Riesenschildkröte die wir auch gut beobachten konnten, da sie sich ganz locker an einem Riffkante festhielt. Sind schon ganz coole Tiere :-)
Zurück an Land sollten die Regenwolken, die sich in dem Gebirge am Festland den Vormittag gesammelt haben, zu uns auf die Insel kommen. So dass wir es uns gemütlich machten in einer der vielen Bambushütten. Abends sollte es dann noch einmal lecker in die chillout Bar zum Essen gehen. Dort sprachen wir gerade von Neptun als keine zwei Minuten später genau dieser in der Bar stand. Bei dem Neptun handelte es sich um einen neuen Divemaster, den sie zur Feier des Tages in ein Neptun Kostüm gepackt haben und nun zur Schau stellten.

Sonntag, 10. April 2011

Gili Air

Morgens ging es dann zum Pier um von dort mit dem Boot der Dreamdivers nach Gili Air überzusetzen. Gili Air ist die zweitgrößte von drei Inseln (Gili Trawangan und Gili Meno), die zusammen kaum die Fläche von Nordenstadt und Wallau erreichen dürften. Strom gibt es nur durch Generatoren und warmes Wasser nur durch Solarkraft (nicht jede Anlage hat das im Angebot). Pferdekutschen wurden noch nicht durch Autos abgelöst, was in den kleinen Gassen mit dem sandigen Untergrund auch nicht wirklich funktionieren würde. Nach einem kurzen Besuch im Dive Shop schnappten wir uns eine dieser kleinen Kutschen um unsere neue Unterkunft zu suchen, da wir nichts gebucht hatten. Die Pferde hatten allerhand Last mit uns, doch schon nach der dritten Besichtigung sollten wir uns in das mantra dive resort verlieben. Gemütliche Hütten mit einem gewölbten Dach komplett aus Holz mit offenen Badezimmer (so dass wir heute im Regen bei 30 grad unter freiem Himmel geduscht haben:-)
Gestern Nachmittag ging es dann mit den Dreamdivers tauchen. Es gab so viel Fische zu sehen, dass man gar nicht wusste, wo man zuerst hinschauen sollte und zum Abschluss sind wir dann noch an einem Wrack vorbei getaucht. Abends gab es lecker Fisch (den ich kurz zuvor noch habe an mir vorbei schwimmen sehen) direkt am Strand. Die Insel-Party sollte leider ins Wasser fallen, denn das Gewitter vom Festland, was wir als Lichtspektaktel während dem Essen zusehen bekommen haben, kam nun zu uns rüber.
Heute morgen haben wir erst mal im Hotel verlängert und uns um ein Boot für übermorgen nach Bali gekümmert und für nachmittags noch einen Tauchgang, nun aber in unserem Resort für mich gebucht, das praktische war, dass Sandra zum Schnorcheln kostenlos mitkommen konnte. Dort sollten mir neben der tollen Fischwelt zwei Schildkröten die Ehre erweisen.
Generell kann man sagen, dass uns die Insel direkt gefallen hat und nicht mit Sengiggi zu vergleichen ist. Die Leute sind freundlich, es ist mega chillig und einfach eine tolle Atmosphäre. So, wie wir es uns vorstellen!

Donnerstag, 7. April 2011

Philippinen Fazit

1.Service: Nach dem wir schon in Hongkong tollen Service erfahren dürften, von dem wir Deutschen uns gerne mal eine dicke Scheibe abschneiden könnten, war der Service auf Malapascua das ganze in Perfektion. Melca, Cheng (unsere bildhübschen und sehr sympatischen Bedienungen) und die restliche Crew haben uns förmlich alle Wünsche von den Lippen abgelesen und man musste sich um nichts kümmern und alles war zur rechten Zeit am rechten Ort. Was besonders beim Tauchen die Vorbereitungen verkürzte.
2. Kinder: die Anzahl der Kinder war auffällig hoch. Nach dem wir uns mit ein paar einheimischen Kindern unterhalten hatten, wussten wir auch dass es nicht nur an den gerade begonnenen und 2 Monate anhaltenden Sommerferien lag. Sieben Kinder und mehr sind pro Familie keine Seltenheit.
3. Standard: für meinen Geschmack schon sehr westlich. Man bekommt auf einer Inseln ohne Strasse, Strom und warmes Wasser, Starbucks Kaffee und andere Nettigkeiten. Leider haben wir von anderen Reisenden erfahren dürfen, dass die Nachbarinseln noch viel touristischer sind.
4. Widerspruch: gerade heute auf dem Weg nach Cebu City ist sehr deutlich aufgefallen, dass Licht und Schatten sehr dicht zusammen liegen. Zwischen all den Wellblechhütten die wahrscheinlich nur noch vom Rost zusammengehalten wurden, standen Häuser die bei immoscout24.de als Luxus Villa in Top Lage mit super Ausblick ausgewiesen werden würden. Das gleiche Bild bei den Autos ich bin seit heute der Meinung das Wort "Mitfahrgelgenheit" kommt aus dem philippinischen. Denn hier wird alles was fährt oder sich nur vorwärtsbewegt be- und überladen. Motorrad mit 3-4 Mitfahrern gehört genau so zum Bild wie Kleintransporter mit 10 Sitzplätzen und 25 Personen in und auf (!) dem Auto.
5. Tauchen: das Beste ist wohl mein erfolgreicher Abschluss. Die Sicht war nicht berauschend, aber wäre sie besser gewesen, hätte es auch nicht annähernd soviel zu sehen gegeben wie letztes Jahr in Thailand. Das war leider wirklich sehr erschreckend. Aber das wird auf Bali alles besser, habe ich mir sagen lassen.
San:
1. Knoblauch, Knoblauch, Knoblauch
Überall ist Knoblauch im Essen. Während mich am ersten Tag noch die Moskitos förmlich zerfleischt haben, hatte ich scheinbar aber dem zweiten soviel intus, dass sie mich tatsächlich fast komplett in Ruhe gelassen haben.
2. Das Essen fand ich enttäuschend. Hat zwar alles gut geschmeckt, keine Frage, jedoch scheint die Küche keine großen eigenen traditionellen Gerichte zu haben, sondern eher ein Mix aus Chinesich, Thai und Malayisch zu sein. Die Thais sind also m.E. Immer noch die besten Köche.
4. Englisch eine Weltsprache
Wahnsinn, wie die Philipinos alle Englisch sprechen konnten. Bei nem Dive Instructor, der seit elf Jahren unterrichtet, verwundert das sicher weniger, aber bei wirklich ärmlichen zehn Jahre alten Kids, die am Strand Muscheln verkaufen und am Ende unseres Gesprächs um Wasser gebeten haben, wirkt es doch sehr surreal, wie gut selbst diese Englisch können.
5. Das Tauchen und ich
Hmm also irgendwie stand das glaub ich einfach unter keinem guten Stern. Ich war echt tierisch aufgeregt und als ich dann nach den ersten Instruktionen ins nur ein paar Meter tiefe Wasser bin, hab ich mich doch direkt mit dem Knie in einen fetten Seeigel gesetzt und hatte dann Stacheln und Reste im Knie. Am zweiten Tag war die Sicht miserabel, so dass wir die Übungen sogar abbrechen mussten. Nachmittags habe ich mir dann irgendwo unter Wasser die Hand aufgeritzt. Zwischendrin so was von eine Scheuerstelle von den Flossen geholt, dass es aussieht, als ob mir da mal eben ein ordentliches Stück Haut rausgehebelt worden ist ;-)
Tja und am Abend fingen dann die Ohrenschmerzen an, haben es am nächsten Tag noch probiert, aber den Tauchgang musste ich dann abbrechen. Die Strömung war auch teilweise echt ordentlich und so wirklich was Schönes gesehen habe ich auch nicht. So haben wir aber mal gut sehen können, was wir unserer Umwelt antun. Nun also wenigstens den Scuba und vielleicht folgen dann in Indonesien zwei Tauchgänge um den Open Water zu erhalten. Momentan hab ich aber ehrlich gesagt die Schnauze voll. Selbst eingesessene Tauchprofis im Resort meinten, dass ich wirklich keine tollen Anfängerbedingungen hatten. Schauen wir also mal, wie es weiter geht.

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