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Dienstag, 26. Mai 2015

23.-28.5.2015 - Kutu Lombok

Nachdem wir uns entschieden haben einen Tag früher aus Yogya abzureisen, freuten wir uns, dass wir den Flug problemlos verschieben konnten und nun einen Tag mehr am Strand haben.

Kuta begrüßte uns mit einer hammer Beach Party und spätestens jetzt war uns klar, hier waren wir in einer Surfer-Hochburg gelandet, erfüllte das bunt gemischte Publikum aller Altersklassen fast jedes Klischee :-)

San hat uns eine sehr schöne Unterkunft herausgesucht, von der wir in den folgenden 4 Tagen mit unserem gemieteten Scooter traumhafte Strände erkunden sollten. 4 Tage = 4 Strände, wobei es uns der Mawun-Beach besonders angetan hat. In einer Bucht lag uns das malerische Panorama mit weißem Sandstrand, cyanfarbenem Wasser und grünen Hügeln zu Füßen. Das beste: Wir hatten den gigantisch großen Strand fast für uns allein. 

Nur am zweiten Tag wurde unser Paradies gestört, da über Nacht eine große Menge Plastikmüll angespült wurde :-( Kurzer Hand schnappten wir uns mit einigen anderen Besuchern Beutel und säuberten den Strand und das Wasser von den "Eindringlingen".
Obwohl wir im Kollektiv recht schnell wieder Ordnung geschafft haben, ist es traurig mit anzusehen, wie wir unseren Planeten gerade zu mit Plastik zumüllen. Wir hatten beim Aufräumen Zeit uns darüber mal intensiver Gedanken zu machen, was wir vielleicht besser machen können, denn ich denke das ist kein Problem, welches nur in Asien vorherrscht! 


Am dritten Tag lernten wir den knuffigen Tim "alias Ellen", bekannt aus dem Film Hangover, kennen. Mit dem sympathischen und etwas verplanten Amerikaner sollten wir unseren letzten Tag in Lombok verbringen und jede Menge Spaß haben. Erst cruisten wir mit unseren Scootern durch die grüne und hügelige Landschaft Süd-Lomboks, um anschließend an einem Strand und nachmittags wieder am Mawun-Beach zu relaxen. Dort machte ich mit Tim einen kleinen Workshop und führte ihn in die Geheimnisse der Fotografie ein. Anschließend haben wir beim Beachballspielen mit unseren Essenslieferanten, dem kleinen Rino den Strandtag ausklingen lassen. 


Was mit einer Beach-Party angefangen hat, sollte auch mit einer Beach-Party bei der Shipwreck Bar enden. Eine tolle Zeit in Kuta geht zu Ende. 


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Weitere Bilder sind online. Viel Spaß beim anschauen.

Samstag, 23. Mai 2015

20.-23.05.2015 - Yogyakarta

Atemlos nach Ubud 
Um die Rück- bzw. Weiterreise etwas angenehmer zu gestallten, haben wir uns entschieden die gut 5 1/2 Std. Fahrt zum Flughafen in Ubud noch mal zu unterbrechen und eine weitere Nacht im Puji Bungalow in Ubud zu verbringen, wo wir mit herzlich willkommen zurück unser altes Zimmer bekommen haben. Jippy, erst mal wieder direkt in den Pool gesprungen 😎
Bereits die Fahrt nach Ubud war sehr unterhaltsam. Unser Fahrer erklärte uns, warum er 5 Minuten zu spät gekommen ist, was für Balinesen mehr als untypisch ist. Er arbeitet noch in Pemuteran in der Senior High School und da habe ihm seine 15 jährige Schülerin morgens anvertraut, dass sie schwanger sei. Nach diesem Schock ist er mit ihr erst mal zum Arzt, der die Schwangerschaft im 4. Monat bestätigte! Auf die Frage wer der Vater sei, gab es nur die Antwort dass sie es nicht genau wisse und es 7 (!) potenzielle Kandidaten geben würde. Er hat dann 6 der 7 zum "Verhör" antanzen lassen - sie waren es natürlich alle nicht gewesen. Aber das beste an der Geschichte ist, dass es die Tochter von seinem besten Kumpel ist und er jetzt die Fahrt lang Zeit hatte zu überlegen, wie er es ihm am Abend bei einem Arak (balinesischer Schnaps - unser Vorschlag) schonend beibringen sollte. 
Seine Laune verbesserte sich aber schnell, als er uns erzählte dass er deutsche Songs im Unterricht einfließen lässt und einer es ihm und den Schülern besonders angetan hat - wenige Sekunden später schallte Atemlos von Helene Fischer aus den Boxen. Nee, oder ... also trällerten wir den Song unseres Exportschlagers laut mit und fuhren dabei durch Balis Reisfelder. 

Yogya - erster Tag
Nachdem Check-in in unserem Guesthouse ging es ortstypisch per Fahrrad-Rikscha zum Markt. Dort gab es neben neuen Taschen für meine Frau auch jede Menge Obst und Gewürze. Unterwegs haben wir noch zufällig einen Mitarbeiter von der Touristen Info getroffen, der uns mit vielen Zusatz Infos rund um seine Stadt versorgte. Kurz darauf fanden wir uns auf seinen Tipp hin in einer Art Gallery wieder, wo wir einer Studentin bei ihren Batikarbeiten zuschauen konnten, bevor wir es mit wenig Erfolg selbst probierten. 

Tempel in Yogya
3 Uhr Stand auf der Uhr, als der Wecker klingelte. 
Zur Abwechselung wollten wir uns mal auf einem Berg einen Sonnenaufgang anschauen. Wir werden am Ende noch Trekking-Fans 😆 
Im Vordergrund stand allerdings, dass wir beim Sonnenaufgang einen ersten Blick auf eins unserer Tages-Highlights werfen wollten. Richtig: "Wollten". Denn trotz des malerischen Sonnenaufgangs mit einigen anderen Besuchern, ließ sich der Tempel Borobodur unter der festhängenden, dichten Wolkendecke leider nicht blicken. Somit mussten wir uns noch etwas gedulden, bis wir ihn uns aus der Nähe ansehen konnten. 

Borobodur bedeute: "Tempel auf dem Hügel" und wurde im 8 Jhd. gebaut und zählt zu dem UNESCO-Weltkulturerbe. Aus der Ferne ähnelt der Tempel einer Stupa. Genauer betrachtet, besteht der Tempels aus zwei Bauten, was auch seine Besonderheit darstellt. Der Oberrang ist eine kreisförmige Terrasse mit vielen Stupas während der Unterrang eine gestufte Pyramide ist. Er ist so erbaut worden, dass auf der untersten Ebene das Leben des Menschen geprägt von Trieb und Leidenschaft dargestellt wird, während auf den zwei weiteren Ebenen nach oben in 1.460 (!) Reliefs, Szenen aus Buddhas Leben bis hin zu Erleuchtung gezeigt werden. Das Bauwerk ist neben Angkor Wat (Kambodscha) und Bagan (Myanmar) das bedeutendste im Buddhismus, so dass jedes Jahr 1.000 Mönche hier her pilgern.

Dem grandiosen Bauwerk liefen wir allerdings für die anwesenden Schulklassen fast den Rang ab. Unser Fahrer Xsan hatte uns schon darauf vorbereitet, dass wir hier unter dem wenigen westlichen Touristen ebenfalls als Highlight gelten würden und so sollte es auch sein. 
Anfangs fragten die Kids und andere Erwachsene noch recht zaghaft, ob sie mit uns ein Foto machen dürfen, aber als sie merkten das San richtig Gas gibt, gab es kein Halten mehr und wir fühlten uns bei locker über 200 Selfis in 1,5 h einen Vormittag wie Hollywood-Stars ☺️


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Bilder sind online

Dienstag, 19. Mai 2015

15.-20.05.2015 - Pemuteran

Nach dem morgendlichen Sprung in den Pool ging es pünktlich um 10 Uhr von Ubud los Richtung Pemuteran in Bali's Westen.

Auf dem Weg sollten wir 3 Stopps machen. Zwei davon geplant und einer eher überraschend. Geplant auf der gut 4 Std. Fahrt waren Stopps bei einer Kopi (Kaffee)-Verkostung und an dem bedeutenden Wassertempel auf Bali - Pura Bratan. Ungeplant war der Halt in einem kleinen Örtchen im Nirgendwo, nachdem uns ein Scooter-Fahrer überholt hatte und mit Handzeichen signalisierte, dass etwas mit dem Heck des Autos nicht stimmte. Er hatte Recht, der Reifen hinten war platt :-( 
Unserer Fahrer reagierte ganz gelassen und kümmerte sich um die Reparatur während wir, eben so gelassen, die Pause nutzen um in einer kleinen Garküche am Eck uns unter die überraschten aber glücklichen Einheimischen mischten. "Weißen"-Besuch haben sie scheinbar nicht jeden Tag :-) Wie immer waren alle sehr freundlich und aufgeschlossen und wir kamen gleich ins Gespräch bzw. waren das Gesprächsthema ☺️


In Pemuteran wartete eine tolle Unterkunft mit einer noch tolleren Anlage bzw. Pool auf uns, von dem wir uns nur für den Ijen Krater und zum Tauchen weg bewegten. Das ist sonst eigentlich nicht unsere Art, wenn das Meer vor der Tür liegt, doch die Liegen und das leckere Essen & Trinken inkl. der Poolbar ließen unseren Radius diesmal nicht viel größer als einen Bierdeckel sein. 



Am Pool warteten immer Petra und die Alex, die mit ihren süßen Jungs Anton (5) und Theo (2.5) uns ans Herz gewachsen sind. Die vier sind 12 Monate lang auf einer Reise rund um die Welt (!) und zur Zeit im 9. Monat. Wenn ihr mehr über die sympathischen Hamburger wissen möchtet, dann schaut euch den sehr schönen und lesenswerten Blog (www.familienwalz.de) mit ihren Geschichten an. 

Neben dem Ijen Krater (siehe extra Bericht), waren wir noch 2 bzw. einen Tag tauchen gewesen. Leider hat die GoPro den Dienst quittiert so das es wohl keine Tauchbilder geben wird. Auch alle MacGyver Wiederbelebungsversuche haben diesmal nix gebracht :-(

Für uns geht die entspannte Zeit in Pemuteran mit einer Bali-Ente und einem Aufwiedersehen-Bier mit Alex und Petra zu Ende. Wir freuen uns auf eine weitere Nacht in Ubud, bevor wir am 21. nach Yogyakarta/Java weiter fliegen, um uns dort die Tempel anzuschauen. 

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Weiterführende Links:
www.familienwalz.de
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Bilder sind online


Sonntag, 17. Mai 2015

17.5.2015 - Ijen Krater Survivors :-)

Als wir im Tauchcenter gerade die Unterlagen für den folgenden Tauchtag ausfüllten, wies uns der letzte Passus zusätzlich darauf hin, dass man nach dem Tauchen keinen Berg für etwa 24 Std. besteigen darf! Doch genau das war unser Plan :-( Man merkt, dass wir vor dieser Problematik als Nicht-Bergsteiger noch nicht so oft standen. 

Also: Raus aus dem Dive-Center und bei einem balinesischen Kaffee nebenan erst mal die IST-Situation analysieren und gegen die SOLL (was wollen wir noch alles machen) gegenüberstellen und auf welchem Weg kommen wir da am besten hin? Also haben wir auf einem Papier die drei möglichen Szenarien ausgearbeitet. Schnell stellte sich heraus, das Lösungsweg Nr. 3 (statt morgen früh unter Wasser, noch am gleichen Tag bzw. in der gleichen Nacht auf die Bergspitze des Ijen Krater) der beste für unsere Zeit hier ist. Gesagt getan. Tauchen verschoben, schnell noch einen Touranbieter für den bevorstehenden Trip organisiert und Proviant gekauft. Sollte es doch in gut 5 Std. schon losgehen. 

Mit jeder Menge Respekt im Gepäck wurden wir nach einem langen Tag um 23:30 Uhr abgeholt und wurden dann zum Hafen gebracht und unserem Guide Afanti übergeben. Dass wir überhaupt auf einer der vielen Fähren mitfahren konnten, verdanken wir der -illegalen- Fahrkunst unseres Fahrers, da am Hafen dank des Hindu- und Moslemfeiertags die Hölle los war und sich ein Rückreisestau von hier bis nach Timbuktu gebildet hatte und eigentlich nix mehr ging, außer wir. 

Auf der einstündigen Fahrt mit der Fähre erlebten wir QVC-Verkaufen live und in voller Lautstärke. Ohne ein Wort zu verstehen, haben wir Tränen gelacht, da der Verkäufer mit allen angepriesen Gegenständen lustige und zweckentfremdete Sachen machte. So ging die Zeit auch schnell vorbei, während Afanti immer wieder die Augen zu klappten. Das kann ja was werden. 

Auf Java von einem Jeep abgeholt (Gott sei dank!), ging es durch die Nacht weitere 1 1/2 Stunden Richtung Krater. Als die Serpentinen immer kurviger wurden und die schmale Straße immer länger und vor allem steiler wurde, dämmerte es mir schon, warum sie die Straße nicht bis oben hin gebaut haben. Weil die letzten 3 km steiler sind als die Teermaschinen es selbst schaffen könnten. 
So war es auch. Als die Straße, dessen Steigungswickel bei uns auf Straßenschildern (>50 Grad) gar nicht existiert, endete, ging es den Rest zu Fuß weiter. Schnell noch alles Warme angezogen, was wir dabei hatten, denn es waren gerade noch 8 Grad Außentemperatur. Das Frieren würde sich für uns aber gleich ändern. 
Am Einlass bildete sich eine Menschentraube, da alle auf den Einlass warteten. Unser Fahrer scheint mit dem "Türsteher" früher in einer Klasse gewesen zu sein. Er drängelte sich etwas vor, schaute ihn an, hob zwei Finger, der Türsteher nickte kurz und winkte uns kurzer Hand durch die wartende Menge direkt durch. Oh man was ein Glück, das Ganze hatte auch etwas von Flüchtlings-Grenzübergängen mitten in der Nacht irgendwo auf der Welt (leider heute ja immer noch).

Da lag die zu erklimmende Strecke vor uns. Stockdunkel und "nur" gerade mal 3 km lang. Taschenlampen an, denn trotz des gigantischen Sternenhimmels sahen wir die Hand vor Augen nicht und los ging es. Für irgendwas muss sich das CrossFit Training ja rentiert haben. 
Nach wenigen Minuten lagen bereits die ersten Besucher am Rand und hechelten nach Luft, machten Pause oder hielten sich den Fuß, weil man auf dem schlottrigen und rutschigen Boden, der einige Löcher hatte, auch schnell mal umknicken konnte. 

Nass geschwitzt und völlig erschöpft, sind wir ohne große Pausen und Verletzungen, nach knapp 80 Minuten Aufstieg voller Stolz am Berggipfel auf 2.386 m angekommen! 

Doch leider war das noch nicht das Ende. Zur blauen Flamme ging es noch mal gut 30 Minuten per Kraxeln (klettern/laufen/rutschen) in den Vulkan hinunter. Um es vorweg zunehmen, das mussten wir auch wieder zurück. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, machten wir das ganze diesmal mit Atemschutzmasken, damit wir die Dämpfe nicht ungefiltert einatmeten. 

Von Weiten begrüßte uns schon das blaue Licht der Flamme. Endlich unten angekommen, schauten wir beeindruckt auf das Flackern des blauen Lichts, was an drei Stellen wie ein großes Lagerfeuer wild vor sich her tanzte und immer mal wieder hinter den sich bildenden Rauchschwaden verschwand und dann wieder zum Vorschein kam. Sehr beeindruckend! 
Nach einer Weile ging es zum Aufstieg, denn die Morgendämmerung hatte bereits eingesetzt, die wir uns vom Kraterrand aus anschauen wollten. 

Oben angekommen, wechselten wir unsere noch einmal durchgeschwitzten Klamotten und genossen bei bestem Wetter die Aussicht auf die aufgehende Sonne. Die Leute saßen in den Vulkanritzen und warteten auch oder einige machten ein Feuer. Das war eine ganz eigene und unbeschreibliche Atmosphäre.

Auf dem Weg runter, sah der Weg bei weitem nicht so spektakulär aus wie im Lichtkegel unserer Taschenlampe, nur die Steigung bzw. das Gefälle ist geblieben. Leider. Wir wunderten uns mit welchen Klamotten und vor allem Schuhen die meist einheimischen Touristen den Berg bestiegen sind. Hier war von barfuß, über FlipFlops, Ballerinas und Plüschi Hausschuhen alles dabei. 

Den ganzen Weg zurück endete ein sehr langer Tag gegen 11 Uhr morgens wieder in unserem Hotel mit einem Mittagsschlaf. 

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Bilder sind online. 

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Daten und Fakten zu dem Ijen Krater unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ijen




Samstag, 16. Mai 2015

14.-15.5.2015 - Ubud

Vom Flughafen ging es mit der sympathischen Argentinerin Laura, die wir am Flughafen aufgegabelt hatten und für Car Sharing angesprochen haben, die gut 1 1/2 Std. ins Herz von Bali. Nach Ubud. 
Laura reist bereits seit fast vier Monaten, ist aber zum ersten Mal auf Bali. So konnte sie uns etwas von ihrer Reise erzählen und wir ihr ein paar Tipps für Bali und vor allem unser Ziel, Ubud.

Unser 3. Besuch in Ubud, mit Chiang Mai (Thailand) und Antigua (Guatemala), einer der chilligsten Orte auf unserer Weltkarte. Daher legen wir gerne hier auch nochmal einen Stopp ein. Auch wenn er weniger als 24 Std dauern wird.

Da wir diesmal von einer anderen Seite in Ubud reingefahren sind, stellten wir schnell fest, dass wir die Ecke noch nicht kannten und das ändern sollten. Dabei war es etwa wie in der OTTO-Fernseh-Werbung: Ich: "Wow, hast du den Tempel auf der linken Seite gesehen", während meine Frau etwas von Schuhen, Taschen und Organic Food-Geschäften auf der rechten Seite vor sich hingemurmelt hat. In einem waren wir uns einig: "Hammer, da müssen wir hin" :-)

Erstmal stand Einchecken auf dem Programm und wir haben "unsere" Straße kaum wieder erkannt so viel hat sich seit 2012 verändert. Es gibt jede Menge neue Unterkünfte, Warungs (kleine, familiengeführte Restaurants) und Geschäfte, die in die einstige Nebenstraße ganz schön Leben gebracht haben und somit auch nicht mehr als Geheimtipp durchgeht. Wieder einmal konnten wir Zeugen werden, wie viel sich in "kurzer" Zeit ändern kann. 

Wenig später betraten wir erst das ein oder andere Geschäft :-), ehe ich das ein oder andere Bild vom Tempel machen konnte, auf dem nahezu perfekt die Nachmittagssonne lag :-) 
In dem Organic Café Clear haben wir dann -  nachdem Sandra mit dem Ausrasten vor Freude über die dort angeboten Sachen fertig war - auch Saft und Kuchen bestellt, was sie nur noch mehr in Extase versetzte. 

Auf dem Rückweg organisierten wir noch einen Fahrer der uns am nächsten Morgen von Ubud nach Pemutaran in Balis Norden bringen soll. 
In unserer schnuckeligen Unterkunft freute ich, Marco, mich dann wie ein Kleinkind als ich direkt nach dem aufwachen in die Badehose stieg und mit Anlauf aus dem Bett - über unsere kleine Terrasse anlaufgenommen habe, um in den direkt davor liegenden Pool zu springen :-) Unbezahlbar! Bestimmt auch für alle Außenstehenden die das gesehen haben ;-)


Weitere Bilder von Ubud sind Online.


Donnerstag, 14. Mai 2015

13./14.5.2015 - Anreise Bali via KL

Es geht wieder nach Asien! Wir kommen einfach nicht davon los :-) 

Als erstes Etappenziel ging es nach Kuala Lumpur (KL), wo wir Nachmittags landen und am nächsten Morgen weiter nach Denpansar (Bali) fliegen sollten. In dem nagelneuen A340-300 der Lufthansa staunten wir nicht schlecht als uns der Flugkapitän, Matthias W., für unseren heutigen Flug begrüßte. Mit Matthias habe ich früher zusammen Fußball gespielt und nun ist er der Mann einer Freundin. So klein ist die Welt :-) Mit Matthias plauderten wir noch etwas, als wir unsere Koffer in KL in Empfang genommen haben. 

In KL im Airport Tune Hotel wurde uns dann auch bewusst, dass wir unsere erste gemeinsame Asienreise vor 5 Jahren hier begonnen haben. Wenn wir damals schon gewusst hätten, wie viele danach noch folgen sollten! 
In 2010 ging es über den malaysischen Jungle und die Westküste nach Thailand (u.a. das erste Mal Thailand für San), wo wir uns mit Thilo und Nesli getroffen haben, bevor ich meinen Tauchschein gemacht habe! Beim Frühstück haben wir dann erst mal die alten Blogeinträge gelesen und dabei viel gelacht und in Erinnerungen geschwelgt. 

Apropos Vergangenheit: Wenn man sich unsere Berichte vom ersten Bali Besuch noch mal durchliest, hätte man auch nicht gedacht dass es uns nun zum dritten Mal (zuletzt 2012 vor der Hochzeit) hier her ziehen würde. Man könnte sagen, es war Liebe auf den zweiten Blick :-)

Donnerstag, 30. April 2015

01.05.2015 - Wir brechen mit alten Gepflogenheiten

Unser langjähriges Motto: "Nach der Reise, ist vor der Reise" setzen wir dieses Jahr aus. Die nächste Reise wurde oft innerhalb der ersten Woche nach der Heimkehr gebucht, nicht so in 2015!!!
Während unsere Reisevorbereitungen für unsere nächste Reise nach Indonesien Mitte diesen Monats abgeschlossen sind, ist die nächste Reise bereits gebucht :-) Es geht auf Safari nach Afrika genauer nach Tanzania und zum Tauchen und Chillen nach Zanzibar *jippy*

Aber erst mal Step-by-Step:
Sandras Reisetasche ist bereits seit Tagen gepackt, dabei geht es erst in 1,5 Wochen los :-) Das Herumstehen der -nagelneuen- Tasche versprüht aber immer ein Gefühl der Vorfreude, dass es bald endlich losgeht. Wenn ich es mir recht überlege, sollten wir sie den Rest des Jahres auch in der Wohnung herumstehen lassen ;-)
Unsere Tour nach Indonesien startet mit einer Nacht in KL (Kuala Lumpur) bevor es weiter nach Bali geht. Auf Bali werden wir es uns nicht nehmen lassen wieder in Ubud etwas Zeit zu verbringen, bevor es zum Tauchen und Chillen nach Pemuteran (ganz oben links :-)) geht. Die Reise wird uns weiter zum eigentlichen Grund der Reise zur blauen Flame (Ijen Crater) und zur Tempelstadt Yogyakarta auf Java führen. 

Quelle: (http://www.macaronmagazine.com/intensely-artful-yogyakarta-a-short-stay-city-guide/)

In Kuta auf der Insel Lombok werden wir dann bei ein paar Tagen Strand und Tauchen unsere rund 2 1/2 wöchige Reise langsam ausklingen lassen, bevor es über Singapore wieder zurück geht. 

Wir freuen uns, wenn ihr uns ab Mitte Mai wieder auf Schritt und Tritt folgen würdet. 
LG
SaMaPa


Links zu den Zielen:

Yogyakarta:
http://www.tripadvisor.de/Attraction_Review-g2304080-d317481-Reviews-Prambanan_Temples-Sleman_Yogyakarta_Java.html

Ijen Crater
http://www.tripadvisor.de/Attraction_Review-g317103-d447076-Reviews-Ijen_Crater-Banyuwangi_East_Java_Java.html

Sonntag, 2. September 2012

Fazit Bali 2012

Marco:
- viiiiiel zu viel Klamotten dabei (weniger als zu letzt und immer noch zu viel)
- nicht mehr im Voraus buchen, auch wenn Hochsaison ist, es macht einen nur unflexibel
- die Unterwasser-Welt in und um Bali ist auch ohne Mola-Mola sehr schön, besonders die Divesides um Nusa Lembongan (UPDATE: es hat nicht sollen sein, denn an unserem Abreisetag haben die Jungs vom BCD Diveshop die Mola-Mola-Fische gesehen :-(
- neue Stufe der Thai (Airline) Gelassenheit kennengelernt
- bei den französischen Reiseanbietern gab es Bali zum halben Preis
- das schönste -abgesehen vom Kunsthandwerk- an Bali, sind die Nachbarinsel. Das letzte mal die Gilis und nun Nusa L.

Sandra
- so viel Klamotten ungetragen hatte ich noch nie
- nochmal Bali brauch ich nun wirklich nicht mehr, auch wenn die Insel besser war als das letzte Mal, aber warum Leute von Bali soooo schwärmen, hat sich mir noch nicht erschlossen
- Tauchen ist nett, aber es wird wohl nie mein bester Freund
- wenn du deinen Nachbarn ärgern willst, schaff dir zehn Hähne an und er schläft jeden Tag maximal bis 6 Uhr

Samstag, 1. September 2012

(28.8-2.9.12) Nusa Lembongan

Bhono, der Manager unserer neuen Bleibe auf der Nachbarinsel Balis, Nusa Lembongan, holte uns höchst persönlich in Candi Dasa ab. Grund: Am nächsten Tag war "Galungan"*, ein Hindu-Feiertag und da er Christ ist wollte er seine Mitarbeiter entlasten so dass sie frei hatten.
Er ist bereits viel herumgekommen in seinem Leben und konnte sehr unterhaltsam seine Lebens- und Frauen-Geschichten erzählen, so dass die Stunde Fahrt nach Sanur sehr kurzweilig war.
Am Pier in Sanur angekommen, ging es dann mit nem Fast Boat wirklich "fast" rüber. Das Boot schlug zwei mal so hart auf den Wellen auf, dass wir fast mit dem Kopf an der Decke angeklopft hätten :-) Der Japanerin hinter mir ist die ganze Nummer nicht so gut bekommen, denn sie übte sich im Rückwärtsessen und das machte sie sehr erfolgreich :-(

Bhono, der lustige Vogel erzählte uns dann abends auf der Terrasse der Nachbarfamilie bei einer Flasche Arak (einheimischer Hochprozentiger der nach sehr alten Sport-Socken schmeckt und bei uns höchstens als Folterinstrument eingesetzt werden würde) Geschichten anderer, meist französischer Gäste. Wir haben viel gelacht und besonders die Lache der Mutter der Familie hallt bestimmt noch einige Zeit in unserem Ohr nach.

Die Tage am Mangroven Wald verbrachten wir in unserer teuersten Unterkunft der Reise, sehr stilvoll und ruhig. Neben einem sehr geräumigen Innenleben, konnten wir von unserer Terrasse direkt ins Meer springen, wenn es denn dank Ebbe da war.
Einem Schweizer Designer/Innenarchitekt gehört die Anlage und entsprechend war sie auch gestaltet. Tagsüber kamen ein paar Schnorchelfreunde, um das vor dem Mangrovenwald beherbergte Korallen-Riff zu besuchen oder einen Rundgang bzw. -fahrt durch den Wald zu machen. Egal was, am frühen Abend waren alle wieder weg inkl. unserer französischen Nachbarn. So dass wir am zweiten Abend ganz alleine waren und die absolute Ruhe, die dort herrschte, genossen.
Am nächsten Morgen sollten wir wie geplant diesen idyllischen Ort verlassen und mehr Richtung Zentrum der Insel wechseln. Nicht das uns die Ruhe noch auffrisst ;-)

Das ganze machten wir stilvoll wie die Einheimischen: ein alter Scooter, unser Fahrer, wir + Gepäck + Rucksack.
Also Reisetasche auf die Oberschenkel und auf dem letzten Zipfelchen Sitz noch platzgenommen und los ging die Fahrt, über nicht wirklich befestigte Strassen ab ins Zentrum.

Gut angekommen im Bunda7 Bungalow, mussten wir erst mal leider feststellen das wir nicht wie durch die Webseiten Fotos propagiert einen Strandzugang hatten :-( Auch das Personal sollte sich in den folge Tagen als wenig ambitioniert herausstellen.

Mittags mieteten wir uns dann einen eigenen Scooter um die Insel und ihre Badebuchten zu erkunden.
Das Wort "katastrophal" beschreibt den Strassenzustand an den guten Teilabschnitten, was uns aber nicht vom Fahren abhielt.

Auf der kleinen Nachbarinsel, die wir per Holzhängebrücke erreichten, konnten wir zwei Surfer bei dem Versuch meterhohe Wellen zu reiten, beobachten. Den sie dann allerdings nach einiger Zeit abbrachen.

Die letzten beide Tagen sollten noch mal dem Versuch gelten die Mola-Mola Fische zu sehen.
Doch die Jungs vom Blue Corner Dive (BCD) erloschen den Gedanken schon im Keim. Denn die Crystal Bay, wo die Wahrscheinlichkeit bei fast 100% liegt, wurde von der Polizei nach mehreren Unfällen, davon drei tödlich, für eine Woche gesperrt. Zuletzt waren dort weit mehr als 200 (!) Diver.
So begnügten wir uns mit einigen wirklich wunderschönen Unterwasserwelten rund um die Insel. Auch ohne Mola-Mola Fische gab es hier sehr viel zu sehen.

Morgen geht es erst zurück nach Bali und dann weiter nach Bangkok. Mal schauen ob Sandras Hochzeitskleid schon fertig ist :-)


* ein alle 210 Tage stattfindender Feiertag für die Götter, die herab steigen. Dafür baut jede Familie einen "Penjar", eine Art Hängelampe aus Bamboo mit verschieden Verzierungen und Opfergaben um die Götter Willkommen zu heißen und wohl zu stimmen. Dieser Penjar wird bereits Tage vorher vorbereitet, was wir sehr eindrucksvoll verfolgen konnten.

Montag, 27. August 2012

(24.-28.8.12) Candi Dasa - Nordost Bali

In Candi Dasa sicher angekommen, ist uns direkt aufgefallen dass wir bei unserem letzten Besuch auf Bali hier gestoppt haben, um Mittag zu essen.

Aber wir wussten nun auch, was Lisa mit einer sehr stark befahrenen Strasse meinte! Candi Dasa ist quasi an die einzige Küstenstraße gebaut worden, oder umgedreht, was nun den kpl. Nord-Süd-Verkehr ertragen muss :-(

Wir waren heil froh dass unser Fahrer am Ende der Ortschaft ins Nichts abbog und ein gutes Stück weiter gefahren ist, vorbei an ein paar Villen die vermietet wurden und der ein oder anderen kleinen, sehr netten Bungalow-Anlage, bis das Puri Oka Schild auftauchte. Unsere neue Bleibe!
Weit weg von der Strasse und da wir uns ein Zimmer im ersten Stock aussuchten mit direktem Meerblick und das Einzige was zu hören war, waren die Wellen die an Land rollten.
Etwas besser als gepimpte Scooter und LKWs die mit 80 durch den Ort knallen :-)

Wir knallten uns erst mal an den Pool und genossen den Nachmittag.
Was, wenn wir ehrlich sind, auch in den darauf folgenden Tagen sich nicht viel änderte :-) Aber man soll ja im Urlaub auch mal nichts tun und den Akku wieder aufladen, hab ich gehört.

Die Aufladung wurde nur einmal unterbrochen als wir mit den Bali Bubbles in Padangbai tauchen gewesen sind. Neben dem, dass wir unser Repertoire der Unterwasser-Lebewesen weiter erweitern konnten, ist wohl unser zweiter Tauchgang erwähnenswert. San wollte zu Beginn schon einfach nicht sinken und stieg später immer wieder mal auf, was sie wie eine Boje bei starkem Wellengang wirken ließ ;-)
Zu guter Letzt, habe ich kurz vor Schluss beim Versuch ein Foto zu machen, noch Wasser ins Ohr bekommen, was den Druckausgleich unmöglich machte ... was ein Tauchgang! Denke unser niederländischer Tauchmaster war froh als es vorbei war - wir auch.

Am letzten Tag mieteten wir uns noch mal ein Scooter, um den schönsten Strand Bali's zu finden. White Sand Beach, hier war der Name Programm! Die Anreise in die Bucht war allerdings eine Herausforderung für Fahrer und Maschine, ging es über Stock und Stein und im steilen Winkel den Abhang herunter. Aber es hat sich gelohnt! Wir wurden mit kristallklarem Wasser, feinem weißen Sandstrand belohnt und selbst das Wetter hatte eine Einsicht, denn nach Regen in der Nacht und am Morgen hat es sein sonniges Lächeln dazu beigetragen.

Nun geht unsere Bali-Rundreise weiter, auf die vorgelagerte Insel Nusa Lembongan.

Samstag, 25. August 2012

(21.-24.8.12) Amed

Unser Fahrer Imade war mal wieder mehr als pünktlich und so ging unsere ca 2-stündige Weiterfahrt auf Bali nach dem leckeren Frühstück auf unserer Terrasse, mit Blick über die Reisfelder wo sich im Hintergrund der Vulkan aufbaute, pünktlich weiter.

Mit dem Auto Richtung Amed stoppten wir erst mal bei einer kleinen Farm die uns Imade ans Herz legte. Hier konnten wir lernen wie das ganze Obst und Gemüse, was wir hier tagtäglich essen, wächst. Es war interessant, zumal ich auch zum ersten mal Kaffee- und Kakao-Bohnen in nicht abgepackter Version gesehen habe :-) Auch etwas was ich nur aus dem TV kannte, war eine Art Katze/Marder die ebenfalls die Kaffeebohnen liebt, allerdings direkt vom Baum. Diese werden dann nach dem Essen von ihrer Magensäure angereichert und in einem Stück wieder ausgeschieden (sieht etwa so aus wie ein Erdnuss-Riegel). Nach Reinigen und Weiterverarbeitung entsteht dadurch einer der teuersten Kaffeesorten der Welt. Von dem ich mir dann zur Feier des Tages erst mal eine Tasse gönnte.

Weiter auf unserer Fahrt nach Amed stand noch der Besuch beim wohl größten und bekanntesten Tempel der Insel, dem "Pura Besakih" auf dem Programm.

Den an einem Berg gelegenen Tempelkomplex erreichten wir mit unserem Guide bequem per Scooter-Zubringer. Angekommen erzählte uns der junge Guide von den Hindu-Gepflogenheiten und Bräuchen und alles über den Komplex an sich.
Das Ganze passierte natürlich alles nicht, ohne dass wir wie so oft für einheimische Touristen als Fotodekoration dienen dürften. "Du wirst nicht glauben was wir gesehen haben als wir zum Tempel gepilgert sind: zwei Deutsche. Wir haben gleich mal nen Gruppenfoto gemacht!" So und ähnlich stelle ich mir die einheimischen Unterhaltungen vor, wenn sie ihren Verwandten von ihrem Urlaub auf Bali berichten :-) Gut wir haben dann gleich auch mal eins für unser Fotobuch gemacht ;-)

In Amed im "Geria Giri Shanti" angekommen, begrüßte uns gleich Liselotte, die sympathische belgische Besitzerin, die die kleine Anlage mit ihren 5-Bungalows erst vor einem halben Jahr mit ihrem Mann David übernommen hat. Lisa kümmert sich um die Gäste und die Anlage, David ist der Dive-Instructor. So haben wir uns gleich für den nächsten Tag zum Tauchausflug in das benachbarte Tulamben eingetragen, denn dort liegt das Wrack der US Liberty.

Unser erster Eindruck von Amed war, dass das kleine Örtchen schnell mit dem Touristen-Zustrom gewachsen sein musste. Direkt an der Hauptstraße kam fast wie aus dem Nix der kleine Ort, der mit vielen kleinen Anlagen und jeder Menge Warungs (kleine einheimische Restaurants) auf Touristen wartete. Wir stellten uns schon auf das Schlimmste ein, doch da nur etwa 20-30% der Betten belegt waren, wurde uns schnell die Gemütlichkeit deutlich, die hier nun statt dessen herrschte. Nur die zum Teil stark befahrene Strasse trübte die Ruhe :-(

Zurück zum Wrack. Einstieg war vom Kies-Strand. Ich ging mit den erfahreneren Niederländern in einer Gruppe runter und Sandra machte ihren ersten Tauchgang nach ihrer bestanden Tauchprüfung mit einem spanischen Paar und einer Französin, die ebenfalls weniger erfahren waren, so passte es ganz gut.
Es gab jede Menge in und um das Wrack zu sehen.

In der Pause zwischen den zwei Tauchgängen kamen mehr und mehr Menschen zum kleinen Strandabschnitt, die alle nach und nach ihr Equipment anzogen und unter Wasser gingen. Das Getümmel am und in dem Wasser erinnerte irgendwie an einen Basar.
So dann leider auch später Unterwasser als das "Hauen und Stechen" los ging, wer wann wohin tauchen darf und sich welchen Fisch anschauen darf usw... In Deutschland hätten wir dafür bestimmt schon Schilder oder Ampeln angebracht :-)

Weil das mit dem Tauchen uns aber trotzdem gefallen hat, suchten wir uns für den nächsten Tag das "Haus-Riff" aus. Hier ging es viel entspannter zu und es gab noch mehr verschiedene Fische zu sehen. Ein Riff-Hai begegnete uns schon gleich am Anfang, wenig später dann noch ein Schwarm Jack-Fisch die sich wie ein Riesen Tornado im Kreis drehten und wir tauchten mitten durch! Wahnsinn. Das war sehr beeindruckend.

Gegen Mittag waren wir dann schon wieder zurück und legten uns an den benachbarten Infinity-Pool. "Nee is des schee" kam von der Nachbarliege, ehe das Buch aufging und wir fünfe gerade sein ließen. Nach einem lecker Abendessen im Enak-Warung und dem verzweifelten Versuch unsere Hotelrechnung per PayPal zu begleichen, ging es ins Bett.

PayPal ist ein tolle Sache doch wenn man es braucht, wie in diesem Fall, funktioniert es nicht wie es soll. Leider gibt es keinen ATM in Amed und man konnte nirgends mit Karte zahlen, also auch nicht im Hotel. Wir dachten PayPal wäre Dank Internet die Lösung, war es aber nicht :-( Der Fahrer der uns am nächsten Morgen nach Candi Dasa (CD) fahren sollte fungierte kurzerhand als Kurier und brachte das Geld, welches wir in CD abgehoben haben zu Lisa und David ins Hotel zurück. Oh man.





Dienstag, 21. August 2012

(19.-21.8.12) Anreise Bali / Ubud (Zentral Bali)

Dank Skytrain beträgt die Zeit von der Station am Hotel zum Flughafen weniger als 15 min und 40 Baht (1 Euro). Das waren früher zwischen 30 und 1 1/2 Stunden (Tageszeit- und verkehrsabhängig) und je nach Verhandlungsgeschick mehrere hundert- wenn nicht tausend Baht.
Bangkok entwickelt sich!

Am Airport angekommen, lernten wir Thai-Gelassenheit für Fortgeschrittene.
Da wir untypischerweise einen Skytrain früher bekommen haben als geplant, waren wir sehr zeitig schon da und wollten schnell unser Gepäck abgeben um zu Frühstücken. Die Frau am Thai Airlines-Schalter sagte uns etwas davon, dass die Maschine getauscht worden sei und man nicht Einchecken kann und wir erst was essen gehen, und in ca 45 min wiederkommen sollen.
Gesagt getan. Nach leckerem Frühstück bei einer US-Kaffeekette, standen wir wieder vor einer Check-In-Dame, die uns erklärte sie würde uns aufrufen wenn man einchecken könnte. Als 30 min vor Boarding das immer noch nicht der Fall war, wurden wir etwas nervös da die Abflugzeit nicht auf "Delay", also verspätet auf der Anzeigetafel angezeigt wurde. Kurz drauf rief sie uns auf. Durch unsere Erfahrung der letzten Besuche auf dem Airport wussten wir, dass wir durch alle Sicherheitskontrollen und bis zum Gatr mindestens 45-60 min brauchten und es eine Express-Line gibt. Auf Nachfrage nach einer Express-Card, sagte sie uns, es sein noch genug zeit bis Boarding. Uhrenvergleich: wir hatten noch 25 min bis zum Boarding!
Thaigelassenheit für Fortgeschrittene nenne ich das. Dank Sandras Charme (und dieses Mal nicht ironisch gemeint) dürften wir zwei Reihen bei der Immigration und noch mal ähnlich viel beim Security-Check überspringen und sind trotzdem 20 min zu spät am Gate angekommen!
Gut nur, dass die beim Boarding die gleiche Gelassenheit hatten und erst kurz nach unserem Erscheinen damit angefangen haben.

In Bali angekommen, waren wir gespannt ob die Immigration genau so eine Katastrophe wie in Jakarta letztes Jahr wird.
War sie nicht! Freundliches Personal deutete uns den Weg und die Schalter waren übersichtlich und mit Englisch sprachiger Schrift beschildert. Alles ging überraschend schnell.

Nachdem San bei "Wer wird Millionär?" gewonnen hatte und mit 1.000.000 Rupiah vom ATM wieder kam, nahm uns Imade, unser Fahrer vom
letzten Mal, freudig in Empfang. Zum Glück hatten wir seine Visitenkarte noch aufgehoben und ihn gebeten uns vom Flughafen nach Ubud inkl. ein/ zwei Shoppingstopps abzuholen.

Bereits am Flughafen und auf dem Weg nach Ubud wurde schnell klar, dass hier Hauptsaison ist. Dieses Gefühl wurde im völlig überlaufenen Ubud nur noch bestätigt. Die Stadt wird erst gemütlich wenn die Tagestouristen wieder auf dem Weg nach Hause im Stau stehen. Die Wenigen die bleiben, wohnen dann meist traumhaft zwischen den Reisfeldern und genießen die Künstlerstadt nach Sonnenuntergang. Wie wir.

Am nächsten Morgen gab es im Balimoon Guesthouse zum Frühstück den legen... (es kommt gleich) ... dären Green Pancake, auf den wie uns so gefreut haben.
Nach dem Frühstück war meine Zukünftige ganz angetan von dem Gedanken mit dem Rad durch die Reisterassen in der Umgebung zu fahren. Leider war ihr nicht klar, dass wenn's Terrassen sind, es auch Steigungen geben muss. So dass ich nach etwa 20 min alleine die Tour zu Ende gefahren bin und San es sich im
Spa gemütlich gemacht hat. Mittags haben wir uns zum Essen im Ort verabredet. Es sollte das berühmt berüchtigte "suckling pig" geben. Ein Schwein schön kross gebraten, welches meist schon gegen 13 Uhr ausverkauft ist und von dem wahrscheinlich alles verwertet wird.

Eine Shopping-Tour mit dem
gemieteten Scooter vom Besitzer des Bali Moons nach Tegallalan, einem kleinen Handwerker-Ort in der Nähe von Ubud, kurbelte die lokale Wirtschaft wieder an :-)

Morgen holt uns Imade wieder ab und es geht weiter nach Amed im Nordwesten der Insel.

Freitag, 22. April 2011

Nusa Dua, oder wie andere auf Bali Urlaub machen :-)

Wie wir feststellen mussten war unserer Reiseführer, Stefan Loose, dieses mal keine gute Wahl. Verkauft er uns anfangs bei unserem Bali Aufenthalt schon Padangbai als "... ein entspanntes Fischerdorf, abseits der Hauptstraße in einer kleinen Bucht mit schönen Strand mit ein paar schön bemalten Fischerbooten, wo es sich lohnt 2-3 Tage zu verweilen". Sah die Wirklichkeit wohl eher so aus, dass es nun ein Umschlagsplatz für Touristen ist, die von den Gili's oder Lembongan übersetzten und von aufdringlichen Strassenverkäufern und Kofferträgern belagert werden. Es war der einzige Ort, an dem wir einen Übergriff zwischen einem penetranten Einheimischen und einem Touristen auf der Strasse gesehen haben und der einzige Ort, wo für öffentliche Toiletten Geld verlangt wurde. Der Strand war übersät mit Booten so dass Schwimmen oder Baden unmöglich gewesen wäre. Immerhin haben wir dank unserer Schweizer Bekanntschaft, die sich trotz unserer Pandangbai Berichte nicht davon haben abbringen liessen, zwei Nächte dort zu buchen, herausgefunden dass es ein guter Ausgangspunkt zum tauchen gewesen ist. Wenigstens etwas, wenn es schon an Land nicht schön war.

Heute Abend haben wir uns ein weiteres Fischerörtchen, Jimbaran, vom Loose empfehlen lassen: "... mit romantischer Atmosphäre zum Sonnenuntergang mit ein paar günstigen Fischrestaurant's". Unser Taxifahrer meinte auch, dass es sehr romantisch ist. Dachte ich noch kurz vor Ortseingang dass ein Busunternehmer hier sein Parkgelände hat und einen Großteil aller Buse auf Bali sein eigen nennen kann, wurden wir kurz darauf eines besseren belehrt. Denn aus dem kleinen Fischerdorf in romantischer Atmosphäre wurde eine Aneinanderreihung von Riesenlokalen (mussten auch gross sein um die Menschenmassen zu versorgen) mit einer Unmenge von Stühlen am Strand. Die R+V Kantine ist in der Mittagszeit einen Ruhe Oase dagegen. Haben wir noch vor zwei tagen den letzten frischen Fisch am Strand von Gili Air, mit einer Handvoll anderer unter dem wirklich romantisch aufsteigenden Mond und sternenklaren Himmel gegessen, tauschten wir nun das Licht des Mondes gegen die Scheinwerfer der Flugzeuge aus, die auf dem nur etwa 4 km entfernten Airport zum Landeanflug ansetzten.
Total entspannend. Der günstigste Fisch kostete natürlich das Doppelte versteht sich, bei der romantischen Atmosphäre. Damit es sich für die Touribomber auch lohnt, wurde in jedem, wirklich in jedem Restaurant ein hübscher Papphintergrund gestellt und Kecak oder Legong Tänze aufgeführt. Was neben ein paar weiteren Musikern, die von zu Tisch zu Tisch gingen, ein Meer an Klängen ergab. Wenigstens der Himmel hatte ein Einsehen und hat zwischen zeitlich mal kurz angefangen zu weinen.

Das Ganze reiht sich in unser Mittagserlebnis ein: Waren wir von tripadvisor schon vorbereitet, dass der Strand nicht der sauberste ist und eine Vielzahl von Wassersportgeräten dort für einen Lärmpegel sorgten, dass es bei anderen schon unangenehm aufgestossen ist, dachten wir das wenigstens Baden möglich sei. Weit gefehlt. Es war so dreckig dass Baden unmöglich war. Man hätte auch um sein leben fürchten müssen, in Anbetracht dass man von einem Boot, Jet Ski oder Banana irgendwas umgefahren worden wäre, selbst in Strandnähe. So lagen alle in ihren tollen 4 und 5 Sterne Bunkern am Pool mit Blick auf einen dreckigen Strand mit noch dreckigeren Wasser. Herzlichen Glückwunsch. Da wir über booking.com unser Rumah Bali B&B bebucht haben, wissen wir, was die Hotels direkt am Strand kosten. Da waren zum Teil welche dabei, wo zwei Nächte soviel kosteten wie wir für den gesamten Urlaub bezahlt haben!!! ernsthaft!

Ich mag mir gar nicht vorstellen wie es in Kuta aussieht. Für die Touristen, die da bereits waren, ist das hier bestimmt alles Erholung und abseits vom Tourismus.
Wir können jedenfalls überhaupt nicht verstehen, wie man hier seine Urlaub verbringen kann, denn alles ist künstlich und hat nichts vom eigentlichen Bali. Selbst das indonesische Essen in den Restaurants wurde europäisiert.

Aber sollen die sich alle stapeln, dann haben wir die wirklich idyllischen Orte dieser Welt noch für uns!

Donnerstag, 21. April 2011

Gili parTyRAWANGAN & Gili Afternoon It's Raining

Wir hätten vor zwei Tagen einfach im Boot sitzen bleiben sollen, als wir die Chance hatten direkt nach Gili Air weiter zu fahren. Darüber sind wir uns einig. Aber wir wollten uns noch mal einen andere der Gili Inseln anschauen und letztendlich ist es Jammern auf hohem Niveau. Hätten wir nicht gewusst wie schön, ruhig und relaxt es nur 20 min mit dem Boot weiter gewesen wäre, hätten wir die letzte Nacht auch noch auf Gili parTyRAWANGAN verbracht. So lösten wir uns bei unserer Unterkunft der letzten beiden Tagen aus und setzten mit dem Boot nach Gili Air (Afternoon It's Raining) über. Leider war in unserer alten Unterkunft nichts mehr frei, so dass wir in das Nachbar Cottage ausweichen mussten.
Auf der Insel angekommen fühlten wir uns gleich heimisch begrüßten uns doch einige bekannte Gesichter am Strassenrand mit "Welcome back". Ich buchte erst mal im Manta Dive einen Tauchgang für nachmittags und Sandra machte es sich in den neuen Strandmöbeln in unserer Strandbar gemütlich. Wie immer sollte es nachmittags kurz und heftig regnen, was mich weniger treffen sollte, da ich eh unter Wasser war :-)
Zurück an Land gab es bei in den chilligen abhäng sesseln vom Scallywags noch einen Kaffee, bevor wir uns für die happy Hour und den lecker Fisch in der chillout Bar fertig machten.
Leider werden wir dieses Paradies zum letzten mal so gesehen haben. Ein Gespräch mit Pia, der divemasterin vom Manta dive, die seit 1 1/2 Jahren auf Air lebt, bestätigte unsere Vermutung, dass hier in letztem Jahr viele Bauprojekte erst abgeschlossen wurden und weitere bereits begonnen wurden. So dass es auf kurz oder lang ein ähnliches Schicksal erleiden wird, wie koh samui in Thailand oder die Nachbarinsel Gili Trawangan, was am Südzipfel eher dem Ballermann als einem Paradies ähnelt. Schade eigentlich.

Sonntag, 17. April 2011

Eat Pray Love

Nach der verzweifelten Suche nach einem schönen Plätzchen auf Bali, sollten wir in Ubud dann endlich unser Glück finden.
Nachdem wir uns kurzfristig entschlossen hatten, doch nur eine Nacht in Tulamben zu bleiben, holte uns unser altbekannter Fahrer um 12 Uhr ab. In Ubud angekommen, merkten wir direkt, dass es uns hier gefallen wird. Die Suche nach einer Unterkunft nahm etwas Zeit in Anspruch, denn entweder war alles voll oder es sollten ordentliche Beträge für schimmelige und / oder miefige Zimmer bezahlt werden. Der letzte Versuch war dann ein Volltreffer. Inmitten der Reisfelder, etwas ab vom Riesentrubel aber dennoch mit super Lage fanden wir ein wunderschönes, familiengeführtes Guesthouse zu einem super Kurs. Das Bad war eine kleine Grotte! Alles strahlte etwas Besonderes aus. Also erkundigten wir zunächst den Ort.
Am zweiten Tag gab es morgens das göttliche Frühstück. Einen ordentlichen Obstteller und einen grünen Pancake mit Banane, Ananas und Kokos. Zum Reinknien! Danach besichtigten wir den Monkey Forest und schauten uns die Hauptstrasse des Ortes an. sogar der "Ralph" hat sich dort niedergelassen. Da es sehr heiss war, entschieden wir uns nach der Erkundungstour für einen relaxten Nachmittag an Nick's Pool. Das war auch eine nette Unterkunft ums Eck, wo wir gegen ein Entgelt von 1,20 EUR den Pool benutzen konnten. Als wir in unser Guesthouse zurück kamen, staunten wir nicht schlecht. Ein australisches Pärchen, welches uns seit unser Ankunft auf Gili Air "verfolgte", hatte sich doch zufälligerweise, nachdem wir uns drei Tage aus den Augen verloren hatten, genau in unserem Guesthouse einquartiert. Das wo es doch sooo viele Unterkünfte in Ubud gibt. Am Abend aßen wir dann die berühmte Bali Smoked Duck - eine auf Reisstroh geräucherte Ente mit typischen balinesischen Gemüse. Sehr lecker.
Den letzten Tag liessen wir uns in ein 7 km entferntes Dorf fahren, wo die ganzen Kunstwerke, die in Ubud überteuert den Tagestouristen auf dem Markt verkauft werden, herkommen. Der Taxifahrer bot uns an für umgerechnet 20 EUR zu warten, aber das war das Vierfache vom Fahrtgeld dahin. Also lehnten wir ab und schlenderten 3 Stunden durch die Hitze und shoppten tolle Kunstwerke. Tja nur wie zurück. Das fragten wir uns, als wir merkten, dass da nicht ein Taxi war, weil wir mal wieder die einzigen Tourist vor Ort waren. Also fragten wir rum. Eine Verkäuferin bot uns an, dass ihr Mann uns auf zwei Scooter zurückfährt, aber so wie die hier fahren... also stellten wir uns einfach die Strasseneinfahrt Richtung Ubud und hofften darauf, dass uns ein paar nette Einheimische mitnehmen würden. Nach einigen Minuten hatten wir Glück. zurück in der Stadt aßen wir dann noch das groß im Reiseführer angekündigte Spanferkel bei einem Essensstand am Eck. Das war auch wieder echt lecker. Für den Nachmittag hatten wir uns einletztes Mal eine Massage in unserem Lieblings-Spa gebucht. Die ganze Zeit hatten wir uns in Ubud überlegt, wo es danach hingehen sollten, wollten wir doch gerne einfach noch ein paar schöne Tage am Strand haben. Sollten wir zurück auf die Gilis und auf Nummer sicher gehen oder auf eine andere Insel, wo die Gemüter sich schieden und die auch teurer schien. Für haben uns ausnahmsweise mal für die sichere der Varianten entschieden und somit dann am Abend noch schnell die Weiterfahrt auf die Gilis eingetütet. Am Abend ging es dann zum Abschluss zu einer traditionellen Tanzaufführung. Ich möchte hiermit Grüße an meine alte Musiklehrerin am Gymi senden, bei der ich doch tatsächlich einmal das Gamelan-Orchester lernen musste und nun - nach Jahrzehnten auch weiß wofür ;-)
Abschliessend können wir für uns sagen, dass Ubud das Schönste von Bali ist ( der Rest war leider enttäuschend). Man kann dort locker eine Woche und mehr zubringen und Relaxen, wandern, Rad fahren, Ausflüge machen und sicher auch zu sich selbst finden.
Ein schönes Fleckchen und verständlich auch, dass die Autorin von Eat Pray Love sich hier vier Monate niedergelassen hat.
Nun geh es aber wieder zurück ins Paradies!

Donnerstag, 14. April 2011

Auf der Suche

Gott sei dank machen wir Individual-Urlaub, denn bei der Suche nach einem netten Plätzchen auf Bali sind wir noch nicht fündig geworden.
Nach unserer Überfahrt von den paradiesischen Gili Inseln, wollten wir 2-3 Nächte im Fischerörtchen Padanga Bai bleiben. Dort hatten wir uns in ein tolles Hotel, was im Stil eines Tempels gehalten wurde und uns 3 Pools zu bieten hatte, einquartiert. Nachmittags machten wir uns dann noch auf einen kleinen Rundgang durch den Ort und Richtung White Beach. Der beschwerliche Weg, vorbei an Kühen, sollte uns in der Hitze einiges abverlangen.
Der Rundgang zeigte uns allerdings auch, dass der Ort keinerlei Charm hatte und wir uns somit fragten, was wir denn hier die nächsten 3 Tage so alles machen wollten. Für Ausflüge, außer auf die Gili's, war der Ort zu abgelegen und dann gab es nur noch die Möglichkeit Tauchausflüge Richtung Tulamben zu machen. Nach Tulamben wollten wir eh, so dass wir nach nur einer Nacht aus dem tollen Hotel ausgecheckt haben, uns einen Fahrer suchten und uns auf den Weg nach Tulamben machten.
Der Fahrer war mehr als pünktlich und hatte allerhand wissenswertes Zusatzmaterial an Informationen für unsere 2 Stunden Fahrt parat gehabt. Mit drei Zwischenstopps, in einem Bali Aga Dorf, wo die Urbalinesen uns ihren Lebensstil näher brachten, einem Wasserpalast und zu guter Letzt noch die tollen und weitläufigen typischen Reisterassen.
In Tulamben hatten wir uns zwei Hotels ausgeschaut und vom Fahrer noch eine dritte Adresse bekommen. Wir staunten nicht schlecht, wollte man für heruntergekommene Anlagen und Zimmer doch verhältnismäßig viel bis sehr viel Geld. So sollte sich der Tipp des fahreres als gut erweisen: eine kleine Anlage die gerade um vier neue Hütten erweitert wurde. Da wir, so wie es aussieht, die ersten waren, die die neuen Hütten bewohnen, haben wir einen für diesen Ort guten Preis bekommen.
Der Ort ist bekannt geworden durch die US Liberty, ein im zweiten Weltkrieg von den Japanern bombardiertes Frachtschiff, was keine 50 Meter vor der Küste gesunken ist. Heute morgen um 7 Uhr sollte es zu einem der beiden Tauchgängen runtergehen, doch ich schaute nicht schlecht als mein Dive Master schon um 6:15 Uhr vor unserer Tür zum Apell gerufen hat. Somit war ich schon um 6:30 Uhr unter Wasser, obwohl der Wecker erst 15 min später klingeln sollte. Man ist ja flexibel:-)
Da man nur das Wrack betauchen kann, stellte sich uns nun beim Frühstück die Frage, was wir denn nach meinem zweiten Tauchgang machen könnten, denn ansonsten ist hier wirklich nichts. Nicht einmal Strand. Die einzige Antwort die uns darauf einfiel, war den Fahrer von morgen früh auf heute Mittag zu bestellen und nach Ubud weiter zu fahren. Was wir dann auch gemacht haben.
Doch zuerst stand mein zweiter Tauchgang auf dem Programm. Ich hatte mich entschieden dass der Divemaster eine Kamera mit nehmen soll, mit der er Bilder von mir und den Fischen machen sollte. Diesmal ging es in das Innere des Wracks. Es war schon aufregend durch die engeren Innenräume zu tauchen, das ganze hat mein Kameramann per Video festgehalten. Sehr geil. Mit einem Riesen Barracuda habe ich dann kurz vor Schluss auch noch posieren dürfen.

P.S.: Dad, alles Gute zum Geburtstag!




Gili Air - Teil 2

Auf meinem Morgen-Tauchgang stellte ich die malerische Schönheit der Gili Inseln fest. Die flachen Inseln liegen etwa 10 km vor dem Gebirgszug des "Festlandes". Als ich gestern morgen auf dem Weg zum Tauchgang vom Wasser aus genau dieses tolle Panorama zu sehen bekommen habe, war ich mehr als angetan.
Während meines Tauchgangs habe ich dann Rochen, Black and White Reef Sharks und zum Abschluss dann noch eine Riesenschildkröte die wir auch gut beobachten konnten, da sie sich ganz locker an einem Riffkante festhielt. Sind schon ganz coole Tiere :-)
Zurück an Land sollten die Regenwolken, die sich in dem Gebirge am Festland den Vormittag gesammelt haben, zu uns auf die Insel kommen. So dass wir es uns gemütlich machten in einer der vielen Bambushütten. Abends sollte es dann noch einmal lecker in die chillout Bar zum Essen gehen. Dort sprachen wir gerade von Neptun als keine zwei Minuten später genau dieser in der Bar stand. Bei dem Neptun handelte es sich um einen neuen Divemaster, den sie zur Feier des Tages in ein Neptun Kostüm gepackt haben und nun zur Schau stellten.

Sonntag, 10. April 2011

Gili Air

Morgens ging es dann zum Pier um von dort mit dem Boot der Dreamdivers nach Gili Air überzusetzen. Gili Air ist die zweitgrößte von drei Inseln (Gili Trawangan und Gili Meno), die zusammen kaum die Fläche von Nordenstadt und Wallau erreichen dürften. Strom gibt es nur durch Generatoren und warmes Wasser nur durch Solarkraft (nicht jede Anlage hat das im Angebot). Pferdekutschen wurden noch nicht durch Autos abgelöst, was in den kleinen Gassen mit dem sandigen Untergrund auch nicht wirklich funktionieren würde. Nach einem kurzen Besuch im Dive Shop schnappten wir uns eine dieser kleinen Kutschen um unsere neue Unterkunft zu suchen, da wir nichts gebucht hatten. Die Pferde hatten allerhand Last mit uns, doch schon nach der dritten Besichtigung sollten wir uns in das mantra dive resort verlieben. Gemütliche Hütten mit einem gewölbten Dach komplett aus Holz mit offenen Badezimmer (so dass wir heute im Regen bei 30 grad unter freiem Himmel geduscht haben:-)
Gestern Nachmittag ging es dann mit den Dreamdivers tauchen. Es gab so viel Fische zu sehen, dass man gar nicht wusste, wo man zuerst hinschauen sollte und zum Abschluss sind wir dann noch an einem Wrack vorbei getaucht. Abends gab es lecker Fisch (den ich kurz zuvor noch habe an mir vorbei schwimmen sehen) direkt am Strand. Die Insel-Party sollte leider ins Wasser fallen, denn das Gewitter vom Festland, was wir als Lichtspektaktel während dem Essen zusehen bekommen haben, kam nun zu uns rüber.
Heute morgen haben wir erst mal im Hotel verlängert und uns um ein Boot für übermorgen nach Bali gekümmert und für nachmittags noch einen Tauchgang, nun aber in unserem Resort für mich gebucht, das praktische war, dass Sandra zum Schnorcheln kostenlos mitkommen konnte. Dort sollten mir neben der tollen Fischwelt zwei Schildkröten die Ehre erweisen.
Generell kann man sagen, dass uns die Insel direkt gefallen hat und nicht mit Sengiggi zu vergleichen ist. Die Leute sind freundlich, es ist mega chillig und einfach eine tolle Atmosphäre. So, wie wir es uns vorstellen!

Sengiggi

Das Beste an Sengiggi war unsere traumhafte Unterkunft. Fotos folgen dann. Hatten wir doch etwas mehr erwartet als alle drei Meter unfreundlich angequatscht zu werden, was teilweise schon mehr als penetrant und somit super nervig war. Aber nach einem langen Reisetag gönnten wir uns mal einen ganz relaxten Tag. Sandra kaufte einen einheimischen Kunstladen auf und wir machten uns mal locker. Abends hat sich dann leider beim Abendessen direkt vor dem Lokal ein Unfall ereignet, wo zwei Rollerfahrer wohl direkt ineinander gefahren sind. So wie die hier fahren ist das eigentlich kein Wunder, aber wenn es dann passiert, erschreckt es einen dann doch.
Nach zwei Nächten sollte es dann aber weiter auf die Gili Islands gehen. Von Sengiggi aus hatten wir die Überfahrt mit dem Boot der Tauchschule und einen ersten Tauchgang für mich gebucht. San will dann langsam beim Schnorcheln testen, wie des dem Ohr geht.

Freitag, 8. April 2011

Abgestempelt

... auch ein langer Reisetag geht irgendwann vorbei.
Nach einer schrecklichen Nacht in einer schrecklichen Stadt, Cebu City, ging es um 5 Uhr Richtung Airport. In Filipino Zeitlupengeschwindigkeit wurde eingecheckt. Man hätte der guten Dame auch bei der Arbeit die Fingernägel lackieren können. Aber wir waren ja im Urlaub und diesmal zeitig am Flughafen. Erst als wir dann dran waren und für gut 13 kg Übergepäck zahlen sollten, wurde es uns zu bunt, wollten wir mit exakt den gleichen Klamotten (abzüglich Stativ und das was an Sonnencreme draufgegangen ist) einchecken. Somit hätten es bei uns zusammen um die 30 kg sein dürfen, aber auf der Anzeige stand was von weit über 40. Was San auf ihre zurückhaltende Art der Guten zu verstehen gab. Der darauf folgende Vergleich auf einer anderen Waage brachte uns ein Ergebnis von immerhin knapp unter 40 kg ein. Ich bin mir sicher, dass wenn wir zwei weitere Waagen genommen hätten, wir noch zwei weitere Ergebnisse bekommen. Naja wir wollten dann auch nicht weiter diskutieren und zahlten den gewünschten Preis.
Unser 3 1/2 stündiger Flug ging dann eigentlich schnell vorbei. In Singapore durften wir dann die gefühlt tausendste Immigration durchmachen. Immigration heißt immer, dass man im Flugzeug oder auf dem Schiffe meist zwei Karten ausfüllen darf mit Reisepass Informationen, die sich später dann nach ewigen Warteschlagen jemand mürrisch anschaut, der nicht "Hallo" sagt oder sagen darf, um anschliessend einen bis ganz viele Stempel in den Pass und das ausgefüllte Blattpapier gedrückt zu kriegen.
Nach unserem Lunch Ausflug nach Singapore (danke Babsi für die Dollar mit denen wir unser Mittagessen bezahlen konnten) ging es von dem sauberen und klar strukturierten Singapore in das völlig chaotische Jakarta. Wir können nur jedem davon abraten mal über Jakarta zu fliegen - selbst zum umsteigen nicht empfehlenswert.
Umsteigen genau das wollten wir nur. Leider ohne die Stempelbürokratie der Indonesier. Es waren weit über 30 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von bestimmt 80% in dem nicht klimatisierten Airport, als uns wilde aufgescheuchte Hühner in Uniformen von links nach rechts und der nächste uns wieder zurück schickte. Das Ganze dann fünf Mal!!! Leider gaben uns auch die Schilder keinerlei Hinweise auf irgendwas. Irgendwann sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir uns das Visa kaufen müssen. Was wir dann vor dem Eintreffen der japanischen Groß-Reisegruppen dann auch noch schafften. Somit erhielten wir zwar den ersten Stempel, doch leider hat der in Indonesien nicht viel zu bedeuten, denn andere drei Personen und Instanzen möchten auch noch ihre Daseinsberechtigung haben. Somit sollten wir uns wieder woanders hinten anstellen und und dachten, dass bei dem Vorwärtskommen unser Anschlussflug 3 1/2 Stunden später in Gefahr war.
Als wir am Schalter angekommen waren und der gute unsere Dokumente grimmig begutachtete, kam sein Kollege mit 6 anderen Reisepässen vorbei, die er dann während unserem parallel machen wollte. Wer ihm beim arbeiten beobachten dürfte, wusste, das dass nicht klappen würde. Da war sie wieder: Sandras zurückhaltende Art, die fast dazu geführt hätte, dass er uns keinen seiner vielen Stempel für die Einreise gegeben hätte.
Was anschliessend folgte, war ein Spiessrouten Lauf vom allerfeinsten. Alle sprachen uns an aber keiner wollte helfen, nur jeder uns Geld aus der Tasche ziehen wollte. Wir wussten nämlich nicht, dass wir das Terminal wechseln mussten und als wir es wussten, war das Hinkommen natürlich so gut beschrieben, wie die Einreiseprozedur. Wie der Flughafen den Status "International" bekommen hat, ist uns ein Rätsel.
Da sich der Abflug um 45 min verzögerte, hatten die muslimischen Männer mehr Zeit Sandra zu begaffen. Man muss es leider so sagen wie es war, gaffen. In den meisten Ecken, in denen wir in den letzten zwei Wochen waren, waren wir meist die einzigen Touris, aber so gemustert wie dort sind wir noch nie. (San: Ich habe mich gefühlt, wie eine Stripperin die von oben bis unten mit Sahne besprüht ist und ihren allerersten Auftritt vor einem Haufen 18-Jähriger hat)
... Aber Gott sei dank geht auch so ein Tag irgendwann vorbei. Um 24 Uhr waren wir dann auch In unserem tollen Bungalow, wo wo nun zwei Tage bleiben werden.




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