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Freitag, 4. September 2015

29.08-01.09.2015 - Marrakesch

Nach unserem Lissabon-Besuch an Ostern (mit Ryanair) wollten wir gerne noch einen zweiten Städtetrip dieses Jahr machen. Mit Marrakesch war schnell ein Ziel gefunden, da es schon länger auf unserer "Noch-zu-besuchen-Liste" stand. Hat man doch schon so viel von von der marokkanischen Stadt, die Manche mit einem Traum aus 1.000 und einer Nacht beschreiben, gehört. Davon wollten wir uns überzeugen.
Unser Respekt vor dem muslimischen Land stellte uns schon vor der Abreise vor eine Herausforderung. Was zieht man am besten 4 Tage lang bei ca. 39 Grad an langen Klamotten an, was dann auch noch in einen Handgepäcks-Trolley passt?! Ich kann nur sagen es ist möglich, also sowohl als auch :-)
Leider mussten wir wieder mit Ryanair die Reise machen, da alle anderen Flüge gut das dreifache gekostet hätten. Nach einem Ryanair Flug geht es mir mittlerweile immer wie nach einer durchzechten Nacht. Man sagt sich jedes Mal: "Nie wieder!" und tut es dann doch ... 

Es kann losgehen

Wieder am Flughafen Hahn angekommen, parkten wir noch schnell hinten im Wald links, zwischen Fuchs und Hasen :-) und unser verlängertes Wochenden konnte starten!

Der Hinflug war von im Gang herumtobenden, auf den Sitzen herumspringenden, kreischenden  Kindern geprägt und der Lärmpegel nur Dank der guten Lärmisolierung unserer In-ear Kopfhörer  ertragbar gewesen.  

In Marrakesch ging es die kurze Strecke vom Flughafen zur Medina (Altstadt) per Taxi und die
letzten gut 200m Meter zu Fuß durch die verwinkelten kleinen Gassen, vorbei an wundervollen alten Türen (siehe Foto Link), zu unserem Riad, welches uns Sandra mit viel Liebe herausgesucht hat. Ein freundlicher Empfang sieht vielleicht etwas anders aus, allerdings scheinen wir den Manager auf dem falschen Fuß erwischt zu haben, denn in den folgenden Tagen war er ein toller Gastgeber. Das Riad Viva ist ein Riad (ein Haus bei dem sich die Zimmer um einen offenen Innenhof anordnen) mit gerade mal 7 Zimmern und einer traumhaft schönen Dachterrasee inkl. Pool, den wir jeden Tag auch einmal zur Abkühlung nutzten. 

Bei bester Live Musik und anschließendem früh morgendlichen DJ-Set bis 8 Uhr vom 5-Sterne Nachbarhotel kamen wir die erste Nacht leider nicht zum Schlafen und konnten direkt ohne Schlaf zum Frühstück gehen. Im Nachbarhotel hatte die Königsfamilie oder ein Reicher (die meinen gehen da auseinander) zur Geburtstagsparty geladen. Unsere Aussenwand des Zimmers sollte die Begrenzung zur Tanzfläche bzw. Band sein, also waren wir wirklich Live dabei! Dank toller Dachterrasee konnten wir dem Treiben der Reichen und Schönen zuschauen. Schlafen war ja eh nicht möglich und das war besser als jeder Sex in the City-Film!

Die Souks

Nach einem ausgiebigen Frühstück auf der Dachterrasee, mit viel Kaffee, sollte es auf eine erste Erkundungstour gehen. Doch zunächst machten wir einen Abstecher in ein Hammam. Sandra hatte hier vorab eine Session gebucht und so würden wir ordentlich von oben bis unten abgeschrubbt.
Danach ging es weiter durch die Souks, mit ihren vielen kleinen verwinkelten Gassen. Das große Areal ist sehr verwinkelt und man kann sehr schnell die Orientierung verlieren und verloren gehen. Die Souks sind wie eine Stadt in der Stadt und in Viertel unterteilt in dem sich das Handwerk und deren Endprodukte auf kürzesten Weg bewundern lassen. 
Da das Gerberviertel sich ebenfalls in direkter Nähe befindet, lässt sich so die komplette Verarbeitungskette von Leder, z.B. zu einer Handtasche anschauen. Als Transportmittel der Materialien dient hier immer noch meistens ein Karren, der von einem Esel gezogen wird oder Mopeds die skrupellos durch die kleinen belebten Straßen preschen und man immer aufpassen muss, nicht an- oder umgefahren zu werden, da Bremsen ein nicht ausgeführte Tätigkeit ist :-) 

Bemerkenswert und nervig zu gleich sind die Verkäufer in den Souks. Denn neben dem, dass sie auf französisch (Amtssprache) einem die Ware schmackhaft machen wollten, konnten sie das auch sehr gut in mindestens noch 2-3 weiteren Sprachen. Leider, denn dadurch konnte man nicht einfach mal durchschmökern ohne gleich in einen Laden gezerrt, und in ein Verkaufsgespräch verwickelt zu werden.

Im Gerberviertel die knochenharte Arbeit zur Verarbeitung von Leder bzw. Herstellung von Leder zu sehen, war sehr interessant und für viele von uns wäre der Gestank und die Bedingungen unzumutbar! Das führte dazu, dass nach dem Besuch bei Kaufverhandlungen von Lederprodukten dass mit berücksichtigt wurde :-)





Jardin Majorelle, Ben-Youssef, Maison de la Photographie und Djemaa el Fna

Den viel gelobten Garten vom Designer Yves Saint Laurent (Jardin Majorelle) fanden wir nicht so spannend und für das gebotene auch etwas überteuert. Ein Besuch in der ehemaligen Gebetsschule Medrasa Ben-Youssef war dagegen atemberaubend. Was hier vor Jahrhunderten filigran ins Holz geschnitzt und aus Fliesenornamenten zusammengesetzt wurde, macht einen fast sprachlos.
Durch meine leichte Affinität zur Fotografie :-) dürfte ein Besuch in der Fotoausstellung nicht fehlen. Ausgestellt wurden Portraits von Berbern zwischen 1870 und 1950, was neben dem dokumentierten sehr schön zu sehen war, das die Medina (Altstadt) sich in den mehr als 100 Jahren fast nicht verändert hat, was auch den Charme der Stadt ausmacht.

Abends wollten wir uns dann das Treiben auf dem Marktplatz (Djemaa el Fna), dem Herzstück der Medina, anschauen. Hier ist jeden Tag Jahrmarkt bzw. Straßenfest! Es gibt nichts, was es nicht gibt: von exotischem Essen bis Strassenkünstler (Schlangenbeschwörer, Tänzer, Hennamaler, ...) bis hin zu fliegenden Händlern und gefühlt war die ganze Stadt auf den Beinen und auf dem Marktplatz versammelt. Das Schauspiel wiederholt sich jeden Tag! Wahnsinn.

Das andere Marrakesch

Am Abreisetag wollten wir uns die Paläste El Badi und El Bahia anschauen. Da erstgenannter wegen Filmdreharbeiten gesperrt war, hatten wir nach dem Besuch im Bahia Zeit uns in das neue Marrakesch zu bewegen. Mit dem Taxi ging es auf die andere Seite der Stadtmauern, wo uns eine moderne Stadt mit Shopping-Malls aller bekannter Hersteller und ein Starbucks erwartete. Krass auch zu sehen, dass die Menschen hier sich anders kleideten und scheinbar nur wenige Meter von der Altstadt entfernt ein anderes Leben zu führen scheinen.

Fazit
Ein tolle Zeit in einer faszinierenden Stadt. Scheinbar gehen die Vorstellungen von 1.000 und einer Nacht etwas auseinander, denn für uns kam das Gefühl leider nicht auf, was aber auch nicht weiter schlimm ist.
Die Menschen begegneten uns sehr offen und freundlich, man sollte allerdings das arabische schon mögen. Etwas nervig waren leider die meisten Verkäufer in den Souks, da wir auf das permanente Angequatschte nicht stehen und eine einfaches NEIN leider nicht ausreichend ist. Alles in allem aber sehr empfehlenswert, wenn man mal nach nur 3,5 Stunden Flugzeit (von FFM) in eine andere Welt abtauchen möchte. Von Vorteil ist es wenn man französisch spricht. 

Sonntag, 31. Mai 2015

28.-31.05.2015 - Singapore (One more Time)

Auf unserer ToDo Liste für unseren Besuch in der Stadt standen nur vier Sachen: 

1. Essens-Empfehlungen von Lisa und Felix bzw. Sandy und Tino folgen
2. das Shopping Erlebnis geniessen 
3. Gardens by the Bay besuchen
4. Indisch essen gehen

1. Mit dem Besuch beim Makansutra Street-Food-Markt an der Marina Bay am ersten Abend mit anschließender Lasershow vor den immer wieder beeindruckenden Marina Sands (Wäscheklammern)-Türmen und unseren Abendessen beim Inder am zweiten Abend im Lao Pa Sat Food-Court (Telok Ayer Market) sind wir den kulinarischen Empfehlungen unserer Freunde gerne nachgekommen. War beides sehr lecker gewesen. - Check


2. Shopping haben wir im Rahmen des wenigen Platzes in unserem Gepäck und dem aktuell nicht so gut stehenden Wechselkurs entsprechend sparsam umgesetzt, aber natürlich hat das ein oder andere Kleidungsstück noch Platz in unserem Gepäck gefunden :-) - Check 

3. Die Entscheidung uns "Gardens by the Bay" (sieht etwas aus wie im Film Avatar) bei der Abenddämmerung anzuschauen, entpuppte sich als Glücksgriff. Was wir nicht wussten, dass es dort ebenfalls eine Lichtershow gab, die auch gleichzeitig der Höhepunkt der kostenlosen Attraktion war. - Check


4. Indisch essen. Eigentlich wollten wir zu unserem Inder in Little India gehen, allerdings stand der Inder  im Lao Pa Sat nur im Flair etwas nach. - Check

Unsere Zeit in Singapore ging mal wieder viel zu schnell vorbei und auch unsere Reise neigt sich dem Ende. Heute Abend heißt es erst mal wieder Abschied nehmen von unserem geliebten Süd-Ost-Asien. Gemäß unserem Motto: Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub, freuen wir uns auf unser nächstes Ziel:  Afrika im Oktober. 

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Bilder sind online

Sonntag, 9. November 2014

07.-11.11.14 - Antigua

Was ein toller Einstieg in unsere erste Zentralamerika-Reise: Antigua! Was sich anhört wie der neueste Geländewagen aus Rüsselsheim entpuppte, sich als Schmuckkästchen.

Nach einem angenehmen 2 1/2 Std. Flug von Fort Lauderdale nach Guatemala City, ging es noch mit nem Mini-Van, nein nicht aus Rüsselsheim, direkt in Guatemalas alte Hauptstadt. Die Stadt ist mit ihren etwa 35.000 Einwohnern eine Kleinstadt im zentralen Hochland. Aufgrund der Höhenlage von 1.530 Metern sind ganzjährig Werte von 23 °C zu erwarten. Nachts kühlt es sich auf 14 °C ab. Eine eindrucksvolle Kulisse erhält Antigua durch die drei Vulkane Agua, Fuego und Acatenango. 

Als wir nach ein paar Serpentinen den Ortseingang wie aus dem nichts erreichten, nahm uns die kleine Stadt mit seinen Kopfsteinpflaster-Straßen, die links und rechts durch bunte Häuser gesäumt wurden, gleich in seinen Bann. 

Nachdem wir in den USA schon einen Family-Van bekommen haben, sollten wir in unserer Unterkunft bei San Carlos die Familien-Suite beziehen und ich frage mich, ob das alles als Zeichen gedeutet werden kann, oder unsere Eltern das alles arrangiert haben ;-) 
Anschließend machten wir uns sofort auf einen Streifzug durch die Stadt und um nach etwas zu essen zu suchen, hatten wir doch außer einem kleinen Frühstück am Flughafen den ganzen Tag nix gegessen und wir wissen was dass bei San bedeuten kann :-)
Die vielen kleinen Cafés, Restaurants und Läden wirkten alle sehr einladend, so das es nicht schwer war etwas zu finden. Anschließend ließen wir uns für den Rest des Nachmittages durch die Stadt treiben. 
Dass die Leute alle sehr freundlich zu uns sind, ist in sofern verwunderlich, weil wir Ihnen mit unseren drei Brocken Spanisch, die wir dank Wörterbuch und Händen und Füßen etwas aufgepeppt haben, einiges abverlangen. Aber bestimmt tragen wir so ordentlich zur allgemeinen Belustigung bei. Aber wir arbeiten dran. Ich bin mal gespannt, wie weit wir am Ende des Urlaubes damit kommen, oder gekommen sind. 

Dank des Jetlags begann der nächste Tag schon zur besten Lichtzeit für Fotografen und ich ließ mich nicht zwei Mal bitten. So schlenderte ich in den frühen Morgenstunden durch die leeren Straßen auf der Suche nach tollen Motiven. Es gibt hier mehr Motive als wir Morgenstunden haben werden, soviel ist mir klar geworden. 



Morgen geht es für für einen 2-Tages Trip nach Chichicastenango (Markt mit viiiel Gedöns für Sandra) und Panajachel am See Atitlan, ehe wir nach Antigua zurückkehren werden. 

PS: Weitere Bilder aus Antigua sind Online. 






Samstag, 18. Januar 2014

16.-19.1.14 - Bangkok, mal anders

Timing! Raus aus dem Do-Do, ein TukTuk wo die Fahrgäste in Front sitzen und der Fahrer von hinten steuert (Memo an mich: man müsste mal eine Foto-Dokumentation über die verschiedenen Bauarten von TukTuks machen), rein in den 1st Class-Bus, den wir zufällig noch erreichten, da er etwas Verspätung hatte.



So sollten wir die 7 Stunden Busfahrt von Sukhothai nach Bangkok nicht nur in den Genuss der extrem guten Strassenbedingungen Thailands kommen, sondern auch zu einem kleinen Snack, etwas zu Trinken, Boardtoilette, TV mit aktuellen Blockbustern und AC. Letztere prasselte allerdings bedingungslos auf uns die ganze Zeit ein, was zur folge hat, dass Sandra nun einen Schnupfen davon hat.

Shutdown Bangkok and Restart

Das ist das Motto, was uns schon seit Tagen beschäftigt und warum wir die Nachrichten und die tägliche Berichterstattung im Auge behalten haben. 

Seit November letzten Jahres wird in Thailands Hauptstadt gegen die aktuelle Regierung demonstriert und gestreikt. Das Ganze erreichte am letzten Wochenende ein ganz neues Level, in dem mehrere Verkehrsknoten in der Stadt "eingenommen" und somit gesperrt wurden - was zum Shutdown führen soll. Im schlimmsten Fall für uns, sollte der Flughafen bzw. die Flugsicherung lahm gelegt werden, was eine sofortige Stilllegung des gesamten Flugverkehrs bedeuten würde. Derzeit ist das noch nicht der Fall. ToiToiToi! 

Klar war, dass uns ein etwas anderes Bangkok erwarten würde als bei unserem letzten Besuch vor 1 1/2 Jahren. 
Wer in diesen Tagen BKK besucht, kommt gefühlt in eine Geisterstadt. Die sonst immer verstopften Straßen und Seitengassen können zur Zeit zu Fuß überquert werden. Die Läden schließen schon gut eine Stunde vor offiziellen Ladenschluss oder machen erst gar nicht auf. Das sonst sehr rege Treiben in den Gassen von unserem Viertel Pratunam, dürfte eher mit gemütlichen Schlendern beschrieben werden. Gleiches gilt für die sonst immer randvollen Shopping-Malls wie das Platinum.  

Frei nach dem Motto: Gesperrt bedeutet nicht, dass nichts mehr geht! Nutzen die erfinderischen Thai's die nun zur Verfügung stehende Fläche auf den Straßen als Gelegenheit ihre fliegenden Verkaufsstände und Garküchen aufzubauen. Dadurch kommt rund um die Kundgebungen eher eine Art Straßenfest Feeling auf, als das es hier einem - der Regierung - an den Kragen gehen soll. An den Ständen wird u.a. alles verkauft, wo eine Thailandflagge drauf passt. Ohringe, Armbänder, Brillen, T-Shirts und und und. Das erinnert sehr stark an Deutschland während der WM 2006. 
In den Parks, auf Parkdecks im Parkhaus und zwischen den parkenden Autos auf der Straße wurden mit 2-Mann Zelten oder nur deren Moskitonetze ganze Zeltstädte errichtet in dem die Regierungsgegner von außerhalb es sich "wohnlich" gemacht haben und seit Wochen campieren. 



Trotzdem ist das hier kein Spaß, denn immer wieder kommt es auch zu Übergriffen oder wie gestern zu Bombenanschlägen. Somit machen wir einen größt möglichen Bogen um die Altstadt und die anderen Kundgebungsorte. Problem: Unser Schneider liegt auf der anderen Seite und ich wollte mir einen neuen Anzug machen lassen :-( Hab ich auch. 

Was wir sonst noch festgestellt haben ist die Dynamik der Stadt und die Geschwindigkeit in der sich alles ändert. Ich kann mir gut vorstellen, dass das auch mit in den Unmut der Regierungsgegner reinspielt. So hat bestimmt nicht Jeder etwas von dem neu entstandenen und entstehenden Reichtum der letzten Jahre abbekommen. Immer mehr hochmoderne Shopping-Paläste, Wohngebäude und Bürohäuser werden aus dem Boden gestampft und weichen den zum Großteil heruntergekommen Häusern der Vergangenheit. Bangkok ist im Verhältnis zu meinem ersten Besuch 2008 deutlich sauberer und moderner, aber auch westlicher geworden. 
Letzteres ist bestimmt auch dem letzten Rekordjahr an Tourismus geschuldet. Im Jahr 2013 kamen knapp 30 Millionen Touristen nach Thailand, in dem gerade mal 60 Millionen Thai's leben. 
Einen Großteil der Besucher dürften zwei große Nationen ausmachen, die erst vor wenigen Jahren Thailand für sich entdeckt haben. China und Russland. Nachdem wir das letzte mal in Südthailand auffällig viele Russen getroffen haben, war Chiang Mai nahezu in chinesischer Hand.

Ich bin schon gespannt wie die Stadt sich in den nächsten 6 Jahren entwickelt. Fakt dürfte sein, dass noch mehr Shopping-Paläste mit den bekannten Weltmarken (H&M, Zara, Gucci, Prada & Co) auf Einen warten. Auch der Lebensstandard dürfte weiter steigen.
Zu wünschen wäre der Stadt, dass das BTS Metro-System endlich ausgebaut wird, denn darin sind sie nach wie vor noch eine Entwicklungsstadt. Gerade im Vergleich mit Städten wie Tokyo oder Singapore. Das eine Stadt ohne wirkliches U-Bahn System bei 8 Millionen Einwohnern (so viel wie New York City)  nicht kollabiert, grenzt täglich an ein Wunder. Aber ein erster Schritt ist getan, in dem vor zwei Jahren der internationale Flughafen per Rail-link an die Stadt angebunden wurde. Wenn jetzt noch der lokale Flughafen an die Stadt und mit den internationalen Flughafen verbunden wird, dürfte das Verkehrschaos, das die Stadt zum Teil so liebenswert macht, weiter abnehmen. Vielleicht nimmt bis dahin der Fahrkarten-Automat auch Scheine und man muss nicht immer erst zum Schalter laufen um Geld zu wechseln, damit man entsprechend viele Münzen hat :-)

Ich freue mich auf das Jahr 2020. Man darf gespannt sein, dann vielleicht auch schon mit einer anderen Regierung. 

Gastautor San:
Über vier Jahre konnte ich Bangkok und seine Veränderungen beobachten. So schön wie es ist, dass man überall relativ leicht hinfliegen kann, so finde ich es doch sehr schade, wie die Globalisierung sich gerade auf die Großstädte negativ auswirkt. Sie verlieren an Charme, sie werden irgendwie alle gleich. Altes wird niedergestampft und weicht gleichausehenden Hochhäusern, Fastfood-Ketten marschieren ins Land, die westliche Lebensart wird übernommen und überall stehen die gleichen Shoppingmalls mit ihrem schrecklichen Einheitsbrei. Das finde ich sehr schade und fällt leider besonders in BKK auf. 

Jahrelang habe ich mich hier auf unerklärliche Weise sau wohl und irgendwie total Zuhause gefühlt. Das ist auf der einen Seite schon noch so, aber irgendwie ist es dieses Mal anders. Das, was Bangkok jahrelang für mich war, fühlt sich nun an, als würde es verloren gehen. So als ob etwas an einem Wendepunkt ist. Vielleicht bezieht sich das auf die Stadt, vielleicht ist es aber auch einfach irgendwie in mir, oder aber beides. Es fühlt sich sogar so an, als würde für mich die Bangkok-Zeit erst einmal beendet sein. Aber ich weiß ja, dass dafür immer Neues kommt!...


Morgen geht es für uns weiter Richtung Koh Tao, die kleinste der drei Inseln im Golf von Thailand.


Neue Bilder gibt es natürlich auch :-)

Mittwoch, 15. Januar 2014

14.-16.1.14 - Sukhothai

Nach einem gemütlichen Frühstück und einem herzlichen Abschiedsdrücker unserer Vermieterin in Chiang Mai ging es zum Bus Terminal.
Dort angekommen staunten wir nicht schlecht, welche Luxuslinier dort standen, auch nicht als auf unseren Stellplatz Nr. 15 ein etwas in die Jahre gekommener Bus vorgefahren kam :-( Ein freundlicher Fahrer sollte uns entspannt und sicher die 5 Stunden mit jeder Menge Pausen von Chiang Mai nach Sukhothai bringen. Im Bus machten wir es uns erst mal gemütlich und richteten uns das Boardentertainment ein. Man nehme: 

1. aus meiner auf den Philippinenen ausrangierten Badehose den Bendel zum Zuschnüren 
2. befestigt den Bendel an den zwei Handgriffen am Vordersitz 
3. hängt das iPad samt Halterung rein
4. nimmt eine Thai-Kopfstütze (Knochen), damit der Winkel besser zum Anschauen des Films ist
5. jetzt noch eine Y-Adapter für zwei Kopfhörer und 
6. fertig ist das Reise-Entertainment alla McGyver (Dad, das habe ich von dir geerbt :-) )



In Sukhothai angekommen ging es noch mal kurz über den Markt. Hier haben wir das gesehen, was Viele in Thailand an jeder Ecke vermuten. Von einem Schwein wurden alle Einzelteile verkauft. Alle! Ein paar Insekten gab es gegrillt und ein paar Sachen wo es vielleicht besser ist, wenn wir nicht wissen was es ist. Gegessen haben wir in diesem Fall wo anders ;-)

In unserer 10 Euro/Nacht Unterkunft ausgeschlafen, ging es erst gegen Mittag von der Neustadt, wo unser Hotel liegt, stillgerecht mit einem alten Holzbus Baujahr gefühlt 1930 in den 12 km entfernten, alten Stadtteil Sukhothais. 
Dort angekommen haben wir uns erst mal ein Fahrrad gemietet und ein Beweisfoto von Sandra gemacht, als Nachweis dass ihr Soll an Radfahren für dieses Jahr schon jetzt erfüllt ist ;-) !!!



Mit dem Rad bewegten wir uns dann über das ca. zwei Quadratkilometer große Gelände. Die Anlage war schön angelegt und die Tempel (Wat) zum Teil noch gut erhalten. 
Überall spiegelten sich in den Wasserbecken die Palmen der Alleen und die Stupas der Tempel, also jede Menge Motive zum Fotografieren boten sich für mich an, die ich gerne dankend angenommen habe. 

Wir chillten etwas auf einer Parkbank oder gönnten uns einen Oreo-Shake, wenn wir nicht gerade mit dem Rad unsere Runde drehten und den Aufbauarbeiten für ein großes Festival in zwei Tagen zuschauten. Ein schöner Sonnenuntergang hinter dem Tempel, ließ die Herzen aller Anwesenden höher schlagen. Die Sonne kitzelte noch mal das letzte Licht des Tages heraus und färbte es in ein sanftes Orange, ehe sie verschwand und dem Vollmond Platz machte.

Nach dem Abendessen wollten wir uns noch etwas Obst vom Straßenhändler als Nachtisch gönnen. Als wir auf der anderen Straßeseite plötzlich einen Baby-Elefanten sahen. Nichts wie schnell von der Szene noch ein Beweisfoto machen. Als ich mich anschließend umdrehte schaute ich nicht schlecht, denn direkt neben Sandra stand ebenfalls ein zweiter Baby-Elefant! 

Ein schöner Abstecher geht heute zu Ende, denn für uns geht es weiter nach Bangkok, wo wir hoffen das die aktuellen Proteste unseren Aufenthalt nicht weiter beeinflussen. 



Montag, 13. Januar 2014

11.-14.1.14 - Chiang Mai (Verlängerung)

Der "Sunday Walking Street Market" startet um 16 Uhr und uns wurde empfohlen direkt zu Beginn dazu sein, dann könne man noch gute Deals machen und es ist noch nicht so überlaufen. Gesagt, getan. Ich würde sogar empfehlen, noch etwas früher da zu sein, genau wie wir, um den Aufbau mit zu erleben. Was ein Spektakel. Am Straßenrand stehen, sitzen, schlafen die Händler und erkämpfen sich nach und nach die Straße, die zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht abgesperrt ist und von jeder Menge Autos, TukTuks und Scooter befahren wird, da sie die Hauptverkehrsstraße im alten Ortskern ist. Das geht dann solange, bis einfach kein Auto mehr in die Straße fahren kann und so dass alle aufbauen können.
Ich stelle mir vor, wie so etwas in D aussehen würde. Große Diskussionen wo einer die StVO herunterleiern würde und auf sein Recht bestehen würde auf der Straße so lange fahren zu dürfen, bis sie offiziell von der Polizei abgesperrt werden würde. Beides hier Fehlanzeige. 

So schlenderten wir durch die schon aufgebauten und gerade noch im Aufbau befindlichen Straßenstände. Als wir gerade dabei waren, mal wieder etwas zu Essen zu kaufen und auf unser Rückgeld warteten, schauten wir nicht schlecht als die Verkäuferin uns das Geld nicht gab und eine Bewegung machte nach dem Motto: zuhören! Wir schauten etwas irritiert und zwei Sekunden später war klar warum. 
Es ertönte die Nationalhymne und alle standen still und es war von jetzt auf gleich kein Leben mehr auf dem Markt. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Eine Touristin, die das im ersten Moment auch nicht wahrgenommen hat, packte gerade ihr Gekauftes in den Rucksack. Es war die einzige Bewegung, die zu sehen war und ihr im gleichen Augenblick sichtlich peinlich. Alle wirkten wie schockgefrohren. Es war etwas unheimlich und mit einem Fingerschnipps war alles vorbei und es war wieder Leben in der Bude. Wir bekamen unser Wechselgeld und weiter ging es. 

Wir waren so relaxed, dass wir es nicht mal zum Yoga schafften und statt dessen lieber durch den alten Ortskern schlenderten und uns in einem Kaffee niedergelassen haben, wo Sandra erst mal nen Mittagsschlaf vor lauter Anstrengung gemacht hat ,während ich meinen Vietnam Kaffee (das Beste aus dem Land überhaupt) genossen habe.
Abends haben wir es dann das erste Mal zum Muay Thai oder Thaiboxen geschafft. Bei unseren letzten Versuchen in Bangkok kam immer etwas dazwischen. In einem kleinen aber recht gut gefüllten Stadion gab es insgesamt 7 Kämpfe inkl. einem Internationalen Fight an diesem Abnend zu sehen.  
Zu einer Art Schlangen-Beschwörer-Musik tippelten die Boxer im Takt hin und her ehe, es mit offenen Visier los ging. Und zwar richtig, nicht so ein Taktikboxen und am Ende entscheidet der Punktrichter nach Tageslaune. Nur ein Kampf ging über die vollen 5 Runden, alle anderen wurden vorher durch K.O. entschieden.

Für uns geht es mit dem Bus weiter nach Sukhothai.


Sonntag, 12. Januar 2014

09.-11.1.14 - Chiang Mai

Bei der einstündigen Thaimassage ums Eck für gerade mal 5 Euro stellten wir fest, dass unsere Körper ganz verspannt waren und somit die Mädels alle händevoll zu tun hatten :-)
Nach einem leckeren Essen und meinem ersten Chang Bier ging es dann auch schon ins Bett, die lange Anreise und der wenige schlafe in den kurzen Flügen machte sich doch bemerkbar.

Sticky Rice mit Mango zum Frühstück und der Tag kann kaum noch besser werden und überhaupt versuchen wir so oft wie möglich und so unterschiedlich wie möglich zu Essen, so das unser Tag bestimmt aus 5 und mehr Mahlzeiten besteht! Und das ist auch gut so. Es ist einfach zu lecker und dabei auch noch günstig, so kostet ein Thai-Curry ca 60 Baht (1,50 Euro). Am liebsten essen wir bei ner Oma am Eck, kleinen Familienküchen oder bei einem der unzähligen Garküchen die hier überall stehen. 

Nach 2008 und 2012 ist dass mein dritter Besuch in der zweitgrößten Stadt Thailands (140.000 Einwohner) und ich muss sagen, die Stadt hat eine gute Entwicklung gemacht und ist noch schöner, noch gemütlicher geworden und trägt zurecht den Namen "Rose des Nordens". Die unzähligen Restaurants, Gästehäuser und Cafés, die Dank lokaler Handwerkskunst zum Großteil sehr stylisch sind, laden zum Relaxen und Verweilen ein.
Was auch gestiegen ist, sind die Anzahl der Touristen in der kleinen Stadt, was sich aber ganz gut auf die unzähligen Tempel und Ausflugsmöglichkeiten (Kletterparks, Dreiländereck, Elefanten streicheln, -füttern, -tanzen, -singen, malen :-)) verteilt. Erst auf den vielen Märkten, meist Nachmittags oder Abends, wenn dann alle wieder da sind, sieht man wie viele doch in der Stadt sind. 

Wir mieteten uns wieder einmal einen Scooter um den Tempel Wat Phra That Doi Suthrep in den Bergen zu besuchen, wo ich von einem Mönch mit viel Glück für das Jahr gesegnet worden bin. Die weiteren ersten Tage gestalteten wir unsere Zeit u.a. mit meinen Geburtstagsgeschenken, die mir meine Frau selbstlos geschenkt hat :-) 3 Stunden Verwöhnprogramm in einem bilderbuchmäßigen SPA (Cheeva SPA) und am nächsten Tag 4 Stunden Aktion beim Zipline. Zipline ist wohl das, was man als Tarzan-Aktion beschreiben könnte und bei dem man im tiefen Jungel sich bis zu 600 m (!) von Baumgipfel zu Baumgipfel rauscht bzw. mit einem Fahrrad oder Skateboard fährt.
Für das Zipline mussten wir etwa eine 3/4 Stunde raus aus der Stadt in die Berge. Da unser Fahrer das, warum auch immer, trotz Serpentinen in nur 30 min schaffen wollte, bekam er Dank eines 8-jährigen chinesischen Jungen prompt die Rechnung. Dieser kotzte die Tom Yum vom Vortag über sich und seinen Vater ins Auto, wir mussten links ranfahren um den Kleinen im Fluss zu baden und das Auto zu putzen und zu lüften. Verzögerung ca. 15 Minuten plus anschließender Reinigung des Autos. Der Kommentar des Jungen zur Fahrkunst des Fahrers hatte wohl bleibenden Eindruck hinterlassen, so dass er die Rückfahrt mehr als passiv gefahren ist.

Wir hatten lange überlegt wie unsere Reise weiter gehen soll. Ob wir nun nach Luang Prabang in Laos wie geplant fliegen oder doch lieber in Chiang Mai verlängern und entschleunigen sollten. Wir haben uns dafür entschieden hier zu bleiben und noch ein paar Tage länger die Gastfreundschaft der Stadt zu genießen. Es fühlt sich so gut an, wenn man vor Ort entscheiden kann, ob man geht oder bleibt, nach links oder recht geht, oder, oder, oder. Manchmal macht es die Sache definitiv nicht einfach, so wissen wir von Erzählungen dass es in Laos bestimmt genauso schön gewesen wäre, aber in diesem Fall fühlt es sich einfach gut an hier zu bleiben.
Da unser Hotel ausgebucht ist, sind wir heute Vormittag zwei Seitenstraßen weiter in ein kleines Familien-Gästehaus mit gerade mal 8 süßen Zimmern eingezogen und sitzen nun bei 30 Grad, strahlend blauen Himmel und Sonnenschein in einem dieser kleinen Cafés und genießen unsere Entscheidung. Später geht es auf die Sunday Walking Street, eine Art Floh- und Künstlermarkt die hier jeden Sonntag die Massen anlockt. 

Liebe R+V-ler: 
Gerne möchte ich mich an dieser Stelle bei allen für das Abschieds-Urlaubsgeld bedanken. Ich habe es gut investiert und mir davon das Ziplinen und das SPA-Programm gegönnt. Es war großartig und ich konnte mich richtig toll entspannen! Lieben Dank an alle für diese tolle Idee. Fühlt euch gedrückt aus der Ferne :-) LG San

Montag, 23. Dezember 2013

21.-23.12.13 - Tokyo

Kurz vor dem Urlaub bekam unsere Familie Zuwachs in Form von der kleinsten Vollformat-Kamera der Welt - und die kommt aus dem Haus von Sony! Somit hat die Kamera den langen weiten Weg auf sich genommen um mich erst glücklich zu machen, um dann von mir wieder in das Hauptquartier nach Tokyo geschleppt zu werden. Grund: ich benötige noch ein passendes Objektiv, welches wir gestern in Electric City nicht gefunden haben und da dachten wir, schauen wir doch direkt bei Sony mal vorbei!
Gesagt getan, schon waren wir in Ginza, dem Shopping Paradies der super Reichen. Nach dem Info-Check im Schauraum des Herstellers, machten wir uns auf den Weg zum empfohlen Kamera-Kaufhaus ums Eck. Da sollte ich dann nicht das gewünschte (das kommt erst im Januar auf den Markt, vielleicht reicht es noch bis Singapur) aber trotzdem ein Objektiv (50mm, f1,4) für meine Erweiterung der Sammlung kaufen.

Da wir schon beim Thema Technik waren, stand als nächstes der Besuch in der RICOH Hauptzentrale auf dem Programm. Nach dem die letzten beiden Tagen sehr regnerisch und ungemütlich waren, begrüßte uns heute bei strahlend blauem Himmel die Sonne in ihrer vollen Pracht. Somit entschieden wir uns dafür, die paar Blöcke bis zum Ziel zu Fuß zu laufen. Gut, vielleicht auch weil es mit der Metro sehr umständlich gewesen wäre :-) 
Beim Queren von Ginza, waren wir uns schnell einig, dass es uns sehr stark an New York erinnerte. Was aber auch sehr auffällig ist, ist wie verschieden die diversen Stadteile sind! Alte Traditionsviertel und hoch moderne Hochhäuser sind oft nur von wenigen Metro Stationen getrennt.  
Bei RICOH angekommen, machten wir erst mal ein Beweisbild, damit ich mindestens einen Tag Urlaub zurück bekomme und bei der nächsten Gehaltsverhandlung noch einen Strumpf im Ärmel habe, also psst keinem weiter sagen ;-) Außer dem Logo auf dem Dach und an der Eingangstür gab es nicht wirklich viel zu sehen. Erstens weil Samstag war und somit alles geschlossen und zweitens ist bei uns in Hannover auch nicht viel mehr zu sehen. 

Schon ging es nach einer kleinen Kaffeepause im Hause Starbucks weiter Richtung "Takeshita Dori". Einer Straße, die keine Wünsche für Kostüme in Form von Baby-Dolls, Cosplay, Gothic-Lolitas, ... offen lässt. Auf dem Rückweg schauten wir noch mal bei unserem Sushi Dealer von gestern vorbei. Siehe da, er hatte noch ein Plätzchen für uns frei und wir für seine Leckereien, das passte ja :-)

Zurück im Hotel hieß es für mich Sachen packen und auf ins "Stunden"-Hotel. Check in frühestens 17 Uhr, raus spätestens 10 Uhr, das hat schon etwas von Stunden-Hotel. In meinem Fall ist aber das Kandi Kapsel Hotel gemeint. Nach etwas Suchen, da die Beschreibung etwas speerlich gewesen war, hab ich das schmale Gebäude in einer kleinen Seitenstraße gefunden, während Sandra schon im warmen Bett geschlafen hat. 
Nach dem Schuhe einschließen, ging es hoch in den 5. Stock, wo die Kapsel 507 mein Zuhause für eine Nacht sein sollte. Im fünften Stock angekommen warteten auf zwei Ebenen ca 20 Kapseln. Jede ca 1x1 m (h x b) und 2 m tief. Darin enthalten ein TV, ein Wecker, ein Radio, eine Steckdose und eine Art Rolladen, den man nicht abschließen kann. Zu jeder Kapsel gehört auch noch ein Spind, in dem man seine Wertsachen einschließen kann. Das Ganze hat etwas von Klassen- bzw. Fussballballverein Jugendabschlussfahrt. Wahrscheinlich auch, weil auch hier nur Männer zugelassen sind. 
Die Nacht war alles in allem Dank gut isolierter Kapsel sehr ruhig. Nur als morgens nach und nach die anderen Gäste ihre Kapseln verlassen haben, wurde es durch die fehlende Tür etwas lauter. Das würde ich jederzeit wieder machen bzw. weiter empfehlen, für mal 1-2 Nächte genau das richtige. 

Unser letzter Tag stand unter dem Motto: "Viel machen, nix klappt". Starten wollten wir mit etwas Kulturellem und uns den Palast des Kaisers anschauen. Im Reiseführer stand an 365 Tagen geöffnet, was aber in Wirklichkeit max 364 Tage sind. Denn am Tag vor des Kaisers Geburtstag, finden die ausgiebigen Aufbauten rund um den Palast statt, so dass er nicht geöffnet wird, was uns ein Polizist erklärte. 

Als nächstes wollten wir mal Richtung Wasser, auf eine der vorgelagerten Inseln. Die künstlich erbaute Insel Odaiba wurde uns vom Reiseführer empfohlen. Hier erwartete uns neben einem verkleinerten Nachbau der Freiheitsstatue aus New York weitere Shopping Malls, Riesenrad, AquaMarine Park und und und. Nach Shopping war uns heute ausnahmsweise einmal nicht, so nutzten wir die Gelegenheit für ein Mittagessen und nen Kaffee und spazierten bei wieder einmal sonnigen Wetter über die Promenade. Für uns ein Highlight war, dass Eltern ihre Kinder im "Katzenspielplatz" abgeben konnten, damit die dann mit den Katzen spielen und sie streicheln konnten. 

Zurück auf dem Festland ließen wir uns von einem Weihnachts-Plakat in der Metro verleiten zum Skytree, dem Wahrzeichen der Stadt zu fahren. Auf dem Plakat war ein Bild von Weihnachtsmarkt-Buden wie wir sie kennen, beleuchteten Tannenbäumen und im Hintergrund der Skytree (Fernsehturm).
Also dachte ich mir, schön noch mal auf den Weihnachtsmarkt und uns auf Weihnachten einstimmen und Tokyo ausklingen lassen. Ja Pustekuchen! Wir haben die gigantische Shopping-Mall mehrfach durchquert und den Turm bei Eiseskälte umrundet und außer ein paar beleuchteten Tannen nix gefunden. So ging es nach dem Abendessen ein wenig enttäuscht zurück ins Hotel zum Packen, denn morgen früh geht es gleich nach dem Frühstück zum Flughafen ab in die Wärme. Die können wir jetzt auch gebrauchen!

Samstag, 21. Dezember 2013

18. - 20.12.13 - Toky-u

Dank Bruder-Taxi zeitig am Flughafen Frankfurt angekommen, konnte unsere Reise nach Fernost starten.

Die 7.959 km bzw. 10 Stunden vergingen Dank großer Beinfreiheit, angenehmen Boardservice und etwas Schlaf, sprichwörtlich wie im Flug. 
Eine erste Auffälligkeit ließ sich schon jetzt festhalten: Mit uns waren lediglich 10 Langnasen an Board, wie uns die Asiaten ja liebevoll nennen. 

In Tokyo gelandet, ging es erst mal auf Toilette. Da war sie schon, die erste dieser Hammer japanischen Toiletten mit Sitzheizung, Hinten- und Vorn- (nur für die Damen) Spühlstrahl, die wir das erste erstemal in Shanghai bewundern durften. Das sie uns bereits am Flughafen begegnen würde, damit hätte keiner von uns gerechnet. Nach weiteren Tagen "Probe"-Sitzen in unserem Hotelzimmer steht fest, so eine brauchen wir für Zuhause - unbedingt :-)

Der Zeitverschiebung von 8 Std. war es geschuldet, dass wir die ersten Eindrücke von Tokyo bei Nacht bekommen haben. Es zeichnete sich allerdings schon bei der Anreise ab, was sich in den kommenden Tagen weiter festigen sollte. Tokyo ist keine typisch asiatische Stadt wie Bangkok oder Hongkong, sie hat viel mehr die Sauberheit von Singapore und eine Disziplin wie sie uns in der breiten Masse noch nicht begegnet ist. Hier ein paar Beispiele: Keine bzw. fast keine Mülleimer, trotzdem liegt kein bißchen Müll herum. Graffitti oder wilde Plakatiererei bzw. Aufkleber anbringen: Fehlanzeige. Öffentliche Toiletten sauberer als die meisten bei uns in Bürogebäuden, ganz ohne "Klofrau" und 50 Cent einwerfen! Zigaretten und Kaugummi auf dem Boden, nicht denkbar und selbst beim Aussteigen in der Metro wird sich an die Regel: erst rauslassen dann einsteigen, gehalten. Jogi Löw wäre über diese höchste Disziplin sehr glücklich :-)

Diese Disziplin lässt dann aber nach ein paar Bier und Reisschnaps nach der Arbeit nach. Als wir gerade dabei waren uns der Herausforderung "wir bestellen mal was zu essen, können aber die Karte nicht lesen"stellten, bemerkten wir einen sehr schnell steigenden Lautstärkepegel der fast ausschließlich männlichen Gäste in dem Laden. Als der erste seinen Kopf nicht mehr halten konnte und zum Schlafen auf den Tisch legte. Beim Versuch wenig später zu gehen, wurde er nur noch durch die Wand und seinen Arbeitskollegen gehalten. Spätestens jetzt war klar, da gab es wohl einen After-Work-Reisschnaps zuviel.
Das Beste an unserem Essen war der Hunger der es hineingetrieben hat und das Bier, mit dem ich es herunterspülen konnte! Das Gute: Am nächsten Tag konnte es nur besser werden.  

Nach der ersten Nacht konnten wir nun endlich die Stadt erkunden. Während Sandra noch mit der Heizfunktion der Klimaanlage versuchte die Pinguine aus unserem Zimmer zu treiben, überlegten wir uns die Tagestour. Erst wollten wir etwas Kultur im Sensu-ji Tempel, einem der größten und schönsten buddhistischen Tempel Japans, bevor wir auf dem Rückweg in der "Electric City" halten wollten, um zum Schluss im Szene-Viertel Shibuya noch auf Shopping-Tour zu gehen. Also von allem etwas. 

Noch nicht am Tempel angekommen, fingen uns die ersten Studenten für ihre Hausaufgaben ab und führten mit uns ein Interview. Wenig später, immer noch nicht am Tempel angekommen, eine weitere Grupp. Jetzt gab es neben Interviews immerhin schon etwas zu essen, was wir beurteilen sollten. Wahrscheinlich waren die aus ein und der selben Klasse und standen per SMS in Kontakt. "Achtung zwei Weiße auf 12 Uhr, die könnt ihr befragen, haben wir auch gemacht!" 
Irgendwann am Tempel angekommen, beschäftigten wir uns erst mal mit dem "Stifterappeln" in dem man solange an einer Metall-Box rüttelt, bis ein Stab herausfällt. Der enthält dann ein Zeichen welches zu einer Schublade gehört in dem dann dein "Horoskop" drauf steht. Bei Sandra passt das wie die Faust aufs Auge ("Etwas das du hinter dir gelassen hast, wird nun richtig beendet. Bei der Arbeit ist alles gut und eine Reise zu machen, auch.". ) Bei mir wirft es noch ein paar Fragen auf. 

Auf dem Rückweg machten wir Stopp in der Electric City, was aber nicht elektrisierend war. Irgendwie hatte ich mir da mehr vorgestellt. Aber vielleicht bin ich auch durch HK und Singapore bzw. Bangkok einfach schon verwöhnt. Aber weil es so schön war, dürften wir noch Produkttester fürs japanische Fernsehen machen, ehe wir uns Richtung Shopping in Shibuya aufmachten.

Dort angekommen, wirkte es wie eine völlig andere Stadt und wenn wir ehrlich sind, viel mehr nach dem, was wir erwartet hatten. Jede Menge Leuchtreklame, noch mehr Geschäfte und noch viel mehr Menschen. Ein wildes Treiben stellte sich ein. Besonderes Highlight war der Besuch in einer Spielhölle, da stehen die ja total drauf. 
Unser zweites Essen stand auf dem Plan. Erst wollten wir nur unseren Zwischenhunger mit Sushi stillen, als wir wenig später nach der erfolglosen Suche nach einer weiteren Alternative zu gestern wieder in einem Sushiladen gelandet sind. Der Laden war der Hammer! Sandra hat sich gar nicht mehr einbekommen. Zwei Stück Sushi für unter einen Euro und die Bestellung Dank Tablet Computer und Fließband vollautomatisch!!! 
Das Abendessen war gerettet und es ging zurück ins Hotel.

Die erste Bilder sind online. Viel Spaß beim anschauen und einen schönen vierten Advent.




Mittwoch, 18. Dezember 2013

18.12.13 -Sayounara und Konnichiwa Tokio

Die letzten Stunden vor unserem Abflug sind angebrochen. Die Sachen schon lange gepackt. Das ist  das Praktische, wenn man im Winter in den Sommerurlaub fährt :-) Trotzdem hofft man wie immer, dass man nix vergessen hat.
Ich für meinen Teil habe versucht mich an meine Vorgaben der letzten Reise(n) zu orientieren und frei nach dem Motto: "weniger ist mehr" auf noch mehr unnützes Zeug zu verzichten. Ich hab trotz fast 3 kg weniger Gepäck bestimmt immer noch zu viel dabei. Wir werden es sehen.

Was wir schon gesehen haben, ist, dass gleich zum Anfang eine interessante Herausforderung auf uns wartet. Das Metro-System von Tokio. Hab gleich mal einen kleinen Auszug der Tube Map angehängt. Es sieht nicht nur so aus wie Mikado in voll Besetzung, sondern fühlt sich auch so an. Wir sind gespannt ob uns die Metro Stationen nur in "gemalter" Schrift erwarten oder für uns leserlich hinterlegt wurden. Auf der anderen Seite muss man fairerweise sagen, dass wenn man nach München, London oder Paris als Japaner reist, man auch nur "unsere" Schriftzeichen geboten bekommt!
Nach ein paar Horror-Geschichten sind wir natürlich auch auf die Auslastung der Züge gespannt.















Ein Highlight wartet für mich speziell gleich in Tokio auf mich. Nein nicht der Besuch des Ricoh Headquarters :-), sondern eine Nacht in einem sogenannten Kapselhotel. Ich nenne es liebevoll Bienenstock :-)  














Unsere 6 1/2-wöchige Reise wird uns über die Philippinen (inkl. Tauchsafari) nach Nord-Thailand und Laos führen und über ein paar entspannte Tage auf einer Insel im Süden Thailand via Singapur nach Hause führen.

Doch dazu im Verlauf der nächsten Tage und Wochen mehr. Jetzt heißt es erst mal fertig machen und auf`s -Bruder-Taxi warten.

Samstag, 9. März 2013

09.03.2013 - Colombo

Für eine Nacht haben wir uns im Thusare eingemietet. Hier massieren Blinde mit Akupressur. Ein japanisches Sozialunternehmen bewirtschaftet das hier und gibt den blinden Menschen somit eine Chance zu arbeiten. Da sich allein das Massieren nicht trug, haben sie in dem Haus noch drei Gästezimmer eingerichtet. Eins davon haben wir :-)

Am ersten Tag stand erst mal ausschlafen auf dem Programm :-)

Nach dem Check Out und einer Unterhaltung mit unserem sympathischen Hotel-Betreiber, entschieden wir uns seine Herausforderung anzunehmen und statt TukTuk oder Taxi uns heute per Bus fortzubewegen. Um es vorweg zunehmen:

Angekommen 2 vs Verfahren 0

Super, das läuft! Genau wie die Suppe. Bei 34 Grad und Sonnenschein schlenderten wir durch den quirligen Bezirk, Pettha. Ich würde ihn als Altstadt bezeichnen und Kleinhandels Umschlagplatz. In kleinen Straßen war viel los und die Händler priesen ihre Waren an. Angenehm war, das dass Anpreisen ohne Hineinzerren und permanent hinterher laufen usw. statt gefunden hat. Überhaupt sind die Menschen wie schon im Vorfeld beschrieben sehr freundlich und aufgeschlossen.

Bei einem Kaffee kühlten wir uns etwas herunter und reflektierten die unterschiedlichen Facetten der Stadt. Der Bezirk in dem wir gerade Kaffee trinken wirkt gerade zu sauber, ruhig und aufgeräumt und zB. Pettha war das krasse Gegenteil. Das alles in gerade mal 5 Gehminuten von einander entfernt.

Jetzt gleich geht es mit dem Zug nach Anuradhapura.

Sonntag, 2. September 2012

(2.-4.9.12) Bangkok - letztes mal für dieses Jahr

Ein letztes Mal die Strecke vom Airport in die Stadt per Skytrain und wieder zurück. Das letzte Mal zum Citin Hotel in Pratunam. Das letzte Mal eine Thai Massage in Thailand. Zum letzten Mal von den leckeren Garküchen auf den Strassen Bangkoks essen.
Unser fünftes und letztes Mal für dieses Jahr in dieser quirligen Stadt ist zugleich unser krönender Abschluss für das fantastische Reisejahr 2012. Mit tollen Erlebnissen und Eindrücken sowohl über als auch unter Wasser, die uns so keiner mehr nehmen kann.

Irgendwie war der Abreise- bzw. Anreisetag nicht unser Tag. Erst mussten wir auf Facebook lesen das die Jungs vom BCD Diveshop heute beim Tauchgang Mola-Mola Fische gesehen haben und dann hatten wir uns so auf die Massage im Citin SPA gefreut und dort war kein Termin mehr zu bekommen :-(
Am nächsten Abend gab es dann aber die ersehnte Massage unserer Stamm-Masseurin im Citin - die hatten wir uns auch verdient.

Sandra war schon wieder früh morgens um 6 Uhr auf Bangkoks Straßen unterwegs, um zwischen den ganzen Einheimischen Klamotten zu kaufen, ehe sie wenig später zur finalen Anprobe des Hochzeitskleides fuhr. Als wir uns dann gegen 10 Uhr im Starbuck trafen, kam sie mit einem breiten Lächeln rein und mir war klar dass alles mit dem Kleid geklappt haben muss.

Den Rest des Tages bummelten wir noch etwas durch die Stadt und machten die eine oder andere Besorgung rund um die Hochzeit, so dass Abends wieder ein Ein- und Umpack-Tetris auf dem Programm stand. Denke der Highscore gehört erst mal uns :-)

Mit den ca. 20 Inder (machten Lärm für mindestens 40) auf dem Flur versuchten wir vergeblich eine Nachtruhe zu finden :-(
So geht es nun etwas müde aber mit dem letzten "Mangasmus" dank Sticky-Rice mit Mango zurück nach Hause.

Samstag, 18. August 2012

(17.-19.8.12) B2B - Back to Bangkok :-)

Wie heißt es so schön: Man soll mit dem Anfangen, mit dem man aufgehört hat. So hat unsere 3 Monatsreise am 15.03. diesen Jahres in Bangkok geendet und unsere nächste nun 5 Monate später wieder in dieser liebevollen quirligen Stadt starten.

Einziger Unterschied bei der Anreise war diesmal das aaaah und oooooh, ...hast du schon gesehen ...und hier, ...und dies und das vom Nachbarsitz. San war so geflashed vom Board-Entertainment und Platzangebot der Thai Airways, dass ich mich fragen musste, ob sie all meine Geschichten zu Singapore- und Thai Airways nie für voll genommen hat. Ich schätze mal, der Unterschied liegt darin, ob man es nur erzählt bekommt oder selbst erlebt. Hoffentlich :-)

Wobei wir in den vollen Genuss erst auf dem Rückweg kommen. Da der Hinflug ein Nachtflug war und schon nach nur einen, von unzählig vielen, guten Filmen uns die Augen zugefallen sind und wir erst kurz vorm Frühstück wieder aufgewacht sind.

In unseren Stammhotel Citin und Sandras zweitem Wohnzimmer angekommen, machten wir erst mal meinen Eltern Konkurrenz, da wir zwei mal das Zimmer wechselten bevor wir uns zufrieden gaben. Aber Raucher Zimmer und im ersten Stock an der Straße ist wirklich nicht das, was wir uns gewünscht haben.

Kurz nach dem Check-In ging es mit einem Snack am Strasseneck schon Richtung "Savile Row" Laden, ein Schneider den Sandra sich nach Recherchen im Internet ausgesucht hat für ihr Hochzeitskleid. Dann schlenderten wir noch etwas in den Abend.

Am nächsten Morgen ist San wieder um 5:30 Uhr aufgestanden um im Morgenmarkt die größten Schnäppchen als einzige Touristin zu schlagen. Ich hab entschieden lieber zu schlafen ;-)

Nachmittags mussten wir dann wieder zum Schneider zum ersten Fitting.
Den Rest des Tages verbrachten wir dank sintflutartigen Regenfällen (es ist Regenzeit in BK) mit gutem Gewissen in der MBK Shopping Mall. Hier kauften wir noch dies und das für die Hochzeit und Sachen von den wir vorher noch nicht wussten dass wir sie brauchen ;-)

Nach leckerem Essen ging es noch kurz wieder zur Massage und Sachen packen für den Weiterflug morgen in den Urlaub.

P.S: Mein Hochzeitshemd hat schon mal auf Anhieb gepasst, so dass wir auch guter Hoffnung sind für das Kleid.

Donnerstag, 15. März 2012

(14.-15.3.12) Tage 89/90 - One (last) night in Bangkok

Nachdem wir gestern per Mini-Van in ca. 7 Stunden von Ko Chang nach Bangkok gefahren sind, laufen nun unsere letzten Stunden.

Auf unserem Programm stehen nur noch die letzten Besorgungen, einen ordentlichen Starbucks-Kaffee zu trinken und so viel Thaifood essen, wie nur geht. Es ist doch alles so lecker hier :-)

San stand heute morgen extra um kurz nach fünf schon auf, um auf dem Markt vor unserer Hoteltür, wo sich nur Einheimische rumtreiben, die besten Klamotten-Schnäppchen zu machen, während ich mich noch mal umdrehte :-). Auch dieser Stelle ist wahrscheinlich schon wie das Platinum, wo sie vor zwei Jahren der einzige Tourist war, kein unentdeckter Platz mehr.

Kaum zu fassen, dass unsere 3 Monate zu Ende gehen und wir morgen schon wieder zu hause sind :-(
Auf der einen Seite freut man sich auf den ein oder anderen Gegenstand der zu hause geblieben ist, die Freunde und die Familie und auf der anderen Seite könnten wir uns genau so gut statt in den Flieger nach Frankfurt, einfach in nen Flieger nach irgendwo setzten und weiterreisen.

Zu hause werden wir erst mal eine Zeit brauchen, um das Gesehene und Erlebte sacken bzw. Revue passieren zu lassen, während der Alltag täglich versuchen wird uns einzunehmen.
Ich denke dass wir das eine Zeit lang zu verhindern wissen :-)

Montag, 27. Februar 2012

(26.-27.2.12) Tage 72, 73 - Phnom Penh

"Good morning, Vietnam" zum letzten mal auf unserer Reise.
Unser Wecker klingelte. Mal wieder viel zu früh, denn um 6:15 Uhr ging unser Bus nach Kambodscha. Man gewöhnt sich irgendwann an die frühen Zeiten.
Leider viel zu früh um noch ein Frühstück zu haben bzw. den leckeren vietnamesischen Kaffee mit der süßen Kondensmilch. Ja, das wird mir vom Essen in Vietnam in Erinnerung bleiben, der beste Kaffee in Süd-Ost-Asien.

Anschliessend standen 6 Stunden - für 380 km - Bus fahren inkl. Grenzübertritt an. Bus fahren ist nun weniger spektakulär als unsere ersten Trips, da wir mit "TheSinhTourist" einen Anbieter gefunden haben, der wenig Platz bietet für skurrile Geschichten. Sie sind gut organisiert und fahren mit ordentlichen Bussen durch die Gegend. So sollte das heute, nach der Hin- und Rückfahrt von Mui Ne, die dritte und nicht letzte Tour mit dem Anbieter sein.

Angekommen suchten wir uns ein Hotel in der Nähe der Riverside und sind beim Hotel "Number 9" fündig geworden. Was uns unter anderem von Sandras Ex-Praktikant, Kolja, der nun hier lebt, empfohlen worden ist.
Unsere sehr chillige Unterkunft überzeugte durch ein grosses Zimmer mit Fenster und einen Jacuzzi auf der Dachterrasse im dritten Stock, den wir uns Abends mit einem Cocktail noch mal genauer anschauen sollten.

Nach dem Check-In ging es in den Königspalast mit der Silberpagode. Unterm Strich war unsere Erwartungshaltung zu hoch, hatten wir anhand des recht teuren Eintrittspreis, einen entsprechenden Palast mit Tempel (Wat) ähnlich dem in Bangkok erwartet. Nach unserem Spaziergang bei heissen 34 Grad durch die Anlage ging es zur Riverside, hatten wir uns etwas Kühles zum trinken verdient.

Der erste Eindruck der Menschen - das Durchschnittsalter liegt "dank" der Massaker der Roten-Khmer, Bürgerkrieg und HIV (in den 90ern lag der Wert bei 33%, aktuell bei unter 1%) bei 22(!) Jahren) - ist, dass sie sich sehr offen und freundlich zeigen und mit gutem Englisch gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie begegnen einem mit einem Grad an Freundlichkeit, die wir leider in Vietnam vergeblich versucht haben zu finden.

Abends sollten wir uns dann mit Kolja in einer Bar eines Freundes von ihm treffen. Er erzählte uns von seinem Leben in Kambodscha und Phnom Penh und wie es dazu kam, das er vor knapp zwei Jahren aus seinem Kambodscha Urlaub hier "hängen geblieben" ist. Es war interessant ihm zuzuhören und seinen Ansichten zu folgen. Auch mal die ein oder andere Ansicht die Einheimische über Touristen haben. So zum Beispiel dass Touristen sich die Killing-Fields der Roten-Khmer in der Nähe von Phnom Penh anschauen und sich bestürzt über das Arbeitslager und die Bedingungen dort zeigten, welches so vielen Menschen dort das Leben kostete. Gleichzeitig aber den wenigen älteren Bettlern (alle über 40), die genau diese schlimme Zeit überlebt haben und meist fürs Leben gezeichnet sind, nicht mal 10 Cent geben und sie zurückweisen,wenn sie sie auf der Strasse treffen.

Ab und an setzten sich Freund von Kolja an den Tisch und steuerten weitere Geschichten bei.
Als dann zwei Schwestern im Alter von vielleicht 4 und 6 Jahren sich an den Tisch gesellten, um Rosen zu verkaufen, spendierte er ihnen etwas zu trinken. Er erzählte uns dass die Mädels erst wieder nach Hause dürfen, wenn alle Rosen verkauft sind und dass er sie vor ein paar Wochen nach dem Feiern, gegen 4 Uhr nachts noch in einer Bar getroffen hat!
Als sie sich über ein Geburtstagsgeschenk, das er der Kleinen angeblich versprochen hatte, unterhalten, fragte ich ihn "warum kaufst du ihr nicht alle Rosen ab" darauf antworte er "weil sie morgen wieder hier ist"...

Aber es gab auch noch lustige Geschichten, so gab er uns mit auf den Weg, dass es an unserem nächsten Zielort, Siem Reap, bei den (Souvenir-)-Läden unterschiedliche Tütenfarben gibt. Je nachdem wie gut man den Preis verhandelt gibt es etwas zwischen Schwarz und Weiß als
Tüte, was so den anderen Händlern signalisieren soll, "der Typ ist leichte Beute und zahlt zu viel" oder "das ist ein harter Brocken, sprich ihn nicht an". Mal sehen welche Farbe wir bekommen :-)

Morgen geht es gegen Mittag weiter nach Siem Reap und somit Angkor Wat.

Mittwoch, 8. Februar 2012

(8.-11.2.12) Tage 55-58 - Good morning Vietnam, welcome in Hanoi

Früh morgens in Ha Noi angekommen, ging es mit dem öffentlichen Bus in die Stadt. Auf dem Fußweg ins Hotel wärmten wir uns mit Kaffee & Tee erst mal auf. Die ca 18-20 Grad waren dann doch erst mal ein Temperaturschock, nach den 36 Grad vom Vortag in Bangkok.
Im Hotel ging es nach einem Zimmertausch erst mal ins Bett, hatten wir Schlaf nachzuholen, waren 4 Stunden letzte Nacht doch etwas wenig.
Nachmittags liessen wir uns dann durch die Altstadt treiben und leider wurde es entgegen unseren Erwartungen nicht viel wärmer :-(
Der Altstadt-Bereich besteht aus den typisch schmalen Häusern. Die meisten kaum mehr als zwei Meter breit, manche sogar viel weniger, dafür sehr tief und 4-5 Etagen hoch.
Die Strassen sind sehr quirlig und man hat das Gefühl, das 80% aller weltweit verkauften Motorräder sich hier auf den Strassen befinden. Tatsächlich gibt es in der 6,5 Millionen Stadt über 4 Millionen gemeldete Motorräder! Das allein macht das Viertel schon sehenswert.

Es gibt ja immer diese Liste, 1.000 Dinge die man im Leben gemacht haben muss, hier ein Auszug meiner:

- ...
- in Ha Noi eine Strasse in der Altstadt überqueren
- ...

Passend dazu nun der Auszug aus dem Lonely Planet Reiseführer, wie man es überlebt eine Strasse zu überqueren:
"Fußgänger, die nicht wie Insekten auf der Windschutzscheibe enden wollen, sollten in Ha Noi einige Regeln beachten. Ausländer machen oft den Fehler, Strassen im Laufschritt zu überqueren. Das funktioniert leider nicht immer und kann ein böses Ende nehmen. Einheimische bewegen sich normalerweise extrem langsam voran und geben den Fahrern so genügend Zeit, um sich zu entscheiden, ob sie links oder rechts vorbeibrettern. Sie halten zwar nicht an und drosseln auch nicht ihr Tempo, versuchen aber wenigstens, einen nicht umzumangeln. Ruckartige Bewegungen sind unbedingt zu vermeiden. Also, viel Glück!"
Wir haben dies intuitiv sogar direkt so gemacht und sind daher ohne umgemangeld zu werden durch den Tag gekommen. Also können wir das auf unserer Liste abhaken.

Beim Abendessen trafen wir einen Mann aus Wuppertal wieder, der schon mit uns im Bus vom Flughafen gewesen ist. Er lud uns kurzerhand auf ein Bier ein und wir tauschten uns über unsere und vor allem seine Reisen aus, hatte er schon allerhand erlebt und gesehen.

Am nächsten Morgen stellten wir bei einer Nudelsuppe fest, dass zu den für uns kühlen Temperaturen auch noch der für hier typische Sprühregen dazu kommen ist :-(
Da waren sie wieder unsere 3 Probleme: 1) San hatte keine geschlossene Schuhe mehr, da ihre geschlossenen geschimmelt haben 2) wir hatten für solche Temperaturen eindeutig nicht die richtigen Klamotten dabei 3) das Regencape was ich letztes Jahr in Hongkong kaufen wollte hängt noch im Laden. Nach dem wir Punkt eins nicht ändern konnten, da Sandras Füsse eindeutig zu gross sind für hier, suchten wir uns ein nettes Kaffee und verschanzten uns mit Kaffee, Tee und Brownies. Nach Stunden in dem Café lernten wir Ole und Vivi aus Dänemark kennen. Wir tauschten Reiseberichte aus und Restauranttipps für Ha Noi.
Nachmittags, nach dem es aufgehört hatte zu regnen, setzten wir unseren kleinen Rundgang fort. Abends sollten wir die zwei Dänen im Restaurant wieder treffen, die sich sichtlich freuten.

Nach dem Frühstück ging es auf zur Halong Bay-Tour die wir gebucht hatten. Die fast 4 Stunden in dem Minibus sollten zur Probe für unser Sitzfleisch werden. San dürfte erstmal auf einem Notsitz Platz nehmen. Schon nach wenigen Minuten war klar, dass das keine Lösung für die gesamte Fahrt sein konnte. Leider war der Israeli hinter uns wenig kooperativ, so dass ich am anderen Ende des Busses einen neuen Platz gefunden habe und Sandra auf meinen rutschte.

In Halong City (wo unser Boot lag) angekommen, trauten wir unseren Augen kaum: Neben dem dass Nebel und Sprühregen die kalten 15 Grad nicht angenehmer machten, waren dort soviel Boote wie weit das Auge reichte bzw. die Sicht es zugelassen hat. Uns war zwar spätestens beim Buchen der Tour klar dass es mehr als einen Anbieter gab, aber mit so vielen hatten wir dann doch nicht gerechnet.
Letztendlich haben wir eine gute Wahl mit unserem Anbieter getroffen, denn so machte das Boot einen sehr guten Eindruck und wir waren insgesamt nur 11 Mann an Board.

Zum Lunch ging es raus zur vorgelagerten Felsengruppe, die man von so vielen Postkarten kennt.
Auf Grund des Sprühregens und des Nebels konnte man leider von dem Postkarten-Panorama nur wenig erkennen. Das änderte sich leider auch nicht nach der Besichtigung der grössten Tropfsteinhöhle Vietnams :-(

Die anschliessende Kajak-Tour war bei 15 Grad (gefühlt -10) und leichten Regen nur etwas für Verrückte. Somit habe ich das natürlich gemacht :-) Ziel war eine Höhle mit dahinter liegenden See. Ich hatte Glück und auf der anderen Seite der Höhle konnte ich noch etwa ein Dutzend frei lebender Affen sehen.
Zurück on board, gab es erst mal eine heisse Dusche, bevor San nach dem Abendessen ihr Glück beim Squidfishing versuchte. Vergebens. Zwar hatte Sie fünfmal einen an der Angel, doch der wollte nicht zur Trophäe werden, sondern lieber weiter Schwimmen. Recht hat er :-)
Am nächsten Morgen präsentierte sich das Wetter von der trockenen, nicht aber warmen Seite, als wir ein Floating Village besuchten, ehe es wieder zurück Richtung Hafen ging. Auf dem Weg zum Village und später zum Hafen, bekamen wir endlich das Panorama zu sehen - der eigentliche Grund unseres Ausflugs. Es war herrlich.

Während unseres Aufenthalts im Khao Sok National Park hatte uns Toto, unser Guide, schon gesagt, dass viele sagen würden es sieht aus wie in der Halong Bay. Die Leute sollten recht haben. Aber unterschiedlich ist zum einen das Wetter: war im Khao Sok schön warm und im Khao Sok waren wir quasi allein mit der Natur. Hier sind um und herum immer mindestens 30 Boote mit mindestens 10-15 Leuten drauf. :-(

Nach Rückkehr in Ha Noi am Abend ging es zum Bahnhof, wollten wir noch den 13 Stunden Nachtzug nach Hue erreichen.



(5.-8.2.12) Tage 52-55 - Familien Treffen in Bangkok

Zurück in Bangkok, unserem Wohnzimmer!

Heute stand nach sehr frühem Aufstehen, erst noch der Flug von Bagan nach Yangon an, um am frühen Abend von dort weiter nach Bangkok zu fliegen.
Wir könnten an der Stelle eine weitere Episode des Erlebten auf einem Myanmarer Flughafen schreiben, wir wollen es allerdings dabei belassen.

Nach 8 Stunden in Yangon, die uns dank Filme auf dem iPad wenigstens etwas versüsst wurden, sind wir abends wieder in BKK angelandet.

Im Foyer des Citin-Hotels erwarteten uns schon meine Eltern, sichtlich erholter als wir nach so einem langen Reisetag. Nach einem Glas Wein und einem Austausch des Erlebten (meine Eltern hatten auch allerhand Geschichten parat, von ihrem Tag in Bangkok) ging es endlich ins Bett.

Einigermaßen ausgeschlafen, schauten wir nicht schlecht, als wir zwei abmarschfertig in unserer Zwischentür zur verabredeten Zeit standen und meine Eltern quasi gerade erst aufgestanden sind. "Ei Kind, wir sind doch im Urlaub und so wie ihr gestern ausgesehen habt, hätte ich mit euch nicht gerechnet". Schönen dank auch für die Blumen und für unser pünktliches Aufstehen. Aber es sind ja die eigenen Eltern und man hat sie trotzdem lieb :-)
Nach unserem Starbucks Frühstück ging es dann zu dritt, San klinkte sich aus der Sightseeing-Tour aus da sie die Tour nicht noch einmal machen wollte, mit dem Boot über die schmalen Klongs Richtung "Golden Mount". Der goldenen Pagode, die auf einem kleinen Berg mitten in der Stadt errichtet wurde. Nachdem wir die Aussicht über die Stadt genossen hatten, ging es in die umliegenden Wat's (Tempelanlagen). Hier hatten wir das Glück einer Zeremonie beizuwohnen, wo einem werdendem Mönch gerade die Haare abrasiert wurden. Da das für die Familie des Schülers eine große Ehre ist, waren alle vollzählig anwesend. Zum vorläufigen Tagesabschluss sollte es auf ein kühles Blondes und ein Café auf die Khao Son Road gehen, jene beliebte Backpacker Strasse die schon seit Anfang der 80er sehr belebt ist und daran hat sich nichts geändert. So schauten wir uns das Treiben etwas an.

Um fünf sollten wir schon zum River Cruise Dinner abgeholt werden, welches meine Mom sich so gewünscht und organisiert hat. Mit dem Boot ging es zwei Stunden flussauf- und abwärts, während wir uns den Sonnenuntergang und die toll beleuchteten Tempelanlagen vom Wasser aus ansahen.
Wir hatten eindeutig den Tisch mit der besten Aussicht und während wir drei uns noch fragten wie meine Mutter das hinbekommen hatte, gingen auf dem Schiffe alle Lichter aus und die Crew kam mit einem Kuchen mit Kerzen drauf an unseren Tisch und sangen "Happy Birthday". Das war also der Trick, sie hat um eine besseren Tisch zu erhalten ihren Geburtstag zwei Tage noch vorne verschoben. Cleverer Fuchs :-)

Der zweite Tag sollte dann für den Royal Palace und den Wat Pho genutzt werden, was wir bei heißen Temperaturen auch mit voller Elan in Angriff genommen haben, bis wir kurz nach Fahrtantritt mit demTaxi im Stau standen und unsere Taktik -früh im Royal Palace zu sein- futsch war.

So ging es in der prallen Mittagshitze durch die königliche Anlage und die Kappe meines Vaters sollte am Ende des Tages Salzränder vom Schweiß aufweisen.
Wie sollte es auch anders sein, in dem mit Menschen vollen grossen Palast lief uns mein Onkel und Jutta über den Weg. Die zwei sind mit der AIDA in Süd-Ost-Asien unterwegs und machten einen Tagesausflug nach Bangkok rein und standen nun vor uns!
Nach euphorischer Begrüßung stellten wir uns erst mal zum Familienfoto auf. Wir sollten die beiden später im Wat Pho noch ein weiteres mal treffen, bis sich unsere Weg trennten.

Ein schöner Tag in Bangkok ging zu Ende, mit einer Fussmassage, die hatten wir uns verdient und einer neuen Frisur. San war so begeistert von meiner dass sie ihre gleich im Anschluss überarbeiten ließ, war sie doch immer noch nicht glücklich. Mit zehn Euro weniger und zwei neuen Frisuren verliessen wir den Laden und holten uns auf der Strasse noch etwas zu Essen. Die Köchin konnte sich noch genau an unsere Bestellung von vor zwei Tagen erinnern :-)

Nach dem Packen gab es noch ein Drink im Zimmer, ehe wir ins Bett gingen um wenigstens drei Stunden Schlaf zu bekommen.

Zu schnell verging die Zeit mit meinen Eltern, für uns heißt es ab morgen Welcome in Vietnam und meine Eltern starten ihre erste Thailand-Rundreise.

PS.: weitere Bilder von Thailand sind Online.

Freitag, 20. Januar 2012

(18.-22.1.12) Tage 34-38 - Chiang Mai

Nach zwei Stunden Busfahrt von Khao Lak nach Phuket, sollte die unendliche Geschichte "Phuket und wir" fortgesetzt werden. In den Hauptrollen: wir, plus zwei weitere Europäer, ein Taxi Fahrer und all die anderen Taxifahrer.

Nach der Ankunft am Bus Terminal in Phuket erwartete uns ein Schild, dass heute im Laufe des Tages nur zwei Airport Shuttle Busse fahren sollten, statt alle 30-60 Min über den ganzen Tag. Wie sollte es anders sein, den letzten hatten wir verpasst. Da ein Spanier und eine Französin auch zum Airport wollten, besprachen wir, das Taxi zu teilen.
Also ging es Richtung Taxis, deren Fahrer uns schon mit winkenden Händen "Herzlich willkommen in Phuket" signalisierten. Wäre das Leben ein Comic, hätten sie $-Zeichen in den Augen gehabt, so wie Ron :-)
Dass der Taxifahrer sich bei seinen überteuerten Preisvorstellungen auf keine Verhandlungen eingelassen hat, hat uns wenig überrascht. Wir schauten nicht schlecht, als San Richtung Hauptstrasse losgezogen ist um ein Vergleichsangebot einzuholen und er ihr hinterher lief mit den anderen Taxifahrern per Zuruf von San's Rücken aus Preisabsprachen zu tätigen. In Italien würde man Mafia dazu sagen. Er ist dann wirklich San bis um die nächsten 3 Ecken hinterher gedackelt. So etwas haben wir bis jetzt nur in Phuket erlebt!

Wir schauten auch nicht schlecht als wenige Minuten danach der Airport Shuttle an uns vorbei gefahren ist. Als wir den Bus anhielten und den Fahrer fragten warum jetzt doch einer fahren würde, schaute er uns fragend an und drückte uns den Fahrplan in Miniatur in die Hand und deutete auf die Abfahrtszeiten und sagte "normal". Diese Banditen!!! Aus Zeitgründen teilten wir uns dann gezwungenermassen doch mit den beiden anderen ein Taxi, welches wir 5 Ecken weiter abpassten und wie erwartet günstiger war.

In Chiang Mai angekommen, wartete das schicke Design Hotel Mo Rooms auf uns. Die 12 Zimmer, sind nach dem chinesischen Horoskop benannt. Unser Zimmer, Dragon, ist wie wir am nächsten Morgen feststellen sollten eins der grössten und eins der wenigen mit Ablagefläche im Zimmer. Die Zimmer sind halt stylisch dafür nicht immer praktisch :-)
Auf dem Weg zum Frühstück passten wir die Managerin ab um einen Blick in die anderen Zimmer zu werfen. Diese erzählte uns dann, dass heute Leute von der deutschen Ausgabe der Cosmopolitan da seien um Fotos zu machen. So dass ich mich nach dem Frühstück mit dem Fotografen des Teams in einem der Zimmer wieder gefunden habe und wir Fotos machten. Wie geil ist das denn!?

Nach der Fotosession ging es Richtung Altstadt, die direkt vor unserer Tür lag um einige der 300 Tempel der zweit grössten thailändischen Stadt anzuschauen. San gefiel die Stadt sofort und stellte sie auf eine Stufe mit Ubud in Bali.
Nachmittags sollten wir dann beim Browsen durch die Stadt noch den ein oder anderen Markt unsicher machen, ohne wirklich unserem Gepäck Zuwachs zu geben.

Am nächsten Morgen sollte als erster Tagespunkt unsere Weiterreise am 22. nach Bangkok auf dem Plan stehen. Wir wollten mal wieder die Öffentlichen nutzen und mit dem Night-Train im Schlafwagen die 700 km von Chiang Mai nach Bangkok in 13 Stunden zurück zu legen. Leider gab es keine freien Betten mehr, so dass wir nun doch auf ein Flieger zurückgreifen mussten um rechtzeitig zum Chinese New Year in Bangkok anzukommen.

Zweiter Programmpunkt war dann der Baan Tawai Markt vor den Toren der Stadt. Hier sollten wir ein Shopping-Marathon erster Sahne hinlegen. So hatten wir nur 2,5 Stunden in denen der Tuktuk Fahrer auf uns wartete, da er uns dann wieder nachhause fahren durfte, da San noch einen "leckeren" Termin am Nachmittag hatte. Schnell war klar, dass wir dieses mal um das Experiment: "Einen Kubikmeter nach Deutschland schiffen" nicht drumherum kommen sollten. Also liefen wir nach dem grössten Brocken - einer neuen Wohnzimmerlampe - im Laufschritt über dem grossen Markt um mit tollen anderen Sachen den restlichen Platz optimal auszunutzen. Es hatte etwas von dieser Gameshow die es mal gab, bei denen die Kandidaten eine Stunde Zeit hatten um exakt einen gewissen Eurowert auf den Kopf zu hauen ohne dass nur ein Cent übrig blieb.
Ich denke wir haben einen guten Job gemacht und jetzt heisst es Daumen drücken das alles heil ankommt.

Für San stand nachmittags die Thai-Cooking-School auf dem Programm während ich es mir mit nem Vanilla-Latte-Cafe vom Starbucks auf der Dachterrasse gemütlich machte.

Thai-Cocking-School: Nachdem ich mit einem Pick-up zur Kochschule gefahren wurde, konnte ich feststellen, dass allein zu meiner Zeit ca. 30 Leute auch den Kurs gebucht hatten. Bevor es richtig losgehen sollte, besuchten wir einen Markt, wo wir diverse Kräuter, Öle und Gemüse erklärt bekamen. Wieder zurück in der Kochschule suchte sich Jeder aus vier verschiedenen Kategorien, wo es jeweils drei Gerichte zur Auswahl gab, seinen Liebling aus. Dadurch ergab sich bei jedem Gericht eine neue gewürfelte Runde, so dass man immer auf andere Teilnehmer traf, die echt aus aller Herren Länder kamen. Ich habe gelernt, wie man rote Currypaste, Panang Curry, Tom Kha Gai, Papaya Salat und Hühnchen mit Cashew-Nüssen herstellt. Jedes Mal war ein Schälchen mit den Zutaten bereitgestellt. Dann ging es ans Zerhacken, Zerkleinern, Schneiden,... Jeder hatte dann eine eigene Kochstelle wo dann je nach Gericht die geschnippelten Zutaten in einer entsprechenden Reihenfolge in den Wok kamen. Hammer, dass ich das gekocht habe! Zum Reinlegen und wie immer wirklich leicht. Man muss nur schnell sein. Jede Mahlzeit hat man dann selbst gegessen und hatte so schon nach der zweiten das Gefühl zu platzen. Eins steht jedenfalls fest. Currypaste herzustellen ist echt aufwendig und ich bleibe dabei, diese fertig zu kaufen. Aber sonst hat es wirklich Spass gemacht und ich hab viel gelernt. Vielleicht werde ich ja noch einen Kochkurs auf dieser Reise machen...

Abends ging es auf den berüchtigten Night-Bazar. Hier sollte unser Gepäck Zuwachs bekommen, war das Angebot doch zu verlockend :-) Müde aber glücklich von dem Geshoppten ging es zurück in unsere gemütliche Höhle im Hotel.

Am nächsten Morgen, na vielleicht besser Mittag, da wir hier immer lang geschlafen haben, entschieden wir uns auf sportliche Variante durch die Stadt zu bewegen. Mit dem Rad. So ging es im Linksverkehr mitten durch die kreuz und quer fahrenden TukTuks und Scooter und was sonst noch auf der Strasse unterwegs war. Die Strassenregeln in Thailand sind ganz einfach, fahr wie und wo du willst und passe dabei auf die anderen auf und schon passiert keinem was. Das würde in Deutschland nie klappen, sind wir doch viel zu viel auf unser 'Recht im Strassenverkehr' bedacht: "Hier ist rechts vor links, als fahr ich egal ob auf der Kreuzung einer steht, ich hab das Recht zu fahren!" :-)
Neben Stopps an verschiedenen Tempeln, machten wir eine Pause im Stadtpark um uns im Schatten von Palmen zu entspannen und fünfe gerade sein zu lassen. San war dann sogar so entspannt dass sie es wagte den nächsten Friseur auf zu suchen. Sie, die Friseurin, versucht ihr Glück aber leider zum Unglück von San, denn die war wenig glücklich, hatte sie doch fast die Frisur bekommen die sich die Russin vor ihr gewünscht hatte. Gott sei dank wachsen Haare schnell nach!

Es war mal wieder soweit und wir hatten uns eine Thai-Massage verdient, - einen Grund findet man immer warum man es sich verdient hat :-)
Die Besonderheit dieses Mal: Als wir uns gerade abgelegt hatten, kam ein Pärchen die Tür rein. Wir schauten nicht schlecht als es die zwei Europäer vom Taxistand in Phuket waren, die gerade von ihrer Trekking-Tour wieder kamen. Wir mussten alle lachen, war die Wahrscheinlichkeit in einer so grossen Stadt mit gefühlt 1 Mio. Massage-Studios sich zu treffen, schwindend gering. Aber so ist das Leben und Chiang Mai scheinbar ein Dorf.

Bevor es zum Taschen packen ging, wollten wir einen kleinen Abstecher zum Walking-Street-Market, dem kleinen Bruder des Sunday-Market, machen. Es sollte ein etwas längerer Aufenthalt werden, da hier nicht der Einheitsbrei von anderen Märkten angeboten wurde, sondern Kunsthandwerk von jungen Designern. Wieder gab es Zuwachs für unser Gepäck - aber es hat sich gelohnt :-)

Für uns geht es weiter nach Bangkok.

P.S. Wer vorhat die Stadt zu besuchen, sollte unbedingt das Wochenende dazu einplanen, denn ein Besuch auf einem der Märkte ist ein absolutes Highlight und ein Muss.

P.P.S. Fotos von unseren erlebten sind ebenfalls online.




Dienstag, 10. Januar 2012

(8.1.-10.1.12) Tage 24-26 - Singapur

Zum Zwischenstopp von den Philippinen nach Thailand, wollten wir es uns nicht nehmen lassen, Singapur einen weiteren Besuch abzustatten nachdem wir vor 9 Monaten erst da waren. Waren wir ja auch noch mit den Jungs, Lukas und Bystrik verabredet.

Raumgrössen werden normalerweise in Quadratmeter angegeben, das sollte allerdings unserer Meinung nach bei so kleinen Zimmern, wie unseres mal wieder, besser in Zentimeter erfolgen.
So lieferte sich unser Zimmer im "Value Nice Hotel" ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Zentimeter-Bereich mit unserer Bleibe letztes Jahr in Hongkong. Unser Zimmer diesmal sollte allerdings verlieren. Denn so musste man auf der Toilette Platz nehmen, um zu Duschen und wir konnten erst eine unserer zwei Taschen platzieren, nach dem wir das Bett verschoben hatten. Für die zweite war nur Platz, wenn wir die Tür zustellten!

Nach unserer späten Anreise stand erst mal ausschlafen auf dem Programm.
Anschließend sollte es nach Little India gehen, wo wir unser lecker "Restaurant" gesucht haben, in dem wir letztes Jahr mit Moni essen waren und auf das wir uns schon so gefreut hatten. Nach etwas Suchen in dem bunten Treiben des Viertels, sollten wir auf dem Rückweg vom Elektronik Kaufhaus fündig werden. Manchmal ist es ja so dass man sich ein Luftschloss aufbaut, was dann den Erwartungen nicht standhalten kann. Nicht in dem Fall! Es war immer noch so lecker wie wir es in Erinnerung hatten.

Nachmittags sollte unser Weg noch auf die Orchard Road führen. Die Strasse, die, wie es scheint nur aus Shoppingmalls besteht. Für San gab es hier heute leider nix zu holen, was sie etwas frustrierte.

Am Abend waren wir dann noch mit den Jungs im ihrem Hotel "Intercontinental" verabredet. Diese wohnten in 16. Stock, direkt neben der Präsidenten Suite, ebenfalls in einer Suite bei der sogar unsere Wohnung zuhause größentechnisch blass aussehen würde.

Die Jungs haben uns direkt für den nächsten Morgen zum Frühstück in die Suite eingeladen. Allein die Aussicht war so lecker, dass man aus dem Staunen nicht mehr herauskam. Natürlich war das Essen auch vom Feinsten :-)

Als kleines Dankeschön dürfte ich mich als Reiseführer anbieten und mein erlerntes Wissen über die Stadt weitergeben.
Was die Jungs noch nicht wussten, dass ihnen Abends vom laufen die Füße weh tun würden ;-) Dafür sollten sie in der Kürze der Zeit jede Menge gesehen haben.
So ging unser Fußmarsch vorbei am Raffles Hotel Richtung Marina Bay zum Marlion (das Wahrzeichen der Stadt), der sich dieses mal zwar nicht in Restauration befand, dafür aber eine Wasserstrahl-Dusche bekommen hat. Von dort aus auf das neue Observation Deck der "Wäscheklammern". Von hier hatten wir eine grandiose Aussicht über die Marina Bay. Da Lukas für seine Welcome Party zuhause in Bratislava noch Chinese New Year-Deko brauchte, fuhren wir nach China Town. Wo sonst sollte es all den rot goldenen Dekokram auch sonst geben.

Am frühen Abend sollten sich dann unsere Wege erst mal wieder trennen. Wir gingen zurück Richtung Hotel und Bett und die Jungs wollten ihr Glück im Elektrokaufhaus probieren.

Heute (10.1.) fliegen wir nach Thailand weiter und für die Jungs geht es zurück nach Bratislava.






Montag, 19. Dezember 2011

Tag 4 - doch noch gefunden...

... es hat sich versteckt, das alte China in Shanghai, aber wir haben es doch noch gefunden.

Nach dem Yannic uns im Hotel abgeholt hat und wir dort unser Gepäck weggeschlossen haben, ging es als Trio zum Mc Donald-Frühstück. . Nach der Stärkung ging es nochmal zur Yu Yuan/Old Town. Dort haben wir zwischen den ganzen neuen Hochhäuser noch ein Viertel gefunden, wo kein Gebäude hoher als zwei Stockwerke war und unten das Leben pulsierte, hier wurden wir nicht alle 2m angequatscht oder in einen Laden "gezogen", sondern nur wundernd beäugt - haben sich hierhin scheinbar noch nicht so viele "Langnasen" verirrt. Aber das sind wir ja schon gewohnt. Yannic und mir boten sich viele Möglichkeiten tolle Streetfotografien zu machen. Yannic erzählte uns dann das um solche Viertel eine Mauer gebaut wird, die dann kurz danach die Bauabsperrung bildet um dann für weitere Hochhäuser als Stellplatz zu dienen. In der Tat sollten wir wenig später eine solche Mauer sehen, das Viertel war umringt von Luxus Kaufhäusern, also kann man sich vorstellen wie es mit dem Block demnächst weiter geht. Sehr schade für das Stadtbild wenn es solche Viertel dann nicht mehr gibt. Wahrscheinlich wird sich dann ein findiger Geschäftsmann finden, der Tagestouren für Touristen zu solchen Vierteln anbietet, die dann vor den Türen der 19 Millionen Einwohner Stadt liegen.

Durch das Herumlaufen haben wir dann auch Sandras Klimbim-Mile gefunden, die wir schon seit Anfang unseres Besuches gesucht haben. Hier gab es von Weihnachtsdeko über Babysachen (nur als Mitbringsel gedacht) bis zu Winter-Acessoires alles zu Spottpreisen. Aber wir haben keinen Platz mehr im Gepäck, kein Geld in der Währung und heute Abend geht schon unser Flug auf die Philippinen.

Endlich Sommer, Sonne, Sonnenschein !!!

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