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Montag, 19. Oktober 2015

Tipp: Was brauche ich auf einer Safari an Fotoequipment

Lange und intensiv habe ich mir Gedanken gemacht, was ich an Fotoausrüstung für meine erste Safari  mitnehmen soll. Was ist sinnvoll, was braucht man nicht bzw. ist vielleicht sogar ein Nachteil. 
Als Kamera war meine geliebte Sony a7 der Ausgangspunkt der Planung. Mein kleines und leichtes Sony 18-105mm f4, hat sich bei den letzten Reisen als "immer drauf" Objektiv bewährt. Sollte somit auch diesmal nicht fehlen. Gerade um im Camp bzw. im Masai-Dorf ohne viel Aufwand oder großes Gewicht einfach schöne Bilder zu machen.  

Das richtige Objektiv finden

Die grösste Herausforderung sollte die Wahl der Linse für das Ablichten der Tiere darstellen. Nach einem Gespräch mit Thomas, einem begeisterten Tierfotografen vom CrossFit und ein paar Recherchen auf anderen Blogs, war schnell klar dass eine Brennweite größer 300mm her musste. Allerdings kann ich nur ein 70-200mm F2.8 mein Eigen nennen, also organisierte ich ein 2x Konverter um es zu einem 140-400mm zu machen. Erste Tests zeigten mir schon die Schwächen dieser Konstellation. Neben der Lichtstärke die ebenfalls um zwei Blenden abnimmt, war der Autofokus derart langsam dass er für bewegende Objekte unbrauchbar war. Manuell fokussieren schien mir keine gute Idee :-) Was nun??? Ich entschied mich ein Objektiv bei Fotomieten (www.fotomieten.de) zu leihen und wählte dann ein 70-400mm  f4-5,6. Bei einem 150-500mm hatte ich die Befürchtung, die Linse in staubiger Umgebung dauernd wechseln zu müssen, was ich wiederum tunlichst vermeiden wollte. Die Wahl stellte sich als richtig heraus! Zwar hätte ich mir ab und an mehr als 400mm gewünscht allerdings war ich glücklich dass ich alle nahen Tiere ohne Objektivwechsel ebenfalls ablichten konnte.  
Als sehr nützlich wäre der sogenannte BeanBag gewesen, den man Vorort mit Sand o.ä. füllt, um dann die Kamera bzw. das Objektiv aufzulegen, da mit 400mm aus der Hand zu fotografieren doch eine Herausforderung ist. Besonders wenn man noch warten muss bis der Löwe aufsteht! Im Nachhinein wäre das eine sehr gute Alternative zu meiner improvisierten Variante, Rucksack und Schal, gewesen. Kurzfristig entschied ich mich noch das 10-18mm Objektiv mitzunehmen, um die unendliche Weite der Serengeti Savanne einzufangen. Das kann ich nur empfehlen (um die 16mm und weniger sind perfekt)! Da Darius, ein Freund von mir, gehört hat dass man in Afrika gut die Milchstraße sehen kann, wollte er, dass ich ein Bild davon mitbringe. So hat mein kleiner Gorilla-Pod sich als Letztes einen Platz im knapp 9 kg schweren Foto-Rucksack reservieren können :-) Entstanden sind dann ein paar sensationelle Aufnahmen der Milchstraße und in der Morgendämmerung! Danke, Darius! 



Stromversorgung sichern

Dank der Ladefunktion in unserem Truck konnten die Akkus permanent geladen werden, allerdings war ich auf seltene Ladegelegenheiten mit einem Adapter und Dreierstecker gut vorbereitet. Was ich für die nächste Safari, wenn ich die Bedingungen nicht weiß, wieder so machen würde. Auch wenn ich es diesmal nicht benötigt habe. 

Backup-Szenario

Jeden Abend reinigte ich das komplette Equipment vom Staub. Ein unbedingtes Muss, denn der Staub ist äußerst hartnäckig und setzt sich noch in die letzte Ritze ab. Während des Reinigensw startete ich das Backup. Hier entschied ich mich für den günstigen RAVPower (ca 30 Euro) als Hub, der einen SD-Karten Slot hat und über einen USB Anschluss für eine Festplatte verfügt. Da der Hub ebenfalls ein WLAN bereitstellt, konnte ich per App den Kopiervorgang starten. 
Als weiterer nützlicher Tipp vom Darius, sollte sich das Erstellen von Ordnern in der Kamera erweisen. So erstellte ich immer nach einem Backup einen neuen Ordner, so habe ich den Überblick über bereits archivierte Bilder behalten. 


Hier noch mal ein Bild von mir in Aktion :-) Das Objekt in diesem Fall direkt aufgelegt und hoch konzentriert kann es an die Arbeit gehen! 

Hier folgt noch eine Gesamtauflistung von meinem Equipment: 

Fotoausrüstung 

- Sony Alpha 7
- 10-18mm f4 
- 18-105mm f4 (immer drauf im Zeltlager)
- 70-400mm f4-5,6 (geliehen bei Fotomeeten)
- 3x Akkus
- 3x 32 GB SD-Karten

Backup

- RAVPower (RP-WD03)
- 1TB HDD

Zubehör/Optionen

- BeanBag
- Stativ/GorillaPod
- Microfaser Tücher 
- Glasreinigungstücher
- Reinigungspinsel
- Stecker Adapter fürs entsprechende Land - für Tanzania passt der aus UK
- 3-fach Stecker (zum gleichzeitigen Laden bei nur einem Adapter)

Samstag, 10. Oktober 2015

06.-07.10.2015 - Ngorongoro Krater

Mit einem traumhaften Sonnenaufgang ging unsere anstrengende, aber traumhafte und ereignisreiche Zeit im Serengeti National Park zu Ende. 


Schnell das Zelt noch abgebaut, ging es zum letzten Game-Drive Richtung Krater. Mittlerweile stoppten wir nicht mehr bei jedem Tier wie noch zum Anfang unserer Tour: "Ach ist nur ein weiterer süßer Baby-Elefant mit seiner Mutter direkt vor uns, dann fahren wir weiter, oder ?" ;-) "Twende" war dann das Zauberwort für den Fahrer, dass es weiter gehen sollte.

Am Nachmittag sollten wir unser Berg-Camp auf rund 2.300 m Höhe erreichen. Neben dem tollen Ausblick auf das Innere des Kraters, wurde schnell klar, warum warme Klamotten auf unserer Packliste standen. Erst wunderten wir uns noch über: Jacke, warme Mütze und sogar Handschuhe. Jetzt wussten wir warum. Es war arschkalt! 
Aber auch das beeindruckt uns schon jetzt an Tanzania: die Vielseitigkeit des Landes. Tagsüber ist man noch in der trockenen und staubigen Steppe bei um die 30 Grad oder mehr, wenige Kilometer weiter ist dann alles grün und es herrschen kühle Temperaturen, und das alles gerade mal 1 1/2 Flugstunden von unserem letzten Stopp, der paradiesischen Insel Zanzibar entfernt.


Selfie's mit Elefanten

Bei einem Spaziergang zum Rand des Campingplatzes trauten wir unseren Augen kaum, standen wir auf einmal vor drei ausgewachsenen Elefanten und inmitten einer Herde Zebras. Kein Zaun, nicht angebunden, Wildlife pur! 
Mutig und mit jeder Menge Respekt näherten wir uns bis auf wenige Meter und konnten es uns nicht nehmen lassen ein Selfie mit dem Dickhäuter zu machen. Brav posierte er, ehe er eine Angriffshaltung eingenommen hat und uns klar wurde, dass es besser Zeit ist zu gehen :-)


Hinein in den Krater

Nach einer kalten Nacht mit ca.12 Grad, in der wir uns in unsere Schlafsäcke einmummelten, wurden wir von 4x4 Safari-Jeeps abgeholt. In kleinen Gruppen von je 6 Personen ging es dann in den Krater, der mit seinen 260.000 qm von uns erkundet werden wollte. Da das Innere Plateau des wohl früher über 5.500m hohen Vulkans immer noch auf 1.600m über dem Meeresspiegel lag, sollten sich auch  hier warme Klamotten als sehr passend erweisen. 
In dem Krater warteten noch mal alle Tiere auf uns, nur die Giraffe hat den rund 600m tiefen und steilen Abstieg hierunter nicht geschafft. Dafür aber der uns noch zur Big Five fehlende Rhinozeros! 


Nr. 5 fehlt

Die rund 4 Std. dauernde Safari brachte uns einigen Tieren noch näher, als sie eh schon vorher waren. 
Leider haben wir den Paarungstanz inkl. anschließender spektakulärer Paarung eines Straußenpaars verpasst, aber Gott sei dank haben die anderen ein Video davon gemacht ;-) Der Rhinozeros sollte uns allen allerdings nicht gegönnt sein, dafür wartete ein männlicher Löwe zum Ende der Tour auf uns und wir konnten mit ein paar tollen Aufnahmen des beeindruckenden Tieres die Safari beenden. 


Es endet, wo alles begann

Die letzte Nacht, sollten wir auf der Wiese verbringen, wo alles vor 6 Tagen begonnen hat. Nachdem die Mädels den Masai-Markt auf der anderen Straßenseite für sich entdeckt haben und ordentlich geshoppt haben, trafen wir uns Abends zum Abschieds-Kilimanjaro in der seit 22 Jahren geführten Bar eines südafrikanischen Pärchens, um das Erlebte der letzten Tage noch einmal Revue passieren zu lassen. 

Wir werden noch Tage brauchen um alles Erlebte und Gesehene verarbeitet zu haben, gab es einfach zu viele Eindrücke in so kurzer Zeit. Wir haben es bis jetzt noch nicht einmal geschafft uns alle Bilder in Ruhe anzuschauen.


Dafür werden wir auf Zanzibar aber bestimmt genug Zeit haben.

Donnerstag, 8. Oktober 2015

04-06.10.2015 - Serengeti Nationalpark

Ohne großes Frühstück, dafür mit einem bereits besser organisiertem Paar aus Deutschland, ging die Tour mit Lunch-Paket weiter.

Serengeti wir kommen

Zuerst ging es noch über gut ausgebaute Straßen zum Eingang der Serengeti bevor das begann, was Justus als afrikanische Massage ankündigte :-) Wir schnallten uns an und wurden ordentlich durchgeschüttelt. 
Vorbei an Tornardos, die sich in der unendlichen Weite immer wieder bildeten, dann kleiner wurden, bevor sie sich genauso schnell auflösten, wie sie gekommen waren, begrüßten uns bereits Zebras und Gazellen. 


Nachdem wir tiefer in die Serengeti eingetaucht sind, starteten wir den Game-Drive, was so viel bedeutete dass wir kreuz und quer mal hier mal da abgebogen sind und Ausschau nach Tieren hielten. Davon erwartete uns jede Menge :-) So konnte mein geliehenes Objektiv (70-400 mm) gleich mal zeigen, was es konnte. Überrascht waren wir, wie schnell sich die Landschaft änderte. Eben noch unendliche Steppe und weit und breit außer Tierherden nichts zu sehen, ging es dann überraschend schnell und plötzlich war alles dicht bewachsen und jede Menge anderer Tiere wollten von uns gefunden werden. Immer wieder entdeckte einer der Mitreisenden eins der Tiere und der Truck stoppte und jeder konnte entspannt Bilder machen oder einfach nur den Tieren zuschauen. 


Zelten unterm Sternendach 

Unser Zeltlager erreichten wir erst mit Einbruch der Dunkelheit. Gut dass wir schon im Aufbau des Zeltes im Hellen sicher gewesen sind, so dass auch der Aufbau im Dunkeln kein Problem für uns war. Allerdings waren alle etwas verunsichert, als auf dem nicht eingezäunten Zeltplatz uns ein Leopard besuchte und wir die Hyänen sahen, die die ganze Zeit um das Camp herum streunerten. 
Wir wurden auch das erste Mal in Gruppen eingeteilt. Eine musste den Truck innen säubern, die andere das Gemüse schnippeln, eine weitere abwaschen und die letzte dann alles zusammen räumen und einpacken. Um das eigene Geschirr kümmerte sich immer jeder selbst. Da es so staubig war und Tücher nur zuviel Bakterien ansammeln würden, fanden wir uns jedes Mal zum "Flappen" ein, was heißt das jeder sein Geschirr wild hin- und herwedelte. Manche legten damit eine halbe Choreo hin, spielten Trocken-Tischtennis oder Manche unterhielten sich einfach nur dabei.
Justus und Johnson erzählten uns dann auch beim Lagerfeuer unterm Sternenhimmel Gute-Nachtgeschichten, die alle schon passiert sind. Von Elefanten, die Essen in der eingezäunten Küche suchten und dabei alles verwüsteten und von Tieren, die einem Nachts in der Toilette begegnen können. Die lustigen Anekdoten waren zugleich gespickt mit nützlichen Verhalten-Tipps, die wir hofften alle nicht anwenden zu müssen :-) 


Vier der Big Five 

Ein Teil unserer Gruppe startete noch vor Sonnenaufgang zum Ballonflug. Und bei uns stand nach einem kleinen Frühstück der erste Game-Drive des Tages auf dem Programm. Wir hatten so ein Glück, sahen wir jede Menge Löwen, Giraffen, Elefanten, Buffalos und und und, die sich im Hammer- Morgenlicht bewundern und ablichten ließen. Jetzt verstehe ich auch, warum immer alle vom Licht im Afrika schwärmen! 
Das Highlight war dann das Sichten eines Leoparden der gerade dabei war seine Beute, eine Gazelle, auf dem Baum zu verspeisen. Leoparden zerren ihre Beute immer in den Baumwipfel um in Ruhe essen zu können. Diese und viele weitere Hintergrundinformationen zum Leben und den Eigenschaften von Tieren erzählte uns Justus bei jeder Gelegenheit. So hatten wir bereits vier der Big Five schon gefunden, bevor wir die anderen vom Ballonflug abgeholt haben. 
Über die Mittagshitze ging es dann zurück ins Camp und wir sollten uns über zwei Stunden Freizeit freuen, waren die letzten Tage doch voll durchgetaktet! Von wegen: Von Weitem stellen wir bereits fest, dass unser Camp total verwüstet war. Alle schauten stumm und etwas schockiert zum Zeltplatz. Die Zelte lagen auf dem Kopf und waren überall verteilt, es sah aus als hätte sich ein Tornardo ausgetobt. In der Tat war der starke Wind auf der leichten Anhöhe zu viel für unsere Zelte. Nach Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands stand dann endlich Relaxen auf der Tagesordnung. 


Nachmittags ging es in anderen Bereichen der Serengeti noch mal auf die Suche nach neuen Tieren. Die Liste der Tiere die wir in den drei Game-Drives sehen dürften, ist sehr lang und man musste sich immer wieder kneifen, dass man nicht im Zoo war, sondern in der freien Wildbahn und die Tiere in ihrem natürlichem Umfeld bewundern dürfte. Einige Tiere waren so nah, das gibt es nicht mal im Zoo. Nur Zebras, so mussten wir lernen, sind sehr scheu, so dass ich bestimmt 50 Bilder allein von Zebra-Hinterteilen habe :-(

If you can't climb it, drink it - Kilimandscharo  

Nach Einbruch der Dunkelheit erreichten wir unser Camp wieder und waren heil froh, dass es diesmal noch stand :-) Bei wieder einmal fantastisch zubereitetem Essen von Justus ging der Tag mit einem Kilimandscharo Bier am Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel und einigen weiteren Geschichten zu Ende. 

Morgen werden die Zelte im Serengeti abgeschlagen und es geht weiter zu unserer nächsten Station, dem Ngorongoro-Krater. 


03.10.2015 - Kultur pur

Die Zelte abschlagen bekommt für uns mit diesem Urlaub eine neue Bedeutung :-)
Justus meinte zwar, wir sollten mal eine 3/4 Std. fürs Zelte-Abschlagen, Sachen auf- und einräumen einplanen, ehe wir pünktlich am Frühstückstisch sitzen sollten, wofür natürlich auch noch Sachen vorbereitet werden mussten. Wir gaben uns eine Std. für die Herausforderung am ersten Tag und waren damit gut beraten. Stellten aber auch fest, dass wir in den nächsten Tagen noch Einiges am Ablauf verbessern konnten. Was auch sonst! 

 Los geht die Tour

Nach etwa 1 1/2 Std. Fahrt erreichten wir unser erstes Ziel: Mto wa Mbu (Manyara) Village. Dort sollten wir einen Einblick in das typische Dorfleben der Einheimischen bekommen. 


Der erste Besuch führte uns aufs Reisfeld, ist die Region u.a. für den Anbau doch bestens geeignet. Anschließend ging der Spaziergang vorbei an verschiedenen kleinen Handwerksgeschäften, wo die Leute uns ihre Arbeiten und die Wichtigkeit erklärten. Wir kurbelten die lokale Ökonomie an, indem wir unsere Wohnung wieder mit einem kleinen Mitbringsel bereichern :-) Immer wieder machten wir Stopps um einen Eindruck zu bekomnen unter welchen einfachen Verhältnissen hier gelebt wird. Etwas überrascht war ich, dass hier u.a. immer noch Lehmhütten gebaut werden. Der Walk führte uns auch an einem Fußballplatz vorbei, wo gerade ein Spiel trotz der grössten glimmenden Mittagshitze eine große Besucherzahl erfreute. 


Die Mittagshitze verlangte uns gleich mal alles ab, so dass die Meisten auf dem Zahnfleisch die letzte Station "Mama's Home" erreichten, wo wir jede Menge lokaler Köstlichkeiten essen dürften, die für uns extra zubereitet wurden. Alles war so lecker gewesen, wir hätten uns reinlegen können. 


Den straff durchgestalteten Tag beendeten wir dann mit einem Masai-Dorf Besuch, wo die Damen und Kinder schon mit Tanz und Gesang auf uns warteten. Die Kinder waren den Besuch von Weißen schon gewohnt und erfüllten alle Selfie und Fotowünsche :-) Highlight war als Sandra mit den Damen vom Stamm im Kreis tanzte und diese dann anfeuerte, was zur Erheiterung der Einheimischen führte. 


Den Tag beendeten wir mit einem Sprung in unserem Camp-Pool. 

01.-02.10.15 - Die Party Safari kann beginnen ...

... auch dank der schnellen Reaktion meines Bruders!

Das ging ja gut los. Mein Bruder hatte uns gerade abgesetzt, wir suchten unseren Drop-Off Schalter für
das gepackte Safari Gepäck, als der Puls sich bei uns etwas erhöhte. Gott sei Dank, war keine lange Schlange am Counter und wir wären schnell dran gewesen. Wären, richtig, denn Sandra fand ihren Pass nicht, was daran lag, dass er lieber noch eine Runde mit Heiko im Auto drehen wollte, als mit uns nach Afrika zu reisen. So ein Reisepass hat aber auch ein stressiges Leben, kommt er nur ab und an zum Einsatz wird dann durch viele Hände gereicht, um am Ende abgestempelt zu werden ;-) Er hatte keine Wahl, also schnell das Telefon aus der Tasche gefischt und der Ausflug des Passes endete am Check-in Schalter der Fluggesellschaft. 


Die gut 6 Stunden nach Dubai verliefen ruhig und wir versuchten etwas zu schlafen, hatten wir noch einen langen Reisetag vor uns. 
Nach einem Stopp-over in der Wüsten-Stadt, die wir uns auf dem Rückweg anschauen werden, ginge es zur zweiten von drei Etappen zu unserem Ziel, Arusha, weiter. 

Angekommen in Tanzania 

Zuerst stand eine Nacht in Dar es Salam an, die Hauptstadt Tanzanias, die wir nach gut 22 Std. Reisezeit von Tür zu Tür, erreichten. Wir konnten am Flughafen schon feststellten, dass wir in Afrika angekommen waren, denn die Uhren laufen hier anders. 
Das Einreise-Prozedere lief für unseren Pass angenehm unkompliziert, allerdings warteten wir unendlich lange an dem kleinen und überfüllten Kofferrückgabeband auf unser Gepäck. Es herrschte ein Gedränge wie auf einem Konzert. 

Was uns zuerst auffiel: Keiner starrte die "Weißen" bzw. die Blonde an, sondern wir fühlten uns gleich als Teil des Ganzen und alle begegneten uns sehr freundlich. Das sollte sich auch nach unserem Abendessen ums Eck des Hotels und der anschließenden Nacht nicht ändern. 
Auf den ersten Blick erinnert uns sehr viel an Asien, so zum Beispiel, dass der Verkehr zusammen brach auf dem Weg vom und zum Flughafen, dass es TukTuk gibt und alles was Reifen hat für jeglichen Transport geeignet zu sein scheint!

Nach einem Frühstück und einem Stau zum Flughafen zurück, ging es auf die letzte Anreise-Etappe: die gut 1 1/2 Std. Flug nach Arusha. Schon am überschaubaren Flughafen hielten wir Ausschau nach potenziellen Mitreisenden. Wurden aber nicht wirklich fündig, wussten nur wen wir alles nicht dabei haben wollen würden ;-) 

Als wir in Arusha angekommen sind und noch am Taxipreis verhandeln waren, fuhr gerade ein Jeep von G-Adventures, unserem Touranbieter vorbei. Zum Glück hat San die Feststellung laut ausgesprochen und das Schweizer Pärchen, Gaël und Elody, die im Jeep saßen, haben es gehört so dass sie uns mitnehmen konnten. Zurück blieb ein unglücklich drein schauender Taxifahrer. Mit dem sympathischen Schweizer Pärchen, welches auch schon im Flieger gewesen ist, hatten wir dann auch gleich den ersten Teil der Gruppe kennengelernt. 
Das dürfte gerne so weiter gehen, denn mit den zwei Weltenbummlern lagen wir voll auf einer Wellenlänge. 

Erkundungstour in Arusha

Am Treffpunkt schauten wir nicht schlecht, denn dort war nichts und niemand. Also so richtig nix! Kein Office, kein Empfangskomitee nur eine grüne Wiese und eine Art Terminal. Auch unser Fahrer war etwas irritiert und meinte wir sollen mal warten, während er versucht jemanden zu erreichen. Da er keinen erreichte und wir Hunger hatten, machten wir vier uns auf um im benachbarten Örtchen nach etwas essen zu suchen. Mutig setzten wir uns in die erstbeste Familien-Küche und lauschten einer Sprache,die wir nicht verstanden, was es denn heute alles zu essen gibt. Wir bestellten erst mal ein Menü zum Testen. Da es sehr lecker war, bestellte der Rest dann nach. 
Als der Fahrer uns gegen frühen Abend suchte, dürfte es nicht schwer gewesen sein für ihn die vier Weißen zu finden. Er hatte jemanden erreicht, wir sollten zum Treffpunkt zurück, der Rest würde demnächst kommen. 

Nach und nach trudelten die anderen ein. Die Gruppe sollte die maximale Größe von 22 Personen erreichen. Davon sind 8 Australier, 5 Deutsche, 3 Schweizer, 2 Iren, 1 Engländer, 1 US-Amerikaner, 1 Däne und 1 Kanadier. Darunter gerade mal 5 Jungs inklusive mir, das kann ja was werden :-) Wir bilden alterstechnisch zwar dass obere Ende, da man aber immer nur so alt ist wie man sich fühlt, passen wir mit unseren Ende zwanzig super hier rein ;-)

Der große Wagen kommt

Justice und Johnson, unsere Guides, warteten jetzt schon mit dem Overland-Truck auf uns und bereiteten das Abendessen vor. Der Truck sah in Wirklichkeit noch viel imposanter und komfortabler aus, als auf den Bildern, die wir vorher gesehen haben. Die Guides gaben uns vorm Essen noch erste Instruktionen für den Ablauf der nächsten Tage, u.a. im Handling mit dem Truck und eine kleine Einführung im Zelt Auf - und Abbau, welches wir dann auch gleich stehen lassen konnten, denn unsere erste Nacht sollten wir auf der Wiese verbringen. Stolz ging wir nach einem ersten Kennenlern-Bier mit den Anderen in der Bar in unser erfolgreich aufgebautes Zelt schlafen. Morgen ist die Schonfrist dann vorbei, dann geht es richtig los. 





Mittwoch, 30. September 2015

30.09.2015 - Wir gehen dann mal Tiere jagen...

...aber nur mit der Kamera!

Jambo,


Es geht wieder los: heute Abend geht es los und wir sind seit tagen bereit zum Boarding. 

Dass Packen hat soviel Zeit in Anspruch genommen wie noch nie! Die Packliste vom Touranbieter war sehr lang und die Größe des Gepäcks dafür sehr klein. 
Allein die Fotoausrüstung (im Bild ein Teil davon) nimmt allein davon schon sehr viel in Anspruch. Soviel Equipment hatte ich noch nie auf einer Reise dabei! Als Vorlage hat mir der Blogeintrag vom Freistilchaot (http://freistilchaot.de/fotosafari-brauche-ich-wie-bereite-ich-mich-vor) gedient, der schon einige Safari Erfahrung hat.

Dieses Mal geht es auf einen Kontinent, auf dem wir bisher nur im Norden unsere Füße gesetzt haben: nach Afrika.
Wir freuen uns riesig auf eine Woche Overlandtruck- und Camping-Safari in Tansania im Serengeti-Nationalpark, auf Strand, Tauchen und Erholung in Sansibar und am Ende auf aufregende Tage im kontrastreichen Dubai.

Da wir nicht wissen, wann wir Internet haben (wahrscheinlich erst richtig auf Sansibar), kann es mit den ersten Beiträgen allerdings etwas dauern.

Viel Spaß beim lesen und bis bald
SaMaPa

Donnerstag, 27. August 2015

(2009-2015) – 6-Jahre SaMaPa Ontour

Was sich heute wie ein kleines Weltlexikon liest, startete vor genau 6 Jahren mit einer Reise in die USA. Es war unsere erste gemeinsame, große Reise. Für San das erste Mal so weit weg:-). Wir wollten uns NYC anschauen und die Jungs, Mark und Mike in Washington bzw. Rehoboth Beach besuchen. Die Daheimgebliebenen sollten auf diesem Wege ein Lebenszeichen erhalten und wir für uns das Erlebte festhalten.

Hätte uns jemand damals gesagt, wie oft das noch der Fall sein würde, wir hätten ihn für verrückt erklärt!
19 Länder und mittlerweile 170 (!) Blog-Einträge später, freuen wir uns, dass über 18.000 Besucher den Weg auf unseren Blog gefunden haben. Und es ist Zeit danke zu sagen, dass ihr uns schon so lange "tapfer" folgt! DANKE!

Besonders freut es uns, dass unser Blog immer häufiger auch die Basis für die eigene Reiseplanung von Freunden, Verwandten und Bekannten ist und sie sich durch unser Erlebtes inspirieren lassen. Natürlich freuen wir uns auch über Jeden, der einfach nur den Weg hierher findet, um sich an den Bildern bzw. dem Erlebten zu erfreuen. Manchmal schmökere ich ebenfalls in alten Posts und kann mir ein Lächeln selten verkneifen :-)
Böse Zungen und Statistiken behaupten aber, dass Einige nur Bilder schauen und noch nie einen Bericht gelesen haben. Ich werde das wohl mal im Auge behalten müssen ;-).

Viele tolle Reisen und noch mehr sensationelle Erfahrungen später, ist unser Reisehunger immer noch nicht gestillt und mit der bevorstehenden Oktoberreise nach Afrika, Tansania und Sansibar, sind die Weichen für weitere Abenteuer bereits gestellt! Also seid gespannt, was wir auf der Safari alles erleben werden.
In weniger als 5 Wochen geht es los!

Liebe Grüße
SaMaPa


Freitag, 15. März 2013

13.-14.3.2013 - Flora & Fauna in Sri Lanka - Yala Nationalpark

Nach dem leckeren Frühstück wieder auf der Terrasse mit Blicks ins Grüne, packten wir unsere Sachen ins Auto und los ging die Reise. Unsere House-Nanny Wasanthi und ihr Mann Manjula wollten uns persönlich die schöne Countryside zeigen und somit verbrachten wir die nächsten knapp 7 Std (!) und 218 km gemeinsam.
Die zwei kümmern sich für ihren wohlhabenden Nachbarn um das Gästehaus, welches gerade etwas gestrichen wird, weshalb wir auch das einzige der vier Zimmer bewohnten. Sie waren so sympathisch und herzlich dass man sie am liebsten den ganzen Tag umarmen hätte mögen. Zu guter Letzt hat sie uns die Wäsche nicht auf die Rechnung gesetzt, weil sie es nicht zum bügeln und legen geschafft hat :-)
Beinahe wären wir gar nicht weit gekommen, denn schon kurz nach der Abfahrt, raste ein Motorroller, den wir kurz vorher überholt hatten, neben uns in die Büsche, als wir an einer Brücke einem anderen Auto Vorfahrt gewähren lassen mussten. Als wir den Fahrer fragten ob es ihm gut geht, meinte er nur mit einem Lachen " ja, das würde immer wieder mal passieren, denn er hat keine Bremsen!" Jetzt muss man wissen, wie waren nicht am Strand und es war alles ebenerdig sondern im Gebirge, locker vergleichbar mit dem Taunus wenig später sogar eher mit den Alpen, da finde ich das schon etwas mutig.
Wie dem auch sei, allen ging es gut und ich hoffe für ihn, dass es dabei bleibt.

Durch unendliche Serpentinen ging es Berg auf und ab durch traumhaft schöne Landabschnitte und niemals enden wollende Teeplantagen mit ihren dazugehörigen Hängen.
Wir hätten nicht gedacht dass Sri Lanka sooo grün ist. Wahnsinn! Auch Tiere gibt es überall zu sehen. Weiße Pferde stehen hier in der Gegend herum wenn man nach der Unterkunft sucht und wenig später sogar beim Fussball im Tor (!) und Schildkröten überqueren gemütlich die Strasse.

Am Ziel Tissa irgendwann angekommen, suchten wir uns noch einen Touranbieter für die Safari heute morgen und gingen ins Bett, denn es sollte schon um 5 Uhr losgehen. Genau meine Zeit, wusste bis heute morgen gar nicht dass ich da schon einen Puls habe ;-)

Der Park öffnete um 5:30 Uhr seine Pforten und die Fahrer rannten, nachdem sie die Tickets für ihre Autos hatten, zu ihren Jeeps um möglichst als erster im Park zu sein. Denke das kann man als Morgen-Sport durchgehen lassen.
Wir waren dann auch bei einen der ersten Jeeps dabei und hätten ca 10 Minuten später auch die Tour abbrechen können! Vorbei an drei Krokodilen, war nur wenige Meter weiter die Aufregung groß, als auf dem Berg ein Leopard erwachte, sich einmal wälzte und aufstand und auf die andere Seite des Berges verschwand, mit einer Selbstverständlichkeit als würde er zur Arbeit gehen. Auf den 1.300 km² gibt es zwar 40 Leoparden, doch lassen die sich eher selten sehen und spielen lieber Verstecken mit den Elefanten, die sich hier so gut wie nie blicken lassen. Einen Elefant haben wir dann einige Zeit später beim Plantschen gesehen :-)
Zwischen durch gab es alles mögliche an Vögeln und sonstigen Tieren zu sehen vom Reh übers Wildschwein bis hin zu unzähligen Krokodilen und Wasserbüffeln und bei den Vögel vom Tuka, Eisvogel, bis hin zu Pelikan und Adler.

Um 12 Uhr waren wir bei hochstehender Sonne wieder im Hotel zurück und machten uns noch mal frisch bevor es mit unseren erlebten Eindrücken ins nächste Abenteuer ging. Bus fahren, diesmal Langdistanz. Da die kurze Distanz in Colombo hervorragend geklappt hat und wir von den hohen Reisetransportkosten mal etwas herunterkommen müssen/wollen, starten wir die 2 Std. Reise diesmal per Bus.
Zu Anfangs dachten wir das wird ein Spaziergang, da war der Bus angenehm leer, durch die offenen Fenster strömte viel und gute Luft rein und die indische Musik die aus vier großen Boxen kam, lud stimmungsvoll zum Mitwippen ein. Keine 30 min. später waren wir zusammen gepfercht in einem überfüllten Bus. Die Luft wurde deutlich schlechter um nicht zu sagen knapp, trotz offener Fenster und man musste offen gegenüber Gerüchen und Körperkontakt sein.
Meinen Rucksack lernte ich lieben, während er sich mit seinen 7 kg über eine Stunde lang in meine Oberschenkel bohrte und ich fragte mich warum ich nach der Safari geduscht hatte, stand ich doch nun sehr in meinen Saft.

Das Ziel war erreicht. The Beach. Tangalle - ein kleiner Ort am Meer von dem Viele sagen man bleibt länger als geplant. Wir werden sehen und wollen es hoffen, denn wir brauchen nach den letzten Tagen endlich Zeit um runter zu kommen, wie man so schön sagt.
Unsere neue Bleibe, Lonely Beach Resort, macht seinem Namen alle Ehre und bringt alles mit was man zum Runterkommen braucht.

PS.: die Bilder zur Safari sind online.


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