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Donnerstag, 9. Januar 2014

08.-09.01.2014 - Ein Tag Reisen

Nach dem wir gestern  Ronny, den Organisator und Dive Instructor erst zufällig in Coron beim Frühstück getroffen hatten, saß er wenig später durch Zufall im gleichen Van zum Flughafen und so ging unsere Zeit auf den Philippinen langsam zu Ende. Für Ronny war das allerdings kein guter Tag, da sein Flug gecancelt wurde und dabei hatte er sich so darauf gefreut nach 1 1/2 Jahren endlich mal wieder mit seiner philippinischen Frau und seinem Kind Urlaub zu machen. Die beiden sind von El Nido schon vorgeflogen und haben in Manila auf ihn gewartet, er musste zurück nach Coron Town :-(

Für uns ging es mit einer Stunde Verspätung erst nach Manila, um anschließend von dort nach Bangkok weiter zu fliegen, wo wir kurz nach Mitternacht nach einem 3 1/2 Stunden Flug gelandet sind. In Bangkok wechselten wir den Flughafen vom International zum Domestic um gegen 6:30 Uhr noch mal weitere 1,5 Flugstunden in den Norden Thailand (nach Chiang Mai) zu fliegen, wo wir nach 20 Stunden Reisezeit auch gut angekommen sind. 

Die ersten 5 Amtshandlungen auf Thaiboden:

1. Sticky Rice mit Mango zum Frühstück
2. Thai-Curry
3. Papayasalat
4. Mango-Juice
5. Thai-Massage (da gehen wir jetzt hin, dass haben wir uns bestimmt verdient :-)

Jetzt genießen wir das sehr entspannte Chiang Mai die nächsten Tage.

Mittwoch, 8. Januar 2014

04.-08.01.14 - Tauch-Safari von El Nido nach Coron

Abschied nehmen von Palawan und Dave und seinem Team stand heute auf dem Programm. Dave bedankte sich noch mal sehr herzlich dass wir seine Gäste waren und ließ uns zum Pier nach El Nido auf Kosten des Hauses fahren.

Am Pier warteten schon die Gesichter, die wir gestern beim Vorgespräch kennen gelernt hatten. Eine Australierin die derzeit in den Philippinen lebt, vier Franzosen die über den Globus verteilt leben und zwei Schweden. Wer noch fehlte waren zwei weitere Australier wegen denen wir erst eine Stunde später aufbrechen sollten, da sie gestern ihren Flug verpasst haben und die Maschine heute morgen erst mit unserer geplanten Abfahrtzeit in El Nido angekommen ist. Irgendwann kamen sie dann doch noch und es konnte losgehen. 

Tag 1

Nach einer mehr als ordentlichen Prüfung der Küstenwache inkl. Video-Dokumentation, ging es los zu unserem ersten Tauchspot. Ein Tunnel-Dive. Mein erster und es war der Hammer. Rein in das Loch in der großen Felswand und nach ein paar Metern null Sicht, weil meine Taschenlampe ausgefallen ist. Gott sei Dank, ließ sie sich durch mehrfaches Rütteln wieder zum Leben erwecken und es konnte weitergehen. 

Die ersten Stunden Fahrt hatten wir mit starken Wellen zu kämpfen, was im Laufe derzeit deutlich angenehmer wurde und wir somit herumlaufen konnten und Kontakt mit den anderen Mitfahrern aufnehmen konnten. 
Es war sehr einfach mit den anderen ins Gespräch zu kommen, haben wir das Glück sympathische Mitfahrer dabei zu haben. Jeder hat seine eigene, meist sehr interessante Lebensgeschichte und war genau wie wir schon ein paar mal in Süd-Ost-Asien oder der ganzen Welt unterwegs, was den Fundus an Geschichten noch erweiterte. 

Tag 2

Nach einer wenig erholsamen Nacht im einfachen Guesthouse im kleinen Fischerort San Miguel mit Gemeinschaftsdusche in Miniaturform von gerade mal 1 qm inklusive Toilette, ging es nach einem sehr leckerem Frühstück auf dem Boot inkl. Bacon und Eier auf zum zweiten Tauchtag. Wieder von der Küstenwache gefilmt, geprüft und für in Ordnung befunden, dürften wir ablegen. 
Bei ruhiger See und bestem Wetter erreichten wir nach knapp zwei Stunden unsere erst Dive-Site für den Tag und sie war sensationell. Neben sehr vielen farbenfrohen und abwechselungsreichen Korallen warteten auch viel bunte Fische auf uns. Jeder der aus dem Wasser kam, war ganz aufgeregt zu erzählen was er tolles gesehen hat. Sandra dürfte sich ein Bild beim Schnorcheln davon machen was wir aus nächster Nähe sehen dürften.
Die anderen zwei Tauchspots waren ok, kamen aber an den ersten leider nicht mehr heran.  

Mit dem Sonnenuntergang sind wir dann im Hafen von Culion eingelaufen. Einmal quer durch den Ort war unser Hotel. Man merkte gleich dass hier nicht besonders viele Weiße die Insel betreten haben, wurden wir doch eher als "Sensation" wahrgenommen, aber wieder grüßten uns alle und die Kinder winkten uns zu. Leider haben wir schon alle Malsachen & Co verteilt, die hätten sich hier bestimmt auch sehr darüber gefreut! 
Unser Hotel gleichte einer Luxusherberge im Vergleich zum Vortag, was bestimmt auch daran liegt das Ronny, der Tour Organisator uns die "Honeymoon Suite" zugelost hat. Da das Hotel an einer Art Klippe liegt, haben wir über Eck ein quasi Panoramafenster mit Blick auf das Meer und das wichtigste: fließendes, allerdings kaltes, salzfreies Wasser wie Sandra voller Freude festgestellt hat. Mussten wir gestern noch von Tropfen zu Tropfen hüpfen bzw. dann auf die philippinische Art duschen, Eimer voll laufen lassen und dann überschütten. Back to the roots. 

Zum Abendessen präsentierte uns unsre Crew gegrillten Fisch und Squid, wer auch immer das vom Tauchgang mitgebracht hat ;-) Auf dem Weg zurück durch den Ort Richtung Hotel und Bett konnten wir noch etwas Einblick in das Wochenend-Programm der Einheimischen gewinnen. Großer Anklang fand der Bingo Abend in der "Ortsmitte", der Disco-Pub mit Karaoke, eigentlich typisch für die Philippinen, hatte nicht so großen Anklang gefunden. 

Tag 3

Auf eine traumhafte Nacht in unserer "Hochzeits-Suite" mit frischer Meeresluft, folgte ein traumhafter Sonnenaufgang, den wir uns vom Bett aus anschauen konnten. Nach unserem Frühstück auf dem Boot ging es Richtung ersten Divespot, den wir nach nur 20 min und gut eine Stunde vor allen anderen Tauchbooten aus Coron erreichen sollten. 



Es war mein erster Tauchgang mit Nitrox nach dem ich letzten Sommer den Nitrox-Schein in Deutschland gemacht habe. Nitrox ermöglicht einem Taucher unter anderem bei größeren Tiefen länger auf der maximalen Tiefe zu bleiben als mit normaler Luft. 
Unsere Tiefe für den ersten Tauchgang, ein Kriegsschiff der Japaner und 1944 von den Amerikanern versenkt, sollte bei 35 m sein. Unser Wrack-Tauchgang führte uns auch in das Innere des Schiffes und so ging es in kleinen Gruppen in die dunklen Räume, die nur durch den kleinen Lichtkegel unserer Taschenlampen etwas erleuchtet wurden. Leider musste ich den Tauchgang etwas früher beenden, nachdem meine Luftanzeige fröhlich bei jedem Atemzug  von voll auf leer tanzte, habe ich erst etwas Panik bekommen und dadurch zuviel Luft verbraucht auch wenn wir das Problem Unterwasser fixen konnten. 

Dafür konnte ich mir ein Bild davon machen, wie Sandra die Geschicke an Deck leitete :-) Neben ihrer aktuellen Funktion als Frau Doktor Palmer, der Ärztin, der die Taucher vertrauen, pflegt sie den an Grippe erkrankten JC, bringt Freddy, einem Crew-Mitglied, etwas Deutsch bei, quetscht den Rest der Crew nach Wissenswertem aus, hilft beim Auf- und Wegräumen und kaufte in einem Kayak fahrend Fisch für die Crew bei vorbeifahrenden Fischerbooten ein. Shopping :-) 

Tauchgang zwei und drei machten wir in einem traumhaften Spot für Wrack-Diving in einem ebenfalls 1944 versenkten Tanker der Japaner den man komplett von hinten nach vorne durchtauchen konnte. Die Ehre wurde allerdings nur mir und einer Französin zugeteilt, da wir laut Ronny die einzigen sind die nötigen Fähigkeiten (Tarierung Unterwasser) mitbringen um in den zum Teil sehr kleinen Räumen und Zwischenräumen nicht herum dotzen wie Falschgeld.
Es war eine Mischung aus Respekt, eine große Portion Vertrauen in Ronny den Instructor und Abenteuersinn der mich antrieb, mit als einziger in das Bootsinnere zu gehen. Dieser Mut hat sich ausgezahlt, war ich nach dem Tauchgang wirklich geflashed von dem, was wir gesehen bzw. erlebt haben.

Abendessen gab es diesmal an Land bei "Ann & Mike" wo wir anschließend noch zusammen gesessen haben und uns gegenseitig irgendwelche Sätze oder Wörter aus den jeweils anderen Sprachen beigebracht haben. Joanna hat da sehr viel Talent für, während wir schon wieder alles schwedische vergessen haben. Aber lustig war es alle mal.

Tag 4

Der letzte Tag stand an. Nach kurzer Fahrzeit sollten wir wieder mal als erster die erste Divesite erreichen. Ich muss schon sagen, dass ist wirklich ein großes Plus, wenn man als erster, vor allem morgens, an einem Tauchspot ist und nicht unzählige andere Taucher den Sand schon aufgewühlt haben.
Zwei schöne Tauchgänge wartete dort auf uns. Das Wrack eines japanischen Kriegs-Transporter inkl. Bagger, Zementsäcken usw. konnte von uns angeschaut werden. Alles noch sehr gut erhalten, obwohl das 1904 erbaute Schiff ebenfalls 1944 versenkt wurde.
Vor dem letzten Tauchgang stand "Bergsteigen" inkl. Tauchequipment an. Wir mussten von unserem Boot erst an Land, dann über Leitern und Treppen zum Barracuda Lake auf- bzw. absteigen. Das besondere des großen See's sind die unterschiedlichen Temperaturzonen von frischen 25 Grad an der Oberfläche, hinzu einer angenehmen Badewannen-Temperatur von 38 Grad nur wenige Meter darunter. Weiteres Highlight, da der Boden ähnlich Matsch ist, konnte man seinen Kopf darin versenken, was ein lustiges Bild ergab: Taucher steckt kopfüber im Boden. Der Tauchgang ging wirklich als Fun-Dive durch, machten wir auch sonst noch jede Menge Unsinn.


In Coron angekommen haben wir Stefan und Joel, die zwei sympathischen Schweden mit denen wir die letzten Tage viel Spaß hatten und echt lieb gewonnen haben, zum Duschen in unser Hotel eingeladen, da sie die Nacht auf dem Boot verbringen sollten, um am nächsten morgen Non-Stopp nach El Nido zurück zufahren. 
Nach der Dusche trafen wir uns noch mal alle im Bistro Coron. Bei einer Pizza füllten wir unsere Logbücher aus, lachten viel, tauschten Adressen bzw. wie man das ja heute macht addeten uns bei Facebook :-) und spielten eine Runde Billiard bis nach und nach der Abschied anstand. Als Stefan nach ein paar Rum-Cola auf die Idee kam "was kaufen" zu gehen und uns mit seiner zwischenzeitlich erworben Rastamütze fragte ob wir auch "was" haben wollen, dachten wir alle er kommt bestimmt wenig später mit "Gras" oder so wieder. Als er die Tür rein kam und Haarshampoo und Conditioner für Joel ( er selbst hat mega kurze Haare) gekauft hatte, war kollektives Lachen angesagt, da dass wohl ein klassischer Fall von Fehl-Interpretation war.
Ab jetzt schlägt wieder jeder eine andere Himmelsrichtung ein, was sehr schade ist. Dank unserer tollen Truppe hätten wir bestimmt auch noch in den nächsten Tagen viel Spaß gehabt. 
So versuchen wir zumindest die Schweden in Thailand noch mal zu treffen und evt. schaffen wir es auch noch auf ein Bier mit Felix aus Singapore.


PS.: Bilder von der Safari sind online.

Freitag, 3. Januar 2014

29.-4.01.14 - El Nido

Hoppel die Hopp, ging es die Straße von Port Barton Richtung El Nido. Wir hatten Glück, dass noch weitere Leute die selbe Idee hatten. So wurde das Auto voll und der Gesamtpreis geteilt.
Nachdem das letzte Schlammloch mit unserem 4x4 Van überstanden war, hieß es erst mal umsteigen in einen normalen Van mit den wir den Rest der Strecke, ca. 3 Stunden, meistern sollten. Sandra hatte erst den Notsitz bekommen, konnte dann noch nach vorne zum mir neben den Fahrer kommen, als ihr nach kurzer Zeit Rücken und Arsch so wehgetan haben, dass der Rest der Strecke für sie unerträglich geworden wäre. Wir sind halt doch keine 18 mehr :-)

In Corong Corong, ein Strand vor El Nido, im Green View angekommen, wurden wir von Dave und seinem Team herzlich willkommen geheißen. Der totale Kontrast zu unserer Bleibe in Port Barton. Wir fühlten uns schon in den ersten 5 Minuten angekommen, gut aufgehoben und hatten einen Draht zu dem Personal, den wir nach 5 Tagen im Deep Gold nicht gefunden hatten.

Passenderweise haben wir ein tollen, ruhigen Bungalow bekommen mit Blick in den Garten, war es doch durch die Wellen, die nur wenige Meter im Deep Gold in Port Barton an die Mauer klatschen,  sehr laut. Wir haben Probleme ;-). Leider meinte es das Wetter immer noch nicht gut mit uns, was uns weiteren Regen bescherte, das sollte sich aber schon bald ändern. 

Für den Silvesterabend entschieden wir uns, wieder Dave und seinem Team Gesellschaft zu leisten und hofften auf ähnlich gutes Essen wie an Weihnachten bei ihm. Für den Tag hatten wir uns überlegt einer der vielen Insel-Hopping-Touren zu buchen. Es hat sich gelohnt. Neben ein paar Spots zum Schnorcheln führte uns die Tour zu "einsamen" Lagunen und Stränden, wo es auch ein kreativ garniertes Mittagessen gab. 

Das Silvesterdinner sollte halten, was es versprochen hatte und war neben vielfältig auch extrem lecker. Mit den Franzosen, die wir auf der Insel-Tour kennen gelernt hatten, überlegten wir, wo wir ggf. nach dem Essen hingehen könnten. Als wir der schlechten Akustik lauschten und gegen 21 Uhr fast schon auf den Stühlen eingeschlafenen wären, entschieden wir uns mal ein paar Meter zu gehen um zu schauen was an unserem kleinen Strand noch so los war. Fündig wurden wir an einer kleinen, sehr chilligen Strandbar eines französischen Pärchens mit dem Namen "La Plage". Hier war bereits einiges los und der DJ legte ganz gute Musik auf. Während ich noch die zwei Franzosen in unserem Hotel über unseren Plan dort zu feiern informierte, hatte Sandra schon die ersten Gesprächspartner an der Bar kennen gelernt. Ein sympathisches Pärchen aus Aschaffenburg.
Es wurde zu unserer Verwunderung immer voller, dachten wir doch, dass die meisten eher in der Stadt El Nido feiern wollten. Bei bester Musik und ein paar Rum-Cola, höchstens ein oder zwei :-), feierten wir zu viert mit den Aschaffenburgern ins neue Jahr.

Nachdem wir den nächsten Tag am Strand zum Relaxen nutzten, machten wir uns am Tag danach auf zum etwa 45 Minuten entfernten Nacpan Beach, einem Traumstrand wie uns berichtet wurde. Das Ganze wollten wir in Eigenregie machen und so mieteten wir uns einen Scooter und begaben uns in die Country-Side von El Nido. Vorbei an malerischen Reisfeldern mit Bergen im Hintergrund, ging es über Stock und Stein vorbei an jeder Menge Kühe, Schweine, winkenden Kindern und und und. 
Als wir den Beach erreichten, trauten wir unseren Augen kaum. Paradiesischer geht es wohl kaum. Der Farbverlauf des blau farbenen Wasser, der weitläufige feinsandige Strand gesäumt mit Palmen, passt wohl auf jedes Poster oder Postkarte zum Träumen. Das Beste, außer uns waren vielleicht noch 15 Touristen und ein paar Einheimische  an dem kilometerweiten Strand. Keine Hotels Tür an Tür wie z.B. in El Nido. 

Ein wunderbarer Tag neigte sich dem Ende und auf dem Rückweg statteten wir die Submariners Diver in El Nido einen Besuch ab, mit den wir den nächsten und für diese Reise letzten Abschnitt auf den Philippinen verbringen werden. Wir erledigten für unsere bevorstehende Tauchsafarai die letzten Papiersachen und ich probierte mein Equipment aus, wollte ich doch am Tag vor unserer Abreise noch eine Tages-Tauchtour machen, um wieder rein zukommen und zu Wissen, dass es als Equipment taugt. Anschließend nutzten wir noch die Gelegenheit und schlenderten durch die kleine Straßen rund um das Art Café wo wir Abendessen sollten und stellten fest, dass El Nido doch nicht nur hässlich und ein heruntergekommenes Drecksloch war, sondern Abends durchaus eine gewissen Charme hatte. Jedoch sind wir sehr froh das wir in Corong Corong gelandet sind.

Sandra hat dann am letzten Tag einen weiteren Traumstrand erkundet und ich war tauchen. Die Tauchtour war der Hammer und ich hatte noch nie bei so kurzen Distanzen so tolle Tauchspots! Schade dass wir nicht schon früher tauchen waren, unter anderem weil alles ausgebucht war, und auf der anderen Seite freue ich mich um so mehr auf unseren bevorstehenden 4 Tage, 3 Nächte Tauchsafari die Morgen (4.1.) beginnt. 

Neue Bilder sind Online :-)


Mittwoch, 1. Januar 2014

Happy New Year / Frohes neues

Wir wünschen euch ein frohes neues Jahr. 

Nach einem sehr leckerem Essen, bei uns in der Anlage, sind wir ein paar Meter weiter zu einer Strandbar mit DJs und lecker Cocktails. Da war war auch schon richtig was los und zu unserer Überraschung wurde es kurz vor zwölf noch voller. Bei guter Musik und toller Stimmung haben wir ins neue Jahr getanzt. 

Jetzt geht es mit einem kleinen Hang-over an den Strand :-)

Donnerstag, 26. Dezember 2013

24.-29.12.13 - Weihnachten in Port Barton

Nach unserem ersten von zwei Mammut-Reisetagen während unserer Reise, erreichten wir das kleine Fischerdorf Port Barton im Nord-Ostem auf der philippinischen Insel Palawan.
Mammut-Reisetag deshalb, weil wir erst mit dem Flieger 5 Stunden von Tokyo nach Manila, der Hauptstadt von den Philippinen, reisten, übernachteten, weiterflogen nach Puerto Princessa und dann nochmal mit dem Auto einige Stunden fahren mussten. 

Als wir in Manila am Gate von einem Chor mit Weihnachtsliedern empfangen wurden, war klar, hier sind wir richtig. Filipinos singen sehr gerne, immer und überall :-) Ansonsten ist Manila das totale Kontrastprogramm zu Tokyo und allgemein ein Ort an dem man nicht sein will! Das wurde uns schon kurz nach dem Einsteigen ins Taxi am Flughafen klar, als der Taxifahrer uns aufforderte die Türen zu verriegeln als wir im Stau standen.
Gott sei dank war unser Hotel nicht weit vom Flughafen entfernt und von der größten Shopping-Mall Asiens. So dass wir nach unserer Ankunft am frühen Abend den Rest des Tages in der Mall verbrachten und uns am nächsten Morgen wieder auf den Weg zum Flughafen machten. Ziel des 1-stündigen Fluges: Puerto Princessa auf der Insel Palawan. 

Auf Palawan angekommen, wartete schon unser Fahrer auf uns mit einer Art Jeep-Truck der links und rechts jede Menge Schlammspritzer hatte. Wir fragten uns erst gar nicht nach dem warum und hofften das Beste für unsere rund 4-stündige Fahrt nach Port Barton. Die ersten 3 Stunden Richtung Norden fuhren wir auf einer gut ausgebauten Straße ohne viel Verkehr, wurden aber ordentlich durchgeschüttelt.
Erst als wir rund 22 km vor dem Ziel die Hauptstraße nach links abgebogen sind, wurde uns klar warum wir einen Jeep- Truck benötigten. Ende der Ausbaustrecke! 
Da es die letzten Tage auf der dschungelartigen Insel viel geregnet hat, war in den Senken der "Straße" zum Teil Unterspülungen und sehr tiefe Matschlöscher. Unser Fahrer hielt vor jedem Matschloch an, konzentrierte sich und überlegte sich eine Strategie, wie er die Matschepampe am besten meistern kann. Das war auch bitter nötig, denn zwei mal sah es so aus, als ob wir stecken bleiben würden und das mitten im Dschungel. Mit dem Geschick des Fahrers und etwas Glück erreichten wir unser Ziel nach rund 4 Stunden. Später haben wir erfahren, dass andere nicht so viel Glück hatten und 7-10 Stunden für die Strecke benötigten.

Es war ja Heiligabend und so suchten wir uns nach dem Check-in im Deep Gold Bungalow, bei einem Rundgang durch den kleinen Fischerort, ein gemütliches Plätzchen für unser Abendessen. 
Fündig wurden wir im Green View, wo wir in unserer nächsten Station, in El Nido, wohnen werden. Der Besitzer Dave hat auch in Port Barton ein Resort, welches aber leider schon ausgebucht war. 
Mit dem Briten Dave kamen wir schnell ins Gespräch und reservierten einen Tisch für das Buffet am Abend. Schick gemacht mit unseren in Tokyo gekauften Weihnachtsmann-Mützen marschierten wir ein uns sorgten für allgemeine Begeisterung. Gut, wahrscheinlich dachten die, wir sind das Abendprogramm :-) Das Abendprogramm übernahm eine einheimische junge Band mit Live-Musik und ein Schwein, welches an einem großen Spieß hereingetragen wurde. Bei bestem Essen verbrachten wir einen gemütlichen Abend. 

Am nächsten Tag lernten wir Katharina und Peter mit dem kleinen Emil kennen. Die drei Karlsruher verbringen ihre Elternzeit von ebenfalls fast 7 Wochen mit dem 5 Monate alten Emil auf den Philippinen. Was eine gute Entscheidung, sind es hier trotz ab und an leichten Regen immer noch um die 30 Grad.
Wir stellten fest, dass Peter und Katharina ebenfalls schon sehr viele Reisen in Südostasien unternommen haben und so konnten wir uns prima über Erlebtes der vergangen Jahre austauschen und verbrachten viel Zeit mit den dreien. 



Sonntag, 25. März 2012

Reise-Interview San

1. Was waren deine Reise-Highlights?
Eindeutig die Reise an sich mit all seiner Befreiung von schlechten (Sorgen)-Gedanken und Reduzierung auf das Wesentliche; die Menschen die wir kennen gelernt haben, von denen einige sicher nun zu unserem Leben gehören. Eigentlich jeder einzelne Moment, egal wie er war, weil er die Reise zu dem gemacht hat, was sie geworden ist und woran ich mich ein Leben lang erinnern werde.

2. Was hat dir nicht gefallen?
Nichts, denn alles hat dazu gehört und selbst über den schlimmsten (Reise)-Tag kann man am nächsten Tag schon wieder lachen.

3. Was war ein emotionaler/ schöner/ beeindruckender Moment für dich?
Besonders der Ballonflug in Bagan war beeindruckend, vor den Erbauern der Tempel von Angkor knie ich nieder und vor den Menschen und ihrer Anmut und Herzlichkeit trotz nennen wir es mal materieller Armut in fast allen Ländern habe ich den höchsten Respekt!

Am schönsten sind aber immer die strahlenden Kinderaugen, wenn man etwas schenkt.

Sehr berührt und gerührt haben mich die drei armen und dreckigen Strassenmädchen in Dumaguete; die zwei Rosenmädchen in Phnom Penh die nicht eher nach Hause können bis die Blumen verkauft sind und das Mädchen in Siem Reap, die mir einen von den Armreifen schenkte, die sie eigentlich verkauft, weil ich ihr einen Luftballon schenkte.

4. Welche(n) Moment(e) würdest du gerne streichen?
Feuerwerks-Explosion in meiner Hand an Silvester mit kurzzeitiger Blindheit (Philippinen), Kakerlake mitten in der Nacht im Bett (Thailand), Hitzekollaps (Thailand) und Magenprobleme (besonders Myanmar).

5. Nenne deine drei Lieblingsorte!
Bagan, Siem Reap, Monarch Sands (gerade wegen der Leute) und darf ich bitte noch Chiang Mai dazu nehmen!? Bangkok zähle ich mal nicht auf, denn das ist mein zweites Wohnzimmer :-)

6. Welche Hotels haben dir am besten gefallen?
Mo rooms (Chiang Mai, Thailand), Coral Cay (Siquijor, Philippinen) und Number 9 (Phnom Penh, Kambodscha)

7. Was hast du von zuhause während der Zeit vermisst?
Auf alle Fälle KEIN Fleisch - man mag es nicht glauben. Sonst eigentlich nur mein bequemes Bett und am Ende den Kleiderschrank.

8. Was hättest du nicht einpacken brauchen?
Ein/zwei Teilchen, Taucherbrille und Schnorchel und besonders meinen Grübelkopf und gestresstes Herz hätte ich gerne direkt zuhause gelassen.

9. Was solltest du das nächste Mal mitnehmen?
Mittel gegen Sandflies-Allergie, mehr T-Shirts mit Arm, noch mehr Geschenke für die Kinder.

10. Kannst du dir vorstellen, eine solche Reise noch einmal zu machen?
Unbedingt. Sicher werde ich die Eindrücke und Erfahrungen mein Leben lang nicht vergessen und hoffentlich eine sehr lange Zeit davon zehren. Jeder sollte eine solch Reise einmal in seinem Leben machen!

Auch mit Marco/San nochmal?
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Reise-Interview Marco

1. Was waren deine Reise-Highlights?
- Ballon-Rundflug in Bagan
- Tauchen auf APO-Island
- Khao Sok Nationalpark
- Angkor Wat

2. Was hat dir nicht gefallen?
- Dauer Regen und Kälte in Nord-Vietnam
- lästige Moskitos in Ko Chang
- Russen on Tour

3. Was war ein emotionaler/schöner/beeindruckender Moment für dich?
- der Ballonflug über Bagan, weil es so schön aussah
- die Quadtour in Siem Reap, weil man sehen konnte wie einfach die Menschen dort leben und sich freuten einen "Weißen" zu sehen
- die Menschenschlange von Frauen mit ihren Kindern in Siem Reap, da es unvorstellbar ist welche Strapazen sie auf sich nehmen um ärztliche Versorgung zu bekommen.

4. Welcher Moment(e) würdest du gerne streichen?
- als San die Wunderkerze an Silvester in der Hand explodierte und ich dachte die Reise ist jetzt vorbei
- der Hitzschlag auf Ko Chang
- als die Kakerlake mitten in der Nacht durch das Bett und über mich gelaufen ist

5. Nenne deine drei Lieblingsorte!
- die Hängematte im Gu's Bay bei Sonnenuntergang
- das Bett in MoRooms in Chiang Mai
- das InterContinental in Singapur zum Frühstück

6. Welches Hotel hat dir am besten gefallen?
- MoRooms

7. Was hast du von zuhause während der Zeit vermisst?
- Nutella-Brötchen
- meine Jogginghose

8. Was hättest du nicht einpacken brauchen?

9. Was solltest du das nächste Mal mitnehmen?
- weniger Klamotten

10. Kannst du dir vorstellen, eine solche Reise noch einmal zu machen?
- sofort

Auch mit Marco/San nochmal?
- mit wem denn sonst

Dienstag, 10. Januar 2012

Fazit Philippinen


1) es gibt Regen im Paradies - leider zu unserer Zeit durch den Taifun bedingt sehr viel.

2) es gibt ein Gesetz gegen das Weihnachtssingen von Tür-zu-Tür - als Ron uns das gesagt hatte, haben wir im Monarch Sands alle gelacht und uns gefragt was soll das denn!? Als wir Anfang Januar immer noch Sänger an den Haustüren und in Restaurants gesehen haben, war uns klar, dass es doch Sinn machte (die Frist ist der 10. Januar, früher wurde oft bis März gesungen). Auch die Weihnachtsdrko hängt Wochen später noch. Wie sagte der Fahrer der Inselrundfahrt: "Wir feiern das ganze Jahr Weihnachten".

3) Philippiner können fleißige Bienen sein, allerdings benötigen sie eine führende Hand, die sie anlernt und immer wieder ihren "Motor" anwirft. Unser letzter Besuch auf Malapascua war scheinbar eine Ausnahme.

4) Die Philippinen sind, was das Leben der Einheimischen angeht, sehr unterschiedlich, was den Standard betrifft. Das spiegelte sich gut bei den Häusern der Philippinos wider.

5) Unterwasserwelt, kann so traumhaft schön sein

6) die Einwohner sind sehr musikalisch und jeden Tag von ihr umgeben, ganz nach Sandras Geschmack (außer es läuft 16 Stunden Karaoke mit schiefen Tönen!).

7) in Frankreich gab es Philippinen Reiseführer zum halben Preis :-)


Sonntag, 8. Januar 2012

(3.1.-7.1.12) Tage 19-23 - Panglao & Bohol

Nach der Anreise und dem Umzug von unserer provisorischen Bleibe in unser eigentliches Zimmer, hatten wir uns einen Tag zum Relaxen verdient. Im Hotel waren alle auf einmal mehr als freundlich. Der kilometerlange, weiße Sandstrand, das herrliche blaue Wasser und unsere Bücher sollte den Tagesinhalt gestalten.
Mein Magen war leider immer noch anderer Meinung was das Essen anging, was meinen Plan Tauchen zu gehen erst mal durchkreuzte und auch die Inselrundfahrt musste erst mal warten.

Leider sollte der zweite Tag mit Regen auf uns warten :-( Somit nutzten wir den Tag um nach Tagbilaran zu fahren und der Lieblings-Regen-Beschäftigung Bummeln nach zu gehen. Ich habe mich dann noch in das Abenteuer Friseur im Ausland gestürzt! San war sehr skeptisch ob der Haarschnitt für umgerechnet 2 Euro was kann und hat die Sache fotodokumentarisch festgehalten :-) Ich muss sagen der Typ hat seine Sache sehr gut gemacht und somit würde ich ihm ein Preis/Leistung-Gütesiegel "Sehr Gut" geben.
Da es mir wieder soweit gut ging, haben wir erst die Bohol-Tour gebucht und anschliessend unsere Wäsche endlich abgegeben.
Am Abend sollte es wieder lecker Fisch zu essen geben und anschließend in unsere Stamm-Strand-Bar zur Happy Hour Rhum-Cola trinken (Glas für nicht mal 50 Cent mit Mix halb und halb). Hier waren jeden Tag die gleichen Gesichter, leider sorgte eine japanische Karaoke-Veranstaltung im Nachbar-Restaurant für Ohrenkrebs.
Wir werden das Gefühl nicht los, dass uns das mit dem Karaoke bis zum Schluss verfolgen wird ;-)

Beim anschliessenden Flanieren am Strand, oder Wegrennen von den Japanern, kamen wir mit Taiwanesen ins Gespräch. Die sehr darauf versessen waren ein Bild mit mir zu bekommen, da sie fanden dass ich aussehen würde wie Tom Cruise! Yeah, das geht runter wie Öl.

Am nächsten Morgen sollte es entspannt nach dem Frühstück am Strand bei "Trudis Place" zur Bohol-Inselrundfahrt losgehen, auf die wir uns schon so gefreut hatten.
Auf dem Programm standen: die Chocolate Hills, die Tarsier Affen und die Hängebrücken.

Nach etwa 1 1/2 Stunden Fahrt erreichten wir die fast schon mystisch wirkende Hügellandschaft der Chocolate Hills. Leider ist von dem tollen Sonnenschein vom Frühstück nicht mehr viel übrig geblieben und es begann wieder einmal zu regnen. Das Ganze natürlich auf dem Weg der rund 100 (gefühlt 1.000) Treppenstufen nach oben. So dass oben nur noch Nebel und null Sicht war. Wir haben uns die Stimmung nicht nehmen lassen und trotzdem Bilder inkl. Sprungfoto gemacht. Spaß hat der, der trotzdem lacht!

Beim Tarsier angekommen, ging es mit Regenschirm durch die kleine Anlage. Es dauerte nur wenige Meter und wir sollten den kleinsten Primaten der Welt schon entdeckt haben. Da er seine Augen nicht bewegen kann, ist es ihm möglich seinen Kopf um 180 Grad zu drehen.

Zum Abschluss der Tour sollten wir die Bambusbrücke begehen, wo auf der anderen Seite des Flusses eine Überraschung auf uns wartete. Willkommen im "Home of the Buko-King" lächelte uns ein deutsches Werbeschild an und das "Wetten dass..." Logo war daneben zusehen.
Leider habe ich die Sendung, wie auch so viele andere verpasst, aber San hat es - wie der Zufall so will - im Vorbei-Zappen gesehen. Der Buko-King hat vor garnicht so langer Zeit gewettet, dass er in x Minuten x junge Kokosnüsse (Buko) mit dem Zähnen schälen kann.

Endlich tauchen! Es hat mich schon ganz schön gewurmt nicht tauchen gehen zu können. Hier ist eine Tauchbase neben der anderen und ich konnte nicht tauchen gehen. Aber jetzt sollte es soweit sein. Morgens noch schnell die Sachen gepackt und bei den "Sun Divers" für die Tagestour eingetragen. San wollte zum Schnorcheln mitkommen. Bei den zwei Tauchgängen sollte sich die Unterwasserwelt wieder von ihrer schönsten Seite zeigen. Auf dem Boot kamen wir mit Peer und Tine aus HH schnell ins Gespräch und stellten fest, dass sie unsere Route in andere Richtung machten und ebenfalls schon viel bereist hatten.

Auch so entwickelte sich beim anschließend gemeinschaftlichen Mittag bzw. Abendessen schnell das Gefühl dass wir auf einer Wellenlänge lagen. Besonders Peer sein Humor traf voll unseren Geschmack. So hatten wir beim Tschüss-sagen das Gefühl, uns von Menschen zu verabschieden die wir nicht erst seit ein paar Stunden kannten.
Man sieht sich immer zwei mal, wir freuen uns schon auf das zweite Mal. (@Peer und Tine: gute Weiterreise)

Apropos, man sieht sich immer zwei mal im Leben: Wir hatten ja schon darauf spekuliert, dass durch das ganze Hin und Her der ersten Nacht, unsere Übernachtung vom anderen Resort nicht auf die Rechnung gesetzt wird. Bingo, heute war Tag der Abrechnung im doppelten Sinne :-P Wäre uns das Personal sowohl am ersten Tag als auch in den darauf folgenden nett und aufrichtig erschienen, hätten wir auf diesen Fehler hingewiesen, so allerdings bekommt jeder was er verdient. Ein Teil des Geldes haben wir dann am Boat Pier einer blinden Band gespendet, die für ihr Massage Centrum gesammelt haben, welches sie eröffnen möchten. Wobei der Sänger, besser beraten wäre das Gesangstalent weiter zu verfolgen, hat er doch alle Wartenden in seinen Bann gezogen. Es war einfach ein schöner Moment als die halbe Wartehalle bei Bruno Mars' Amazing mitgesungen hat.

Update vom Airport: Waren wir schon bei der Einreise überrascht, dass wir wieder einmal das Ausreiseticket vorlegen mussten, so haben wir nicht schlecht geschaut, als die Dame uns beim Check In nach dem Weiterflug-Ticket von Singapore fragte und diese Daten ebenfalls in ihren Computer eingetippert hat. Big Brother is watching you. Auch die Flip Flops mussten durch das Röntgensystem. Wir könnten ja Drogen oder Bomben in der Sohle haben. Tzzzz.





Donnerstag, 5. Januar 2012

(2.1.12) Tag 18 - Wenn es mal wieder Scheiße läuft

Der Karaoke-Marathon ging gegen Tagesende ebenfalls zu Ende. Was bleibt ist die Frage wo der Eintrag ins Guinessesbuch der Rekorde ist? Die Philippino bieten 16 Stunden!
Uns blieben nach Ende der Veranstaltung noch etwas über 4 Stunden Schlaf, ehe der Wecker klingelte. Genau meine Zeit 4:30 Uhr! :-( Schon eine halbe Stunde später saßen wir bei Romeo auf seinem Tricycle Richtung Pier. Dort angekommen, herrschte das pure Chaos, als ob es Freibier geben würde. Wir mussten uns schnellstmöglich einen Überblick über die verschiedenen Schlangen, die sich mehr oder weniger gebildet hatten, machen. Es hatte etwas von 1,2 oder 3 die Gameshow aus den 90ern, wo man sich vor ein Tor stellen musste und dann: "Ob du wirklich richtig stehst, siehst du wenn das Licht angeht". Unser Licht blieb leider aus, denn wir sollten genau wie einige anderen keine Tickets mehr für uns geplantes Boot bekommen.

Das alles um eine Zeit, die es auf meiner Uhr gar nicht gibt.

So kauften wir für eine Fähre und nicht wie geplant für das Fast Boat ein Ticket, was der Kategorie: wo bitte sind hier die Rettungswesten, entsprach. Sicher am anderen Ufer, aber leider viel zu spät angekommen, dürften wir feststellen, dass wir 7 Stunden in Dumaguete hatten, bevor unser Boot Richtung Bohol weiterfuhr. Somit sollte einer entspannten "Shoppingtour" nichts im Wege stehen, hätte man meinen können. Doch leider hat es dem Chicken BBQ von gestern Abend nicht so gut bei mir gefallen, so dass ich mich bereits am Pier schon in die Hecken -evt. war das auch ein Vorgarten- schlagen musste, da keine Toi in Sicht gewesen war. Seit dem plagten mich immer wieder Magenkrämpfe, die kein Mensch braucht :-(

Etwa sieben Stunden später sollten wir wieder am Pier sein. Wir schon, allerdings sollte unser Fast Boat noch 2 Stunden auf sich warten lassen.
Das Boat in dem wir dann zwei Stunden nach Tagbilaran fahren sollten, war toll ausgestattet, es gab sogar einen Film (Die Schlümpfe) interessanterweise als Raubkopie von einer WD Festplatte. Das sollte bei uns mal einer machen. Wobei es wäre ein guter Tipp für die Lufthansa für besseres Board-Entertainment in den alten Maschinen. Irgendwer bringt von Zuhause seine Festplatte mit den heruntergeladenen Filmen und alles wird gut. Wobei dann immer noch die Bildschirme bei jedem Sitzplatz fehlen!

Neben dem tollen Entertainment-Programm wollte uns die Crew auch die gepimpte Klimaanlage demonstrieren und so wurde scheinbar statt der Werkseinstellung 10 Grad nun auf gefühlte -5 eingestellt.

Gute Tage sehen anders aus, das war klar.

Als wir 16 Stunden nach Abfahrt im Auto auf dem Weg zu unserer Anlage sassen, witzelten wir noch,"pass auf die haben trotz Reservierung kein Zimmer mehr für uns, weil wir so spät sind. Das würde den Tag abrunden". Meist läuft ja dann alles schief und so sollten wir auch recht behalten. So verbrachten wir die erste Nacht im Nachbar-Hotel, wo ich immer noch von Krämpfen geplagt ohne Essen erschöpft ins Bett gefallen bin, um einfach nur zu schlafen.

P.S.: als guter Ricoh-Mitarbeiter habe ich natürlich die 7 Stunden in Dumaguete damit verbracht nach Systemen von uns zu suchen und war voller Stolz als ich im "C&A" zwischen Socken und Unterhosen ein Maschinchen gefunden habe. Am liebsten hätte ich gleich losgelegt und den Scanprozess verbessert, in dem ich NSi installiert hätte (die Jungs von NSi Autostore haben bei mir noch einen gut, seit der iPad Aktion letztes Jahr), doch leider klebte ein "Out of Order" Zettel drauf.
Meinem Chef habe ich erst mal eine Mail geschrieben, das mir der Tag als Arbeitstag angerechnet wird und dem Laden habe ich erstmal @remote verkauft, bin gespannt wie das in meine Abrechnung einfließt :-)

PPS von San: ich möchte mich an dieser Stelle gerne selbst beweihräuchern. Während Marco den ganzen Tag mehr oder weniger Out of Order war, hab ich die komplette Abwicklung übernommen. Mein Hirn ist nämlich schon um 5 Uhr aktiv (also bei solchen Uhrzeiten bin ich dann meist automatisch dran, da mein "Kind" noch schläft ;-) )
So hab ich die Schlangensystematik am Hafen erforscht, beim Anstehen eine andere Lösung überlegt, falls wir keine Tickets mehr kriegen, Sitzplätze für das zweite Boot besorgt, indem ich eine Stunde zwischen all den nervösen europäischen Kerlen stand, deren Frauchen schön am Platz hockten und es war mein eingestecktes Tuch, was uns im Boot vorm Erfrieren gerettet hat!
Danke für das anerkennende, wenn auch nur gedachte, Schulterklopfen von euch. Mein "Männe" meinte dazu nur: "ich weiß du bist ja schon groß und kannst das alles." Tzzzzz. Aber da wir uns ja super ergänzen, werden noch genügend andere Momente kommen, wo er dann dran ist :-P

Sonntag, 1. Januar 2012

(30.12.-1.1.12) Tage 15-17 - Unser Pearl Harbour/Letzten Tage aufSiquijor

Oh man was eine Nacht! Bis 3 Uhr die Kinderdisco und als dann endlich Ruhe einkehrte, sollten wir unserer persönliches Pearl Harbour erleben!

So haben wir uns im sicheren Hafen vor Stechmücken geglaubt und sind eiskalt erwischt worden ohne unser Moskitonetz das wir diesmal nicht (!) aufgebaut hatten, da wir an den Fenstern bereits Netze hatten und dachten das würde reichen, was auch die erste Nacht der Fall war. Ich denke das war die Taktik der fliegenden Blutsauger. Die erste Nacht einem das Gefühl der Sicherheit geben und in der zweiten erbarmungslos zuschlagen.
San meinte das sie jetzt 30 im doppelten Sinne ist! Ich würde sagen sie hat Masern, wenn ich es nicht besser wüsste. Allein an einem Oberschenkel hat sie 12 (!) Einschläge zu verbuchen.

Mittags sind wir dann in den traumhaften Beach Bungalow umgezogen und haben als allererstes das Moskitonetz aufgehängt. Der Bungalow war wirklich ein Traum mit eigener Terrasse direkt am tollen Strand bei malerischen Sonnenuntergängen. Leider sollten wir die tolle Unterkunft nur eine Nacht genießen, denn am nächsten Tag stand schon wieder umziehen auf dem Programm. Das ist der Nachteil wenn man sich erst kurzfristig entscheidet länger zu bleiben als geplant, dann muss man es nehmen wie es kommt, aber es gibt Schlimmeres als die Sachen packen und drei Meter im weißen Sand zurück zu legen. Mückenstiche zum Beispiel :-(

Als wir noch am Überlegen waren ob wir uns nach dem Umzug ein Kajak mieten sollten, um Carl der in unserer alten Herberge nun angekommen sein sollte, zu besuchen, stand er auch schon bei uns in der Tür. Somit hatte sich das Kajak erübrigt.
Abends sind wir dann mal auf Tuchfühlung mit den Philippinos gegangen, denn wir hatten das "Food House" gefunden.

Den letzten Tag des Jahres haben wir dann mit Relaxen verbracht, was auch dran lag das es immer mal wieder geregnet hatte und erst zum Sonnenuntergang wieder aufklarte. Passend zum Sonnenuntergang war auch Carl schon auf unserer Veranda und startklar für den Abend - wir aber noch nicht.
Für die Party am Abend wurden neben einem großen Büfett auch große Boxentürme am Strand aufgebaut und der Chef höchst persönlich hat es sich nicht nehmen lassen auf einer schwimmenden Insel das Feuerwerk aufzubauen und abzuballern. Es sollte ein toller Abend werden bei lecker Essen, guter Musik und 30 Grad.

Neujahrstag, oder besser der Tag an dem die Philippinos den Karaoke-Marathon starteten! Bereits um 8 Uhr (!) sollte in voller Disco-Lautstärke die ersten ihr Glück an der Maschine versuchen, Betonung liegt auf versuchen. Mehr als 13 Stunden später wurde immer noch geträllert. Das beste: nicht von einer Karaoke Station sondern mindestens zwei - ich denke sogar zeitweise drei (!). Da lässt es am Strand nicht wirklich relaxen...

Morgen geht es weiter auf die nächste Insel: Panglao.



Samstag, 31. Dezember 2011

Silvester 2011/12

So ihr Lieben, das Jahr neigt sich dem Ende. Zeit um allen einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen.

Wir haben uns heute im Laufe des Tages die Frage gestellt, wie ihr heute Abend feiert und würden uns daher über Kommentare freuen die die Feierlichkeiten beschreiben. Ihr könnt uns natürlich auch eine Mail auf samapa@me.com schicken, wenn ihr nur uns mitteilen wollt was ihr macht:-)
Würden uns freuen von euch zu hören bzw. zu lesen.

Bei uns laufen die Vorbereitungen für das New Years Eve-Event auf Hochtouren. Tagsüber wurden schon die Boxen(türme) und passende Verstärker geliefert (Foto) und allerhand kleinere Umbaumaßnahmen im Gastro Bereich vorgenommen. Gerade baut die Band auf.

P.S.: Wir haben neue Fotos hochgeladen u.a. noch drei Nachzügler von Shanghai.


Freitag, 30. Dezember 2011

(29.12.11) Tag 14 - Tauchen @ Apo Island

Endlich stand Tauchen auf dem Tagesprogramm. Eine Tauch-Safari nach Apo Island. Tauchfreunden wird bei dem Namen das Herz aufgehen. Genau wie mir in Zukunft, wenn ich den Namen höre. Zu schön waren meine zwei Tauchgänge bei denen ich zum ersten Mal mein neues Unterwasser-Spielzeug, meine Unterwasser-Kamera mitgenommen habe.

Ein Part der Bilder sind online, nicht wundern dass sie etwas Blau sind, für einen Rotfilteraufsatz hat es nicht mehr gereicht :-( Ich hoffe trotzdem das meine Begeisterung damit klarer wird. Wem das Rot fehlt, muss warten bis sie gephotoshopt sind:-)

Abends war dann auf dem Basketball Platz Party angesagt, bei der wir mal vorbei geschaut haben, allerdings waren wir mehr als doppelt so alt wie der Rest, so dass wir nach einem Getränk wieder gegangen sind. Allerdings sollte uns die Party bis nachts um 3 Uhr begleiten, in dem die extrem aufgetreten Bässe unser Zimmer haben vibrieren lassen.

(27./28.12.11) Tag 12/13 - Siquijor Inseltour

Da das Wetter sich als wechselhaft darstellte, entschieden wir uns einen Scooter zu mieten, um eine Inselrundfahrt zu machen. Ich war ja noch vom Vortag eingefahren.
Hätte man unsere Tour mittels GPS verfolgt, dann hätte man sehr gut sehen können wie oft wir hin und her gefahren sind, ehe wir die Sehenswürdigkeiten gefunden hatten.
Marco zu Sandra:"meinst du das ist der alte große Baum der auf der Karte eingezeichnet ist"
San:"nein da hätte es vorhin rechts abgehen müssen" Marco:"ok"
Paar Minuten später Marco zu San:"ist das nicht schon der nächste große Ort"
San:"ja, dann haben wir den Baum verpasst und wo ging es ab zu den Wasserfällen?"
Also mit den Moped den Berg wieder runter und wieder rauf ehe wir doch festgestellt haben dass ein Ort mehr ein Gebiet meint, was letztendlich von Ort zu Ort reicht. Wir haben dann letztendlich neben dem jahrhundertealten Baum auch die traumhaft schönen dreistufigen Wasserfälle gefunden, wie auch die alte Kirche in einem kleinen Ort. Wobei hier weniger die Kirche das
Highlight war als zwei "handsome" Deutsche, wovon einer Bilder machte und der oder besser die andere wartete:-)
Man kann Sandra nicht mal zwei Minuten alleine lassen, ohne dass sie von Einheimischen bzw. Philippinos, die gerade im eigenen Land Urlaub machen, angequatscht wird und vor deren Kameras posiert! Da kam gleich eine ganze Familie mit zehn Leiten und wollte Fotos mit ihr machen: Gruppen-, Einzel-, Dreierfotos. Opa, Cousine, Schwester,...

Weiter ging unsere Tour in den Norden, wo wir neben Mangroven-Wäldern ein kleines Resort gefunden haben, was auch als Ausflugsziel von den Einheimischen genutzt wird. Hier wurde gegrillt und gechillt um den Felsen in der Mitte des Strandes nutzten die Kids als "Sprungturm" in das Meer. Ich schätze das waren locker 10m. Neben dem Sprungpodest gab es noch zwei Wasserröhrenrutschen die ebenfalls im Meer endeten. Das alles für mehr oder weniger lau.

Nach dem Break - vor allem für den Po - ging es auf die zweite Hälfte der Insel,
wobei wir die mehr oder weniger schnell bewältigten und nur noch mal für Internet hielten.

Die ganze Rundfahrt haben wir dann Nachmittags beendet. Das Einzige was wir in der Zeit noch mehr als die ca 50 Schulen gesehen haben, waren Basketball Plätze! Sportart #1! Jede Schule hatte einen und darüber hinaus gab es noch einige selbst gebaute zwischen den Häusern, die mit einfachen Mitteln zurecht gezimmert waren aber trotzdem zum Spielen reichen.

Am nächsten Tag hieß es dann Unterkunft wechseln und wir sind vom Royal Cliff ins Coral Cay Resort gewechselt, wo wir eigentlich hinwollten allerdings bei Ankunft am 26.12. nichts frei war. Jetzt schon :-) Wir bestellten Romeo, unseren persönlichen Fahrer für 10 Uhr um die 3 km mit Sack und Pack wieder gemeinsam zu bewältigen. Immerhin war sein Gefährt schon unser Gepäck erprobt!
Leider mussten wir nach unserem unserem Check In feststellen, dass unser traumhaft weißer Strand nicht zum Baden geeignet war, denn im Wasser war der Boden so modrig das nach einigen Metern selbst das Laufen schwer geworden ist, also verbrachten wir den Rest des Tages am Pool der sich ebenfalls sehen lassen kann.
Nachdem Sandra ihre Massage genossen hat und ich mich in der Zwischenzeit zum Tauchen auf Apo Island eingetragen hatte, gab es das erste Billard-Match, wo Sandra stark angefangen, allerdings auch stark nachgelassen hat:-)
Die Anlage ist fantastisch. Neben Billard gibt es allerhand andere Möglichkeiten des Zeitvertreibs. Von einem kleinen Fitness Studio, Dart, Bücherregal, Kayak, bis hin zu Brettspielen ist alles da um die Zeit angenehm zu gestalten.

Dienstag, 27. Dezember 2011

(26.12.) Tag 11 - Auf dem, statt im Wasser

Heute stand Abschied sagen auf dem Programm von Ron und seiner Crew und vor allem von den Jungs und Carl, dem alten Weltenbummler.
Wobei Sandra gestern bereits festgestellt hat, dass, obwohl die Jungs und wir unterschiedliche Routen nehmen, wir zum selben Zeitpunkt in Singapur sein werden. Somit steht einem Wiedersehen in ca. 2 Wochen wenig entgegen. Carl verkürzte aufgrund unserer Abreise seinen Aufenthalt bei Ron und besucht dafür seinen Freund in Dumaguete einen Tag länger ehe er auf unsere aktuelle Insel nach kommt. Wie es manchmal das Schicksal so will, sitzen wir nun in Carls Hütte im "Royal Cliff Cottage", nach dem uns unsere ausgesuchte neue Heimat nicht überzeugt hat.
Aber erst mal zurück zur Anreise: Im Dauerregen ging es zum Pier von wo aus wir mit dem Boot bei starkem Seegang nach Siquijor übersetzten. Unser Fahrer, Romeo, brachte uns erst auf die andere Seite der Insel, wo wir dann festgestellt hatten, dass wir dort nicht bleiben wollten. Romeo empfahl uns dann ein Hotel In der anderen Richtung. Also ging es zurück am Pier vorbei zu einer traumhaft schönen Anlage die allerdings erst in zwei Tagen wieder freie Zimmer hat. Somit entschieden wir uns kurzerhand so lange im Nachbar-Cottage unter zu kommen, ehe wie feststellten, dass das den Namen trug, den Carl uns als Bleibe auf der Insel nannte. So klein ist die Welt :-)

Ein Highlight war das Habal Habal- fahren mit Romeo, da sein Moped nicht genügend Power hatte für uns und unser Gepäck, mussten wir aktiv mitarbeiten wenn es an einen Berg ging. Da die Reifen durchdrehten, mussten wir unsere Gewicht nach vorne verlagern, damit wir nicht wieder rückwärts herunter rollten. Ein Bild für die Götter oder alle am Strassenrand stehenden Philippiner, "mei, schau dir die Langnasen an, was machen die denn da für Sachen in dem Moped!?"

Weiteres Highlight des Tages war dann, als wir wenige Minuten nach unserem Check In uns ein eigenes Moped ausgeliehen haben und ich es sicher über die Insel chauffieren durfte. Sandra schien erst noch sehr skeptisch, wurde dann entspannter, als ich sicher den ersten Kühen, Hühner Familien und Hunden und was einem sonst noch auf oder an der Strasse begegnen kann, ausgewichen bin.

Unser Cottage ist sehr süß, da es in sich sehr verwinkelt ist und somit viel größer wirkt als es tatsächlich ist.
Der Beach Front Bereich ist terrassenförmig abgestuft und ebenfalls verwinkelt was bei gutem Wetter traumhafte Fotos zulässt. Von unserem Strand aus lässt es sich direkt Schnorcheln. Das einzige was nicht ganz ins Bild passt ist die etwas lieblose Zimmer- und Balkon- Gestaltung.



Tag 9/10 - Weihnachten auf Philippinische Art

Nach unserem Ausflug zur Internet-Tankstelle, wo ein Wunderheiler nebenan sein Unwesen trieb, ging es auf philippinische Art, sprich zu viert auf nem Moped zurück zur Anlage.
Lustig wurde es, als Sandra das erst merkte als uns ein paar Minuten später ein anderes Moped überholte und dort ebenfalls vier Personen drauf gesessen haben und sie sagte: "Oh man da sitzen sogar vier Leute drauf" (Video anschauen)!

In der Anlage wurde erst mal wieder das Volleyballnetz gespannt und das erste mal ohne Simon die Linien gezogen:-(

Abends haben wir dann mit Carl und den Jungs zusammen gegessen. Wir sind schon eine richtige Einheit geworden. Da bei den Philippinern ähnlich dem amerikanischen Vorbild erst vom 24. auf 25.12. der Weihnachtsmann kommt, haben wir es ohne Santa dafür mit Tanduay Rum gemütlich gemacht.

Am nächsten Morgen war dann erst mal allgemeine Katerstimmung angesagt. Nachdem wir vor unserem Frühstück bereits unsere Gastgeschenke an die Kinder der Bedienungen verteilt hatten, ging es erst mal zum Weiterschlafen an den Strand. Mittags sollte es dann immer wieder mal leicht regnen, was uns aber nichts weiter ausmachen sollte. Bereits für vier Uhr war unser "Christmas Special Dinner Menü" geordert, das wir ebenfalls zu fünft einnehmen sollten.

Es wurde ein sehr lustiger Abend, wir schauten dass wir die Angestellten schnellst möglich zu ihren Familien nach Hause schickten und sie uns nur noch zwei Flaschen Wein da gelassen haben:-)

Zum Abschluss von Negros und dem Monarch Sands, folgt nun ein Bericht über unseren Resort-Besitzer Ron. Ein ehemaliger Spieler aus Chicago.
Müsste ich von Ron ein Portrait-Bild erstellen, würde ich dieses im Comic-Style erstellen und Sprechblasen mit "Boom", "Bang" und "Poooower" setzen. Das sind seine Lieblingsworte wenn er auf Seemanns-Art seine ellenlangen Tages-Geschichten erzählt. Viel lieber erzählt er allerdings, und zwar jedem gleich bei der Begrüßung, dass er weiß wie man Geld macht. Wenn es in den letzten 6 Tagen etwas zu bestätigen gab, dann dass er mit der Aussage recht hat. Das Dumme an der Sache ist nur, dass wir auf der anderen Seite des Pesos "sitzen" und uns schon beim Tauchen (was wir dann nicht gemacht haben) gefragt haben, warum es soviel teurer ist als bei unserem Besuch im März auf Malapascua.
Wenn man ihn darauf anspricht dann ändert er "Boom" das Thema.
So geschehen als unsere Jungs nach dem ersten starken Regen das Wasser bis zum Hals stand weil das Dach undicht war. Seine Erklärung war dann ungefähr so: "es ist schwierig herauszufinden wo ein Dach undicht ist, es muss dazu regnen und heute ist in Dumaguete ein Mädchen im Meer ertrunken, unfassbar oder!?".
Gestern hat Carl beim Versuch, betrunkene Wandersänger vom Strand zu fotografieren, ein Weinglas zerstört und sah sich kurz darauf in der Diskussion mit Ron, warum denn nun ein Glas auf seiner Rechnung steht! Wohl gemerkt das Glas war ein Werbegeschenk von "AVON" wie unverkennbar darauf stand.
Gut auch, dass er uns am Anfang mitgeteilt hat, dass es nur morgens und abends ein paar Stunden Strom und heißes Wasser gibt (alles ist seit Tagen aufgrund des Taifuns ausgefallen und läuft nur über Generator) und nicht auf die Idee gekommen wäre uns dafür mit irgendwas als Entschädigung entgegen zu kommen. Aber als die Kinder am Weihnachtsabend ihm den Strom für dreissig Minuten abgeschaltet haben, weil er ihnen nichts geben wollte, war es "Bang", eine unglaubliche Geschichte die nicht für ihn tragbar war :-)

Ein Dank an Ron an dieser Stelle, da wir dank seiner Methoden a) viel lernen konnten, wie man es trotzdem mal probieren kann und b) wir jeden Abend viel lachen konnten über ihn weil wir es immer wieder durchschaut hatten. Danke Ron!

PS: Die Fahrt vom Flughafen zum Hotel wurde uns nicht berechnet, das haben wir den Leuten gegeben, die es wahrlich verdient haben: deine Jungs und Mädels die jeden Tag 10-12 Stunden schuften und ein fantastisches Essen kredenzen :-) Jedem Das, was er verdient.



Samstag, 24. Dezember 2011

Maayong Pasko (Frohe Weihnachten)

Wir wünschen euch allen und euren Familien ein frohes Weihnachtsfest und besinnliche Feiertage.

Senden euch sonnige Grüße von den Philippinen.

Grüße
SaMaPa

Tag 8 - Dumaguete

Heute sollte es nach einer unruhigen Nacht, da es stark regnete, nach unserem alltäglichen nach-dem-Frühstück-Volleyball-Match mit den Jungs, "Clever" und Lukas, plus unserem schweigsamen Nachbarn und unserem Babysitter-Kind Simon nach Dumaguete gehen.
Simons Eltern haben ohne großes Zögern uns ihren 9-jährigen Sohn für heute überlassen und haben uns bevor sie Tauchen gegangen sind großzügige 100 Pesos (1,50 Euro) für Essen und Getränke dagelassen, davon gingen etwa 94 Pesos für Süssigkeiten im ersten Supermarkt drauf;-)

Dumaguete ist so etwas wie DIE Stadt auf der Insel und unsere Vorbereitung auf den Trip gestern Abend hatte etwas von der Szene aus dem Film "The Beach" als die Insel Bewohner auch in die Stadt gefahren sind und von allen Dagebliebenen Bestellungen mit auf den Weg bekommen haben.
Die Fahrt dauerte etwa eine Stunde und war allein schon ein Abenteuer. Don, der Besitzer der Anlage hat uns mit seiner Familie mitgenommen, so dass in seinem kleinen Van 11 Personen (davon zwei Kinder und ein Baby) Platz finden mussten. Vorbei an allerlei philippinischen Straßenleben, Kühen und anderen Skurrilitäten wie völlig überladene Scooter und Mini-Busse, die hier die Leute von A nach B bringen.
Die Mini-Busse sind immer sehr farbenfroh angemalt und dekoriert mit meistens viel Chrom und Gott-Sprüchen drauf.

Nach unserer Ankunft erklärte uns Don kurz die Topographie der Stadt, was in etwa zwei Sätzen erledigt war. Unser primäres Ziel war einen ATM (Geldautomat) zu finden, denn es gab auf der ganzen Insel nur hier etwas das EC/Kreditkarten lesen kann. Wir brauchten dringend Geld genau wie die anderen Mitreisenden!
Auf den Strassen herrschte Chaos wie wir es auch von Zuhause gewohnt sind am 23.12. :-)
Nach unseren Besorgungen suchten wir nach der überschaubaren Anzahl der ATM's. Dort reihten sich meist 30 Personen, um an Geld zu kommen. Was wir nach längerer Suche nach Alternativen zu guter letzt auch machen mussten. Kurz darauf ging es schon wieder zurück.

Einzig hervorzuheben gilt die Armut die durch die vielen Bettler, meist bettelnde Kinder, die uns alle paar Meter angesprochen haben, deutlich wurde.

Zurück in der Anlage überlegten wir, wie wir den Tannenbaum perfekt in Szene setzen können. Carl, unser Kameramann nahm sich der Sache an.
So dass wir wenig später viel Spass hatten beim gemeinsamen Shooting.
Beim Abendessen tauschten wir unsere Bilder aus und hatten eine Menge Spass aufgrund der gemachten Fotos.
Zum Abschluss des Tages gab es dann noch ein paar Cocktails beim Lagerfeuer am Strand, auf das Simon bestanden hatte, da seine Familie heute leider das Resort verlässt :-( We will muss you Simon!

Freitag, 23. Dezember 2011

Tag 5-7 - Frieren vs. Schwitzen

Nach dem wir unsere Koffer aus den Hotel abgeholt hatten, ging es mit Hochgeschwindigkeit Richtung Flughafen. Hochgeschwindigkeit trifft es in diesem Fall ganz gut, denn wir hatten anstatt der Metro, die ebenfalls zum Airport fährt, den Transit Zug (Magnetschwebebahn) genommen, der die Spitzengeschwindigkeit von 425 km/h erreicht. Leider ist das nur morgens uns nachmittags der Fall, so dass wir nicht über 301 km/h hinaus gekommen sind. Das sollte allerdings reichen um in 8 Minuten (!) am Flughafen zu sein.
Dort reichte es nach den ganzen Sicherheitsüberprüfungen gerade noch für einen Whopper auf Afrikanische Art, sprich ToGo und das direkt zum Gate.
Ring, 50 Rmb (chinesischen Währung) in die schlechte Wortspielkasse für Yannic!

Zum Abschluss von China sollten wir noch erwähnen, dass wir auf unseren Blog genau so wenig zugreifen konnten, wie auf Freenet oder Facebook, da diese Seiten durch die chinesische Regierung gesperrt sind. Die Blog-Einträge die hoffentlich hochgeladen wurden, haben den Weg ins www nur dank iPad App gefunden. Es gibt halt doch für alles ein App:-)

Nach unserem 3 1/2 stündigen Flug von Shanghai nach Manila (Hauptstadt der rund 7.000 Inseln umfassenden Philippinen), ging es nach einem 2 1/2 Stunden Aufenthalt eine weitere Flugstunde weiter zu unserem Zielort Dumaguete, auf der Insel Negros.
Dort angekommen, holte uns wie besprochen ein Fahrer ab, ehe es durch den Berufsverkehr von tausenden hektisch sich überholenden Mofas, Mopeds und TukTuks ging, die eine Art Wettrennen abhielten, ohne dass es am Ende einen Gewinner zu geben schien. Wie haben wir das vermisst ;-)

Auch konnten wir die Aufräumarbeiten des Taifuns, der vor wenigen Tagen über die Philippinen hinweg gefegt ist und vielen Menschen, vor allem Fischern das Leben gekostet hat, sehen. Wir konnten noch die restlichen Schlammmassen auf den Strassen sehen, die durch die heftigen Regenfällen von den Bergen herunter gespült wurden.
Der Taifun hat leider auch unsere Stromleitung von unserem 6 Bungalow umfassenden Ressort gekappt. So dass uns nun nur Strom dank Stromgenerator morgens und abends zur Verfügung steht. Auch das Internet hat es erwischt, nur das konnte nicht wieder hergestellt werden, somit leben wir weiter ohne den Anschluss zur digitalen Aussenwelt.

Monarch Sands, unsere kleine und gemütliche Anlage liegt abgeschieden an einer kleinen Sandbucht, die von Palmen umsäumt wird. Das Publikum der 12 Betten Anlage ist der vorherrschenden Gemütlichkeit angepasst. Da haben wir Carl, einen amerikanischen Kameramann der seit Jahren in Shanghai als Freiberufler arbeitet und sich jedes Jahr so einteilt, das er nicht mehr als 8-9 Monate arbeitet und den Rest des Jahres reist und dabei Bücher schreibt. Eine Int. Familie aus Hongkong, Mutter aus Taiwan, Vater aus England und ihrem 9 jährigen Sohn, Simon.
Dann die zwei Jungs, wovon diese aus Tschechien kommen, aber in der Slowakei arbeiten. Dagegen sind wir echt unspektakulär!

Simon hat mich auch schon ins Herz geschlossen, was bestimmt nicht nur daran liegt dass ich mit ihm Fussball und Volleyball spiele, sondern ihm auch so lustige Sachen wie "Ich bin ein German Schnitzel" beigebrachte habe. So sah er allerdings nach unserem Volleyball Match auch wirklich aus:-)
Seinen neu erlernten Lieblingssatz hat er gestern den ganzen Abend bis zum Einschlafen, ganz zur Verzweiflung seiner Eltern, vor sich hingesungen. Kann sein dass die mich nicht mehr so mögen:-) Obwohl wir haben noch einen gut. Denn an unserem ersten Tag hier hat sich unsere Einkaufspolitik direkt bezahlt gemacht. Vater und Sohn Simon haben nach dem Abendessen herum getollt und zum Schluss "Hängematte herunterwerfen" gespielt. Sandra meinte "bis einer weint", worauf ich antwortete "es wird nicht der Junge sein". Ein paar Minuten später ging erst das Licht aus, ehe der Simon angelaufen kam und nach First Aid verlangte, da sein Vater am Kopf blutete:-) Was war passiert? Obwohl die Palmen hier einiges abkönnen, war dann das Gewicht vom Vater + Beschleunigung durch das Drehen des Sohnes dann etwas zuviel. Durch das Drehen löste sich eine Seite der Hängematte und das Holz was die Hängematte breit macht schlug mit einer Kante den Vater auf den Kopf der eine Platzwunde davon getragen hatte. Also wir in unser Zimmer, wo erst unsere Stirntaschenlampe ihren ersten Einsatz haben sollte, da ja kein Strom sprich Licht da war und anschließend unser neu erworbenes First Aid Pack Premiere feierte.

Der Rest des Tages besteht eigentlich nur aus Klärung elementarer Fragen, wie z.B. Hängematte oder Liege und Sonne oder Schatten bei gelegentlichen Abkühlen (sofern man bei lauwarmen Wasser davon sprechen kann) beim Schwimmen zum vorgelagerten fest verankertem Floß.
Vormittags Volleyball spielen und Nachmittags Kajak fahren bzw. Schnorcheln.

Das Leben kann so hart sein.

Kaum zu glauben dass wir noch vor weniger als 6 Stunden vor unserer Ankunft hier die Frage stellte: ein oder zwei Schals bzw. Socken und wo wärmen wir uns gleich auf!?

Donnerstag, 7. April 2011

Philippinen Fazit

1.Service: Nach dem wir schon in Hongkong tollen Service erfahren dürften, von dem wir Deutschen uns gerne mal eine dicke Scheibe abschneiden könnten, war der Service auf Malapascua das ganze in Perfektion. Melca, Cheng (unsere bildhübschen und sehr sympatischen Bedienungen) und die restliche Crew haben uns förmlich alle Wünsche von den Lippen abgelesen und man musste sich um nichts kümmern und alles war zur rechten Zeit am rechten Ort. Was besonders beim Tauchen die Vorbereitungen verkürzte.
2. Kinder: die Anzahl der Kinder war auffällig hoch. Nach dem wir uns mit ein paar einheimischen Kindern unterhalten hatten, wussten wir auch dass es nicht nur an den gerade begonnenen und 2 Monate anhaltenden Sommerferien lag. Sieben Kinder und mehr sind pro Familie keine Seltenheit.
3. Standard: für meinen Geschmack schon sehr westlich. Man bekommt auf einer Inseln ohne Strasse, Strom und warmes Wasser, Starbucks Kaffee und andere Nettigkeiten. Leider haben wir von anderen Reisenden erfahren dürfen, dass die Nachbarinseln noch viel touristischer sind.
4. Widerspruch: gerade heute auf dem Weg nach Cebu City ist sehr deutlich aufgefallen, dass Licht und Schatten sehr dicht zusammen liegen. Zwischen all den Wellblechhütten die wahrscheinlich nur noch vom Rost zusammengehalten wurden, standen Häuser die bei immoscout24.de als Luxus Villa in Top Lage mit super Ausblick ausgewiesen werden würden. Das gleiche Bild bei den Autos ich bin seit heute der Meinung das Wort "Mitfahrgelgenheit" kommt aus dem philippinischen. Denn hier wird alles was fährt oder sich nur vorwärtsbewegt be- und überladen. Motorrad mit 3-4 Mitfahrern gehört genau so zum Bild wie Kleintransporter mit 10 Sitzplätzen und 25 Personen in und auf (!) dem Auto.
5. Tauchen: das Beste ist wohl mein erfolgreicher Abschluss. Die Sicht war nicht berauschend, aber wäre sie besser gewesen, hätte es auch nicht annähernd soviel zu sehen gegeben wie letztes Jahr in Thailand. Das war leider wirklich sehr erschreckend. Aber das wird auf Bali alles besser, habe ich mir sagen lassen.
San:
1. Knoblauch, Knoblauch, Knoblauch
Überall ist Knoblauch im Essen. Während mich am ersten Tag noch die Moskitos förmlich zerfleischt haben, hatte ich scheinbar aber dem zweiten soviel intus, dass sie mich tatsächlich fast komplett in Ruhe gelassen haben.
2. Das Essen fand ich enttäuschend. Hat zwar alles gut geschmeckt, keine Frage, jedoch scheint die Küche keine großen eigenen traditionellen Gerichte zu haben, sondern eher ein Mix aus Chinesich, Thai und Malayisch zu sein. Die Thais sind also m.E. Immer noch die besten Köche.
4. Englisch eine Weltsprache
Wahnsinn, wie die Philipinos alle Englisch sprechen konnten. Bei nem Dive Instructor, der seit elf Jahren unterrichtet, verwundert das sicher weniger, aber bei wirklich ärmlichen zehn Jahre alten Kids, die am Strand Muscheln verkaufen und am Ende unseres Gesprächs um Wasser gebeten haben, wirkt es doch sehr surreal, wie gut selbst diese Englisch können.
5. Das Tauchen und ich
Hmm also irgendwie stand das glaub ich einfach unter keinem guten Stern. Ich war echt tierisch aufgeregt und als ich dann nach den ersten Instruktionen ins nur ein paar Meter tiefe Wasser bin, hab ich mich doch direkt mit dem Knie in einen fetten Seeigel gesetzt und hatte dann Stacheln und Reste im Knie. Am zweiten Tag war die Sicht miserabel, so dass wir die Übungen sogar abbrechen mussten. Nachmittags habe ich mir dann irgendwo unter Wasser die Hand aufgeritzt. Zwischendrin so was von eine Scheuerstelle von den Flossen geholt, dass es aussieht, als ob mir da mal eben ein ordentliches Stück Haut rausgehebelt worden ist ;-)
Tja und am Abend fingen dann die Ohrenschmerzen an, haben es am nächsten Tag noch probiert, aber den Tauchgang musste ich dann abbrechen. Die Strömung war auch teilweise echt ordentlich und so wirklich was Schönes gesehen habe ich auch nicht. So haben wir aber mal gut sehen können, was wir unserer Umwelt antun. Nun also wenigstens den Scuba und vielleicht folgen dann in Indonesien zwei Tauchgänge um den Open Water zu erhalten. Momentan hab ich aber ehrlich gesagt die Schnauze voll. Selbst eingesessene Tauchprofis im Resort meinten, dass ich wirklich keine tollen Anfängerbedingungen hatten. Schauen wir also mal, wie es weiter geht.

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