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Sonntag, 30. November 2014

Fazit Marco

Guatemala:
1. Antigua kommt auf eine Liste zusammeb mit Ubud (Bali) und Chiang Mai (Thailand) für chillige Städte zum abhängen.
2. Höhenluft macht müde 
3. Land und Leute haben uns sehr freundlich aufgenommen, trotzdem sollte man und haben wir alle Sicherheitshinweise (u.a. keinen öffentlichen Bus nehmen, kein Nachtbus und bei Dunkelheit dunkle Straßen und Gassen meiden,...) befolgt. 
4. der Kauf des Lonely Planet Pocket Sprachführer hat sich gelohnt, denn ohne ihn und San's. Sprachtalent wären wir nur sehr schwer an die ein oder andere Info gekommen.
5. es wird sehr früh, sehr dunkel

Belize:
1. Unterscheidet sich sehr von seinen Nachbarländern Ländern, nicht nur wegen der Sprache sondern auch wegen der Menschen die wohl auch auf Jamaika ins Bild passen würden

Mexiko:
1. mir hatte vor Jahren jemand schon gesagt als er von seiner Mexikoreise wieder kam, ich hätte nicht gedacht das Mexikaner so Fett sind. Ich konnte mir das irgendwie nicht so recht vorstellen, doch jetzt hab ich es gesehen, egal ob jung oder alt die bringen richtig was auf die Waage. 
2. Autofahren ist sehr sehr entspannt, nur die vielen Bumper nerven irgendwann. 
3. zu einem ordentlichen Besuch von Mexikanern am Strand, zählt egal zu welcher Uhrzeit ein 6er Bier, am besten Sol Bier
4. mexikanische Strandbekleidung, steht der Brasilanischen nicht viel nach :-)
5. ich kann bis nächstes Jahr keine Tachos, Nachos, Enchiladas, Quesiladas usw. mehr sehen, gut dass  ist schon in einem Monat ;-)
6. während ich in Asien trotz permanent essen ein paar Kilo abgenommen habe, Schätze ich das es diesmal 2 Kilo mehr sind :-(

Freitag, 21. November 2014

20.-26.11.2014 - Playa del Carmen

Nach den über drei Stunden Fahrt von den Flamingos im Norden, sollte unser Ziel im Süden von Yucatan liegen. Die beliebte Strandregion Playa del Carmen (PC).

Die letzten Kilometer auf der gerade erst freigegeben "Autobahn", die ebenfalls kerzengerade und wie eine Schneise durch den Jungle geschlagen wurde, gestaltete sich wie die zwei Stunden zu vor: kein Auto vor uns, keines im Rückspiegel und ab und an mal eines auf der Gegenfahrbahn. Dass sollte sich schlagartig ändern. Denn mit der ersten Kreuzung in PC war klar, dass sind nicht Mexikos Straßen. Zumindestens nicht, was wir bis jetzt gesehen haben. Auf der Straße herschte ein Hochbetrieb wie in Miami zur Rush Hour und noch während der Rotphase an der ersten Ampel sahen wir mehr Autos als in den letzten 48 Std. und rund 550 km gesamt, die wir gerade durchs Land zurückgelegt hatten! Wahnsinn, jetzt musste man hellwach sein, um nicht doch noch einen Kratzer ins Auto zu fahren oder gefahren zu bekommen. 

Dank meiner tollen Beifahrerin und mit etwas Glück fanden wir das Eingangstor zur Playacar II, wo unsere Unterkunft auf uns warten sollte. Das Playa Vintage B&B würde ich als liebevoll geführtes Homestay beschreiben. In der durch Security abgeriegelten Wohngegend, so etwas kennt man aus US Filmen, hatte sich jemand zwei 2 Reihenhäuser gekauft die als Ferienhäuser gedacht waren und etwas umgebaut, z.B. jedes Zimmer mit Bad, und vermietet die. Anna und ihr Mann, ein älters Ehepaar aus Mailand verwaltet das ganze und und sorgt für das Wohl der Gäste. 
Anna überraschte uns jeden Tag mit einem neuen Tier auf dem Bett, welches sie aus unseren Handtüchern bastelte. Wahnsinn, was da alles möglich ist, wir wären gerne noch länger geblieben um zu schauen, was noch alles kommt.

Playacar erinnert vom Erscheinungsbild eher an eine amerikanische Außenstelle, als an Mexiko. So überraschte es nicht wirklich, das direkt angrenzend eine Shopping-Mall mit sämtlichen US Super-Labels inkl. Starbucks & Co stand. Allerdings waren wir dann doch etwas verwirrt als uns die ersten 4 ATM's ausschließlich Dollar und keine einheimischen Pesos zum Abheben angeboten haben! Da wunderte es uns nicht, dass die Einkaufsstraße am Strand 5th Avenue heißt. 

Das Pier, wo die Fähren auf die Insel Cozumel übersetzten, teilt den Strand in zwei Abschnitte: Überlaufen und nicht so schön oder naturbelassen schön mit ein paar Einheimischen. Den schöneren Teil haben wir erst auf einer Entdeckungsreise am zweiten Tag gefunden, nachdem wir am ersten Tag uns mit dem Standard-Strand begnügten. Etwas gutes hatte es, wir konnten so schon mal einen guten Überblick von den Tauchstationen gewinnen, da sie am nicht so schönen Strand anlegten und schnell war klar: "Dive Mike" würde einer der ersten Anlaufstationen sein. 
Gesagt getan. Nachdem wir die Basis gefunden hatten, habe ich mich gleich für den nächsten Tag zum Tauchgang mit Bull Sharks eingeschrieben. Bull Sharks! Die Haie, wie aus dem Bilderbuch oder den größten Alpträumen je nach Betrachtungswinkel, sind nur saisonal von Novemver bis Februar hier und gerade erste letzte Woche angekommen. Mein Betrachtungswinkel brauchte gar nicht groß sein, da die 6 Haie dank der Fütterung des Divemasters bis auf wenige Zentimeter an uns vorbei geschwommen sind, während wir völlig fasziniert auf dem Sandboden gesessen haben. Hat eigentlich nur das Popcorn gefehlt :-) Was ein Erlebnis!
Ohne Haie, dafür mit San On Board, sollten wir tags drauf Tonnen an anderen Fischen und eine große Meersschildkröte bei weiteren Tauchgängen mit der sympathischen Crew sehen. Ich bin schon auf die Videosequenzen von meiner GoPro Unterwasserkammera gespannt. 

Da wir strickt unser Ziel verfolgen, weder amerikanisch (Burger & Co) noch Italenisch (Pizza & Pasta) zu essen, was es hier an jedem Straßenecke gibt, kamen wir in den vollen Genuss der Vielfalt der mexikanischen Küche. Die wir meist in kleinen Familien-Restaurants am Eck genossen haben. Die Vielfalt basiert immer auf einem Maisteigfladen der als:

- Tortillia (ganz dünne, weiche Form des Fladens)
- Taco (nicht ganz so dünne Form des Fladens, aber weich wie ein Tortillia), 
- Tostado (knuspriger Taco Fladen) 
- Fajita (selbst zu belegender Tortillia Fladen) und
- Burrito (gerollter Tortillia Fladen). 

Unser Bedarf an Maisteigfladen sollte erst mal ausreichend gedeckt sein, so dass bis nächstes Jahr kein Mexikanisch auf unserer Speisekarte stehen wird. 

Für uns geht die kulinarische Reise morgen weiter nach Fort Lauderdale, mit der Hoffnung verbunden dass es zu Thanksgiving Truthahn gibt. Dort werden wir unsere Freunde Mark und Mike treffen, die extra aus Washington DC anreisen. Da der letzte Versuch anlässlich unserer Hochzeit durch Hurricane Sandy zu nichte gemacht wurde, freuen wir uns riesig auf das Wiedersehen mit den Jungs. 

Donnerstag, 20. November 2014

19.-20.11.2014 - Chichen Itza, Valladolid und Rio Lagartos

Der Wecker klingelte mal wieder sehr früh, aber wie gesagt, daran habe ich mich bereits bestens gewöhnt und außerdem hatten wir heute viel vor.

Tulum

So ging es gleich nach dem Aufstehen und ohne Frühstück, daran kann und will ich mich jedoch nicht gewöhnen, zu den Maya Ruinen am Strand von Tulum, die wir gestern Regen bedingt nicht gemacht haben. Hier waren wir so früh, dass nur wenige andere Besucher da waren. Im Laufe des Tages fahren hier die Touribomber vor, aber bis dahin sollten wir mit unserem Mietwagen schon über alle Berge sein. 

Auf dem Weg in das etwa 150 km entfernte Chichen Itza, wo die wohl berühmteste Maya Stätte von Mexiko auf uns wartete, gab es dann erst mal ein leckeres Frühstück in einem kleinen Café/Bistro am Straßenrand. Jippy! Dann ging es mit einer Höchstgeschwindigkeit von 90 km über den sehr gut ausgebauten und kerzengeraden Highway 180 Richtung Landesinnere. Hätten wir ein Fernglas gehabt, so hätten wir wohl das Ziel schon vor der Abfahrt sehen können, so gerade war die Strecke ;-)
Ab und zu störte mal ein Bumper (Bremshügel) den Geschwindigkeitsfluss des ohnehin wenigen Verkehrs auf den Straßen in Mexiko. So sollten wir unser Ziel entspannt erreichen. 



Chichen Itza

Nicht mehr ganz so entspannt war dann der Aufenthalt in Chichen Itza, so begrüßten uns eine gewaltige Anzahl von Touribombern bereits auf den Parkplatz und dessen Insassen zerstörten dann jegliche Illusion von mir, schöne Bilder ohne viel Menschen drauf zu machen.

Chichèn Itzá war zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert n. Chr. eine der mächtigsten Städte im Land der Maya und das kulturelle und politische Machtzentrum der Region. Die 30 Meter hohe Pyramide des Kukulcán, die sich im Zentrum befindet, gilt als eines der 7 Weltwunder der Neuzeit und gehört ebenfalls zum Weltkulturerbe. Der freistehende Tempel konnte mit seinem guten Zustand punkten, allerdings hat Chichen Itza im direkten Vergleich zu Tikal das Nachsehen. So gefiel uns Tikal mit den vielen verschiedenen Tempeln und diesem einzigartigen mystischen Flair, der durch den Jungle zusätzlich unterstützt wurde, deutlich besser und war dabei nicht annähernd so überlaufen. 

Valladolid

Mit dem Auto ging es dann weiter in das etwa 30 km entfernte Valladolid. Dem Reiseführer zufolge las sich die Beschreibung sehr ähnlich der von Antigua in Guatemala, was uns sehr gut gefallen hat. Allerdings sollten unsere Erwartungen an eine kleine gemütliche Stadt, die zum Verweilen einlädt, leider nicht erfüllt werden. Im Wesentlichen besteht die Stadt aus einer Kirche im Stadtzentrum, die von allen und zwar wirklich allen Tourbussen, die in Chichen Itza waren, auf dem Rückweg angefahren wird. Daher von Gemütlichkeit keine Spur. 

Rio Lagartos - Pinke Flamingos 

Schon beim Frühstück bemerkten wir das rege Treiben auf Valladolids Straßen, so schien heute ein besonderer Tag für die Mexikaner zu sein. Als dann quasi mit dem Frühstück eine kleine Parade der umliegenden Grundschule an uns vorbei lief, war es amtlich. Das Internet sollte uns verraten, dass der 20. November Tag der Mexikanischen Revolution seit 1910 ist. Die Feierlichkeiten begleiteten uns auf den Weg in das ca. 100 km entfernte Fischerdorf Rio Lagartos, waren doch alle Ortsdurchfahrten wegen Paraden gesperrt.

Nachdem wir nun schon viele geschichtsträchtige Orte auf dieser Reise gesehen haben, sollten wir nun an einen Ort kommen, an dem wir scheinbar die einzigen Touristen unter zahlreichen Tierarten sind. Rio Lagartos ist ein Naturreservat an der nördlichen Küste Yucatans. Das Örtchen lebt von der Fischerei und von den paar Touristen, die sich hierher verirren, um mit den Motorbooten in den Weiten der Mangroven Jagd nach den rosa Flamingos und anderen Vögeln zu machen.
Ein paar Seeadler, Reiher und sonstige Vogelarten tauchten in der Landschaft auf und fast hätten wir geglaubt, man hätte die Kraniche nur für die Touristen dort ausgesetzt, so regungslos hat er unsere Anwesenheit wahrgenommen. Ein Krokodil taucht ab, als wir ihm zu nahe kommen. Weiter hinten, treffen wir auf ein paar Kolonien der rosa Flamingos. San holte gleich mal ihr passendes Shirt dazu raus :-) 




Lustig zu sehen: Wenn Flamingos in Action sind, dann sieht es aus, als würden sie erst über das Wasser laufen bevor sie los fliegen. Die Flamingos haben übrigens ihre rosa Farbe, weil sie am liebsten Garnelen/Shrimps essen. 

Nach der Bootstour ging es erst mal Mittagsessen und was könnte man hier anderes essen, als frische Garnelen, denke wir haben auch schon etwas Farbe bekommen ;-)

16.-19.11.2014 - Tulum

Nach der aufregenden Anreise wollten wir es in den kommenden Tagen entspannter angehen. In Tulum angekommen, entschieden wir uns für die kleine und gemütliche Unterkunft namens Kin Ha in einer der ruhigen Seitenstraßen der recht belebten Hauptstraße.

Am nächsten Morgen war es dann endlich soweit: Sonne, Strand und Meer! Mit dem Collectivo Bus (quasi die ÖV von Tulum) ging es zum Strand. Als wir unsere Füße in den Puderzucker feinen Sand steckten und auf den tollen Blauverlauf des Wassers schauten, war klar, die vorzeitige Abreise von Caye Caulker hat sich für uns absolut gelohnt. Wir brauchen eben doch Strand zum Meer :-) So verbrachten wir unseren Tag am Meer. 

Da es leider auch hier sehr zeitig dunkel wird (17:30 Uhr), nutzten wir den frühen Abend um unsere Tauchtour für den nächsten Tag zu organisieren. Wollte ich doch unbedingt in den Cenoten tauchen, von denen es hier so unzählige gibt. Gesagt getan. Tauchbasis gefunden und so ging es am nächsten Morgen zusammen mit Pierre, einem Deutschen aus München, zuerst zur Cenote namens Dos Ojos. Diese lässt sich am besten als Unterwasser-Tropfsteinhöhle beschreiben. Anschließend sind wir zur Casa Cenote mit dem Auto weitergefahren, die sowohl aus Süß- als auch aus Salzwasser besteht und wo wir Mangroven von unten anschauen konnten. Da der erste Spot nicht nach Sandras Geschmack war, stieg sie erst beim zweiten mit ins Wasser. 
Es war mal wieder eine interessante Erfahrung wie unterschiedlich Tauchen sein kann. Während Dos Ojos mit seinen atemberaubenden Stalakmiten-und Stalaktiten-Formationen auf uns wartete und eher ein Höhlentauchgang war, entsprach die Casa Cenote eher einem Seetauchgang, der mit vielen Farbverläufen und den Mangroven zu beeindrucken wusste. Beide wiederum waren etwas völlig anderes, als das was ich in meinen doch mittlerweile fast 70 Tauchgängen erleben dürfte. 

Da sich Nachmittags das Wetter entschieden hatte zu weinen, wahrscheinlich weil wir uns am Strand haben nicht blicken lassen, pilgerten wir die verschieden Auto-Verleihstationen ab, weil wir unsere Reise per Mietwagen weiter fortsetzen wollten. Bei AVIS wurden wir fündig und der Mitarbeiter war so freundlich uns das Auto kostenlos ab sofort zu überlassen, was uns den Rückweg im Dauerregen erspart hat und wir so am nächsten Morgen früher aufbrechen konnten. 
Ziel für die nächsten Tage: die Tempelstadt Chichen Itza, dann die Nacht in Valladolid verbringen, bevor es über die Flamingos im Norden zurück zum Strand geht. Vamos!




Montag, 17. November 2014

16.11.2014 - Belize 2 Mexiko vs. gutes Karma

Mittlerweile hab ich mich als bekennender Nicht-Frühaufsteher an Weckzeiten vor Sonnenaufgang gewöhnt. So sollte es auch heute für den Weg von Caye Caulker nach Tulum/Mexiko nicht anders sein.
Schnell nochmal an der Ecke ein Sandwich mitgenommen und ab zum Pier. 

Mit einem kleinen Speed-Boot ging es zuerst nach San Pedro (andere Insel), wo wir auf ein größeres Boot wechseln sollten und für die Ausreise eine Art Rundlauf machten dürften, den ich nur aus der Grundschule vom Tischtennis kenne. Im Osten kennt man das wohl als chinesisches Tischtennis :-) Runter vom Boot, Gepäck sollte bleiben wo es war, raus aus dem Bootsterminal und von draußen wieder anstellen. Erst um das Ticket, welches wir eigentlich schon hatten, überprüfen zu lassen und anschließend die über Nacht auf einmal doppelt so teuer gewordene Ausreisesteuer zu bezahlen. Blöd nur, dass wir unsere letzten Belize-Dollar genau kalkuliert hatten. Nur gut dass ich morgens auf den Kaffee zum Sandwich verzichtet habe und San zu ihrer Überraschung kurz zuvor noch einiges an Geld in ihrer Tasche gefunden hatte. So konnten wir uns schon mal auslösen. 
Wieder einmal ging es durchs Bootsterminal durch, um uns für die Ausreise mit diversen Unterlagen anzumelden. Wir waren gerade auf der anderen Seite wieder angekommen, wurden wir alle aufgefordert den Rundlauf noch mal zu starten, um den Ausreisestempel nun zu bekommen. Sehr abenteuerlich, aber Morgensport hat noch nie geschadet.
Ein Mitarbeiter des Bootanbieters bot uns noch an die letzten Belize Dollar zu tauschen, 'da wir sonst mit denen nix mehr anfangen konnten und in Mexiko die keiner nehmen würde'. Gottseidank war sein Kurs so schlecht dass wir dankend ablehnten - doch dazu später mehr.

Weiter ging es mit einem zweiten Boot 1,5 Stunden über Wasser über die Grenze,wo uns sympathische Mexikaner mit Maschinengewehren und gepanzerten Fahrzeug inkl. Drogenhund in Empfang genommen haben. Noch nicht ganz einen Fuß aufs Festland gesetzt, wurden wir erst mal aufgefordert alle "Handtaschen" auf den Boden in eine Reihe zu legen, während unsere Reisetaschen, die wir seit Beginn der Reise nicht mehr gesehen haben bereits ebenfalls in eine Reihe gelegt wurden und von einem Drogenhund bereits beschnüffelt wurden. 

Nach dem netten Empfang am Pier ging es zur Immigration, wo wir etwas überraschend gesagt bekamen, dass hier eine nicht unbeachtliche Einreisesteuer fällig sei. Also wie man ins Land kommt, scheint eindeutig einen Unterschied zu machen. Also kratzen wir unsere letzten Dollar (die wir für solche Fälle immer dabei haben) plus die letzten Belize Dollar (die wir Gottseidank nicht getauscht hatten) zusammen und siehe da, es passte auf Heller und Pfennig! Unfassbar!

Wir kamen noch mit zwei Mädels aus London ins Gespräch und beschlossen kurzer Hand uns ein Taxi zum Busterminal zu teilen. Da wir nun total blank waren, mussten die Mädels uns erstmal finanzieren. Im Terminal wollten wir am ATM nun Geld abheben um das Busticket zu bezahlen. Leider gab es genau dann einen schweren Ausnahmefehler im Windows Betriebssystem. Obwohl ja böse Zungen behaupten das ganze Betriebssystem sein ein einziger großer Systemfehler. Der Automat rückte jedenfalls weder Geld, noch Sandras Karte raus!!! Komplett AUFGEHÄNGT!!! 



Da standen wir in Mexiko mit einer Ausnahme-Situation. Es stellte sich als glücklicher Zufall heraus dass eine der zwei London-Girls aus Peru stammt und daher muttersprachlich Spanisch spricht. Was leider nix daran änderte dass weder die Dame von der Touristeninfo, noch der Herr am Infoschalter des Bus-Terminals dazu bereit gewesen wären die kostenlose Hotline-Nr. der Bank anzurufen und um Hilfe zu bitten. Von unserem deutschen Handy konnten wir die Nummer nicht anrufen, aber es gab noch Münztelefone. Unseren Bus hatten wir mittlerweile verpasst, aber hatten jetzt auch andere Sorgen. Die Peruanerin half uns und rufte die Bank an und der Helpdesk Mitarbeiter wollte sich der Sache annehmen. In den nächsten 5-10 min sollte der Neustart des Systems gemacht sein und die Karte heraus kommen. Ich wusste nicht, dass Microsoft-Minuten die gleiche Einheit haben, wie mexikanische Minuten. Als nach fast 20 min immer noch nix passierte, sollte unser Plan B zünden. Die Peruanerin bestellte mir ein Taxi zum nächsten ATM im Ort damit wir wenigstens zu Geld kommen würden, denn auch ihr Bus würde demnächst abfahren. Uns lief also die Zeit davon. Sandra bewachte den Automaten, die englische Peruanerin versuchte es noch mal bei der Bank und die vierte im Bunde bewachte die Taschen.
Gerade als ich das Busterminal wieder betrat, zog San jubelschreiend ihre Visa Karte aus dem Automaten und hielt sie hoch wie Philipp Lahm den WM Pokal! Was bei den anderen wartenden Fahrgästen große Fragezeichen ins Gesicht schrieb (die hatten wohl die WM nicht verfolgt :-)

Schnell noch ein Ticket nach Tulum gekauft, denn der nächste Bus sollte in 3 Min abfahren. Nach über einer Stunde Action mit uns, verabschiedeten wir uns sehr herzlich von den zwei namenlosen Briten. Ohne die tolle Unterstützung der zwei wären wir bei der sonstigen "unterlassenen Hilfeleistung" auf verlorenem Posten gewesen. Die zwei hatte wirklich das Schicksal geschickt und wir sind uns sicher, sie werden ebenfalls Hilfe von jemanden erhalten, wenn sie sie brauchen. 

Sonntag, 16. November 2014

14.-15.11.2014 - UnBELIZEble*

Nach einer kürzer als erwarteten Anreise aus El Remate, passierten wir schon nach ca 1 Std. Busfahrt die Grenze nach Belize und bereits nach zwei weiteren Stunden Fahrt standen wir am Pier von Belize Stadt um auf das 10:30 Uhr Boot zu warten, was ein Boot früher war als geplant. 
Nach weiteren 45 Min mit dem Boot ging es über Cyan farbenes Wasser auf die mit carbischen-Flair beschrieben Insel Caye Caulker. Endlich mal ein paar Tage entspannen. Sollte es unser erster Strandaufenthalt in dem Urlaub sein, auf den wir uns sehr freuten. 

Schon am Pier in Belize City war klar, alles ist anders als noch heute Morgen in Guatemala. Obwohl Belizes Nachbarländer Mexiko und Guatemala sind, ist hier Englisch die Amtssprache. Was es trotz San's großem Sprachtalent, die Sache doch deutlich einfacher für uns machte, auch wenn das Englisch mit einer Art Reggaedialekt gesprochen wird. Das nebenbei bemerkt aber eindeutig mehr nach Urlaub klingt als Oxford Englisch :-)

Auf der Insel angekommen, begrüßten uns die Taxifahrer mit ihren Golfwagen, die als einzigen fahrbaren Untersatz neben den zahlreichen Fahrrädern auf der kleinen Insel (Umrundung in weniger als 2 Std. möglich) dienen. Sehr sympathisch, daher stammt bestimmt auch der Slogan der Insel: Go Slow! 

Der Maya-Gott musste mich gestern in Tikal auf Tempel #4 erhört haben, so standen wir wenige Meter vom Pier entfernt völlig verwundert vor einer belizeischen Ausführungen eines Starbucks! Der White-Schoklade-Mokka Kaffee musste allerdings noch auf sich warten lassen, war der Laden gerade noch geschlossen. 
Dagegen war eine gemütliche Unterkunft mit dem Tropical Paradise schnell gefunden, auch wenn das Resort direkt neben dem Friedhof liegt.

Am nächsten Tag sollten wir bei bewölkten Wetter mit den Rädern die Insel erkunden. Am Ende stand für uns fest, dass wie bereits am Tag zuvor der Funke einfach nicht übergesprungen ist. 
Auf der einen Seite wirkt die Insel sehr gechillt, auf der anderen Seite fehlt uns ein gemütliches Café wo man bei nicht so prallem Wetter, wie heute, mal abhängen und einfach mal nen Buch lesen konnte. Auch die Preise haben es in sich. Der nicht vorhandene Strand fehlt uns doch schmerzhaft. m wahrsten Sinne des Wortes, denn die Alternative ist, dass man sich auf die Holzstege legt. Zu guter letzt, ist dann wohl durch die Vielzahl der Boote bedingt, ist die Wasser Qualität nicht die beste, so dass es nicht gerade zum Baden einlädt. Kurzum, nicht gerade das, was wir uns für die nächsten 4-5 Tage vorgestellt hatten :-( 
Schön wenn man flexibel sein kann. Daher haben wir heute beschlossen unsere Reise morgen bereits fortzusetzen. Ziel: Tulum in Mexiko.


*Unbelizeable ist ein, wie wir finden gelungenes Wortspiel des englischen Wortes unbelievable = unglaublich und Belize.

Samstag, 25. Oktober 2014

Der Countdown läuft

Arriba!, 

in knapp 1,5 Wochen ist es endlich wieder so weit. Da ich (San) aktuell mal wieder krank bin (war das vorm Urlaub schon mal anders?), heute mal Geschreibsel von mir :-)

Wir packen nun also die Sachen und verlassen das triste Deutschland. Dieses Mal leider nur 3,5 Wochen. Ab und zu muss man auch mal arbeiten... Nachdem wir die letzten Jahre Südost-Asien, mit Asien-Abstechern nach links und rechts, bereisten, suchen wir nun neue Abenteuer. Und das auf einem anderen Kontinent. Siiiii, wir verlassen bekannte Ufer und reisen nach Zentralamerika. Vamos!

Wir sind total gespannt, was uns dort erwarten wird, haben aber wiederum null Erwartungen - und dann wird es ja bekanntlich immer am besten. Und so sieht die Route aus - bekanntlich in meinem Kopf und wenig gebucht:
- 06.11. Frankfurt nach Miami mit Übernachtungs-Zwischenstopp
- Guatemala: Antigua, Lake Attitlan, Chichicastenango und Panajachel, weiter nach Tikal
- Belize: Caye Caulker
- Mexiko: Valladolid mit diversen Ausflügen und Beach, vielleicht in Tulum
- USA: Hier werden wir sicher drei mega lustige Tage mit unseren US-Jungs Mark & Mike in Fort Lauderdale/Miami verbringen. Super, dass wir genau zu Thanksgiving und zum Black Friday da sind. Was ein Zufall ;-) Wir freuen uns riesig auf die zwei, haben wir sie doch 2009 das letzte Mal gesehen, weil Hurrikane Sandy den Besuch auf unserer Hochzeit leider nicht möglich machte.

Also macht euch bereit für die Abenteuer von Tim & Struppi, ach nee, SaMaPa.

Que te diviertas!


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