1. Was waren deine Reise-Highlights?
Eindeutig die Reise an sich mit all seiner Befreiung von schlechten (Sorgen)-Gedanken und Reduzierung auf das Wesentliche; die Menschen die wir kennen gelernt haben, von denen einige sicher nun zu unserem Leben gehören. Eigentlich jeder einzelne Moment, egal wie er war, weil er die Reise zu dem gemacht hat, was sie geworden ist und woran ich mich ein Leben lang erinnern werde.
2. Was hat dir nicht gefallen?
Nichts, denn alles hat dazu gehört und selbst über den schlimmsten (Reise)-Tag kann man am nächsten Tag schon wieder lachen.
3. Was war ein emotionaler/ schöner/ beeindruckender Moment für dich?
Besonders der Ballonflug in Bagan war beeindruckend, vor den Erbauern der Tempel von Angkor knie ich nieder und vor den Menschen und ihrer Anmut und Herzlichkeit trotz nennen wir es mal materieller Armut in fast allen Ländern habe ich den höchsten Respekt!
Am schönsten sind aber immer die strahlenden Kinderaugen, wenn man etwas schenkt.
Sehr berührt und gerührt haben mich die drei armen und dreckigen Strassenmädchen in Dumaguete; die zwei Rosenmädchen in Phnom Penh die nicht eher nach Hause können bis die Blumen verkauft sind und das Mädchen in Siem Reap, die mir einen von den Armreifen schenkte, die sie eigentlich verkauft, weil ich ihr einen Luftballon schenkte.
4. Welche(n) Moment(e) würdest du gerne streichen?
Feuerwerks-Explosion in meiner Hand an Silvester mit kurzzeitiger Blindheit (Philippinen), Kakerlake mitten in der Nacht im Bett (Thailand), Hitzekollaps (Thailand) und Magenprobleme (besonders Myanmar).
5. Nenne deine drei Lieblingsorte!
Bagan, Siem Reap, Monarch Sands (gerade wegen der Leute) und darf ich bitte noch Chiang Mai dazu nehmen!? Bangkok zähle ich mal nicht auf, denn das ist mein zweites Wohnzimmer :-)
6. Welche Hotels haben dir am besten gefallen?
Mo rooms (Chiang Mai, Thailand), Coral Cay (Siquijor, Philippinen) und Number 9 (Phnom Penh, Kambodscha)
7. Was hast du von zuhause während der Zeit vermisst?
Auf alle Fälle KEIN Fleisch - man mag es nicht glauben. Sonst eigentlich nur mein bequemes Bett und am Ende den Kleiderschrank.
8. Was hättest du nicht einpacken brauchen?
Ein/zwei Teilchen, Taucherbrille und Schnorchel und besonders meinen Grübelkopf und gestresstes Herz hätte ich gerne direkt zuhause gelassen.
9. Was solltest du das nächste Mal mitnehmen?
Mittel gegen Sandflies-Allergie, mehr T-Shirts mit Arm, noch mehr Geschenke für die Kinder.
10. Kannst du dir vorstellen, eine solche Reise noch einmal zu machen?
Unbedingt. Sicher werde ich die Eindrücke und Erfahrungen mein Leben lang nicht vergessen und hoffentlich eine sehr lange Zeit davon zehren. Jeder sollte eine solch Reise einmal in seinem Leben machen!
Auch mit Marco/San nochmal?
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Sonntag, 25. März 2012
Reise-Interview Marco
1. Was waren deine Reise-Highlights?
- Ballon-Rundflug in Bagan
- Tauchen auf APO-Island
- Khao Sok Nationalpark
- Angkor Wat
2. Was hat dir nicht gefallen?
- Dauer Regen und Kälte in Nord-Vietnam
- lästige Moskitos in Ko Chang
- Russen on Tour
3. Was war ein emotionaler/schöner/beeindruckender Moment für dich?
- der Ballonflug über Bagan, weil es so schön aussah
- die Quadtour in Siem Reap, weil man sehen konnte wie einfach die Menschen dort leben und sich freuten einen "Weißen" zu sehen
- die Menschenschlange von Frauen mit ihren Kindern in Siem Reap, da es unvorstellbar ist welche Strapazen sie auf sich nehmen um ärztliche Versorgung zu bekommen.
4. Welcher Moment(e) würdest du gerne streichen?
- als San die Wunderkerze an Silvester in der Hand explodierte und ich dachte die Reise ist jetzt vorbei
- der Hitzschlag auf Ko Chang
- als die Kakerlake mitten in der Nacht durch das Bett und über mich gelaufen ist
5. Nenne deine drei Lieblingsorte!
- die Hängematte im Gu's Bay bei Sonnenuntergang
- das Bett in MoRooms in Chiang Mai
- das InterContinental in Singapur zum Frühstück
6. Welches Hotel hat dir am besten gefallen?
- MoRooms
7. Was hast du von zuhause während der Zeit vermisst?
- Nutella-Brötchen
- meine Jogginghose
8. Was hättest du nicht einpacken brauchen?
9. Was solltest du das nächste Mal mitnehmen?
- weniger Klamotten
10. Kannst du dir vorstellen, eine solche Reise noch einmal zu machen?
- sofort
Auch mit Marco/San nochmal?
- mit wem denn sonst
- Ballon-Rundflug in Bagan
- Tauchen auf APO-Island
- Khao Sok Nationalpark
- Angkor Wat
2. Was hat dir nicht gefallen?
- Dauer Regen und Kälte in Nord-Vietnam
- lästige Moskitos in Ko Chang
- Russen on Tour
3. Was war ein emotionaler/schöner/beeindruckender Moment für dich?
- der Ballonflug über Bagan, weil es so schön aussah
- die Quadtour in Siem Reap, weil man sehen konnte wie einfach die Menschen dort leben und sich freuten einen "Weißen" zu sehen
- die Menschenschlange von Frauen mit ihren Kindern in Siem Reap, da es unvorstellbar ist welche Strapazen sie auf sich nehmen um ärztliche Versorgung zu bekommen.
4. Welcher Moment(e) würdest du gerne streichen?
- als San die Wunderkerze an Silvester in der Hand explodierte und ich dachte die Reise ist jetzt vorbei
- der Hitzschlag auf Ko Chang
- als die Kakerlake mitten in der Nacht durch das Bett und über mich gelaufen ist
5. Nenne deine drei Lieblingsorte!
- die Hängematte im Gu's Bay bei Sonnenuntergang
- das Bett in MoRooms in Chiang Mai
- das InterContinental in Singapur zum Frühstück
6. Welches Hotel hat dir am besten gefallen?
- MoRooms
7. Was hast du von zuhause während der Zeit vermisst?
- Nutella-Brötchen
- meine Jogginghose
8. Was hättest du nicht einpacken brauchen?
9. Was solltest du das nächste Mal mitnehmen?
- weniger Klamotten
10. Kannst du dir vorstellen, eine solche Reise noch einmal zu machen?
- sofort
Auch mit Marco/San nochmal?
- mit wem denn sonst
Sonntag, 5. Februar 2012
(1.-5.2.12) Tage 48-52 - Bagan, die Tempel-und Pagodenstadt
Bevor wir unsere dritte und letzte Station von Myanmar erreichen sollten, stand als erstes Abenteuer für den Tag mal wieder "Fliegen" auf dem Programm.
Das Taxi und Boot zum Flughafen 45 Dollar, der Flug 80 Dollar, der Gesichtsausdruck der Bagan Air-Angestellten unbezahlbar, als wir ihr sagten, wo wir hinwollten!
Ihr fiel alles aus dem Gesicht, als wir ihr sagten dass wir nicht nach Yangon (stand auf dem Schild hinter ihr), sondern Bagan wollten. Die Flug Nr. passte, aber das Ziel nicht, wie auch immer das sein kann. Sofort rief sie einen Kollegen und beide blätterten in einem Schnellhefter mit Klarsichthüllen herum, wo wohl alle Flug-Verbindungen drauf standen. Schnell war klar dass wir erst mal nur nach Mandalay kommen würden, um dort umzusteigen Richtung eigentliches Ziel.
Wenn man darauf eingestellt ist und am Zielort keine Verabredung mit irgendwelchen Taxis hat, sieht man das schon gleich viel entspannter.
Nicht klar war dagegen, welche Aufkleber wir nun bekommen sollten. Erst den einen, dann nen anderen, dann doch wieder den ersten und zum Schluss hatten wir beide. Den Security Check hat San übersprungen, weil keiner kam. Der Flieger hatte Verspätung so dass wir dann doch etwas gespannt waren, ob wir den Anschlussflug nach weniger als 20 Minuten nach Landung kriegen würden.
In Mandalay angekommen, genossen wir VIP-Status: Im Flieger kamen kurz nach der Landung - noch auf der Landebahn - die Stewardessen auf uns zu und signalisierten uns, dass wir als Erste die Maschine verlassen müssen. Gesagt, getan. So wurden wir zum Ausgang der ATR-72 eskortiert um direkt nach Öffnen der Türen die Treppe hinunter zu nehmen, wo ein Mann uns in Empfang nahm und signalisierte wir müssen schnell in den Bus und vorne beim Fahrer Platz nehmen. Dafür warteten wir dann vergebens dass der Bus los fuhr, stattdessen bis der Letzte aus der Maschine ganz gemütlich die Treppe herunter kam und in den Bus einstieg!? So kommt man auch mit anderen Reisenden ins Gespräch, die sich nämlich wunderten, warum wir erst so abgeführt wurden und jetzt nicht schon im nächsten Flieger sitzen.
Im Terminal das gleiche Spiel: Vorbei an "gut und böse", standen wir da im Wartebereich für die Gates (es gibt nur eins für alle Flüge), um festzustellen dass die Flugzeit auf unserem Ticket, die uns die Dame in Heho erst gezeigt und dann gestempelt hat, nicht stimmte sondern der Flieger nun eine Stunde später fliegen sollte. Auch da blieben wir entspannt, formulierten aber schon mal eine Mail an unsere Reiseagentur.
Endlich in Bagan angekommen, trauten wir unseren Ohren kaum. 10 Dollar für max 15 min Fahrt zum Hotel. Die drei anwesenden Taxifahrer waren sich einig, dass sie einen Durchschnitts-Wochenlohn (der Wert ist eine Annahme und nicht recherchiert) pro Fahrt verdient haben. Das war es wieder dieses Gefühl der Abgezocktheit, wie man es hier leider sehr häufig hat!
Es war schon spät, also auf zum Hotel. Dort angekommen trauten wir den Augen kaum. Zwei Matratzen auf dem Boden und ein Ekelbad warteten für offiziell 29 US-Dollar auf uns. Ein anderes Zimmer gab es nicht und zum Hotelwechsel war es dank Reiseagentur und Bagan Air jetzt zu spät.
Nach einer kurzen Nacht, dank des betenden Mönchs nebenan, der den gesamten Ort drüber informieren wollte dass und was er betet, wurden wir um 5:35 Uhr von einem Truppenwagen der Engländer aus dem Zweiten Weltkrieg abgeholt. Das hatte Stil. Ziel des Busses war unsere Abflugsbasis für den "Ballon over Bagan" Flug, in dem wir den Sonnenaufgang über den tausenden von Tempeln, Pagoden und Stupas erleben sollten. Dass ich es überhaupt erleben durfte, verdanke ich zwei Immodium akut kurz vor Abflug, hatte ich die Magenbeschwerden nicht wie San am Inle Lake gelassen.
Der Rundflug dauerte ca. 40 Minuten und war traumhaft schön und ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt. All die Tempelanlagen und Pagoden, die im Morgendunst nach oben ragen um die ersten Lichtstrahlen des Tages einzufangen. Es war atemberaubend!
Nach der unsanften aber sicheren Landung auf einem Feld (die härteste wohl seit langem), erwartete uns ein Sekt-Empfang. San meinte das hatte schon etwas von Afrika-Safari, wo dann irgendwo in der Wüste ein 'Tischlein-deck-dich' stattfindet und man genüsslich zusammen kommt um den Tag Revue passieren zu lassen. Ich fand es hat das Gesamtbild abgerundet. Erst dieser alte (insgesamt 6 Stück), aber gut erhaltene Bus, der einen vom Hotel abholt, der Flug und zu guter Letzt der Sektempfang im Licht der aufgehenden Sonne auf einem Feld: WOW!
Zurück im Hotel frühstückten wir schnell und schnappten uns dann zwei Räder um ein neues Hotel zu suchen. Schnell wurden wir fündig und fanden so ein wirklich schnuckeliges Hotel mit viel besserem Zimmer, ohne Ekelfaktor bei gleichem Preis. So packten wir die Sachen und zogen um :-)
Den Rest des Tages verbrachten wir ebenfalls auf unseren Fahrräder und erkundeten auf eigene Faust einige der umliegenden Tempel und Pagoden, die wir am Morgen noch aus der Luft bewundert haben.
Leider hatte ich meine Packung Kekse vergessen, so dass ich San, als sie zwischendurch Hunger bekommen hatte, kaum zum Weiterfahren bringen konnte, so dass die Stimmung zu kippen drohte, wenn wir nicht bald etwas Essbares finden würden. Ich stellte mal wieder fest, dass der Snickers-Slogan: "Du bist nicht du, wenn du Hunger hast!" auf meine kleine Sandra maßgeschneidert ist ;-) Ein Snickers gab es hier nicht, aber dafür etwas anderes essbares, ehe wir weiter durchs Land fuhren. Auf meinem Einkaufszettel stehen Kekse jetzt ganz oben ;-)
Nach dem Sonnenuntergang ging es müde vom lagen Tag und völlig zugestaubt, nach der erlösenden Dusche und etwas zu Essen zeitig ins Bett.
Nach der sportlichen Betätigung gestern, sollten wir uns den nächsten Tag Pferdestärken gönnen. Genau genommen eine! Wir griffen vor unserem Hotel eine Kutsche auf und starteten in den Tag. Ziel war es neben einer Vielzahl weiterer Tempel und Pagoden in die Stadt Nyaung-U zu kommen, um uns dort erst die goldene Pagode anzuschauen, ehe wir Mittagessen (hatte noch keine Zeit gehabt Kekse zu kaufen) und das anschliessende Kaffeetrinken in dem gemütlichen Black Bamboo Café verbinden sollten.
Auf dem Rückweg beglückten wir Strassenhändler mit ein paar Dollar, ehe wir nach ein paar weiteren Tempeln am letzten Stopp angekommen waren. Der Sonnenuntergang von der Spitze eines Temples. Leider konnte ich das Lichtspektakel nicht geniessen, lies die Wirkung der Imodium Akut nach und fesselte mich auch nach Ankunft im Hotel für den Rest des Tages an die Toilette :-(
PS: Neue Bilder (inle lake und Bagan) sind online.
Das Taxi und Boot zum Flughafen 45 Dollar, der Flug 80 Dollar, der Gesichtsausdruck der Bagan Air-Angestellten unbezahlbar, als wir ihr sagten, wo wir hinwollten!
Ihr fiel alles aus dem Gesicht, als wir ihr sagten dass wir nicht nach Yangon (stand auf dem Schild hinter ihr), sondern Bagan wollten. Die Flug Nr. passte, aber das Ziel nicht, wie auch immer das sein kann. Sofort rief sie einen Kollegen und beide blätterten in einem Schnellhefter mit Klarsichthüllen herum, wo wohl alle Flug-Verbindungen drauf standen. Schnell war klar dass wir erst mal nur nach Mandalay kommen würden, um dort umzusteigen Richtung eigentliches Ziel.
Wenn man darauf eingestellt ist und am Zielort keine Verabredung mit irgendwelchen Taxis hat, sieht man das schon gleich viel entspannter.
Nicht klar war dagegen, welche Aufkleber wir nun bekommen sollten. Erst den einen, dann nen anderen, dann doch wieder den ersten und zum Schluss hatten wir beide. Den Security Check hat San übersprungen, weil keiner kam. Der Flieger hatte Verspätung so dass wir dann doch etwas gespannt waren, ob wir den Anschlussflug nach weniger als 20 Minuten nach Landung kriegen würden.
In Mandalay angekommen, genossen wir VIP-Status: Im Flieger kamen kurz nach der Landung - noch auf der Landebahn - die Stewardessen auf uns zu und signalisierten uns, dass wir als Erste die Maschine verlassen müssen. Gesagt, getan. So wurden wir zum Ausgang der ATR-72 eskortiert um direkt nach Öffnen der Türen die Treppe hinunter zu nehmen, wo ein Mann uns in Empfang nahm und signalisierte wir müssen schnell in den Bus und vorne beim Fahrer Platz nehmen. Dafür warteten wir dann vergebens dass der Bus los fuhr, stattdessen bis der Letzte aus der Maschine ganz gemütlich die Treppe herunter kam und in den Bus einstieg!? So kommt man auch mit anderen Reisenden ins Gespräch, die sich nämlich wunderten, warum wir erst so abgeführt wurden und jetzt nicht schon im nächsten Flieger sitzen.
Im Terminal das gleiche Spiel: Vorbei an "gut und böse", standen wir da im Wartebereich für die Gates (es gibt nur eins für alle Flüge), um festzustellen dass die Flugzeit auf unserem Ticket, die uns die Dame in Heho erst gezeigt und dann gestempelt hat, nicht stimmte sondern der Flieger nun eine Stunde später fliegen sollte. Auch da blieben wir entspannt, formulierten aber schon mal eine Mail an unsere Reiseagentur.
Endlich in Bagan angekommen, trauten wir unseren Ohren kaum. 10 Dollar für max 15 min Fahrt zum Hotel. Die drei anwesenden Taxifahrer waren sich einig, dass sie einen Durchschnitts-Wochenlohn (der Wert ist eine Annahme und nicht recherchiert) pro Fahrt verdient haben. Das war es wieder dieses Gefühl der Abgezocktheit, wie man es hier leider sehr häufig hat!
Es war schon spät, also auf zum Hotel. Dort angekommen trauten wir den Augen kaum. Zwei Matratzen auf dem Boden und ein Ekelbad warteten für offiziell 29 US-Dollar auf uns. Ein anderes Zimmer gab es nicht und zum Hotelwechsel war es dank Reiseagentur und Bagan Air jetzt zu spät.
Nach einer kurzen Nacht, dank des betenden Mönchs nebenan, der den gesamten Ort drüber informieren wollte dass und was er betet, wurden wir um 5:35 Uhr von einem Truppenwagen der Engländer aus dem Zweiten Weltkrieg abgeholt. Das hatte Stil. Ziel des Busses war unsere Abflugsbasis für den "Ballon over Bagan" Flug, in dem wir den Sonnenaufgang über den tausenden von Tempeln, Pagoden und Stupas erleben sollten. Dass ich es überhaupt erleben durfte, verdanke ich zwei Immodium akut kurz vor Abflug, hatte ich die Magenbeschwerden nicht wie San am Inle Lake gelassen.
Der Rundflug dauerte ca. 40 Minuten und war traumhaft schön und ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt. All die Tempelanlagen und Pagoden, die im Morgendunst nach oben ragen um die ersten Lichtstrahlen des Tages einzufangen. Es war atemberaubend!
Nach der unsanften aber sicheren Landung auf einem Feld (die härteste wohl seit langem), erwartete uns ein Sekt-Empfang. San meinte das hatte schon etwas von Afrika-Safari, wo dann irgendwo in der Wüste ein 'Tischlein-deck-dich' stattfindet und man genüsslich zusammen kommt um den Tag Revue passieren zu lassen. Ich fand es hat das Gesamtbild abgerundet. Erst dieser alte (insgesamt 6 Stück), aber gut erhaltene Bus, der einen vom Hotel abholt, der Flug und zu guter Letzt der Sektempfang im Licht der aufgehenden Sonne auf einem Feld: WOW!
Zurück im Hotel frühstückten wir schnell und schnappten uns dann zwei Räder um ein neues Hotel zu suchen. Schnell wurden wir fündig und fanden so ein wirklich schnuckeliges Hotel mit viel besserem Zimmer, ohne Ekelfaktor bei gleichem Preis. So packten wir die Sachen und zogen um :-)
Den Rest des Tages verbrachten wir ebenfalls auf unseren Fahrräder und erkundeten auf eigene Faust einige der umliegenden Tempel und Pagoden, die wir am Morgen noch aus der Luft bewundert haben.
Leider hatte ich meine Packung Kekse vergessen, so dass ich San, als sie zwischendurch Hunger bekommen hatte, kaum zum Weiterfahren bringen konnte, so dass die Stimmung zu kippen drohte, wenn wir nicht bald etwas Essbares finden würden. Ich stellte mal wieder fest, dass der Snickers-Slogan: "Du bist nicht du, wenn du Hunger hast!" auf meine kleine Sandra maßgeschneidert ist ;-) Ein Snickers gab es hier nicht, aber dafür etwas anderes essbares, ehe wir weiter durchs Land fuhren. Auf meinem Einkaufszettel stehen Kekse jetzt ganz oben ;-)
Nach dem Sonnenuntergang ging es müde vom lagen Tag und völlig zugestaubt, nach der erlösenden Dusche und etwas zu Essen zeitig ins Bett.
Nach der sportlichen Betätigung gestern, sollten wir uns den nächsten Tag Pferdestärken gönnen. Genau genommen eine! Wir griffen vor unserem Hotel eine Kutsche auf und starteten in den Tag. Ziel war es neben einer Vielzahl weiterer Tempel und Pagoden in die Stadt Nyaung-U zu kommen, um uns dort erst die goldene Pagode anzuschauen, ehe wir Mittagessen (hatte noch keine Zeit gehabt Kekse zu kaufen) und das anschliessende Kaffeetrinken in dem gemütlichen Black Bamboo Café verbinden sollten.
Auf dem Rückweg beglückten wir Strassenhändler mit ein paar Dollar, ehe wir nach ein paar weiteren Tempeln am letzten Stopp angekommen waren. Der Sonnenuntergang von der Spitze eines Temples. Leider konnte ich das Lichtspektakel nicht geniessen, lies die Wirkung der Imodium Akut nach und fesselte mich auch nach Ankunft im Hotel für den Rest des Tages an die Toilette :-(
PS: Neue Bilder (inle lake und Bagan) sind online.
Mittwoch, 1. Februar 2012
(29.1.-1.2.12) Tage 45-48 - Inle Lake
Gott sei dank, hatten wir am Vorabend noch mal die Flugtickets überprüft, die uns die Reise-Agentur ausgehändigt hat. Denn wir wurden ohne Kommentar umgebucht, auf einen Flug früher, wie wir feststellten. Schrecksekunde! Ab ins Bett. Also Wecker auf 3:30 umgestellt und eine Stunde später ab zum Flughafen.
Wir haben schon viele Flughäfen dieser Welt gesehen, aber so einen dann doch noch nicht. Der Check-In Counter war nicht mehr als einer dieser Probierstände beim Real Supermarkt (heisst jetzt wohl Globus wenn ich recht informiert bin). Dort bekamen wir einen farbigen Aufkleber der Airline auf unser T-Shirt geklebt damit man die verschiedenen Flüge auseinander halten konnte und ein gestempeltes Boardticket, das war alles!
Mit einer ATR-72, einer zwei Propeller-Maschine, ging es dann dem Sonnenaufgang entgegen um etwas über eine Stunde später wieder zu landen. Ich schaute nicht schlecht als San zu mir meinte: "da steht Bagan an dem Terminal dran", wollten wir doch nach Heho und erst in 4 tagen nach Bagan! Schrecksekunde Nr 2. Ein Blick in das Airline Magazin verriet uns, das es keinen direkt Flug von Bagan nach Heho gab. So sahen wir uns schon alles umbuchen, die Agentur zur Schnecke machen und die nächsten Tage hier verbringen. Die freundliche Stewardess bestätigte uns auch noch dass wir tatsächlich in Bagan seien, aber diese Maschine weiter nach Heho fliegen würde (obwohl es laut Magazin keine Verbindung gab) und hier nur ein paar Leute aus (am Ende alle ausser uns) und noch viel mehr wieder einsteigen würden. Wir können aber ruhig sitzen bleiben in 15 Min. würde es weitergehen.
Das hat uns von der Agentur auch keiner gesagt! Aber besser so, als am richtigen Flughafen zur falschen Zeit.
Wir wollten Abenteuer und das gehört eben dazu.
Dachte ich der Flughafen in Yangon hätte Exoten-Charakter, so hatte das nur eine Haltbarkeit bis wir in Heho angekommen sind. Hier liefen Leute auf dem Rollfeld herum und der Tower war nicht mehr als in der Maaraue die Pommesbude mit Radar auf dem Dach. Da es kein Fliessband für die Koffer gab, wurden sie mit einem kleinen Kofferwagen ans Ende des Rollfeldes Richtung Eingang zum Terminal gezogen, von wo wir sie uns herunter nehmen konnten. Sehr Geil. Ich frage mich, was diese Mitarbeiter, die bestimmt sehr stolz darauf sind am Heho Airport zu arbeiten, sagen würden, wenn sie einen Tag lang ihren Kollegen am Frankfurter Airport zuschauen dürften. Ein Tag würde bestimmt nicht reichen, um all ihre Bereiche, die sie hier betreuen dort anzuschauen.
Gott sei dank hat unser See-Hotel die letzte Hilfe-Mail von gestern Abend noch erhalten, nachdem wir festgestellt hatten dass wir fast eine Stunde früher ankommen würden. Denn unser Fahrer wartete mit einem Schild "MARCO xxx xxx" am Ausgang auf uns. Was ein Segen.
Dank San's Französisch-Kenntnissen, hatten wir wieder zwei Leute gefunden mit denen wir uns dann unser bestelltes Taxi und somit auch die Kosten teilen konnten.
Die etwa 40 Minuten im Auto gaben uns etwas Einblick in das Landleben von Myanmar. Es scheint sehr einfach, aber mit einem guten Standard, gerade im Vergleich mit dem was wir auf den Philippinen gesehen haben. Lediglich bei der Motorisierung sind die Pinos weiter.
Am Pier angekommen, sollten wir die kühle Luft, von der im Reiseführer oft die Sprache war, zu spüren bekommen. So mummelten wir uns in dicke Wolldecken ein um mit dem Longtail Boot zu unserem Shwe Inn Tha Floating Resort zu kommen.
Eckdaten zum Inle Lake: liegt in der Mitte von Myanmar, 22 km lang, 11 km breit, 1328m über den Meeresspiegel.
Unsere Anlage ist ein Traum auf Stelzen, mitten auf dem Wasser. Einem Panorama-Blick auf die Berglandschaft, der zum Träumen einlädt und einem Pool, der allerdings das Wort Erfrischung etwas zu genau nimmt. Die Badewanne im Zimmer sorgt für Wohlbefinden an kühlen Abenden, also genau mein Ding :-). Tagsüber werden es im Sommer bis zu maximal 34 Grad und nachts kühlt es teilweise bis auf frostige Grad herunter, was wir versuchen müssen mit unserer kleinen Auswahl an (langen) Klamotten zu kompensieren.
Während unserer Zeit hier, genossen wir die schöne Anlage mit dem traumhaften Ausblick und schafften es nicht viel weiter als von unserem Bungalow 209, auf die andere Seite der Anlage - zum Pool. Das muss auch mal sein. Aber schon komisch wenn man meistens ganz allein am Pool liegt, weil alle anderen (auch hier fast alle im Rentner+ Alter) eine Tagestour machen. Es gibt Schlimmeres :-)
Das einzige Mal, wo wir es über die Grenzen der Anlage schafften, war für ein Abendessen im Restaurant nebenan. Was wir schon bereut haben, so hat es der Fisch mit uns nicht gut gemeint und die nächsten Tage gab es nur Zwieback für uns :-(
Heute geht es weiter nach Bagan um dort u.a. die Heissluft-Ballon-Rundfahrt zu machen, auf die wir uns so freuen.
Um nach Bagan zu kommen, gibt es aber erst mal eine Fortsetzung der Heho Flughafen Geschichte, heute dürfen wir dort einchecken und rechnen aufgrund der Flugzeit mit einer weiteren Zwischenlandung. Wir sind schon ganz gespannt ;-)
Wir haben schon viele Flughäfen dieser Welt gesehen, aber so einen dann doch noch nicht. Der Check-In Counter war nicht mehr als einer dieser Probierstände beim Real Supermarkt (heisst jetzt wohl Globus wenn ich recht informiert bin). Dort bekamen wir einen farbigen Aufkleber der Airline auf unser T-Shirt geklebt damit man die verschiedenen Flüge auseinander halten konnte und ein gestempeltes Boardticket, das war alles!
Mit einer ATR-72, einer zwei Propeller-Maschine, ging es dann dem Sonnenaufgang entgegen um etwas über eine Stunde später wieder zu landen. Ich schaute nicht schlecht als San zu mir meinte: "da steht Bagan an dem Terminal dran", wollten wir doch nach Heho und erst in 4 tagen nach Bagan! Schrecksekunde Nr 2. Ein Blick in das Airline Magazin verriet uns, das es keinen direkt Flug von Bagan nach Heho gab. So sahen wir uns schon alles umbuchen, die Agentur zur Schnecke machen und die nächsten Tage hier verbringen. Die freundliche Stewardess bestätigte uns auch noch dass wir tatsächlich in Bagan seien, aber diese Maschine weiter nach Heho fliegen würde (obwohl es laut Magazin keine Verbindung gab) und hier nur ein paar Leute aus (am Ende alle ausser uns) und noch viel mehr wieder einsteigen würden. Wir können aber ruhig sitzen bleiben in 15 Min. würde es weitergehen.
Das hat uns von der Agentur auch keiner gesagt! Aber besser so, als am richtigen Flughafen zur falschen Zeit.
Wir wollten Abenteuer und das gehört eben dazu.
Dachte ich der Flughafen in Yangon hätte Exoten-Charakter, so hatte das nur eine Haltbarkeit bis wir in Heho angekommen sind. Hier liefen Leute auf dem Rollfeld herum und der Tower war nicht mehr als in der Maaraue die Pommesbude mit Radar auf dem Dach. Da es kein Fliessband für die Koffer gab, wurden sie mit einem kleinen Kofferwagen ans Ende des Rollfeldes Richtung Eingang zum Terminal gezogen, von wo wir sie uns herunter nehmen konnten. Sehr Geil. Ich frage mich, was diese Mitarbeiter, die bestimmt sehr stolz darauf sind am Heho Airport zu arbeiten, sagen würden, wenn sie einen Tag lang ihren Kollegen am Frankfurter Airport zuschauen dürften. Ein Tag würde bestimmt nicht reichen, um all ihre Bereiche, die sie hier betreuen dort anzuschauen.
Gott sei dank hat unser See-Hotel die letzte Hilfe-Mail von gestern Abend noch erhalten, nachdem wir festgestellt hatten dass wir fast eine Stunde früher ankommen würden. Denn unser Fahrer wartete mit einem Schild "MARCO xxx xxx" am Ausgang auf uns. Was ein Segen.
Dank San's Französisch-Kenntnissen, hatten wir wieder zwei Leute gefunden mit denen wir uns dann unser bestelltes Taxi und somit auch die Kosten teilen konnten.
Die etwa 40 Minuten im Auto gaben uns etwas Einblick in das Landleben von Myanmar. Es scheint sehr einfach, aber mit einem guten Standard, gerade im Vergleich mit dem was wir auf den Philippinen gesehen haben. Lediglich bei der Motorisierung sind die Pinos weiter.
Am Pier angekommen, sollten wir die kühle Luft, von der im Reiseführer oft die Sprache war, zu spüren bekommen. So mummelten wir uns in dicke Wolldecken ein um mit dem Longtail Boot zu unserem Shwe Inn Tha Floating Resort zu kommen.
Eckdaten zum Inle Lake: liegt in der Mitte von Myanmar, 22 km lang, 11 km breit, 1328m über den Meeresspiegel.
Unsere Anlage ist ein Traum auf Stelzen, mitten auf dem Wasser. Einem Panorama-Blick auf die Berglandschaft, der zum Träumen einlädt und einem Pool, der allerdings das Wort Erfrischung etwas zu genau nimmt. Die Badewanne im Zimmer sorgt für Wohlbefinden an kühlen Abenden, also genau mein Ding :-). Tagsüber werden es im Sommer bis zu maximal 34 Grad und nachts kühlt es teilweise bis auf frostige Grad herunter, was wir versuchen müssen mit unserer kleinen Auswahl an (langen) Klamotten zu kompensieren.
Während unserer Zeit hier, genossen wir die schöne Anlage mit dem traumhaften Ausblick und schafften es nicht viel weiter als von unserem Bungalow 209, auf die andere Seite der Anlage - zum Pool. Das muss auch mal sein. Aber schon komisch wenn man meistens ganz allein am Pool liegt, weil alle anderen (auch hier fast alle im Rentner+ Alter) eine Tagestour machen. Es gibt Schlimmeres :-)
Das einzige Mal, wo wir es über die Grenzen der Anlage schafften, war für ein Abendessen im Restaurant nebenan. Was wir schon bereut haben, so hat es der Fisch mit uns nicht gut gemeint und die nächsten Tage gab es nur Zwieback für uns :-(
Heute geht es weiter nach Bagan um dort u.a. die Heissluft-Ballon-Rundfahrt zu machen, auf die wir uns so freuen.
Um nach Bagan zu kommen, gibt es aber erst mal eine Fortsetzung der Heho Flughafen Geschichte, heute dürfen wir dort einchecken und rechnen aufgrund der Flugzeit mit einer weiteren Zwischenlandung. Wir sind schon ganz gespannt ;-)
Freitag, 27. Januar 2012
(26-29.1.12) Tage 42-45 - Yangon
Unsere Reise führt uns weiter nach Myanmar, das im Nord-Westen an Thailand angrenzt und eine 1/2 Zeitzone hinter Thailand zurück liegt.
Man sagt das Myanmar so ursprünglich sei, wie das Thailand von vor etwa 10-15 Jahren. Auf den ersten Eindruck kaum vorstellbar, so hat man das Gefühl, das militärisch geführte Land möchte keine Touristen im Land haben. So darf man sich neben dem Visum auch um nagelneue, nicht geknickte US-Dollar-Noten kümmern, da nur diese angenommen werden. Geld kann vor Ort nicht abgehoben werden und den Tausch in einheimische Kyatt gab es bis zum 1.1.2012 nur unter der Hand am Strasseneck! Aber irgendwas muss dieses Land haben, denn Menschen die dort waren, bekommen ein Funkeln in den Augen und fangen an zu schwärmen. Da wir mitschwärmen möchten, haben wir alle Hürden genommen und sind erfolgreich eingereist. Was auch nicht jeder schafft.
Die Fahrt vom Flughafen war schon das erste Abenteuer das auf uns warten sollte. Die Dame von unserer Booking Agentur hat den Taxifahrer instruiert, dass unser East Hotel im Zentrum der Stadt liegt und der gute man nickte ehe wir los fuhren. Leider fehlte ihm leider jede Ortskenntnis, anders ist es nicht zu erklären, dass er den Strassennamen der grössten Strasse der Stadt nicht zuordnen konnte und wir 3 mal nach dem Weg fragen mussten und 2 mal im Kreis gefahren sind, ehe ich das Hotel entdeckt hatte. Das Auto, Baujahr weit vor meiner Geburt, hatte eindeutig schon bessere Zeiten gesehen und wurde permanent schon bei 50 km/h mit dem 5 Gang gequält, was den Fahrer aber auch nicht weiter wunderte auch wenn das Restleben seines Autos sich darüber beschwerte.
Immerhin hatte das Taxi noch zum Teil eine Innenverkleidung und Sitzpolster. Bei weiteren Taxifahrten in den kommenden Tagen fanden wir zu meist weder Innenverkleidung noch richtige Sitzpolster vor. In einem war sogar ein Loch im Boden, so dass wir die Strasse während der Fahrt beobachten konnten.
Eindrücke der ersten Tage: ein Land in dem...
- die Männer Röcke tragen
- Frauen sich Sandelholz ins Gesicht schmieren zum Schutz vor Sonne und um weiß auszusehen
- Männer Bethel kauen um es wieder auszuspucken, was überall auf der Strasse rote Flecken hinterlässt
- Oldtimer-Treffen angesagt ist, sowohl die Autos, Busse und LKWs stammen aus einer Zeit vor unserer Zeit, als auch die Touristen. Der Großteil hat die 65 schon sehr lange Zeit überschritten und stammen vorwiegend aus den USA, Kanada oder Deutschland.
Der Stadtrundgang am ersten Tag führte uns durch allerhand sehr heruntergekommene Ecken. Umso verwunderlicher dass das Preisniveau von Essen und Trinken über dem von Thailand liegt.
Abends ging es dann noch für ca. 1 Euro in den Film "mission impossible 4".
Der zweite Tag führte uns nach einem späten Frühstück Richtung Markt um etwas Obst zu kaufen. Leider Fehlanzeige, doch dafür fanden wir einen der wenig gut englisch sprechenden Burmesen der Stadt. Mit ihm sollten wir uns Nachmittags wieder treffen, damit er uns während des Sonnenuntergangs in die Geheimnisse der Shwedagon Pagode einführen konnte.
Die Zwischenzeit überbrückten wir mit Beobachtungen am Strassenrand. So finde ich die "Telefonzellen" immer noch faszinierend. Zumeist ein: Plastikhocker, ein Campingtisch und ein Telefon, welches direkt mit dem Telefonmast verbunden ist. Das ist alles.
Nachmittags stand dann die Pilgerstätte für Buddhisten auf unserer Liste. Die Shwedagon Pagode. Jeder Buddhist versucht einmal im Leben hier her zu kommen.
Der Legende nach liegen in der 2500 Jahren alten Pagode die Überreste von Buddha inkl. seiner acht Haare.
Die Stupa (Baumform ähnlich einer Glocke) wurde in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder mit Gold weiter aus/übergebaut, so dass sie nun 98m hoch ist und sich schätzungsweise 53t Blattgold angesammelt haben. Die Spitze zieren mehr als 5.000 (!) Diamanten und 2.000 andere Edelsteine.Soweit die Eckdaten.
Unser Führer hatte noch weitere 3 1/2 Stunden detaillierte Infos für uns bereit, auf die wir hier nicht weiter eingehen wollen. Wohl auch weil wir zwischenzeitlich auf Durchzug schalten mussten, waren 2500 Jahre buddhistische Geschichte in der kurzen Zeit doch etwas viel.
Sehr interessant und hellwach waren wir, als es um unser Buddhistisches Horoskop ging. So haben wir herausgefunden dass San einen Elefant als Beschützertier hat und als Planet den Jupiter hat. Ich habe ein Meerschwein als Beschützertier und die Venus ist mein Planet. Anschließend zeigte er uns die Gebetszeremonie zu unseren jeweiligen Sternzeichen.
Interessant war auch, dass man von bestimmten Stellen die verschieden Farben der Diamanten im Licht der Scheinwerfer sehen konnte. Durch verändern der Position um wenige Zentimeter wurden alle vier Farben deutlich sichtbar.
Zurück im Hotel mit all den Informationen, warfen wir bei einem
Rum-Cola noch einen letzten Blick auf die Pagode, die von unserem Zimmer hell erleuchtet gut sichtbar war.
Den letzten Tag nutzen wir zum Chillen am See. Hier wurde uns klar was uns schon seit zwei Tagen hier und da aufgefallen ist. Die offensichtliche Abzocke. So sollten wir für die Begehung zum See-Restaurant Geld zahlen, eine Fotokamera hätte nochmal doppelt soviel gekostet wie der Eintritt und die Videocam noch mal fast doppelt soviel wie der Fotoapparat! Wir wollten nur was Essen und nicht den See kaufen. Für Einheimische war freier Eintritt. Als wir anschliessend für den Rundgang des See's noch mal 2 Euro pro Nase zahlen sollte, ist uns klar geworden dass es nicht nur ein Gefühl war :-( Wir hoffen dass das ein Phänomen von Yangon ist.
Ansonsten waren die Menschen nett und sehr stolz auf ihr Land und gegen ihre eigene Regierung und hoffen auf die kommenden Wahlen und auf weitere Besserung für ihr Land.
Morgen geht es in den Norden zum Inle Lake zum Entspannen. Mal sehen ob es da Internet gibt.
Man sagt das Myanmar so ursprünglich sei, wie das Thailand von vor etwa 10-15 Jahren. Auf den ersten Eindruck kaum vorstellbar, so hat man das Gefühl, das militärisch geführte Land möchte keine Touristen im Land haben. So darf man sich neben dem Visum auch um nagelneue, nicht geknickte US-Dollar-Noten kümmern, da nur diese angenommen werden. Geld kann vor Ort nicht abgehoben werden und den Tausch in einheimische Kyatt gab es bis zum 1.1.2012 nur unter der Hand am Strasseneck! Aber irgendwas muss dieses Land haben, denn Menschen die dort waren, bekommen ein Funkeln in den Augen und fangen an zu schwärmen. Da wir mitschwärmen möchten, haben wir alle Hürden genommen und sind erfolgreich eingereist. Was auch nicht jeder schafft.
Die Fahrt vom Flughafen war schon das erste Abenteuer das auf uns warten sollte. Die Dame von unserer Booking Agentur hat den Taxifahrer instruiert, dass unser East Hotel im Zentrum der Stadt liegt und der gute man nickte ehe wir los fuhren. Leider fehlte ihm leider jede Ortskenntnis, anders ist es nicht zu erklären, dass er den Strassennamen der grössten Strasse der Stadt nicht zuordnen konnte und wir 3 mal nach dem Weg fragen mussten und 2 mal im Kreis gefahren sind, ehe ich das Hotel entdeckt hatte. Das Auto, Baujahr weit vor meiner Geburt, hatte eindeutig schon bessere Zeiten gesehen und wurde permanent schon bei 50 km/h mit dem 5 Gang gequält, was den Fahrer aber auch nicht weiter wunderte auch wenn das Restleben seines Autos sich darüber beschwerte.
Immerhin hatte das Taxi noch zum Teil eine Innenverkleidung und Sitzpolster. Bei weiteren Taxifahrten in den kommenden Tagen fanden wir zu meist weder Innenverkleidung noch richtige Sitzpolster vor. In einem war sogar ein Loch im Boden, so dass wir die Strasse während der Fahrt beobachten konnten.
Eindrücke der ersten Tage: ein Land in dem...
- die Männer Röcke tragen
- Frauen sich Sandelholz ins Gesicht schmieren zum Schutz vor Sonne und um weiß auszusehen
- Männer Bethel kauen um es wieder auszuspucken, was überall auf der Strasse rote Flecken hinterlässt
- Oldtimer-Treffen angesagt ist, sowohl die Autos, Busse und LKWs stammen aus einer Zeit vor unserer Zeit, als auch die Touristen. Der Großteil hat die 65 schon sehr lange Zeit überschritten und stammen vorwiegend aus den USA, Kanada oder Deutschland.
Der Stadtrundgang am ersten Tag führte uns durch allerhand sehr heruntergekommene Ecken. Umso verwunderlicher dass das Preisniveau von Essen und Trinken über dem von Thailand liegt.
Abends ging es dann noch für ca. 1 Euro in den Film "mission impossible 4".
Der zweite Tag führte uns nach einem späten Frühstück Richtung Markt um etwas Obst zu kaufen. Leider Fehlanzeige, doch dafür fanden wir einen der wenig gut englisch sprechenden Burmesen der Stadt. Mit ihm sollten wir uns Nachmittags wieder treffen, damit er uns während des Sonnenuntergangs in die Geheimnisse der Shwedagon Pagode einführen konnte.
Die Zwischenzeit überbrückten wir mit Beobachtungen am Strassenrand. So finde ich die "Telefonzellen" immer noch faszinierend. Zumeist ein: Plastikhocker, ein Campingtisch und ein Telefon, welches direkt mit dem Telefonmast verbunden ist. Das ist alles.
Nachmittags stand dann die Pilgerstätte für Buddhisten auf unserer Liste. Die Shwedagon Pagode. Jeder Buddhist versucht einmal im Leben hier her zu kommen.
Der Legende nach liegen in der 2500 Jahren alten Pagode die Überreste von Buddha inkl. seiner acht Haare.
Die Stupa (Baumform ähnlich einer Glocke) wurde in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder mit Gold weiter aus/übergebaut, so dass sie nun 98m hoch ist und sich schätzungsweise 53t Blattgold angesammelt haben. Die Spitze zieren mehr als 5.000 (!) Diamanten und 2.000 andere Edelsteine.Soweit die Eckdaten.
Unser Führer hatte noch weitere 3 1/2 Stunden detaillierte Infos für uns bereit, auf die wir hier nicht weiter eingehen wollen. Wohl auch weil wir zwischenzeitlich auf Durchzug schalten mussten, waren 2500 Jahre buddhistische Geschichte in der kurzen Zeit doch etwas viel.
Sehr interessant und hellwach waren wir, als es um unser Buddhistisches Horoskop ging. So haben wir herausgefunden dass San einen Elefant als Beschützertier hat und als Planet den Jupiter hat. Ich habe ein Meerschwein als Beschützertier und die Venus ist mein Planet. Anschließend zeigte er uns die Gebetszeremonie zu unseren jeweiligen Sternzeichen.
Interessant war auch, dass man von bestimmten Stellen die verschieden Farben der Diamanten im Licht der Scheinwerfer sehen konnte. Durch verändern der Position um wenige Zentimeter wurden alle vier Farben deutlich sichtbar.
Zurück im Hotel mit all den Informationen, warfen wir bei einem
Rum-Cola noch einen letzten Blick auf die Pagode, die von unserem Zimmer hell erleuchtet gut sichtbar war.
Den letzten Tag nutzen wir zum Chillen am See. Hier wurde uns klar was uns schon seit zwei Tagen hier und da aufgefallen ist. Die offensichtliche Abzocke. So sollten wir für die Begehung zum See-Restaurant Geld zahlen, eine Fotokamera hätte nochmal doppelt soviel gekostet wie der Eintritt und die Videocam noch mal fast doppelt soviel wie der Fotoapparat! Wir wollten nur was Essen und nicht den See kaufen. Für Einheimische war freier Eintritt. Als wir anschliessend für den Rundgang des See's noch mal 2 Euro pro Nase zahlen sollte, ist uns klar geworden dass es nicht nur ein Gefühl war :-( Wir hoffen dass das ein Phänomen von Yangon ist.
Ansonsten waren die Menschen nett und sehr stolz auf ihr Land und gegen ihre eigene Regierung und hoffen auf die kommenden Wahlen und auf weitere Besserung für ihr Land.
Morgen geht es in den Norden zum Inle Lake zum Entspannen. Mal sehen ob es da Internet gibt.
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