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Dienstag, 24. Dezember 2013

Fazit: Tokyo

Marco:
1. die Stadt ist die Sehenswürdigkeit
2. es wirkt alles sehr strukturiert und sauber
3. Hauptbeschäftigung in der Metro ist tippen am smartphone oder Tablet. Gern gespielt wird scheinbar Sudoku 
4. wo Weihnachtsmarktbuden zu sehen sind, ist noch lange kein Weihnachtsmarkt 
5. wir brauchen einen neuen "Toilettendeckel", ob es so etwas auch schon mit App fürs iPhone gibt!?
6. Japaner fotografieren genauso viel wie in Deutschland, gut wir stehen dem in fast nix nach :-)
7. die Menschen sind auffällig gut gekleidet und modebewusst. Entweder sie sehen aus, als ob sie jeder Zeit spontan zum Vorstellungsgespräch bei der Bank gehen können oder extrem stylisch bis ins letzte Detail. 
8. Sharp hat seinen Firmensitz neben Canon und Fujitsu und IBM. Ricoh ist mehr am Puls der Zeit bzw. am Kunden, mitten in der Stadt ;-)
9. würde jeder Zeit wiederkommen, dann aber vielleicht besser im Frühling zur Kirschblütenzeit oder im Sommer. 
10. wiedererwarten eine sehr leise und entspannte Stadt, damit hätte ich nicht gerechnet. Selbst in der Vorweihnachtszeit wo alle noch auf geschenkejagt waren kam keine Hektik auf.



Sandra:
1. Kundenorientiert: Noch nie, wirklich noch nie habe ich soviel Service am Kunden erlebt wie hier. Hier ist der Kunde noch König, benimmt sich aber dem Personal auch respektvoll gegenüber. Bei Starbucks bspw. steht direkt jmd. am Eingang, um Plätze zu reservieren, damit man dann nicht mit Essen und Getränken blöde da steht. 
2. Prozessorientiert: Jeder Prozess scheint bis ins kleinste Detail durchdacht und wenn sich etwas ändert, wie z.B. eine lange Schlange zur Bestellung, wird darauf direkt reagiert. Genau mein Ding!
3. Sauber: Die Stadt ist Mega sauber. auch hier bemerkt man den respektvollen Umgang miteinander. hier wird kein Müll einfach fallen gelassen, es liegt nicht ein Kaugummi auf dem Boden - nichts!
4. Detailverliebt: Auch hier ist alles mega durchdacht. Sitze für die Kinder in den Toiletten, so dass man das Kind einfach mit reinnimmt, Halter für Schirm und Gehstock an den Ticketautomaten, so dass diese nicht wie sonst immer,runterfallen und auf dem Boden landen....Meist einfach aber Mega praktisch und bei uns leider einfach nicht vorhanden.
5. Ruhig : Millionen Einwohner und doch so ruhig. Hier wird nicht geschrieen oder laut telefoniert. Es befinden sich tw. sehr viele Menschen auf einer Stelle und trotzdem ist es einfach angenehm und nicht hektisch. selbst in den Zügen und der Metro verweisen Schilder darauf, dass man sein Handy auf lautlos stellen soll bzw. Raus zum Telefonieren soll. herrlich.
6. Toiletten: Überall und kostenlos. Selbst in jeder Metro-Station kann man sorglos auf die sauberen Toiletten gehen. Da ist jede dt. Kaufhaus-Toilette "ein Dreck" dagegen.
7. Leben und Leben lassen: In keiner Stadt wurden wir so wenig oder besser gar nicht angestarrt wie hier. Trotz der mehr als wenigen Langnasen-Touristen wird man einfach in Ruhe gelassen. Und besonders toll: jeder rennt hier rum, wie er will. Ob ganz verspielt romantisch, im Gothik-Style oder heute man mit pinkem Haar und grünen Glitzer-Brauen. Und all das ist normal. Find ich herrlich. Auch das hat für mich wieder sehr viel mit Respekt zu tun.
8. Sicher: hier stehen teure Fahrräder unabgeschlossen rum und das ist auch der Eindruck, den man von der Stadt hat. Hier braucht sich keiner unsicher fühlen.

Alles Punkte, die ich sehr schätze und deshalb habe ich mich auch sehr wohl gefühlt. Lediglich wärmer hätte es sein können, aber das liegt ja immer an der eigenen Ausstattung, die ich aufgrund der weiteren Stationen klein gehalten habe ;-)

Sayounara Tokyo!

Montag, 23. Dezember 2013

21.-23.12.13 - Tokyo

Kurz vor dem Urlaub bekam unsere Familie Zuwachs in Form von der kleinsten Vollformat-Kamera der Welt - und die kommt aus dem Haus von Sony! Somit hat die Kamera den langen weiten Weg auf sich genommen um mich erst glücklich zu machen, um dann von mir wieder in das Hauptquartier nach Tokyo geschleppt zu werden. Grund: ich benötige noch ein passendes Objektiv, welches wir gestern in Electric City nicht gefunden haben und da dachten wir, schauen wir doch direkt bei Sony mal vorbei!
Gesagt getan, schon waren wir in Ginza, dem Shopping Paradies der super Reichen. Nach dem Info-Check im Schauraum des Herstellers, machten wir uns auf den Weg zum empfohlen Kamera-Kaufhaus ums Eck. Da sollte ich dann nicht das gewünschte (das kommt erst im Januar auf den Markt, vielleicht reicht es noch bis Singapur) aber trotzdem ein Objektiv (50mm, f1,4) für meine Erweiterung der Sammlung kaufen.

Da wir schon beim Thema Technik waren, stand als nächstes der Besuch in der RICOH Hauptzentrale auf dem Programm. Nach dem die letzten beiden Tagen sehr regnerisch und ungemütlich waren, begrüßte uns heute bei strahlend blauem Himmel die Sonne in ihrer vollen Pracht. Somit entschieden wir uns dafür, die paar Blöcke bis zum Ziel zu Fuß zu laufen. Gut, vielleicht auch weil es mit der Metro sehr umständlich gewesen wäre :-) 
Beim Queren von Ginza, waren wir uns schnell einig, dass es uns sehr stark an New York erinnerte. Was aber auch sehr auffällig ist, ist wie verschieden die diversen Stadteile sind! Alte Traditionsviertel und hoch moderne Hochhäuser sind oft nur von wenigen Metro Stationen getrennt.  
Bei RICOH angekommen, machten wir erst mal ein Beweisbild, damit ich mindestens einen Tag Urlaub zurück bekomme und bei der nächsten Gehaltsverhandlung noch einen Strumpf im Ärmel habe, also psst keinem weiter sagen ;-) Außer dem Logo auf dem Dach und an der Eingangstür gab es nicht wirklich viel zu sehen. Erstens weil Samstag war und somit alles geschlossen und zweitens ist bei uns in Hannover auch nicht viel mehr zu sehen. 

Schon ging es nach einer kleinen Kaffeepause im Hause Starbucks weiter Richtung "Takeshita Dori". Einer Straße, die keine Wünsche für Kostüme in Form von Baby-Dolls, Cosplay, Gothic-Lolitas, ... offen lässt. Auf dem Rückweg schauten wir noch mal bei unserem Sushi Dealer von gestern vorbei. Siehe da, er hatte noch ein Plätzchen für uns frei und wir für seine Leckereien, das passte ja :-)

Zurück im Hotel hieß es für mich Sachen packen und auf ins "Stunden"-Hotel. Check in frühestens 17 Uhr, raus spätestens 10 Uhr, das hat schon etwas von Stunden-Hotel. In meinem Fall ist aber das Kandi Kapsel Hotel gemeint. Nach etwas Suchen, da die Beschreibung etwas speerlich gewesen war, hab ich das schmale Gebäude in einer kleinen Seitenstraße gefunden, während Sandra schon im warmen Bett geschlafen hat. 
Nach dem Schuhe einschließen, ging es hoch in den 5. Stock, wo die Kapsel 507 mein Zuhause für eine Nacht sein sollte. Im fünften Stock angekommen warteten auf zwei Ebenen ca 20 Kapseln. Jede ca 1x1 m (h x b) und 2 m tief. Darin enthalten ein TV, ein Wecker, ein Radio, eine Steckdose und eine Art Rolladen, den man nicht abschließen kann. Zu jeder Kapsel gehört auch noch ein Spind, in dem man seine Wertsachen einschließen kann. Das Ganze hat etwas von Klassen- bzw. Fussballballverein Jugendabschlussfahrt. Wahrscheinlich auch, weil auch hier nur Männer zugelassen sind. 
Die Nacht war alles in allem Dank gut isolierter Kapsel sehr ruhig. Nur als morgens nach und nach die anderen Gäste ihre Kapseln verlassen haben, wurde es durch die fehlende Tür etwas lauter. Das würde ich jederzeit wieder machen bzw. weiter empfehlen, für mal 1-2 Nächte genau das richtige. 

Unser letzter Tag stand unter dem Motto: "Viel machen, nix klappt". Starten wollten wir mit etwas Kulturellem und uns den Palast des Kaisers anschauen. Im Reiseführer stand an 365 Tagen geöffnet, was aber in Wirklichkeit max 364 Tage sind. Denn am Tag vor des Kaisers Geburtstag, finden die ausgiebigen Aufbauten rund um den Palast statt, so dass er nicht geöffnet wird, was uns ein Polizist erklärte. 

Als nächstes wollten wir mal Richtung Wasser, auf eine der vorgelagerten Inseln. Die künstlich erbaute Insel Odaiba wurde uns vom Reiseführer empfohlen. Hier erwartete uns neben einem verkleinerten Nachbau der Freiheitsstatue aus New York weitere Shopping Malls, Riesenrad, AquaMarine Park und und und. Nach Shopping war uns heute ausnahmsweise einmal nicht, so nutzten wir die Gelegenheit für ein Mittagessen und nen Kaffee und spazierten bei wieder einmal sonnigen Wetter über die Promenade. Für uns ein Highlight war, dass Eltern ihre Kinder im "Katzenspielplatz" abgeben konnten, damit die dann mit den Katzen spielen und sie streicheln konnten. 

Zurück auf dem Festland ließen wir uns von einem Weihnachts-Plakat in der Metro verleiten zum Skytree, dem Wahrzeichen der Stadt zu fahren. Auf dem Plakat war ein Bild von Weihnachtsmarkt-Buden wie wir sie kennen, beleuchteten Tannenbäumen und im Hintergrund der Skytree (Fernsehturm).
Also dachte ich mir, schön noch mal auf den Weihnachtsmarkt und uns auf Weihnachten einstimmen und Tokyo ausklingen lassen. Ja Pustekuchen! Wir haben die gigantische Shopping-Mall mehrfach durchquert und den Turm bei Eiseskälte umrundet und außer ein paar beleuchteten Tannen nix gefunden. So ging es nach dem Abendessen ein wenig enttäuscht zurück ins Hotel zum Packen, denn morgen früh geht es gleich nach dem Frühstück zum Flughafen ab in die Wärme. Die können wir jetzt auch gebrauchen!

Samstag, 21. Dezember 2013

18. - 20.12.13 - Toky-u

Dank Bruder-Taxi zeitig am Flughafen Frankfurt angekommen, konnte unsere Reise nach Fernost starten.

Die 7.959 km bzw. 10 Stunden vergingen Dank großer Beinfreiheit, angenehmen Boardservice und etwas Schlaf, sprichwörtlich wie im Flug. 
Eine erste Auffälligkeit ließ sich schon jetzt festhalten: Mit uns waren lediglich 10 Langnasen an Board, wie uns die Asiaten ja liebevoll nennen. 

In Tokyo gelandet, ging es erst mal auf Toilette. Da war sie schon, die erste dieser Hammer japanischen Toiletten mit Sitzheizung, Hinten- und Vorn- (nur für die Damen) Spühlstrahl, die wir das erste erstemal in Shanghai bewundern durften. Das sie uns bereits am Flughafen begegnen würde, damit hätte keiner von uns gerechnet. Nach weiteren Tagen "Probe"-Sitzen in unserem Hotelzimmer steht fest, so eine brauchen wir für Zuhause - unbedingt :-)

Der Zeitverschiebung von 8 Std. war es geschuldet, dass wir die ersten Eindrücke von Tokyo bei Nacht bekommen haben. Es zeichnete sich allerdings schon bei der Anreise ab, was sich in den kommenden Tagen weiter festigen sollte. Tokyo ist keine typisch asiatische Stadt wie Bangkok oder Hongkong, sie hat viel mehr die Sauberheit von Singapore und eine Disziplin wie sie uns in der breiten Masse noch nicht begegnet ist. Hier ein paar Beispiele: Keine bzw. fast keine Mülleimer, trotzdem liegt kein bißchen Müll herum. Graffitti oder wilde Plakatiererei bzw. Aufkleber anbringen: Fehlanzeige. Öffentliche Toiletten sauberer als die meisten bei uns in Bürogebäuden, ganz ohne "Klofrau" und 50 Cent einwerfen! Zigaretten und Kaugummi auf dem Boden, nicht denkbar und selbst beim Aussteigen in der Metro wird sich an die Regel: erst rauslassen dann einsteigen, gehalten. Jogi Löw wäre über diese höchste Disziplin sehr glücklich :-)

Diese Disziplin lässt dann aber nach ein paar Bier und Reisschnaps nach der Arbeit nach. Als wir gerade dabei waren uns der Herausforderung "wir bestellen mal was zu essen, können aber die Karte nicht lesen"stellten, bemerkten wir einen sehr schnell steigenden Lautstärkepegel der fast ausschließlich männlichen Gäste in dem Laden. Als der erste seinen Kopf nicht mehr halten konnte und zum Schlafen auf den Tisch legte. Beim Versuch wenig später zu gehen, wurde er nur noch durch die Wand und seinen Arbeitskollegen gehalten. Spätestens jetzt war klar, da gab es wohl einen After-Work-Reisschnaps zuviel.
Das Beste an unserem Essen war der Hunger der es hineingetrieben hat und das Bier, mit dem ich es herunterspülen konnte! Das Gute: Am nächsten Tag konnte es nur besser werden.  

Nach der ersten Nacht konnten wir nun endlich die Stadt erkunden. Während Sandra noch mit der Heizfunktion der Klimaanlage versuchte die Pinguine aus unserem Zimmer zu treiben, überlegten wir uns die Tagestour. Erst wollten wir etwas Kultur im Sensu-ji Tempel, einem der größten und schönsten buddhistischen Tempel Japans, bevor wir auf dem Rückweg in der "Electric City" halten wollten, um zum Schluss im Szene-Viertel Shibuya noch auf Shopping-Tour zu gehen. Also von allem etwas. 

Noch nicht am Tempel angekommen, fingen uns die ersten Studenten für ihre Hausaufgaben ab und führten mit uns ein Interview. Wenig später, immer noch nicht am Tempel angekommen, eine weitere Grupp. Jetzt gab es neben Interviews immerhin schon etwas zu essen, was wir beurteilen sollten. Wahrscheinlich waren die aus ein und der selben Klasse und standen per SMS in Kontakt. "Achtung zwei Weiße auf 12 Uhr, die könnt ihr befragen, haben wir auch gemacht!" 
Irgendwann am Tempel angekommen, beschäftigten wir uns erst mal mit dem "Stifterappeln" in dem man solange an einer Metall-Box rüttelt, bis ein Stab herausfällt. Der enthält dann ein Zeichen welches zu einer Schublade gehört in dem dann dein "Horoskop" drauf steht. Bei Sandra passt das wie die Faust aufs Auge ("Etwas das du hinter dir gelassen hast, wird nun richtig beendet. Bei der Arbeit ist alles gut und eine Reise zu machen, auch.". ) Bei mir wirft es noch ein paar Fragen auf. 

Auf dem Rückweg machten wir Stopp in der Electric City, was aber nicht elektrisierend war. Irgendwie hatte ich mir da mehr vorgestellt. Aber vielleicht bin ich auch durch HK und Singapore bzw. Bangkok einfach schon verwöhnt. Aber weil es so schön war, dürften wir noch Produkttester fürs japanische Fernsehen machen, ehe wir uns Richtung Shopping in Shibuya aufmachten.

Dort angekommen, wirkte es wie eine völlig andere Stadt und wenn wir ehrlich sind, viel mehr nach dem, was wir erwartet hatten. Jede Menge Leuchtreklame, noch mehr Geschäfte und noch viel mehr Menschen. Ein wildes Treiben stellte sich ein. Besonderes Highlight war der Besuch in einer Spielhölle, da stehen die ja total drauf. 
Unser zweites Essen stand auf dem Plan. Erst wollten wir nur unseren Zwischenhunger mit Sushi stillen, als wir wenig später nach der erfolglosen Suche nach einer weiteren Alternative zu gestern wieder in einem Sushiladen gelandet sind. Der Laden war der Hammer! Sandra hat sich gar nicht mehr einbekommen. Zwei Stück Sushi für unter einen Euro und die Bestellung Dank Tablet Computer und Fließband vollautomatisch!!! 
Das Abendessen war gerettet und es ging zurück ins Hotel.

Die erste Bilder sind online. Viel Spaß beim anschauen und einen schönen vierten Advent.




Mittwoch, 18. Dezember 2013

18.12.13 -Sayounara und Konnichiwa Tokio

Die letzten Stunden vor unserem Abflug sind angebrochen. Die Sachen schon lange gepackt. Das ist  das Praktische, wenn man im Winter in den Sommerurlaub fährt :-) Trotzdem hofft man wie immer, dass man nix vergessen hat.
Ich für meinen Teil habe versucht mich an meine Vorgaben der letzten Reise(n) zu orientieren und frei nach dem Motto: "weniger ist mehr" auf noch mehr unnützes Zeug zu verzichten. Ich hab trotz fast 3 kg weniger Gepäck bestimmt immer noch zu viel dabei. Wir werden es sehen.

Was wir schon gesehen haben, ist, dass gleich zum Anfang eine interessante Herausforderung auf uns wartet. Das Metro-System von Tokio. Hab gleich mal einen kleinen Auszug der Tube Map angehängt. Es sieht nicht nur so aus wie Mikado in voll Besetzung, sondern fühlt sich auch so an. Wir sind gespannt ob uns die Metro Stationen nur in "gemalter" Schrift erwarten oder für uns leserlich hinterlegt wurden. Auf der anderen Seite muss man fairerweise sagen, dass wenn man nach München, London oder Paris als Japaner reist, man auch nur "unsere" Schriftzeichen geboten bekommt!
Nach ein paar Horror-Geschichten sind wir natürlich auch auf die Auslastung der Züge gespannt.















Ein Highlight wartet für mich speziell gleich in Tokio auf mich. Nein nicht der Besuch des Ricoh Headquarters :-), sondern eine Nacht in einem sogenannten Kapselhotel. Ich nenne es liebevoll Bienenstock :-)  














Unsere 6 1/2-wöchige Reise wird uns über die Philippinen (inkl. Tauchsafari) nach Nord-Thailand und Laos führen und über ein paar entspannte Tage auf einer Insel im Süden Thailand via Singapur nach Hause führen.

Doch dazu im Verlauf der nächsten Tage und Wochen mehr. Jetzt heißt es erst mal fertig machen und auf`s -Bruder-Taxi warten.

Mittwoch, 10. Juli 2013

10.7.2013 - Die Reisevorbereitung laufen wieder, ...

... 3 Monate sind wir nun schon wieder da und das Fernweh wird immer größer.

Es hat diesmal für unsere Verhältnisse sehr lange gedauert, bis zur neuen Buchung. Ein Grund der Verzögerung war u.a. dass wir uns über neue Himmelsrichtungen Gedanken, bzw. belesen musste. 
So stand zu anfangs Mittelamerika ganz hoch im Kurs: Nicaragua, El Salvador und Guatemala sollten es sein. Doch irgendwie hat es bei uns nicht gekribbelt. Gespräche mit Menschen die schon dort waren, bestätigten uns zwar dass es schön und nett war, aber so richtig wollte dann auch keiner noch mal hin. 
Aus den Gesprächen heraus ergab sich dann noch der Süden von Afrika, der dank unserer positiven Sri Lanka Safari Erfahrung gerne aufgenommen wurde. Allerdings stellte sich heraus das Dezember/Januar nicht der perfekte Reisezeitraum ist, somit haben wir dass für 2014 auf unsern Plan geschrieben. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. 

Eine interessante Unterhaltung mit einem Freund, den wir während unseres Barcelona Besuchs im Juni getroffen hatten, brachte uns ein neues Ziel ganz nach unserm Geschmack auf den Schirm.

Tokyo

"Wenn ihr wohin fliegen wollt, wo man das Gefühl hat, auf dem Mond gelandet zu sein, dann müsst ihr dort hin fliegen!" Waren seine Worte. 

Seit dem beschäftigt uns die Reiseplanung rund um den Start in Tokyo, dieser scheinbar so verrückten Stadt.

Heute morgen, ich war noch im Tiefschlaf, sprang Sandra im Schlafzimmer auf und ab und sprach, schnell (schneller als sonst:), viele Informationen gleichzeitig (könnte aber daran gelegen haben das ich eine Sekunde vorher noch im Tiefschlaf war) wirr klingendes Zeug auf mich ein. 
Nachdem ich mich aus dem dem Bett heraus gequält hatte, ging es etwas verschlafen Richtung Rechner. Hier wurde mir die Sachlage noch mal ruhig und in richtiger Reihenfolge vorgetragen. Lufthansa hatte die Preise für den Gabelflug nach Tokyo und von Bangkok (wo auch sonst!) wieder gesenkt, nach dem sie zuletzt angezogen hatten und es gab nur noch zwei Tickets! Dafür lasse ich mich schon mal gerne aus dem Schlaf reißen. 

So kam es, dass wir dann alle Flugbuchungsformalien schon um kurz nach 7 Uhr abgeschlossen hatten und nun feststeht, dass wir Mitte Dezember nach Tokyo fliegen und es von dort weiter auf die Philippinen geht. Unklar ist noch wie der weitere Reiseverlauf nach den Philippinen sein wird, ob Laos oder Thailand, was aber eher ein Luxus Problem darstellt :-)

Somit gibt es wieder ein Ziel welchem wir entgegen fiebern können. Tokyo wir kommen, danke Gaucho für den Tipp.

Montag, 1. April 2013

1.4.2013 - Es ist kalt!

Wir sind wieder gut gelandet und dank des lecker Frühstücksservice meiner Eltern, sitzen wir auf der Couch und essen lecker Kuchen und trinken einen erwärmenden Tee, den wir dringend brauchen bei den Temperaturen.

Oh man das war nicht der Deal! Hatten wir doch mit angenehmeren Frühlings-Temperaturen und ggf. Grillen, wie letztes Jahr, gerechnet.

Naja was nicht ist kann ja noch werden, erst mal gehen wir schlafen.
Euch frohe Ostern

PS.: wir haben mal etwas Sonne mitgebracht :-)

PPS.: Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub


UPDATE: hab mal ein paar Bilder hochgeladen, weitere vom Schnorcheln bzw. Tauchen folgen in den kommenden Tagen.

26.-31.3.2013 - Malediven

Nach einer Nacht in der Durchgangsstadt Negombo, die wir nach 118 km und mal wieder fast 6 Stunden anstrengender Busfahrt erreicht haben, ging es heute morgen in aller Herrgottsfrühe zum Flughafen der ganz in der Nähe ist.
Unser Ziel für den Tag: 8 Uhr in der maledivischen Hauptstadt (der kleinsten Hauptstadt der Welt) zu landen und spätestens 60 min später in dem Cyan farbenen Wasser zu baden und mit den Fischen zu schwimmen!

Die Einstimmung auf unseren Pauschalurlaub, übernahmen beim morgendlichen Kaffee am Flughafen Landsleute am Nachbartisch. Ruhig bleiben fiel schwer, aber es war selbst für Sandra noch zu früh um denen klar zu machen, dass sie besser zuhause bleiben sollten :-)
So lauschten wir ihren Luxus-Problemen der Kategorie: 4-5 Sterne Hotels auf Sri Lanka die nicht deutschem Standard entsprechen!
Das war unsere Einstimmung in den Tag und sollte der Beginn einer aufregenden Erfahrung werden :-)

In Male bei der Immigration waren soviel deutsche unqualifizierte Kommentare von links und rechts zu hören dass wir zwischenzeitlich überlegt hatten, uns von nun an nur noch auf englisch zu unterhalten, bis wir abreisen. Spätestens am Kofferband war klar, die Deutschen sind da. Alle drängten sich direkt dicht am Rand des Bandes und ließen keine Gasse, was auch ein Phänomen ist, welches wir immer wieder gerne in Frankfurt am Airport beobachten. Wir machen uns dann immer den Spaß und stürmen dann, ohne Rücksicht auf Verluste zum Band und ziehen in einem möglichst großen Radius den Koffer mit viel Schwung vom Band in der Hoffnung das dass auf Dauer zur Erleuchtung führt und wir nicht erst ein Gesetz oder Absperrband auf dem Boden brauchen. "Do Not Cross the line / bitte hier warten"

Vom Kofferband in FFM zurück auf unser kleines paradiesisches Atoll: Fihalhohi. Da setzte kurz bevor unser Boot anlegte der Regen ein und eine Erkenntnis die ich schon vor längerer Zeit gemacht habe, bestätigte sich. Auch im Paradies regnet es! Das aber immerhin bei angenehmen 31 Grad, was den Regen schnell vergessen lässt.
Mit gutem Deutsch von unserem Hotel-Manager begrüßt, sollten wir sofort wissen welche Fahne hier auch gehisst werden könnte.
Schnell eingecheckt, das traumhaft schöne und riesengroße Zimmer bezogen, uns umgezogen und ab ins Wasser, was wieder erwarten nicht die 30 Grad von Sri Lanka hatte. Der weiße Strand der einem ab dem Flughafen schon begleitetet, ist bei Sonnenschein so hell, dass es ohne Sonnenbrille in den Augen weh tut.
An unserer Seite des Atolls waren an dem langen und breiten Strand etwa überschaubare 20 Personen, wenn überhaupt. Das waren überraschend wenige, wie wir positiv feststellten.

Da wir kein Frühstück hatten, freuten wir uns um so mehr auf das Mittagessen unserer Vollpension :-) Unsere Nachbarin machte ihren Mann schon rund, wo er denn bleiben würde, er lag noch neben uns, sie war schon ausgeh' fertig, und uns wurde klar, das essen hier ein wichtiges Tagesereignis ist, welches eingehalten werden muss. Die kurzen Zeiten wurden uns ebenso militärisch von unserm deutschsprechenden Manager mitgeteilt.
Das ist natürlich eine Umstellung für uns, essen wir natürlich sonst immer nur wenn wir oder Sandra Hunger hat :-) aber an geregelte Mahlzeiten kann man sich gewöhnen.
Beim Betreten des Restaurants traf uns allerdings der Schlag. Es gab ca 300 Sitzplätze (!) für 300 Gäste, wie wir wenig später erfahren sollten. Da wir noch keine 2 Stunden da waren und die Zeit lieber mit Plantschen und Schnorcheln verbracht haben, als eine Volkszählung zu machen, fiel uns die Kinnlade herunter. Ein Gewusel wie im Hofbräuhaus oder bei der R+V in der Kantine (würde mich mal interessieren ob die 250 Sitzplätze haben).
Da keine freie Platzwahl bestand, mussten wir alle Tische nach unserer Zimmernummer absuchen. Ohne Erfolg. Wir suchten uns einen der vielen Kellner, der uns fragte "where are you from" ich dachte mir, na sein englisch ist vielleicht nicht das beste, die einzig wichtig Info für ihn kann nur die Raum Nr sein: "Room 33"! Er wiederholte anschließend die Frage, also war die Antwort wohl falsch. Diesmal die richtige Antwort. "Germany". "Ah ok German corner!" Nee einfach nur ein Tisch, egal ob deutsch oder was auch immer! Es folgte eine kurze Grundsatz-Diskussion darüber ob Deutsche nur in der deutschen Ecken sitzten müssen/dürfen und selbst seine Androhung uns bei Russen an den Tisch zu setzten, ja hat er wirklich so gedroht :-), hat uns nicht abgeschreckt. Er hat es wohl auch versucht, allerdings waren die "russischen Mädels" aus der Schweiz und ganz sympathisch.

Ich hab mich nach dem Essen erst mal fürs Tauchen morgen eingeschrieben, in der ebenfalls deutschen Tauchschule.
Mir ist aufgefallen, dass in dem Wort MaleDIVEn das Wort Tauchen völlig zurecht vorkommt, denn allein das was man beim Schnorcheln an bunten Fischen direkt freihaus geliefert bekommt, ist deutlich mehr als das, was es auf Sri Lanka beim Tauchen zu sehen gab!
So z.B. waren wir noch keine 2 Minuten im Wasser und hatten schon ein kleinen Riff-Hai um uns herum und später noch eine große Wasserschildkröte gesehen. Aber auch der Rochen drehte immer fröhlich seine Runden direkt am Strand, sehr zur Begeisterung der Schaulustigen.

Das Tauchen in den kommenden Tagen musste ich allerdings alleine machen, da Sandra sich auf Sri Lanka am letzten Abend nach dem es sich abgekühlt hatte (es waren nur noch 27 statt 36 Grad)?sich einen Schnupfen eingefangen hat :-(
Drei der insgesamt vier Tauchgänge waren super gewesen, auch wenn man auf den Malediven nicht wirklich tauchen muss, wenn man nicht gerade die ganz großen Fische sehen möchte. All die kleinen bunten Fische gibt es bereits beim Schnorcheln gratis zu sehen.
Bei den schwindelerregenden Tauchpreisen für jeden der vier Tauchgänge entschädigte mich u.a. ein Leoparden-Hai der knapp an mir vorbei geschwommen ist, tolle Korallen-Gärten und ein schönes Wrack, welches ich beim letzten Tauchgang besuchte.

Ein Highlight unserer Schnorchel-Safari am vorletzten Tag waren ca 30 Delphine, die unser Boot eine zeitlang begleiteten ohne dass wir extra zahlen mussten! Denn eine Delphin-Safari kostet 13 Dollar mehr pro Person :-)

Etwas enttäuscht waren wir dass die Palme 33 nicht in der Nähe unseres Bungalows 33 steht! Überhaupt hat hier auf der kleinen Insel alles eine Nummer. Damit die vielen Deutschen nicht vor dem Frühstück alle zum Strand stürzen müssen um Handtücher auf die Liegen zu legen, hat jedes Zimmer der Bettenzahl entsprechenden viele Liegen die durch die Nummern ihre Zugehörigkeit nachweisen. Liegen geräumter Zimmer werden immer wieder an ihren Ursprungsort, dem Bungalow zurück gebracht, um anschließend von den neuen Gästen über die ganze Insel zu dem persönlichen Lieblingsplatz gezogen zu werden, wo sie dann stehen bleiben bis zur Abreise usw.
Es gibt nichts, was nicht nummeriert worden ist: Neben den Palmenden Liegen, den Essenstischen, auch die die Regenschirme, sicher damit sie beim Essen in der Kantine nicht durcheinander geraten.
Leider haben wir letzteren während unseres Aufenthalts viel zu oft gebraucht, hatten wir doch nur ein einzigen ganzen Sonnentag!

Nach einer sehr interessanten Unterhaltung mit Bianca, die unsere Schnorchel-Safari begleitete, bei der es unter anderem darum ging wie das denn alles mit der Infrastruktur wie zB. Müll usw. funktioniert, erzählte sie uns von diversen Müllverbrennungsanlagen und dass einige Inseln zur reinen Müllablage verwendet werden und sie deshalb all ihren Müll vor allem Plastik nach Urlaubende wieder einpackt und mit nach Deutschland nimmt. Daher haben wir beschlossen ihr es gleich zu tun, so dass auch andere was von diesem schönen Flecken Erde haben und zwar unvermüllt, zumindest nicht unserer!

Anschließend vielleicht noch einen Satz über die Insel-Besucher: Wir sind immer noch verwundert, wer sich das hier alles scheinbar leisten kann. Viele sahen eher nach Hartz-4 Programm aus, als nach ich gebe mal eben 3.000 Euro p.P. und mehr für 14 Tage Malediven aus. Auch auffällig viele Familien mit Kindern jeden Alters sind hier und genießen den einfachen Tagesrhythmus: Schlafen-Frühstück-Sonnenliege (bereits Reserviert)-Schnorcheln-Mittagessen-Sonnenliege (steht unverändert am gleichen Platz)-Schnorcheln-Abendessen-Schlafen gehen. Da braucht man definitiv mehr als ein gutes Buch, aber viele der Gäste sind Wiederholungstäter und haben schon für nächstes Jahr gebucht.
Des guten Essens wegen wird es sicher nicht sein, denn eingelegte Früchte aus Konservendosen und Pizza und Pasta bekommt man auch daheim.

Alles in allem haben wir uns eine schöne Zeit auf den Malediven gemacht, auch wenn das Wetter uns nicht wohl gesonnen war. Wir haben mal davon abgesehen gleich für das nächste Jahr zu buchen :-)

Fazit: das Paradies ist kein Ort oder eine Insel, sondern dort wo dein Herz ist. Unser Herz schlägt wohl woanders.

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