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Montag, 13. Januar 2014

11.-14.1.14 - Chiang Mai (Verlängerung)

Der "Sunday Walking Street Market" startet um 16 Uhr und uns wurde empfohlen direkt zu Beginn dazu sein, dann könne man noch gute Deals machen und es ist noch nicht so überlaufen. Gesagt, getan. Ich würde sogar empfehlen, noch etwas früher da zu sein, genau wie wir, um den Aufbau mit zu erleben. Was ein Spektakel. Am Straßenrand stehen, sitzen, schlafen die Händler und erkämpfen sich nach und nach die Straße, die zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht abgesperrt ist und von jeder Menge Autos, TukTuks und Scooter befahren wird, da sie die Hauptverkehrsstraße im alten Ortskern ist. Das geht dann solange, bis einfach kein Auto mehr in die Straße fahren kann und so dass alle aufbauen können.
Ich stelle mir vor, wie so etwas in D aussehen würde. Große Diskussionen wo einer die StVO herunterleiern würde und auf sein Recht bestehen würde auf der Straße so lange fahren zu dürfen, bis sie offiziell von der Polizei abgesperrt werden würde. Beides hier Fehlanzeige. 

So schlenderten wir durch die schon aufgebauten und gerade noch im Aufbau befindlichen Straßenstände. Als wir gerade dabei waren, mal wieder etwas zu Essen zu kaufen und auf unser Rückgeld warteten, schauten wir nicht schlecht als die Verkäuferin uns das Geld nicht gab und eine Bewegung machte nach dem Motto: zuhören! Wir schauten etwas irritiert und zwei Sekunden später war klar warum. 
Es ertönte die Nationalhymne und alle standen still und es war von jetzt auf gleich kein Leben mehr auf dem Markt. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Eine Touristin, die das im ersten Moment auch nicht wahrgenommen hat, packte gerade ihr Gekauftes in den Rucksack. Es war die einzige Bewegung, die zu sehen war und ihr im gleichen Augenblick sichtlich peinlich. Alle wirkten wie schockgefrohren. Es war etwas unheimlich und mit einem Fingerschnipps war alles vorbei und es war wieder Leben in der Bude. Wir bekamen unser Wechselgeld und weiter ging es. 

Wir waren so relaxed, dass wir es nicht mal zum Yoga schafften und statt dessen lieber durch den alten Ortskern schlenderten und uns in einem Kaffee niedergelassen haben, wo Sandra erst mal nen Mittagsschlaf vor lauter Anstrengung gemacht hat ,während ich meinen Vietnam Kaffee (das Beste aus dem Land überhaupt) genossen habe.
Abends haben wir es dann das erste Mal zum Muay Thai oder Thaiboxen geschafft. Bei unseren letzten Versuchen in Bangkok kam immer etwas dazwischen. In einem kleinen aber recht gut gefüllten Stadion gab es insgesamt 7 Kämpfe inkl. einem Internationalen Fight an diesem Abnend zu sehen.  
Zu einer Art Schlangen-Beschwörer-Musik tippelten die Boxer im Takt hin und her ehe, es mit offenen Visier los ging. Und zwar richtig, nicht so ein Taktikboxen und am Ende entscheidet der Punktrichter nach Tageslaune. Nur ein Kampf ging über die vollen 5 Runden, alle anderen wurden vorher durch K.O. entschieden.

Für uns geht es mit dem Bus weiter nach Sukhothai.


Sonntag, 12. Januar 2014

"Mein Freund Google" oder "Ich kotze im Strahl"

Dass ich vom Unternehmen Google kein all zu großer Fan bin, ist kein Geheimnis, aber warum machen sie es mir so leicht meine Meinung nicht zu ändern!?

Meine Anti-Sympathie rührt weniger aus einem mittelmäßigen Betriebssystem für Smartphones, welches offen wie ein Scheunentor ist, als dass sie der Reihe nach gute Programme und Webdienste aufkaufen, sie dann versuchen Zwangs zu verheiraten (oder schließen) und am Ende wirkt alles wie NICHT aus einem Guss. 

Hier ein Bsp.:
Alles fing mit dem Blog hier an. Nach dem "Blogspot" von Google gekauft wurde, MUSSTE ich mir einen Account anlegen und seitdem werde ich nach jedem Login dazu dringend aufgefordert, meine Handy Nr, den Namen meiner Frau, Anschrift und falls möglich Einkommen und Bankverbindung anzugeben. Irgendwo weit unten gibt es ganz klein geschrieben einen Schritt zum Überspringen dieser Datenangabe, der von Zeit zu Zeit umzieht, so dass man sich ja nicht daran gewöhnt, wo er ist.

Als nächstes wurde mein Bilderdienst Picasa von dem sympathischen Alles-Käufer geschluckt. Gott sei dank hatte ich schon nen Account, sonst wäre ich wohl nie wieder an die Bilder gekommen. Zwei Programme - ein Unternehmen. Denkste!
Wenn ich auf dem Blog auf der rechten Seite eine Link zu dem Picasa Webalbum anlege, dauert es oft Tage bis ich Zugriff darauf habe. Das SSO (Single-Side-On), sprich einmal das Passwort eingeben und über zwei Web-Dienste (Blog und Picasa) angemeldet bleiben, funkt wohl erst, wenn ich den zweiten Vornamen meiner Oma angegeben habe.

An das zwanghafte Datensammeln habe ich mich mehr oder weniger schon gewöhnt, aber jetzt haben sie es auf ein neues Level geschafft. 
Google hat festgestellt, dass wir in einem anderen Land sind, als in dem wo wir zu Hause sind und auf den Blog zugreifen wollen und den Zugriff verweigert solange wir nicht -endlich- eine Handy-Nummer eingeben, wo eine Bestätigungs-SMS hingeschickt werden kann mit der dann der Zugriff auf den Blog wieder freigeschalltet wird. Diesmal gab es auch kein in klein geschriebenes "später eingeben" sondern nur "Handy Nr" oder "Auf Wiedersehen". 

Notiz an mich selbst: das nächste mal einen Urlaubsantrag an Google schicken oder Android-Telefon kaufen, damit sie wissen dass ich im Ausland bin. 

Jetzt könnte man sagen, naja so schlecht ist das ja gar nicht. Die haben einen Zugriff der evt. nicht autorisiert ist, festgestellt und wollten Schlimmeres vermeiden. Die Lösung: Wir sind zum nächsten 7-Eleven (Mini-Supermarkt) gegangen und haben uns für 2 Euro eine Pre-Paid Karte -anonym- gekauft und uns dorthin die SMS schicken lassen! So richtig sicher scheint mir das nicht, schon gar nicht in Anbetracht dessen, dass sie von mir eine verifizierte Mail Adresse haben, auf die man das hätte auch schicken können. 
Das Spiel haben wir jetzt auf den Philippinen schon gemacht und gerade eben hier in Thailand. Ich stelle mich schon auf ein weiteres mal in Singapore ein, bevor mir das Unternehmen eine "Willkommen zurück" Nachricht schickt, wenn ich mich wieder in Deutschland anmelde. 

Schöne heile Google-Welt!!!

09.-11.1.14 - Chiang Mai

Bei der einstündigen Thaimassage ums Eck für gerade mal 5 Euro stellten wir fest, dass unsere Körper ganz verspannt waren und somit die Mädels alle händevoll zu tun hatten :-)
Nach einem leckeren Essen und meinem ersten Chang Bier ging es dann auch schon ins Bett, die lange Anreise und der wenige schlafe in den kurzen Flügen machte sich doch bemerkbar.

Sticky Rice mit Mango zum Frühstück und der Tag kann kaum noch besser werden und überhaupt versuchen wir so oft wie möglich und so unterschiedlich wie möglich zu Essen, so das unser Tag bestimmt aus 5 und mehr Mahlzeiten besteht! Und das ist auch gut so. Es ist einfach zu lecker und dabei auch noch günstig, so kostet ein Thai-Curry ca 60 Baht (1,50 Euro). Am liebsten essen wir bei ner Oma am Eck, kleinen Familienküchen oder bei einem der unzähligen Garküchen die hier überall stehen. 

Nach 2008 und 2012 ist dass mein dritter Besuch in der zweitgrößten Stadt Thailands (140.000 Einwohner) und ich muss sagen, die Stadt hat eine gute Entwicklung gemacht und ist noch schöner, noch gemütlicher geworden und trägt zurecht den Namen "Rose des Nordens". Die unzähligen Restaurants, Gästehäuser und Cafés, die Dank lokaler Handwerkskunst zum Großteil sehr stylisch sind, laden zum Relaxen und Verweilen ein.
Was auch gestiegen ist, sind die Anzahl der Touristen in der kleinen Stadt, was sich aber ganz gut auf die unzähligen Tempel und Ausflugsmöglichkeiten (Kletterparks, Dreiländereck, Elefanten streicheln, -füttern, -tanzen, -singen, malen :-)) verteilt. Erst auf den vielen Märkten, meist Nachmittags oder Abends, wenn dann alle wieder da sind, sieht man wie viele doch in der Stadt sind. 

Wir mieteten uns wieder einmal einen Scooter um den Tempel Wat Phra That Doi Suthrep in den Bergen zu besuchen, wo ich von einem Mönch mit viel Glück für das Jahr gesegnet worden bin. Die weiteren ersten Tage gestalteten wir unsere Zeit u.a. mit meinen Geburtstagsgeschenken, die mir meine Frau selbstlos geschenkt hat :-) 3 Stunden Verwöhnprogramm in einem bilderbuchmäßigen SPA (Cheeva SPA) und am nächsten Tag 4 Stunden Aktion beim Zipline. Zipline ist wohl das, was man als Tarzan-Aktion beschreiben könnte und bei dem man im tiefen Jungel sich bis zu 600 m (!) von Baumgipfel zu Baumgipfel rauscht bzw. mit einem Fahrrad oder Skateboard fährt.
Für das Zipline mussten wir etwa eine 3/4 Stunde raus aus der Stadt in die Berge. Da unser Fahrer das, warum auch immer, trotz Serpentinen in nur 30 min schaffen wollte, bekam er Dank eines 8-jährigen chinesischen Jungen prompt die Rechnung. Dieser kotzte die Tom Yum vom Vortag über sich und seinen Vater ins Auto, wir mussten links ranfahren um den Kleinen im Fluss zu baden und das Auto zu putzen und zu lüften. Verzögerung ca. 15 Minuten plus anschließender Reinigung des Autos. Der Kommentar des Jungen zur Fahrkunst des Fahrers hatte wohl bleibenden Eindruck hinterlassen, so dass er die Rückfahrt mehr als passiv gefahren ist.

Wir hatten lange überlegt wie unsere Reise weiter gehen soll. Ob wir nun nach Luang Prabang in Laos wie geplant fliegen oder doch lieber in Chiang Mai verlängern und entschleunigen sollten. Wir haben uns dafür entschieden hier zu bleiben und noch ein paar Tage länger die Gastfreundschaft der Stadt zu genießen. Es fühlt sich so gut an, wenn man vor Ort entscheiden kann, ob man geht oder bleibt, nach links oder recht geht, oder, oder, oder. Manchmal macht es die Sache definitiv nicht einfach, so wissen wir von Erzählungen dass es in Laos bestimmt genauso schön gewesen wäre, aber in diesem Fall fühlt es sich einfach gut an hier zu bleiben.
Da unser Hotel ausgebucht ist, sind wir heute Vormittag zwei Seitenstraßen weiter in ein kleines Familien-Gästehaus mit gerade mal 8 süßen Zimmern eingezogen und sitzen nun bei 30 Grad, strahlend blauen Himmel und Sonnenschein in einem dieser kleinen Cafés und genießen unsere Entscheidung. Später geht es auf die Sunday Walking Street, eine Art Floh- und Künstlermarkt die hier jeden Sonntag die Massen anlockt. 

Liebe R+V-ler: 
Gerne möchte ich mich an dieser Stelle bei allen für das Abschieds-Urlaubsgeld bedanken. Ich habe es gut investiert und mir davon das Ziplinen und das SPA-Programm gegönnt. Es war großartig und ich konnte mich richtig toll entspannen! Lieben Dank an alle für diese tolle Idee. Fühlt euch gedrückt aus der Ferne :-) LG San

Donnerstag, 9. Januar 2014

08.-09.01.2014 - Ein Tag Reisen

Nach dem wir gestern  Ronny, den Organisator und Dive Instructor erst zufällig in Coron beim Frühstück getroffen hatten, saß er wenig später durch Zufall im gleichen Van zum Flughafen und so ging unsere Zeit auf den Philippinen langsam zu Ende. Für Ronny war das allerdings kein guter Tag, da sein Flug gecancelt wurde und dabei hatte er sich so darauf gefreut nach 1 1/2 Jahren endlich mal wieder mit seiner philippinischen Frau und seinem Kind Urlaub zu machen. Die beiden sind von El Nido schon vorgeflogen und haben in Manila auf ihn gewartet, er musste zurück nach Coron Town :-(

Für uns ging es mit einer Stunde Verspätung erst nach Manila, um anschließend von dort nach Bangkok weiter zu fliegen, wo wir kurz nach Mitternacht nach einem 3 1/2 Stunden Flug gelandet sind. In Bangkok wechselten wir den Flughafen vom International zum Domestic um gegen 6:30 Uhr noch mal weitere 1,5 Flugstunden in den Norden Thailand (nach Chiang Mai) zu fliegen, wo wir nach 20 Stunden Reisezeit auch gut angekommen sind. 

Die ersten 5 Amtshandlungen auf Thaiboden:

1. Sticky Rice mit Mango zum Frühstück
2. Thai-Curry
3. Papayasalat
4. Mango-Juice
5. Thai-Massage (da gehen wir jetzt hin, dass haben wir uns bestimmt verdient :-)

Jetzt genießen wir das sehr entspannte Chiang Mai die nächsten Tage.

Mittwoch, 8. Januar 2014

04.-08.01.14 - Tauch-Safari von El Nido nach Coron

Abschied nehmen von Palawan und Dave und seinem Team stand heute auf dem Programm. Dave bedankte sich noch mal sehr herzlich dass wir seine Gäste waren und ließ uns zum Pier nach El Nido auf Kosten des Hauses fahren.

Am Pier warteten schon die Gesichter, die wir gestern beim Vorgespräch kennen gelernt hatten. Eine Australierin die derzeit in den Philippinen lebt, vier Franzosen die über den Globus verteilt leben und zwei Schweden. Wer noch fehlte waren zwei weitere Australier wegen denen wir erst eine Stunde später aufbrechen sollten, da sie gestern ihren Flug verpasst haben und die Maschine heute morgen erst mit unserer geplanten Abfahrtzeit in El Nido angekommen ist. Irgendwann kamen sie dann doch noch und es konnte losgehen. 

Tag 1

Nach einer mehr als ordentlichen Prüfung der Küstenwache inkl. Video-Dokumentation, ging es los zu unserem ersten Tauchspot. Ein Tunnel-Dive. Mein erster und es war der Hammer. Rein in das Loch in der großen Felswand und nach ein paar Metern null Sicht, weil meine Taschenlampe ausgefallen ist. Gott sei Dank, ließ sie sich durch mehrfaches Rütteln wieder zum Leben erwecken und es konnte weitergehen. 

Die ersten Stunden Fahrt hatten wir mit starken Wellen zu kämpfen, was im Laufe derzeit deutlich angenehmer wurde und wir somit herumlaufen konnten und Kontakt mit den anderen Mitfahrern aufnehmen konnten. 
Es war sehr einfach mit den anderen ins Gespräch zu kommen, haben wir das Glück sympathische Mitfahrer dabei zu haben. Jeder hat seine eigene, meist sehr interessante Lebensgeschichte und war genau wie wir schon ein paar mal in Süd-Ost-Asien oder der ganzen Welt unterwegs, was den Fundus an Geschichten noch erweiterte. 

Tag 2

Nach einer wenig erholsamen Nacht im einfachen Guesthouse im kleinen Fischerort San Miguel mit Gemeinschaftsdusche in Miniaturform von gerade mal 1 qm inklusive Toilette, ging es nach einem sehr leckerem Frühstück auf dem Boot inkl. Bacon und Eier auf zum zweiten Tauchtag. Wieder von der Küstenwache gefilmt, geprüft und für in Ordnung befunden, dürften wir ablegen. 
Bei ruhiger See und bestem Wetter erreichten wir nach knapp zwei Stunden unsere erst Dive-Site für den Tag und sie war sensationell. Neben sehr vielen farbenfrohen und abwechselungsreichen Korallen warteten auch viel bunte Fische auf uns. Jeder der aus dem Wasser kam, war ganz aufgeregt zu erzählen was er tolles gesehen hat. Sandra dürfte sich ein Bild beim Schnorcheln davon machen was wir aus nächster Nähe sehen dürften.
Die anderen zwei Tauchspots waren ok, kamen aber an den ersten leider nicht mehr heran.  

Mit dem Sonnenuntergang sind wir dann im Hafen von Culion eingelaufen. Einmal quer durch den Ort war unser Hotel. Man merkte gleich dass hier nicht besonders viele Weiße die Insel betreten haben, wurden wir doch eher als "Sensation" wahrgenommen, aber wieder grüßten uns alle und die Kinder winkten uns zu. Leider haben wir schon alle Malsachen & Co verteilt, die hätten sich hier bestimmt auch sehr darüber gefreut! 
Unser Hotel gleichte einer Luxusherberge im Vergleich zum Vortag, was bestimmt auch daran liegt das Ronny, der Tour Organisator uns die "Honeymoon Suite" zugelost hat. Da das Hotel an einer Art Klippe liegt, haben wir über Eck ein quasi Panoramafenster mit Blick auf das Meer und das wichtigste: fließendes, allerdings kaltes, salzfreies Wasser wie Sandra voller Freude festgestellt hat. Mussten wir gestern noch von Tropfen zu Tropfen hüpfen bzw. dann auf die philippinische Art duschen, Eimer voll laufen lassen und dann überschütten. Back to the roots. 

Zum Abendessen präsentierte uns unsre Crew gegrillten Fisch und Squid, wer auch immer das vom Tauchgang mitgebracht hat ;-) Auf dem Weg zurück durch den Ort Richtung Hotel und Bett konnten wir noch etwas Einblick in das Wochenend-Programm der Einheimischen gewinnen. Großer Anklang fand der Bingo Abend in der "Ortsmitte", der Disco-Pub mit Karaoke, eigentlich typisch für die Philippinen, hatte nicht so großen Anklang gefunden. 

Tag 3

Auf eine traumhafte Nacht in unserer "Hochzeits-Suite" mit frischer Meeresluft, folgte ein traumhafter Sonnenaufgang, den wir uns vom Bett aus anschauen konnten. Nach unserem Frühstück auf dem Boot ging es Richtung ersten Divespot, den wir nach nur 20 min und gut eine Stunde vor allen anderen Tauchbooten aus Coron erreichen sollten. 



Es war mein erster Tauchgang mit Nitrox nach dem ich letzten Sommer den Nitrox-Schein in Deutschland gemacht habe. Nitrox ermöglicht einem Taucher unter anderem bei größeren Tiefen länger auf der maximalen Tiefe zu bleiben als mit normaler Luft. 
Unsere Tiefe für den ersten Tauchgang, ein Kriegsschiff der Japaner und 1944 von den Amerikanern versenkt, sollte bei 35 m sein. Unser Wrack-Tauchgang führte uns auch in das Innere des Schiffes und so ging es in kleinen Gruppen in die dunklen Räume, die nur durch den kleinen Lichtkegel unserer Taschenlampen etwas erleuchtet wurden. Leider musste ich den Tauchgang etwas früher beenden, nachdem meine Luftanzeige fröhlich bei jedem Atemzug  von voll auf leer tanzte, habe ich erst etwas Panik bekommen und dadurch zuviel Luft verbraucht auch wenn wir das Problem Unterwasser fixen konnten. 

Dafür konnte ich mir ein Bild davon machen, wie Sandra die Geschicke an Deck leitete :-) Neben ihrer aktuellen Funktion als Frau Doktor Palmer, der Ärztin, der die Taucher vertrauen, pflegt sie den an Grippe erkrankten JC, bringt Freddy, einem Crew-Mitglied, etwas Deutsch bei, quetscht den Rest der Crew nach Wissenswertem aus, hilft beim Auf- und Wegräumen und kaufte in einem Kayak fahrend Fisch für die Crew bei vorbeifahrenden Fischerbooten ein. Shopping :-) 

Tauchgang zwei und drei machten wir in einem traumhaften Spot für Wrack-Diving in einem ebenfalls 1944 versenkten Tanker der Japaner den man komplett von hinten nach vorne durchtauchen konnte. Die Ehre wurde allerdings nur mir und einer Französin zugeteilt, da wir laut Ronny die einzigen sind die nötigen Fähigkeiten (Tarierung Unterwasser) mitbringen um in den zum Teil sehr kleinen Räumen und Zwischenräumen nicht herum dotzen wie Falschgeld.
Es war eine Mischung aus Respekt, eine große Portion Vertrauen in Ronny den Instructor und Abenteuersinn der mich antrieb, mit als einziger in das Bootsinnere zu gehen. Dieser Mut hat sich ausgezahlt, war ich nach dem Tauchgang wirklich geflashed von dem, was wir gesehen bzw. erlebt haben.

Abendessen gab es diesmal an Land bei "Ann & Mike" wo wir anschließend noch zusammen gesessen haben und uns gegenseitig irgendwelche Sätze oder Wörter aus den jeweils anderen Sprachen beigebracht haben. Joanna hat da sehr viel Talent für, während wir schon wieder alles schwedische vergessen haben. Aber lustig war es alle mal.

Tag 4

Der letzte Tag stand an. Nach kurzer Fahrzeit sollten wir wieder mal als erster die erste Divesite erreichen. Ich muss schon sagen, dass ist wirklich ein großes Plus, wenn man als erster, vor allem morgens, an einem Tauchspot ist und nicht unzählige andere Taucher den Sand schon aufgewühlt haben.
Zwei schöne Tauchgänge wartete dort auf uns. Das Wrack eines japanischen Kriegs-Transporter inkl. Bagger, Zementsäcken usw. konnte von uns angeschaut werden. Alles noch sehr gut erhalten, obwohl das 1904 erbaute Schiff ebenfalls 1944 versenkt wurde.
Vor dem letzten Tauchgang stand "Bergsteigen" inkl. Tauchequipment an. Wir mussten von unserem Boot erst an Land, dann über Leitern und Treppen zum Barracuda Lake auf- bzw. absteigen. Das besondere des großen See's sind die unterschiedlichen Temperaturzonen von frischen 25 Grad an der Oberfläche, hinzu einer angenehmen Badewannen-Temperatur von 38 Grad nur wenige Meter darunter. Weiteres Highlight, da der Boden ähnlich Matsch ist, konnte man seinen Kopf darin versenken, was ein lustiges Bild ergab: Taucher steckt kopfüber im Boden. Der Tauchgang ging wirklich als Fun-Dive durch, machten wir auch sonst noch jede Menge Unsinn.


In Coron angekommen haben wir Stefan und Joel, die zwei sympathischen Schweden mit denen wir die letzten Tage viel Spaß hatten und echt lieb gewonnen haben, zum Duschen in unser Hotel eingeladen, da sie die Nacht auf dem Boot verbringen sollten, um am nächsten morgen Non-Stopp nach El Nido zurück zufahren. 
Nach der Dusche trafen wir uns noch mal alle im Bistro Coron. Bei einer Pizza füllten wir unsere Logbücher aus, lachten viel, tauschten Adressen bzw. wie man das ja heute macht addeten uns bei Facebook :-) und spielten eine Runde Billiard bis nach und nach der Abschied anstand. Als Stefan nach ein paar Rum-Cola auf die Idee kam "was kaufen" zu gehen und uns mit seiner zwischenzeitlich erworben Rastamütze fragte ob wir auch "was" haben wollen, dachten wir alle er kommt bestimmt wenig später mit "Gras" oder so wieder. Als er die Tür rein kam und Haarshampoo und Conditioner für Joel ( er selbst hat mega kurze Haare) gekauft hatte, war kollektives Lachen angesagt, da dass wohl ein klassischer Fall von Fehl-Interpretation war.
Ab jetzt schlägt wieder jeder eine andere Himmelsrichtung ein, was sehr schade ist. Dank unserer tollen Truppe hätten wir bestimmt auch noch in den nächsten Tagen viel Spaß gehabt. 
So versuchen wir zumindest die Schweden in Thailand noch mal zu treffen und evt. schaffen wir es auch noch auf ein Bier mit Felix aus Singapore.


PS.: Bilder von der Safari sind online.

Freitag, 3. Januar 2014

29.-4.01.14 - El Nido

Hoppel die Hopp, ging es die Straße von Port Barton Richtung El Nido. Wir hatten Glück, dass noch weitere Leute die selbe Idee hatten. So wurde das Auto voll und der Gesamtpreis geteilt.
Nachdem das letzte Schlammloch mit unserem 4x4 Van überstanden war, hieß es erst mal umsteigen in einen normalen Van mit den wir den Rest der Strecke, ca. 3 Stunden, meistern sollten. Sandra hatte erst den Notsitz bekommen, konnte dann noch nach vorne zum mir neben den Fahrer kommen, als ihr nach kurzer Zeit Rücken und Arsch so wehgetan haben, dass der Rest der Strecke für sie unerträglich geworden wäre. Wir sind halt doch keine 18 mehr :-)

In Corong Corong, ein Strand vor El Nido, im Green View angekommen, wurden wir von Dave und seinem Team herzlich willkommen geheißen. Der totale Kontrast zu unserer Bleibe in Port Barton. Wir fühlten uns schon in den ersten 5 Minuten angekommen, gut aufgehoben und hatten einen Draht zu dem Personal, den wir nach 5 Tagen im Deep Gold nicht gefunden hatten.

Passenderweise haben wir ein tollen, ruhigen Bungalow bekommen mit Blick in den Garten, war es doch durch die Wellen, die nur wenige Meter im Deep Gold in Port Barton an die Mauer klatschen,  sehr laut. Wir haben Probleme ;-). Leider meinte es das Wetter immer noch nicht gut mit uns, was uns weiteren Regen bescherte, das sollte sich aber schon bald ändern. 

Für den Silvesterabend entschieden wir uns, wieder Dave und seinem Team Gesellschaft zu leisten und hofften auf ähnlich gutes Essen wie an Weihnachten bei ihm. Für den Tag hatten wir uns überlegt einer der vielen Insel-Hopping-Touren zu buchen. Es hat sich gelohnt. Neben ein paar Spots zum Schnorcheln führte uns die Tour zu "einsamen" Lagunen und Stränden, wo es auch ein kreativ garniertes Mittagessen gab. 

Das Silvesterdinner sollte halten, was es versprochen hatte und war neben vielfältig auch extrem lecker. Mit den Franzosen, die wir auf der Insel-Tour kennen gelernt hatten, überlegten wir, wo wir ggf. nach dem Essen hingehen könnten. Als wir der schlechten Akustik lauschten und gegen 21 Uhr fast schon auf den Stühlen eingeschlafenen wären, entschieden wir uns mal ein paar Meter zu gehen um zu schauen was an unserem kleinen Strand noch so los war. Fündig wurden wir an einer kleinen, sehr chilligen Strandbar eines französischen Pärchens mit dem Namen "La Plage". Hier war bereits einiges los und der DJ legte ganz gute Musik auf. Während ich noch die zwei Franzosen in unserem Hotel über unseren Plan dort zu feiern informierte, hatte Sandra schon die ersten Gesprächspartner an der Bar kennen gelernt. Ein sympathisches Pärchen aus Aschaffenburg.
Es wurde zu unserer Verwunderung immer voller, dachten wir doch, dass die meisten eher in der Stadt El Nido feiern wollten. Bei bester Musik und ein paar Rum-Cola, höchstens ein oder zwei :-), feierten wir zu viert mit den Aschaffenburgern ins neue Jahr.

Nachdem wir den nächsten Tag am Strand zum Relaxen nutzten, machten wir uns am Tag danach auf zum etwa 45 Minuten entfernten Nacpan Beach, einem Traumstrand wie uns berichtet wurde. Das Ganze wollten wir in Eigenregie machen und so mieteten wir uns einen Scooter und begaben uns in die Country-Side von El Nido. Vorbei an malerischen Reisfeldern mit Bergen im Hintergrund, ging es über Stock und Stein vorbei an jeder Menge Kühe, Schweine, winkenden Kindern und und und. 
Als wir den Beach erreichten, trauten wir unseren Augen kaum. Paradiesischer geht es wohl kaum. Der Farbverlauf des blau farbenen Wasser, der weitläufige feinsandige Strand gesäumt mit Palmen, passt wohl auf jedes Poster oder Postkarte zum Träumen. Das Beste, außer uns waren vielleicht noch 15 Touristen und ein paar Einheimische  an dem kilometerweiten Strand. Keine Hotels Tür an Tür wie z.B. in El Nido. 

Ein wunderbarer Tag neigte sich dem Ende und auf dem Rückweg statteten wir die Submariners Diver in El Nido einen Besuch ab, mit den wir den nächsten und für diese Reise letzten Abschnitt auf den Philippinen verbringen werden. Wir erledigten für unsere bevorstehende Tauchsafarai die letzten Papiersachen und ich probierte mein Equipment aus, wollte ich doch am Tag vor unserer Abreise noch eine Tages-Tauchtour machen, um wieder rein zukommen und zu Wissen, dass es als Equipment taugt. Anschließend nutzten wir noch die Gelegenheit und schlenderten durch die kleine Straßen rund um das Art Café wo wir Abendessen sollten und stellten fest, dass El Nido doch nicht nur hässlich und ein heruntergekommenes Drecksloch war, sondern Abends durchaus eine gewissen Charme hatte. Jedoch sind wir sehr froh das wir in Corong Corong gelandet sind.

Sandra hat dann am letzten Tag einen weiteren Traumstrand erkundet und ich war tauchen. Die Tauchtour war der Hammer und ich hatte noch nie bei so kurzen Distanzen so tolle Tauchspots! Schade dass wir nicht schon früher tauchen waren, unter anderem weil alles ausgebucht war, und auf der anderen Seite freue ich mich um so mehr auf unseren bevorstehenden 4 Tage, 3 Nächte Tauchsafari die Morgen (4.1.) beginnt. 

Neue Bilder sind Online :-)


Mittwoch, 1. Januar 2014

Happy New Year / Frohes neues

Wir wünschen euch ein frohes neues Jahr. 

Nach einem sehr leckerem Essen, bei uns in der Anlage, sind wir ein paar Meter weiter zu einer Strandbar mit DJs und lecker Cocktails. Da war war auch schon richtig was los und zu unserer Überraschung wurde es kurz vor zwölf noch voller. Bei guter Musik und toller Stimmung haben wir ins neue Jahr getanzt. 

Jetzt geht es mit einem kleinen Hang-over an den Strand :-)

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