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Sonntag, 11. Oktober 2015

08.-11.10.2015 - Zanzibar

Am Morgen hieß es dann von unseren Guides Justus und Johnson Abschied nehmen, sollten sie nicht mit nach Zanibar kommen, sondern uns einem Kollegen übergeben. Fleißig wurden noch Gruppen- und Abschiedsfotos gemacht und schon ging unsere Reise weiter. 


Mit der kleinsten Passagier-Maschine in der wir je geflogen sind, eine Cessna 675 mit gerade mal 12 Sitzplätzen (ohne Pilot) sollte es von Arusha nach Stone Town auf Zanzibar gehen.
Dort erwartete uns Ali B. mit bester Laune, hatte er die nicht ganz einfache Aufgabe uns die schöne Stadt näher zu bringen, während die meisten hundemüde und schon gedanklich am Strand gewesen sind :-) 


Freie Zeit in Stone Town

Den Abend nach der Ankunft hatten wir frei und so genossen wir nach einer Woche Gruppengelage die Zeit zu zweit. 
Am nächsten Morgen ging es dann zur Stadtführung mit Ali. B. durch die Geschichte der von den Portugiesen erbauten Stadt, mit all ihren verwinkelten kleinen Gassen, Geschäften, Cafés und Märkten. Die Stadt erinnerte uns etwas an unseren Marrakech-Besuch vor wenigen Wochen. 
Nach einem gemütlichen Kaffee im Zanzibar Coffee House machten wir noch letzte Besorgungen u.a. Geld holen, da es am Nungwi Beach und in Matemwe keinen ATM gibt und wir somit genauestens überschlagen mussten, was wir denken in den nächsten Tagen auszugeben. 


Sonne, Strand und Meer

Nach etwa 1 1/2 Std. war es dann endlich soweit. Raus aus den Klamotten und rein ins Meer. Am Abend ging es dann geschlossen mit der Gruppe zum Baraka Restaurant, welches Sandra vorab bei Tripadvisor ausgespäht hatte, wo wir uns fangfrischen Fisch schmecken lassen sollten, während wir unsere Füße im feinen Sandstrand unter dem Tisch einbuddelten :-) Ach wie wir das Gefühl vermisst haben! 
Da Emma, die gerade mit ihrem Freund Luka auf 8-monatiger Weltreise ist, Geburtstag hatte, gab es bereits den ein oder anderen Cocktail in der Happy Hour an unserer Bar und so sollte es beim Essen weiter gehen. Nach dem Essen sollten wir noch den "Club" in Nungwi aufsuchen. Außer uns war kein Mensch da, aber wenn man mit 21 Leuten unterwegs ist, kann man auch so was los machen :-) Schnell noch das DJ- Pult übernommen, machten wir unsere eigene Party. Running Gag, war zweifelsohne der Versuch den Straußen-Sex, den wir im Krater gesehen hatten, in eine Tanz-Performance umzusetzen ;-) Gaël hat sich dabei Bestnoten abgeholt!


Besonderer Tauchgang 

Am nächsten Morgen stand für mich, trotz des stolzen Preises von fast 60 Dollar/Tauchgang (normalerweise zahle ich um die 25 Euro), Tauchen auf dem Plan. Leider sind teure Preise nicht immer auch gleich bester Service! 

Abschiednehmen

Die zweite Nacht am Nungwi Beach sollte zeitgleich den 10. und somit letzten Tag der Gruppenreise bedeuten. Zeit Abschied zu nehmen. Besonders ins Herz geschlossen haben wir Elody und Gaël aus der Schweiz, nicht nur wegen Gaëls Tanzkunst :-) Wir lagen schon von Anfang an auf einer Wellenlänge. Auch Franziska, die ebenfalls aus der Schweiz kommt, werden wir gut in Erinnerung behalten. Die zwei durchgeknallten, im positiven Sinne, und äußerst sympathischen Iren werden wir hoffentlich nicht nur Dubai in den kommenden Tagen wiedersehen. Die Australier um Nicole, Stacy, Luka und das Geburtstagskind Emma werden wir sicher genauso vermissen wie die deutschen Lena, Tim & Struppi alias Julia. 
Insgesamt muss man sagen, trotz einiger Auffassungsunterschiede bezüglich der Mitarbeit am Anfang der Tour, hat sich dann am Ende doch eine tolle Gemeinschaft gebildet, was ein großer Beitrag für eine super tolle Zeit für alle war. 

Fazit

Als Fazit unserer ersten Gruppenreise müssen wir feststellen:
- dass es in einem Zelt manchmal besser zu schlafen ist, als in einem Bett
- wir auf alle Fälle wieder in der freien Wildbahn campen würden und
- weit weniger Angst nachts hatten, als im Vorfeld vermutet
- und zu guter Letzt wieder eine Gruppenreise machen würden (auch wenn wir zwei manchmal kurz vorm Meckern mit der Jugend waren) und sogar schon weitere Reiserouten der G-Adventures, gern auch wieder Afrika, online geprüft haben, was sonst ;-)
- allerdings würden wir schauen, dass die Gruppe kleiner als 22 Personen wäre. Eine Gruppengröße von um die 12-14 Personen wäre sicher perfekt!

Samstag, 10. Oktober 2015

06.-07.10.2015 - Ngorongoro Krater

Mit einem traumhaften Sonnenaufgang ging unsere anstrengende, aber traumhafte und ereignisreiche Zeit im Serengeti National Park zu Ende. 


Schnell das Zelt noch abgebaut, ging es zum letzten Game-Drive Richtung Krater. Mittlerweile stoppten wir nicht mehr bei jedem Tier wie noch zum Anfang unserer Tour: "Ach ist nur ein weiterer süßer Baby-Elefant mit seiner Mutter direkt vor uns, dann fahren wir weiter, oder ?" ;-) "Twende" war dann das Zauberwort für den Fahrer, dass es weiter gehen sollte.

Am Nachmittag sollten wir unser Berg-Camp auf rund 2.300 m Höhe erreichen. Neben dem tollen Ausblick auf das Innere des Kraters, wurde schnell klar, warum warme Klamotten auf unserer Packliste standen. Erst wunderten wir uns noch über: Jacke, warme Mütze und sogar Handschuhe. Jetzt wussten wir warum. Es war arschkalt! 
Aber auch das beeindruckt uns schon jetzt an Tanzania: die Vielseitigkeit des Landes. Tagsüber ist man noch in der trockenen und staubigen Steppe bei um die 30 Grad oder mehr, wenige Kilometer weiter ist dann alles grün und es herrschen kühle Temperaturen, und das alles gerade mal 1 1/2 Flugstunden von unserem letzten Stopp, der paradiesischen Insel Zanzibar entfernt.


Selfie's mit Elefanten

Bei einem Spaziergang zum Rand des Campingplatzes trauten wir unseren Augen kaum, standen wir auf einmal vor drei ausgewachsenen Elefanten und inmitten einer Herde Zebras. Kein Zaun, nicht angebunden, Wildlife pur! 
Mutig und mit jeder Menge Respekt näherten wir uns bis auf wenige Meter und konnten es uns nicht nehmen lassen ein Selfie mit dem Dickhäuter zu machen. Brav posierte er, ehe er eine Angriffshaltung eingenommen hat und uns klar wurde, dass es besser Zeit ist zu gehen :-)


Hinein in den Krater

Nach einer kalten Nacht mit ca.12 Grad, in der wir uns in unsere Schlafsäcke einmummelten, wurden wir von 4x4 Safari-Jeeps abgeholt. In kleinen Gruppen von je 6 Personen ging es dann in den Krater, der mit seinen 260.000 qm von uns erkundet werden wollte. Da das Innere Plateau des wohl früher über 5.500m hohen Vulkans immer noch auf 1.600m über dem Meeresspiegel lag, sollten sich auch  hier warme Klamotten als sehr passend erweisen. 
In dem Krater warteten noch mal alle Tiere auf uns, nur die Giraffe hat den rund 600m tiefen und steilen Abstieg hierunter nicht geschafft. Dafür aber der uns noch zur Big Five fehlende Rhinozeros! 


Nr. 5 fehlt

Die rund 4 Std. dauernde Safari brachte uns einigen Tieren noch näher, als sie eh schon vorher waren. 
Leider haben wir den Paarungstanz inkl. anschließender spektakulärer Paarung eines Straußenpaars verpasst, aber Gott sei dank haben die anderen ein Video davon gemacht ;-) Der Rhinozeros sollte uns allen allerdings nicht gegönnt sein, dafür wartete ein männlicher Löwe zum Ende der Tour auf uns und wir konnten mit ein paar tollen Aufnahmen des beeindruckenden Tieres die Safari beenden. 


Es endet, wo alles begann

Die letzte Nacht, sollten wir auf der Wiese verbringen, wo alles vor 6 Tagen begonnen hat. Nachdem die Mädels den Masai-Markt auf der anderen Straßenseite für sich entdeckt haben und ordentlich geshoppt haben, trafen wir uns Abends zum Abschieds-Kilimanjaro in der seit 22 Jahren geführten Bar eines südafrikanischen Pärchens, um das Erlebte der letzten Tage noch einmal Revue passieren zu lassen. 

Wir werden noch Tage brauchen um alles Erlebte und Gesehene verarbeitet zu haben, gab es einfach zu viele Eindrücke in so kurzer Zeit. Wir haben es bis jetzt noch nicht einmal geschafft uns alle Bilder in Ruhe anzuschauen.


Dafür werden wir auf Zanzibar aber bestimmt genug Zeit haben.

Donnerstag, 8. Oktober 2015

04-06.10.2015 - Serengeti Nationalpark

Ohne großes Frühstück, dafür mit einem bereits besser organisiertem Paar aus Deutschland, ging die Tour mit Lunch-Paket weiter.

Serengeti wir kommen

Zuerst ging es noch über gut ausgebaute Straßen zum Eingang der Serengeti bevor das begann, was Justus als afrikanische Massage ankündigte :-) Wir schnallten uns an und wurden ordentlich durchgeschüttelt. 
Vorbei an Tornardos, die sich in der unendlichen Weite immer wieder bildeten, dann kleiner wurden, bevor sie sich genauso schnell auflösten, wie sie gekommen waren, begrüßten uns bereits Zebras und Gazellen. 


Nachdem wir tiefer in die Serengeti eingetaucht sind, starteten wir den Game-Drive, was so viel bedeutete dass wir kreuz und quer mal hier mal da abgebogen sind und Ausschau nach Tieren hielten. Davon erwartete uns jede Menge :-) So konnte mein geliehenes Objektiv (70-400 mm) gleich mal zeigen, was es konnte. Überrascht waren wir, wie schnell sich die Landschaft änderte. Eben noch unendliche Steppe und weit und breit außer Tierherden nichts zu sehen, ging es dann überraschend schnell und plötzlich war alles dicht bewachsen und jede Menge anderer Tiere wollten von uns gefunden werden. Immer wieder entdeckte einer der Mitreisenden eins der Tiere und der Truck stoppte und jeder konnte entspannt Bilder machen oder einfach nur den Tieren zuschauen. 


Zelten unterm Sternendach 

Unser Zeltlager erreichten wir erst mit Einbruch der Dunkelheit. Gut dass wir schon im Aufbau des Zeltes im Hellen sicher gewesen sind, so dass auch der Aufbau im Dunkeln kein Problem für uns war. Allerdings waren alle etwas verunsichert, als auf dem nicht eingezäunten Zeltplatz uns ein Leopard besuchte und wir die Hyänen sahen, die die ganze Zeit um das Camp herum streunerten. 
Wir wurden auch das erste Mal in Gruppen eingeteilt. Eine musste den Truck innen säubern, die andere das Gemüse schnippeln, eine weitere abwaschen und die letzte dann alles zusammen räumen und einpacken. Um das eigene Geschirr kümmerte sich immer jeder selbst. Da es so staubig war und Tücher nur zuviel Bakterien ansammeln würden, fanden wir uns jedes Mal zum "Flappen" ein, was heißt das jeder sein Geschirr wild hin- und herwedelte. Manche legten damit eine halbe Choreo hin, spielten Trocken-Tischtennis oder Manche unterhielten sich einfach nur dabei.
Justus und Johnson erzählten uns dann auch beim Lagerfeuer unterm Sternenhimmel Gute-Nachtgeschichten, die alle schon passiert sind. Von Elefanten, die Essen in der eingezäunten Küche suchten und dabei alles verwüsteten und von Tieren, die einem Nachts in der Toilette begegnen können. Die lustigen Anekdoten waren zugleich gespickt mit nützlichen Verhalten-Tipps, die wir hofften alle nicht anwenden zu müssen :-) 


Vier der Big Five 

Ein Teil unserer Gruppe startete noch vor Sonnenaufgang zum Ballonflug. Und bei uns stand nach einem kleinen Frühstück der erste Game-Drive des Tages auf dem Programm. Wir hatten so ein Glück, sahen wir jede Menge Löwen, Giraffen, Elefanten, Buffalos und und und, die sich im Hammer- Morgenlicht bewundern und ablichten ließen. Jetzt verstehe ich auch, warum immer alle vom Licht im Afrika schwärmen! 
Das Highlight war dann das Sichten eines Leoparden der gerade dabei war seine Beute, eine Gazelle, auf dem Baum zu verspeisen. Leoparden zerren ihre Beute immer in den Baumwipfel um in Ruhe essen zu können. Diese und viele weitere Hintergrundinformationen zum Leben und den Eigenschaften von Tieren erzählte uns Justus bei jeder Gelegenheit. So hatten wir bereits vier der Big Five schon gefunden, bevor wir die anderen vom Ballonflug abgeholt haben. 
Über die Mittagshitze ging es dann zurück ins Camp und wir sollten uns über zwei Stunden Freizeit freuen, waren die letzten Tage doch voll durchgetaktet! Von wegen: Von Weitem stellen wir bereits fest, dass unser Camp total verwüstet war. Alle schauten stumm und etwas schockiert zum Zeltplatz. Die Zelte lagen auf dem Kopf und waren überall verteilt, es sah aus als hätte sich ein Tornardo ausgetobt. In der Tat war der starke Wind auf der leichten Anhöhe zu viel für unsere Zelte. Nach Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands stand dann endlich Relaxen auf der Tagesordnung. 


Nachmittags ging es in anderen Bereichen der Serengeti noch mal auf die Suche nach neuen Tieren. Die Liste der Tiere die wir in den drei Game-Drives sehen dürften, ist sehr lang und man musste sich immer wieder kneifen, dass man nicht im Zoo war, sondern in der freien Wildbahn und die Tiere in ihrem natürlichem Umfeld bewundern dürfte. Einige Tiere waren so nah, das gibt es nicht mal im Zoo. Nur Zebras, so mussten wir lernen, sind sehr scheu, so dass ich bestimmt 50 Bilder allein von Zebra-Hinterteilen habe :-(

If you can't climb it, drink it - Kilimandscharo  

Nach Einbruch der Dunkelheit erreichten wir unser Camp wieder und waren heil froh, dass es diesmal noch stand :-) Bei wieder einmal fantastisch zubereitetem Essen von Justus ging der Tag mit einem Kilimandscharo Bier am Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel und einigen weiteren Geschichten zu Ende. 

Morgen werden die Zelte im Serengeti abgeschlagen und es geht weiter zu unserer nächsten Station, dem Ngorongoro-Krater. 


03.10.2015 - Kultur pur

Die Zelte abschlagen bekommt für uns mit diesem Urlaub eine neue Bedeutung :-)
Justus meinte zwar, wir sollten mal eine 3/4 Std. fürs Zelte-Abschlagen, Sachen auf- und einräumen einplanen, ehe wir pünktlich am Frühstückstisch sitzen sollten, wofür natürlich auch noch Sachen vorbereitet werden mussten. Wir gaben uns eine Std. für die Herausforderung am ersten Tag und waren damit gut beraten. Stellten aber auch fest, dass wir in den nächsten Tagen noch Einiges am Ablauf verbessern konnten. Was auch sonst! 

 Los geht die Tour

Nach etwa 1 1/2 Std. Fahrt erreichten wir unser erstes Ziel: Mto wa Mbu (Manyara) Village. Dort sollten wir einen Einblick in das typische Dorfleben der Einheimischen bekommen. 


Der erste Besuch führte uns aufs Reisfeld, ist die Region u.a. für den Anbau doch bestens geeignet. Anschließend ging der Spaziergang vorbei an verschiedenen kleinen Handwerksgeschäften, wo die Leute uns ihre Arbeiten und die Wichtigkeit erklärten. Wir kurbelten die lokale Ökonomie an, indem wir unsere Wohnung wieder mit einem kleinen Mitbringsel bereichern :-) Immer wieder machten wir Stopps um einen Eindruck zu bekomnen unter welchen einfachen Verhältnissen hier gelebt wird. Etwas überrascht war ich, dass hier u.a. immer noch Lehmhütten gebaut werden. Der Walk führte uns auch an einem Fußballplatz vorbei, wo gerade ein Spiel trotz der grössten glimmenden Mittagshitze eine große Besucherzahl erfreute. 


Die Mittagshitze verlangte uns gleich mal alles ab, so dass die Meisten auf dem Zahnfleisch die letzte Station "Mama's Home" erreichten, wo wir jede Menge lokaler Köstlichkeiten essen dürften, die für uns extra zubereitet wurden. Alles war so lecker gewesen, wir hätten uns reinlegen können. 


Den straff durchgestalteten Tag beendeten wir dann mit einem Masai-Dorf Besuch, wo die Damen und Kinder schon mit Tanz und Gesang auf uns warteten. Die Kinder waren den Besuch von Weißen schon gewohnt und erfüllten alle Selfie und Fotowünsche :-) Highlight war als Sandra mit den Damen vom Stamm im Kreis tanzte und diese dann anfeuerte, was zur Erheiterung der Einheimischen führte. 


Den Tag beendeten wir mit einem Sprung in unserem Camp-Pool. 

01.-02.10.15 - Die Party Safari kann beginnen ...

... auch dank der schnellen Reaktion meines Bruders!

Das ging ja gut los. Mein Bruder hatte uns gerade abgesetzt, wir suchten unseren Drop-Off Schalter für
das gepackte Safari Gepäck, als der Puls sich bei uns etwas erhöhte. Gott sei Dank, war keine lange Schlange am Counter und wir wären schnell dran gewesen. Wären, richtig, denn Sandra fand ihren Pass nicht, was daran lag, dass er lieber noch eine Runde mit Heiko im Auto drehen wollte, als mit uns nach Afrika zu reisen. So ein Reisepass hat aber auch ein stressiges Leben, kommt er nur ab und an zum Einsatz wird dann durch viele Hände gereicht, um am Ende abgestempelt zu werden ;-) Er hatte keine Wahl, also schnell das Telefon aus der Tasche gefischt und der Ausflug des Passes endete am Check-in Schalter der Fluggesellschaft. 


Die gut 6 Stunden nach Dubai verliefen ruhig und wir versuchten etwas zu schlafen, hatten wir noch einen langen Reisetag vor uns. 
Nach einem Stopp-over in der Wüsten-Stadt, die wir uns auf dem Rückweg anschauen werden, ginge es zur zweiten von drei Etappen zu unserem Ziel, Arusha, weiter. 

Angekommen in Tanzania 

Zuerst stand eine Nacht in Dar es Salam an, die Hauptstadt Tanzanias, die wir nach gut 22 Std. Reisezeit von Tür zu Tür, erreichten. Wir konnten am Flughafen schon feststellten, dass wir in Afrika angekommen waren, denn die Uhren laufen hier anders. 
Das Einreise-Prozedere lief für unseren Pass angenehm unkompliziert, allerdings warteten wir unendlich lange an dem kleinen und überfüllten Kofferrückgabeband auf unser Gepäck. Es herrschte ein Gedränge wie auf einem Konzert. 

Was uns zuerst auffiel: Keiner starrte die "Weißen" bzw. die Blonde an, sondern wir fühlten uns gleich als Teil des Ganzen und alle begegneten uns sehr freundlich. Das sollte sich auch nach unserem Abendessen ums Eck des Hotels und der anschließenden Nacht nicht ändern. 
Auf den ersten Blick erinnert uns sehr viel an Asien, so zum Beispiel, dass der Verkehr zusammen brach auf dem Weg vom und zum Flughafen, dass es TukTuk gibt und alles was Reifen hat für jeglichen Transport geeignet zu sein scheint!

Nach einem Frühstück und einem Stau zum Flughafen zurück, ging es auf die letzte Anreise-Etappe: die gut 1 1/2 Std. Flug nach Arusha. Schon am überschaubaren Flughafen hielten wir Ausschau nach potenziellen Mitreisenden. Wurden aber nicht wirklich fündig, wussten nur wen wir alles nicht dabei haben wollen würden ;-) 

Als wir in Arusha angekommen sind und noch am Taxipreis verhandeln waren, fuhr gerade ein Jeep von G-Adventures, unserem Touranbieter vorbei. Zum Glück hat San die Feststellung laut ausgesprochen und das Schweizer Pärchen, Gaël und Elody, die im Jeep saßen, haben es gehört so dass sie uns mitnehmen konnten. Zurück blieb ein unglücklich drein schauender Taxifahrer. Mit dem sympathischen Schweizer Pärchen, welches auch schon im Flieger gewesen ist, hatten wir dann auch gleich den ersten Teil der Gruppe kennengelernt. 
Das dürfte gerne so weiter gehen, denn mit den zwei Weltenbummlern lagen wir voll auf einer Wellenlänge. 

Erkundungstour in Arusha

Am Treffpunkt schauten wir nicht schlecht, denn dort war nichts und niemand. Also so richtig nix! Kein Office, kein Empfangskomitee nur eine grüne Wiese und eine Art Terminal. Auch unser Fahrer war etwas irritiert und meinte wir sollen mal warten, während er versucht jemanden zu erreichen. Da er keinen erreichte und wir Hunger hatten, machten wir vier uns auf um im benachbarten Örtchen nach etwas essen zu suchen. Mutig setzten wir uns in die erstbeste Familien-Küche und lauschten einer Sprache,die wir nicht verstanden, was es denn heute alles zu essen gibt. Wir bestellten erst mal ein Menü zum Testen. Da es sehr lecker war, bestellte der Rest dann nach. 
Als der Fahrer uns gegen frühen Abend suchte, dürfte es nicht schwer gewesen sein für ihn die vier Weißen zu finden. Er hatte jemanden erreicht, wir sollten zum Treffpunkt zurück, der Rest würde demnächst kommen. 

Nach und nach trudelten die anderen ein. Die Gruppe sollte die maximale Größe von 22 Personen erreichen. Davon sind 8 Australier, 5 Deutsche, 3 Schweizer, 2 Iren, 1 Engländer, 1 US-Amerikaner, 1 Däne und 1 Kanadier. Darunter gerade mal 5 Jungs inklusive mir, das kann ja was werden :-) Wir bilden alterstechnisch zwar dass obere Ende, da man aber immer nur so alt ist wie man sich fühlt, passen wir mit unseren Ende zwanzig super hier rein ;-)

Der große Wagen kommt

Justice und Johnson, unsere Guides, warteten jetzt schon mit dem Overland-Truck auf uns und bereiteten das Abendessen vor. Der Truck sah in Wirklichkeit noch viel imposanter und komfortabler aus, als auf den Bildern, die wir vorher gesehen haben. Die Guides gaben uns vorm Essen noch erste Instruktionen für den Ablauf der nächsten Tage, u.a. im Handling mit dem Truck und eine kleine Einführung im Zelt Auf - und Abbau, welches wir dann auch gleich stehen lassen konnten, denn unsere erste Nacht sollten wir auf der Wiese verbringen. Stolz ging wir nach einem ersten Kennenlern-Bier mit den Anderen in der Bar in unser erfolgreich aufgebautes Zelt schlafen. Morgen ist die Schonfrist dann vorbei, dann geht es richtig los. 





Mittwoch, 30. September 2015

30.09.2015 - Wir gehen dann mal Tiere jagen...

...aber nur mit der Kamera!

Jambo,


Es geht wieder los: heute Abend geht es los und wir sind seit tagen bereit zum Boarding. 

Dass Packen hat soviel Zeit in Anspruch genommen wie noch nie! Die Packliste vom Touranbieter war sehr lang und die Größe des Gepäcks dafür sehr klein. 
Allein die Fotoausrüstung (im Bild ein Teil davon) nimmt allein davon schon sehr viel in Anspruch. Soviel Equipment hatte ich noch nie auf einer Reise dabei! Als Vorlage hat mir der Blogeintrag vom Freistilchaot (http://freistilchaot.de/fotosafari-brauche-ich-wie-bereite-ich-mich-vor) gedient, der schon einige Safari Erfahrung hat.

Dieses Mal geht es auf einen Kontinent, auf dem wir bisher nur im Norden unsere Füße gesetzt haben: nach Afrika.
Wir freuen uns riesig auf eine Woche Overlandtruck- und Camping-Safari in Tansania im Serengeti-Nationalpark, auf Strand, Tauchen und Erholung in Sansibar und am Ende auf aufregende Tage im kontrastreichen Dubai.

Da wir nicht wissen, wann wir Internet haben (wahrscheinlich erst richtig auf Sansibar), kann es mit den ersten Beiträgen allerdings etwas dauern.

Viel Spaß beim lesen und bis bald
SaMaPa

Freitag, 4. September 2015

29.08-01.09.2015 - Marrakesch

Nach unserem Lissabon-Besuch an Ostern (mit Ryanair) wollten wir gerne noch einen zweiten Städtetrip dieses Jahr machen. Mit Marrakesch war schnell ein Ziel gefunden, da es schon länger auf unserer "Noch-zu-besuchen-Liste" stand. Hat man doch schon so viel von von der marokkanischen Stadt, die Manche mit einem Traum aus 1.000 und einer Nacht beschreiben, gehört. Davon wollten wir uns überzeugen.
Unser Respekt vor dem muslimischen Land stellte uns schon vor der Abreise vor eine Herausforderung. Was zieht man am besten 4 Tage lang bei ca. 39 Grad an langen Klamotten an, was dann auch noch in einen Handgepäcks-Trolley passt?! Ich kann nur sagen es ist möglich, also sowohl als auch :-)
Leider mussten wir wieder mit Ryanair die Reise machen, da alle anderen Flüge gut das dreifache gekostet hätten. Nach einem Ryanair Flug geht es mir mittlerweile immer wie nach einer durchzechten Nacht. Man sagt sich jedes Mal: "Nie wieder!" und tut es dann doch ... 

Es kann losgehen

Wieder am Flughafen Hahn angekommen, parkten wir noch schnell hinten im Wald links, zwischen Fuchs und Hasen :-) und unser verlängertes Wochenden konnte starten!

Der Hinflug war von im Gang herumtobenden, auf den Sitzen herumspringenden, kreischenden  Kindern geprägt und der Lärmpegel nur Dank der guten Lärmisolierung unserer In-ear Kopfhörer  ertragbar gewesen.  

In Marrakesch ging es die kurze Strecke vom Flughafen zur Medina (Altstadt) per Taxi und die
letzten gut 200m Meter zu Fuß durch die verwinkelten kleinen Gassen, vorbei an wundervollen alten Türen (siehe Foto Link), zu unserem Riad, welches uns Sandra mit viel Liebe herausgesucht hat. Ein freundlicher Empfang sieht vielleicht etwas anders aus, allerdings scheinen wir den Manager auf dem falschen Fuß erwischt zu haben, denn in den folgenden Tagen war er ein toller Gastgeber. Das Riad Viva ist ein Riad (ein Haus bei dem sich die Zimmer um einen offenen Innenhof anordnen) mit gerade mal 7 Zimmern und einer traumhaft schönen Dachterrasee inkl. Pool, den wir jeden Tag auch einmal zur Abkühlung nutzten. 

Bei bester Live Musik und anschließendem früh morgendlichen DJ-Set bis 8 Uhr vom 5-Sterne Nachbarhotel kamen wir die erste Nacht leider nicht zum Schlafen und konnten direkt ohne Schlaf zum Frühstück gehen. Im Nachbarhotel hatte die Königsfamilie oder ein Reicher (die meinen gehen da auseinander) zur Geburtstagsparty geladen. Unsere Aussenwand des Zimmers sollte die Begrenzung zur Tanzfläche bzw. Band sein, also waren wir wirklich Live dabei! Dank toller Dachterrasee konnten wir dem Treiben der Reichen und Schönen zuschauen. Schlafen war ja eh nicht möglich und das war besser als jeder Sex in the City-Film!

Die Souks

Nach einem ausgiebigen Frühstück auf der Dachterrasee, mit viel Kaffee, sollte es auf eine erste Erkundungstour gehen. Doch zunächst machten wir einen Abstecher in ein Hammam. Sandra hatte hier vorab eine Session gebucht und so würden wir ordentlich von oben bis unten abgeschrubbt.
Danach ging es weiter durch die Souks, mit ihren vielen kleinen verwinkelten Gassen. Das große Areal ist sehr verwinkelt und man kann sehr schnell die Orientierung verlieren und verloren gehen. Die Souks sind wie eine Stadt in der Stadt und in Viertel unterteilt in dem sich das Handwerk und deren Endprodukte auf kürzesten Weg bewundern lassen. 
Da das Gerberviertel sich ebenfalls in direkter Nähe befindet, lässt sich so die komplette Verarbeitungskette von Leder, z.B. zu einer Handtasche anschauen. Als Transportmittel der Materialien dient hier immer noch meistens ein Karren, der von einem Esel gezogen wird oder Mopeds die skrupellos durch die kleinen belebten Straßen preschen und man immer aufpassen muss, nicht an- oder umgefahren zu werden, da Bremsen ein nicht ausgeführte Tätigkeit ist :-) 

Bemerkenswert und nervig zu gleich sind die Verkäufer in den Souks. Denn neben dem, dass sie auf französisch (Amtssprache) einem die Ware schmackhaft machen wollten, konnten sie das auch sehr gut in mindestens noch 2-3 weiteren Sprachen. Leider, denn dadurch konnte man nicht einfach mal durchschmökern ohne gleich in einen Laden gezerrt, und in ein Verkaufsgespräch verwickelt zu werden.

Im Gerberviertel die knochenharte Arbeit zur Verarbeitung von Leder bzw. Herstellung von Leder zu sehen, war sehr interessant und für viele von uns wäre der Gestank und die Bedingungen unzumutbar! Das führte dazu, dass nach dem Besuch bei Kaufverhandlungen von Lederprodukten dass mit berücksichtigt wurde :-)





Jardin Majorelle, Ben-Youssef, Maison de la Photographie und Djemaa el Fna

Den viel gelobten Garten vom Designer Yves Saint Laurent (Jardin Majorelle) fanden wir nicht so spannend und für das gebotene auch etwas überteuert. Ein Besuch in der ehemaligen Gebetsschule Medrasa Ben-Youssef war dagegen atemberaubend. Was hier vor Jahrhunderten filigran ins Holz geschnitzt und aus Fliesenornamenten zusammengesetzt wurde, macht einen fast sprachlos.
Durch meine leichte Affinität zur Fotografie :-) dürfte ein Besuch in der Fotoausstellung nicht fehlen. Ausgestellt wurden Portraits von Berbern zwischen 1870 und 1950, was neben dem dokumentierten sehr schön zu sehen war, das die Medina (Altstadt) sich in den mehr als 100 Jahren fast nicht verändert hat, was auch den Charme der Stadt ausmacht.

Abends wollten wir uns dann das Treiben auf dem Marktplatz (Djemaa el Fna), dem Herzstück der Medina, anschauen. Hier ist jeden Tag Jahrmarkt bzw. Straßenfest! Es gibt nichts, was es nicht gibt: von exotischem Essen bis Strassenkünstler (Schlangenbeschwörer, Tänzer, Hennamaler, ...) bis hin zu fliegenden Händlern und gefühlt war die ganze Stadt auf den Beinen und auf dem Marktplatz versammelt. Das Schauspiel wiederholt sich jeden Tag! Wahnsinn.

Das andere Marrakesch

Am Abreisetag wollten wir uns die Paläste El Badi und El Bahia anschauen. Da erstgenannter wegen Filmdreharbeiten gesperrt war, hatten wir nach dem Besuch im Bahia Zeit uns in das neue Marrakesch zu bewegen. Mit dem Taxi ging es auf die andere Seite der Stadtmauern, wo uns eine moderne Stadt mit Shopping-Malls aller bekannter Hersteller und ein Starbucks erwartete. Krass auch zu sehen, dass die Menschen hier sich anders kleideten und scheinbar nur wenige Meter von der Altstadt entfernt ein anderes Leben zu führen scheinen.

Fazit
Ein tolle Zeit in einer faszinierenden Stadt. Scheinbar gehen die Vorstellungen von 1.000 und einer Nacht etwas auseinander, denn für uns kam das Gefühl leider nicht auf, was aber auch nicht weiter schlimm ist.
Die Menschen begegneten uns sehr offen und freundlich, man sollte allerdings das arabische schon mögen. Etwas nervig waren leider die meisten Verkäufer in den Souks, da wir auf das permanente Angequatschte nicht stehen und eine einfaches NEIN leider nicht ausreichend ist. Alles in allem aber sehr empfehlenswert, wenn man mal nach nur 3,5 Stunden Flugzeit (von FFM) in eine andere Welt abtauchen möchte. Von Vorteil ist es wenn man französisch spricht. 

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