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Freitag, 19. August 2011

Mit FlipFlops durch den nächsten Winter


Dies wird die Geschichte meiner geliebten weiss/blauen australischen Havaianas FlipFlops.

Als wir die Tage mal wieder für unsere kommende Reise planten, fiel mir auf, dass meine geliebten 7-Meilen-Stiefel (Kaufdatum Januar 2009) jeden der 15 australischen Dollars wert waren.
So sollten diese "Troyen-Begleiter" mich nicht nur einen Monat lang sicher durch den 5. Kontinent bringen, sondern noch im gleichen Jahr London und die Ostküste (u.a. NYC und Washington DC) der USA bewältigen, bevor sie Anfang zwanzigzehn wieder auf weite Reise nach Asien geschickt wurden. Hier bewältigten sie erst den Großstadt-Jungle von Kuala Lumpur, bevor es in den richtigen malayischen Jungle ging. Vorbei an grosser Elefantenscheisse, rein in das wilde Treiben vom historischen Georgetown.
Im Anschluss sollte es dann für die Schuhe nach Thailand gehen. Wo sie allerdings bedingt durch den feinen Sandstrand auf Ko Lanta nur zweite Wahl blieben und erst wieder so richtig in Bangkok ihren Dienst aufnehmen konnten.
Zurück in Europa sollten sie neben einigen deutschen Strassenkilometern, noch in Frankreichs Hauptstadt Paris, und der Küstenregion rund um Montpellier wieder durch Sohlenabrieb an Form verlieren, bevor sie in Rom's kleinen engen Strassen an den heißen Tagen so lange gelaufen wurden, bis im wahrstensinne des Wortes die Sohlen geglüht haben.

Anfang diesen Jahres dann wieder die bekannte Strecke nach Asien. Während es in Hongkong zu der Jahreszeit noch zu kalt für die FlipFlops war, dürften sie die Winterschuhe dann aber auf den Philippinen ablösen. Nach den überschaubaren Weiten der kleinen Insel Malapascua sollten auf Bali wieder einige Meter auf den Kilometerzähler gelaufen werden. Der eigentliche Abschluss für die Asien-Saison 2011 sollte in Singapore stattfinden. Vorbei an der Mosche in der Arab Street, den quietschbunten Häusern und Ständen in Little India, rüber zum quierligen China Town, kommt es nun doch anders als gedacht.

Nie machten sie schlapp - eigentlich immer nur der Träger.
Nun werde ich werde euch brauchen: in Shanghai, auf den Philippinen, Thailand, Vietnam und Myanmar. Ich verlasse mich auf euch. Wer weiß, vielleicht kommt ihr in den nächstem jahren wieder an dem laden vorbei in dem ich euch gekauft habe...

Zusammenfassung:
1. Australien
2. England
3. USA
4. Malaysia
5. Thailand
6. Deutschland
7. Frankreich
8. Italien
9. Hongkong
10. Philippinen
11. Indonesien
12. Singapore
13. Holland

Donnerstag, 28. Juli 2011

Barfuss durch den nächsten Winter

So, es ist schon wieder passiert. Kaum 2-tage aus dem letzten Urlaub (Segeln in Holland) wieder da, schon wieder Urlaub gebucht:-)

Dieses mal wir es länger sein als alles bisher dagewesene.

Nach unserem letzten Urlaub war schnell klar, dass wir eine tolle Zeit hatten aber ein Monat doch zu kurz ist. Das hört sich bestimmt für die meisten aussenstehenden blöd an, ist aber so! So machten wir uns schon direkt nach unserer Ankunft an die Überlegung eine Auszeit zu nehmen. Nach langen Planungen, wie man das stemmen kann, welche Route wir einschlagen werden, wie man das Gespräch mit den Arbeitgebern sucht und, und, ... stehen wir nun an dem Punkt: es gibt kein Zurück! Das JA von den Arbeitgebern haben wir und seit Montag (den 26.6.2011) auch die Tickets für unsere Reise.

Montag, 25. April 2011

25.04.2011 - Singapore

Raus aus Nusa Dua und Abreise aus Bali. Ein weiteres Kapitel unserer Reise ging zu Ende mit dem Start unserer Jet Star Maschine Richtung Singapore. Für 23 Euro sollten wir einen sehr angenehmen 2 1/2 Stunden Flug in einem mal wieder nicht voll besetzten Flugzeug erleben.
In SG angekommen, hatten wir auch schon die Nachricht dass Moni, unsere Bekanntschaft von den Gili Inseln schon im Hotel auf uns wartete. Im Re! Hotel angekommen, stellten wir wieder einmal fest, dass wir ein glückliches Händchen für unsere Bleibe hatten. Das Designer-Hotel in Leuchtfarben beherbergte auch das beste Bett mit dem flauschigsten Kopfkissen unserer gesamten Reise:-)
Kurz frisch gemacht, holten wir Moni eine Etage tiefer ab und sollten sofort starten Richtung Marina Bay. Moni kommt gebürtig aus Bamberg und lebt derzeit in Wangen. Sie ist allein unterwegs und das erste mal in Asien. Da sie ihre Reise in Jakarta gestartet hat und anschließend über Java nach Bali gereist ist, hat sie unseren größten Respekt. Fanden wir ja unseren Jakarta Stoppover schon mehr als anstrengend, wie muss es dann für jemanden sein der nach 10, 11 Std. Flug das als erstes zu sehen bekommt!?
Am Marina Bay angekommen, staunte ich nicht schlecht was hier alles seit meinem letzten Besuch in 2008 gebaut wurde. Eines muss man ihnen ja lassen, sie machen keine halben Sachen! So bestaunten wir auf unserer Umrundung der Bay, die Open-Air-Tribüne, die sowohl für Formel 1-Rennen, als auch durch Wechseln des Untergrunds von Fußball bis Eishockey alle Möglichkeiten bietet. Die neue Shopping-Mall unter den drei überdimensionalen "Wäscheklammern" die als Bürohochhäuser dienen, bietet abends eine Licht und Lasershow und und und.
Am nächsten Morgen ging es dann mehr oder weniger ausgeschlafen und frisch gestärkt nach China Town und anschliessend durch Little India bevor wir unsere kulturelle Tour in der Arab Street bei den Arabern beenden sollten. Die Mädels drückten den refresh Knopf und schon konnte es zum heiss ersehnten Shooooooooping auf die Orchard Road gehen. Einer ewig langen Strasse die eine Aneinanderreihung von Einkaufspalästen ist. Letztendlich sollten wir gerade mal zwei der vielen Malls nur zum Teil schaffen. Dieses mal habe ich zuschlagen können, da ich sowohl im Nike als auch im Tiger Laden Schuhe in meiner Größe endlich gefunden habe*jippy*.
Da wir uns zum besser Shoppen vorrübergehend von Moni getrennt haben, trafen wir uns Abend zum gemeinsamen After-Shopping-Cocktail und gingen in das Partyviertel Clarke Quay, wobei wir bestimmt mehr nach einem Schluck Wasser in der Kurve aus sahen. Waren wir drei doch ziemlich fertig.
Nach einer weiteren Nacht in dem geilen Bett, sollte es am nächsten Tag auf Sentosa Island gehen. Eine kleine vorgelagerte Insel, die einem künstlich angelegten Abenteuerspielplatz für gross und klein gleicht. So gibt es Delphin Shows, eine Unterwasser Welt eine Art Sommerrodelbahn und seit meinem letzten Besuch wurde nebenbei auch noch ein Universal Studio Park eröffnet. Unser Ziel sollte allerdings der Strand sein und dort genau gesagt das Cafe del Mar. Wir ergatterten noch eine der freien liegen und waren erschrocken wie heruntergekommen es war. Als ich 2008 das letzte mal dort war wurde es gerade eröffnet und seit dem wohl für die Instandhaltung nichts getan. Wir liessen uns unseren Cocktail trotzdem schmecken ehe wir uns nun ganz, zumindest für den Urlaub, von Moni verabschiedeten. Sie wollte noch in die unterwasserwelt und in den Vogelpark und wir auf die Orchard Road, vielleicht gab es noch was, was wir gestern vergessen hatten :-)
Abends hieß es dann abschied nehmen denn um 23:00 Uhr ging unserer Flug Richtung Heimat.

Freitag, 22. April 2011

Nusa Dua, oder wie andere auf Bali Urlaub machen :-)

Wie wir feststellen mussten war unserer Reiseführer, Stefan Loose, dieses mal keine gute Wahl. Verkauft er uns anfangs bei unserem Bali Aufenthalt schon Padangbai als "... ein entspanntes Fischerdorf, abseits der Hauptstraße in einer kleinen Bucht mit schönen Strand mit ein paar schön bemalten Fischerbooten, wo es sich lohnt 2-3 Tage zu verweilen". Sah die Wirklichkeit wohl eher so aus, dass es nun ein Umschlagsplatz für Touristen ist, die von den Gili's oder Lembongan übersetzten und von aufdringlichen Strassenverkäufern und Kofferträgern belagert werden. Es war der einzige Ort, an dem wir einen Übergriff zwischen einem penetranten Einheimischen und einem Touristen auf der Strasse gesehen haben und der einzige Ort, wo für öffentliche Toiletten Geld verlangt wurde. Der Strand war übersät mit Booten so dass Schwimmen oder Baden unmöglich gewesen wäre. Immerhin haben wir dank unserer Schweizer Bekanntschaft, die sich trotz unserer Pandangbai Berichte nicht davon haben abbringen liessen, zwei Nächte dort zu buchen, herausgefunden dass es ein guter Ausgangspunkt zum tauchen gewesen ist. Wenigstens etwas, wenn es schon an Land nicht schön war.

Heute Abend haben wir uns ein weiteres Fischerörtchen, Jimbaran, vom Loose empfehlen lassen: "... mit romantischer Atmosphäre zum Sonnenuntergang mit ein paar günstigen Fischrestaurant's". Unser Taxifahrer meinte auch, dass es sehr romantisch ist. Dachte ich noch kurz vor Ortseingang dass ein Busunternehmer hier sein Parkgelände hat und einen Großteil aller Buse auf Bali sein eigen nennen kann, wurden wir kurz darauf eines besseren belehrt. Denn aus dem kleinen Fischerdorf in romantischer Atmosphäre wurde eine Aneinanderreihung von Riesenlokalen (mussten auch gross sein um die Menschenmassen zu versorgen) mit einer Unmenge von Stühlen am Strand. Die R+V Kantine ist in der Mittagszeit einen Ruhe Oase dagegen. Haben wir noch vor zwei tagen den letzten frischen Fisch am Strand von Gili Air, mit einer Handvoll anderer unter dem wirklich romantisch aufsteigenden Mond und sternenklaren Himmel gegessen, tauschten wir nun das Licht des Mondes gegen die Scheinwerfer der Flugzeuge aus, die auf dem nur etwa 4 km entfernten Airport zum Landeanflug ansetzten.
Total entspannend. Der günstigste Fisch kostete natürlich das Doppelte versteht sich, bei der romantischen Atmosphäre. Damit es sich für die Touribomber auch lohnt, wurde in jedem, wirklich in jedem Restaurant ein hübscher Papphintergrund gestellt und Kecak oder Legong Tänze aufgeführt. Was neben ein paar weiteren Musikern, die von zu Tisch zu Tisch gingen, ein Meer an Klängen ergab. Wenigstens der Himmel hatte ein Einsehen und hat zwischen zeitlich mal kurz angefangen zu weinen.

Das Ganze reiht sich in unser Mittagserlebnis ein: Waren wir von tripadvisor schon vorbereitet, dass der Strand nicht der sauberste ist und eine Vielzahl von Wassersportgeräten dort für einen Lärmpegel sorgten, dass es bei anderen schon unangenehm aufgestossen ist, dachten wir das wenigstens Baden möglich sei. Weit gefehlt. Es war so dreckig dass Baden unmöglich war. Man hätte auch um sein leben fürchten müssen, in Anbetracht dass man von einem Boot, Jet Ski oder Banana irgendwas umgefahren worden wäre, selbst in Strandnähe. So lagen alle in ihren tollen 4 und 5 Sterne Bunkern am Pool mit Blick auf einen dreckigen Strand mit noch dreckigeren Wasser. Herzlichen Glückwunsch. Da wir über booking.com unser Rumah Bali B&B bebucht haben, wissen wir, was die Hotels direkt am Strand kosten. Da waren zum Teil welche dabei, wo zwei Nächte soviel kosteten wie wir für den gesamten Urlaub bezahlt haben!!! ernsthaft!

Ich mag mir gar nicht vorstellen wie es in Kuta aussieht. Für die Touristen, die da bereits waren, ist das hier bestimmt alles Erholung und abseits vom Tourismus.
Wir können jedenfalls überhaupt nicht verstehen, wie man hier seine Urlaub verbringen kann, denn alles ist künstlich und hat nichts vom eigentlichen Bali. Selbst das indonesische Essen in den Restaurants wurde europäisiert.

Aber sollen die sich alle stapeln, dann haben wir die wirklich idyllischen Orte dieser Welt noch für uns!

Donnerstag, 21. April 2011

Gili parTyRAWANGAN & Gili Afternoon It's Raining

Wir hätten vor zwei Tagen einfach im Boot sitzen bleiben sollen, als wir die Chance hatten direkt nach Gili Air weiter zu fahren. Darüber sind wir uns einig. Aber wir wollten uns noch mal einen andere der Gili Inseln anschauen und letztendlich ist es Jammern auf hohem Niveau. Hätten wir nicht gewusst wie schön, ruhig und relaxt es nur 20 min mit dem Boot weiter gewesen wäre, hätten wir die letzte Nacht auch noch auf Gili parTyRAWANGAN verbracht. So lösten wir uns bei unserer Unterkunft der letzten beiden Tagen aus und setzten mit dem Boot nach Gili Air (Afternoon It's Raining) über. Leider war in unserer alten Unterkunft nichts mehr frei, so dass wir in das Nachbar Cottage ausweichen mussten.
Auf der Insel angekommen fühlten wir uns gleich heimisch begrüßten uns doch einige bekannte Gesichter am Strassenrand mit "Welcome back". Ich buchte erst mal im Manta Dive einen Tauchgang für nachmittags und Sandra machte es sich in den neuen Strandmöbeln in unserer Strandbar gemütlich. Wie immer sollte es nachmittags kurz und heftig regnen, was mich weniger treffen sollte, da ich eh unter Wasser war :-)
Zurück an Land gab es bei in den chilligen abhäng sesseln vom Scallywags noch einen Kaffee, bevor wir uns für die happy Hour und den lecker Fisch in der chillout Bar fertig machten.
Leider werden wir dieses Paradies zum letzten mal so gesehen haben. Ein Gespräch mit Pia, der divemasterin vom Manta dive, die seit 1 1/2 Jahren auf Air lebt, bestätigte unsere Vermutung, dass hier in letztem Jahr viele Bauprojekte erst abgeschlossen wurden und weitere bereits begonnen wurden. So dass es auf kurz oder lang ein ähnliches Schicksal erleiden wird, wie koh samui in Thailand oder die Nachbarinsel Gili Trawangan, was am Südzipfel eher dem Ballermann als einem Paradies ähnelt. Schade eigentlich.

Sonntag, 17. April 2011

Eat Pray Love

Nach der verzweifelten Suche nach einem schönen Plätzchen auf Bali, sollten wir in Ubud dann endlich unser Glück finden.
Nachdem wir uns kurzfristig entschlossen hatten, doch nur eine Nacht in Tulamben zu bleiben, holte uns unser altbekannter Fahrer um 12 Uhr ab. In Ubud angekommen, merkten wir direkt, dass es uns hier gefallen wird. Die Suche nach einer Unterkunft nahm etwas Zeit in Anspruch, denn entweder war alles voll oder es sollten ordentliche Beträge für schimmelige und / oder miefige Zimmer bezahlt werden. Der letzte Versuch war dann ein Volltreffer. Inmitten der Reisfelder, etwas ab vom Riesentrubel aber dennoch mit super Lage fanden wir ein wunderschönes, familiengeführtes Guesthouse zu einem super Kurs. Das Bad war eine kleine Grotte! Alles strahlte etwas Besonderes aus. Also erkundigten wir zunächst den Ort.
Am zweiten Tag gab es morgens das göttliche Frühstück. Einen ordentlichen Obstteller und einen grünen Pancake mit Banane, Ananas und Kokos. Zum Reinknien! Danach besichtigten wir den Monkey Forest und schauten uns die Hauptstrasse des Ortes an. sogar der "Ralph" hat sich dort niedergelassen. Da es sehr heiss war, entschieden wir uns nach der Erkundungstour für einen relaxten Nachmittag an Nick's Pool. Das war auch eine nette Unterkunft ums Eck, wo wir gegen ein Entgelt von 1,20 EUR den Pool benutzen konnten. Als wir in unser Guesthouse zurück kamen, staunten wir nicht schlecht. Ein australisches Pärchen, welches uns seit unser Ankunft auf Gili Air "verfolgte", hatte sich doch zufälligerweise, nachdem wir uns drei Tage aus den Augen verloren hatten, genau in unserem Guesthouse einquartiert. Das wo es doch sooo viele Unterkünfte in Ubud gibt. Am Abend aßen wir dann die berühmte Bali Smoked Duck - eine auf Reisstroh geräucherte Ente mit typischen balinesischen Gemüse. Sehr lecker.
Den letzten Tag liessen wir uns in ein 7 km entferntes Dorf fahren, wo die ganzen Kunstwerke, die in Ubud überteuert den Tagestouristen auf dem Markt verkauft werden, herkommen. Der Taxifahrer bot uns an für umgerechnet 20 EUR zu warten, aber das war das Vierfache vom Fahrtgeld dahin. Also lehnten wir ab und schlenderten 3 Stunden durch die Hitze und shoppten tolle Kunstwerke. Tja nur wie zurück. Das fragten wir uns, als wir merkten, dass da nicht ein Taxi war, weil wir mal wieder die einzigen Tourist vor Ort waren. Also fragten wir rum. Eine Verkäuferin bot uns an, dass ihr Mann uns auf zwei Scooter zurückfährt, aber so wie die hier fahren... also stellten wir uns einfach die Strasseneinfahrt Richtung Ubud und hofften darauf, dass uns ein paar nette Einheimische mitnehmen würden. Nach einigen Minuten hatten wir Glück. zurück in der Stadt aßen wir dann noch das groß im Reiseführer angekündigte Spanferkel bei einem Essensstand am Eck. Das war auch wieder echt lecker. Für den Nachmittag hatten wir uns einletztes Mal eine Massage in unserem Lieblings-Spa gebucht. Die ganze Zeit hatten wir uns in Ubud überlegt, wo es danach hingehen sollten, wollten wir doch gerne einfach noch ein paar schöne Tage am Strand haben. Sollten wir zurück auf die Gilis und auf Nummer sicher gehen oder auf eine andere Insel, wo die Gemüter sich schieden und die auch teurer schien. Für haben uns ausnahmsweise mal für die sichere der Varianten entschieden und somit dann am Abend noch schnell die Weiterfahrt auf die Gilis eingetütet. Am Abend ging es dann zum Abschluss zu einer traditionellen Tanzaufführung. Ich möchte hiermit Grüße an meine alte Musiklehrerin am Gymi senden, bei der ich doch tatsächlich einmal das Gamelan-Orchester lernen musste und nun - nach Jahrzehnten auch weiß wofür ;-)
Abschliessend können wir für uns sagen, dass Ubud das Schönste von Bali ist ( der Rest war leider enttäuschend). Man kann dort locker eine Woche und mehr zubringen und Relaxen, wandern, Rad fahren, Ausflüge machen und sicher auch zu sich selbst finden.
Ein schönes Fleckchen und verständlich auch, dass die Autorin von Eat Pray Love sich hier vier Monate niedergelassen hat.
Nun geh es aber wieder zurück ins Paradies!

Donnerstag, 14. April 2011

Auf der Suche

Gott sei dank machen wir Individual-Urlaub, denn bei der Suche nach einem netten Plätzchen auf Bali sind wir noch nicht fündig geworden.
Nach unserer Überfahrt von den paradiesischen Gili Inseln, wollten wir 2-3 Nächte im Fischerörtchen Padanga Bai bleiben. Dort hatten wir uns in ein tolles Hotel, was im Stil eines Tempels gehalten wurde und uns 3 Pools zu bieten hatte, einquartiert. Nachmittags machten wir uns dann noch auf einen kleinen Rundgang durch den Ort und Richtung White Beach. Der beschwerliche Weg, vorbei an Kühen, sollte uns in der Hitze einiges abverlangen.
Der Rundgang zeigte uns allerdings auch, dass der Ort keinerlei Charm hatte und wir uns somit fragten, was wir denn hier die nächsten 3 Tage so alles machen wollten. Für Ausflüge, außer auf die Gili's, war der Ort zu abgelegen und dann gab es nur noch die Möglichkeit Tauchausflüge Richtung Tulamben zu machen. Nach Tulamben wollten wir eh, so dass wir nach nur einer Nacht aus dem tollen Hotel ausgecheckt haben, uns einen Fahrer suchten und uns auf den Weg nach Tulamben machten.
Der Fahrer war mehr als pünktlich und hatte allerhand wissenswertes Zusatzmaterial an Informationen für unsere 2 Stunden Fahrt parat gehabt. Mit drei Zwischenstopps, in einem Bali Aga Dorf, wo die Urbalinesen uns ihren Lebensstil näher brachten, einem Wasserpalast und zu guter Letzt noch die tollen und weitläufigen typischen Reisterassen.
In Tulamben hatten wir uns zwei Hotels ausgeschaut und vom Fahrer noch eine dritte Adresse bekommen. Wir staunten nicht schlecht, wollte man für heruntergekommene Anlagen und Zimmer doch verhältnismäßig viel bis sehr viel Geld. So sollte sich der Tipp des fahreres als gut erweisen: eine kleine Anlage die gerade um vier neue Hütten erweitert wurde. Da wir, so wie es aussieht, die ersten waren, die die neuen Hütten bewohnen, haben wir einen für diesen Ort guten Preis bekommen.
Der Ort ist bekannt geworden durch die US Liberty, ein im zweiten Weltkrieg von den Japanern bombardiertes Frachtschiff, was keine 50 Meter vor der Küste gesunken ist. Heute morgen um 7 Uhr sollte es zu einem der beiden Tauchgängen runtergehen, doch ich schaute nicht schlecht als mein Dive Master schon um 6:15 Uhr vor unserer Tür zum Apell gerufen hat. Somit war ich schon um 6:30 Uhr unter Wasser, obwohl der Wecker erst 15 min später klingeln sollte. Man ist ja flexibel:-)
Da man nur das Wrack betauchen kann, stellte sich uns nun beim Frühstück die Frage, was wir denn nach meinem zweiten Tauchgang machen könnten, denn ansonsten ist hier wirklich nichts. Nicht einmal Strand. Die einzige Antwort die uns darauf einfiel, war den Fahrer von morgen früh auf heute Mittag zu bestellen und nach Ubud weiter zu fahren. Was wir dann auch gemacht haben.
Doch zuerst stand mein zweiter Tauchgang auf dem Programm. Ich hatte mich entschieden dass der Divemaster eine Kamera mit nehmen soll, mit der er Bilder von mir und den Fischen machen sollte. Diesmal ging es in das Innere des Wracks. Es war schon aufregend durch die engeren Innenräume zu tauchen, das ganze hat mein Kameramann per Video festgehalten. Sehr geil. Mit einem Riesen Barracuda habe ich dann kurz vor Schluss auch noch posieren dürfen.

P.S.: Dad, alles Gute zum Geburtstag!




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