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Mittwoch, 10. Juli 2013

10.7.2013 - Die Reisevorbereitung laufen wieder, ...

... 3 Monate sind wir nun schon wieder da und das Fernweh wird immer größer.

Es hat diesmal für unsere Verhältnisse sehr lange gedauert, bis zur neuen Buchung. Ein Grund der Verzögerung war u.a. dass wir uns über neue Himmelsrichtungen Gedanken, bzw. belesen musste. 
So stand zu anfangs Mittelamerika ganz hoch im Kurs: Nicaragua, El Salvador und Guatemala sollten es sein. Doch irgendwie hat es bei uns nicht gekribbelt. Gespräche mit Menschen die schon dort waren, bestätigten uns zwar dass es schön und nett war, aber so richtig wollte dann auch keiner noch mal hin. 
Aus den Gesprächen heraus ergab sich dann noch der Süden von Afrika, der dank unserer positiven Sri Lanka Safari Erfahrung gerne aufgenommen wurde. Allerdings stellte sich heraus das Dezember/Januar nicht der perfekte Reisezeitraum ist, somit haben wir dass für 2014 auf unsern Plan geschrieben. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. 

Eine interessante Unterhaltung mit einem Freund, den wir während unseres Barcelona Besuchs im Juni getroffen hatten, brachte uns ein neues Ziel ganz nach unserm Geschmack auf den Schirm.

Tokyo

"Wenn ihr wohin fliegen wollt, wo man das Gefühl hat, auf dem Mond gelandet zu sein, dann müsst ihr dort hin fliegen!" Waren seine Worte. 

Seit dem beschäftigt uns die Reiseplanung rund um den Start in Tokyo, dieser scheinbar so verrückten Stadt.

Heute morgen, ich war noch im Tiefschlaf, sprang Sandra im Schlafzimmer auf und ab und sprach, schnell (schneller als sonst:), viele Informationen gleichzeitig (könnte aber daran gelegen haben das ich eine Sekunde vorher noch im Tiefschlaf war) wirr klingendes Zeug auf mich ein. 
Nachdem ich mich aus dem dem Bett heraus gequält hatte, ging es etwas verschlafen Richtung Rechner. Hier wurde mir die Sachlage noch mal ruhig und in richtiger Reihenfolge vorgetragen. Lufthansa hatte die Preise für den Gabelflug nach Tokyo und von Bangkok (wo auch sonst!) wieder gesenkt, nach dem sie zuletzt angezogen hatten und es gab nur noch zwei Tickets! Dafür lasse ich mich schon mal gerne aus dem Schlaf reißen. 

So kam es, dass wir dann alle Flugbuchungsformalien schon um kurz nach 7 Uhr abgeschlossen hatten und nun feststeht, dass wir Mitte Dezember nach Tokyo fliegen und es von dort weiter auf die Philippinen geht. Unklar ist noch wie der weitere Reiseverlauf nach den Philippinen sein wird, ob Laos oder Thailand, was aber eher ein Luxus Problem darstellt :-)

Somit gibt es wieder ein Ziel welchem wir entgegen fiebern können. Tokyo wir kommen, danke Gaucho für den Tipp.

Montag, 1. April 2013

1.4.2013 - Es ist kalt!

Wir sind wieder gut gelandet und dank des lecker Frühstücksservice meiner Eltern, sitzen wir auf der Couch und essen lecker Kuchen und trinken einen erwärmenden Tee, den wir dringend brauchen bei den Temperaturen.

Oh man das war nicht der Deal! Hatten wir doch mit angenehmeren Frühlings-Temperaturen und ggf. Grillen, wie letztes Jahr, gerechnet.

Naja was nicht ist kann ja noch werden, erst mal gehen wir schlafen.
Euch frohe Ostern

PS.: wir haben mal etwas Sonne mitgebracht :-)

PPS.: Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub


UPDATE: hab mal ein paar Bilder hochgeladen, weitere vom Schnorcheln bzw. Tauchen folgen in den kommenden Tagen.

26.-31.3.2013 - Malediven

Nach einer Nacht in der Durchgangsstadt Negombo, die wir nach 118 km und mal wieder fast 6 Stunden anstrengender Busfahrt erreicht haben, ging es heute morgen in aller Herrgottsfrühe zum Flughafen der ganz in der Nähe ist.
Unser Ziel für den Tag: 8 Uhr in der maledivischen Hauptstadt (der kleinsten Hauptstadt der Welt) zu landen und spätestens 60 min später in dem Cyan farbenen Wasser zu baden und mit den Fischen zu schwimmen!

Die Einstimmung auf unseren Pauschalurlaub, übernahmen beim morgendlichen Kaffee am Flughafen Landsleute am Nachbartisch. Ruhig bleiben fiel schwer, aber es war selbst für Sandra noch zu früh um denen klar zu machen, dass sie besser zuhause bleiben sollten :-)
So lauschten wir ihren Luxus-Problemen der Kategorie: 4-5 Sterne Hotels auf Sri Lanka die nicht deutschem Standard entsprechen!
Das war unsere Einstimmung in den Tag und sollte der Beginn einer aufregenden Erfahrung werden :-)

In Male bei der Immigration waren soviel deutsche unqualifizierte Kommentare von links und rechts zu hören dass wir zwischenzeitlich überlegt hatten, uns von nun an nur noch auf englisch zu unterhalten, bis wir abreisen. Spätestens am Kofferband war klar, die Deutschen sind da. Alle drängten sich direkt dicht am Rand des Bandes und ließen keine Gasse, was auch ein Phänomen ist, welches wir immer wieder gerne in Frankfurt am Airport beobachten. Wir machen uns dann immer den Spaß und stürmen dann, ohne Rücksicht auf Verluste zum Band und ziehen in einem möglichst großen Radius den Koffer mit viel Schwung vom Band in der Hoffnung das dass auf Dauer zur Erleuchtung führt und wir nicht erst ein Gesetz oder Absperrband auf dem Boden brauchen. "Do Not Cross the line / bitte hier warten"

Vom Kofferband in FFM zurück auf unser kleines paradiesisches Atoll: Fihalhohi. Da setzte kurz bevor unser Boot anlegte der Regen ein und eine Erkenntnis die ich schon vor längerer Zeit gemacht habe, bestätigte sich. Auch im Paradies regnet es! Das aber immerhin bei angenehmen 31 Grad, was den Regen schnell vergessen lässt.
Mit gutem Deutsch von unserem Hotel-Manager begrüßt, sollten wir sofort wissen welche Fahne hier auch gehisst werden könnte.
Schnell eingecheckt, das traumhaft schöne und riesengroße Zimmer bezogen, uns umgezogen und ab ins Wasser, was wieder erwarten nicht die 30 Grad von Sri Lanka hatte. Der weiße Strand der einem ab dem Flughafen schon begleitetet, ist bei Sonnenschein so hell, dass es ohne Sonnenbrille in den Augen weh tut.
An unserer Seite des Atolls waren an dem langen und breiten Strand etwa überschaubare 20 Personen, wenn überhaupt. Das waren überraschend wenige, wie wir positiv feststellten.

Da wir kein Frühstück hatten, freuten wir uns um so mehr auf das Mittagessen unserer Vollpension :-) Unsere Nachbarin machte ihren Mann schon rund, wo er denn bleiben würde, er lag noch neben uns, sie war schon ausgeh' fertig, und uns wurde klar, das essen hier ein wichtiges Tagesereignis ist, welches eingehalten werden muss. Die kurzen Zeiten wurden uns ebenso militärisch von unserm deutschsprechenden Manager mitgeteilt.
Das ist natürlich eine Umstellung für uns, essen wir natürlich sonst immer nur wenn wir oder Sandra Hunger hat :-) aber an geregelte Mahlzeiten kann man sich gewöhnen.
Beim Betreten des Restaurants traf uns allerdings der Schlag. Es gab ca 300 Sitzplätze (!) für 300 Gäste, wie wir wenig später erfahren sollten. Da wir noch keine 2 Stunden da waren und die Zeit lieber mit Plantschen und Schnorcheln verbracht haben, als eine Volkszählung zu machen, fiel uns die Kinnlade herunter. Ein Gewusel wie im Hofbräuhaus oder bei der R+V in der Kantine (würde mich mal interessieren ob die 250 Sitzplätze haben).
Da keine freie Platzwahl bestand, mussten wir alle Tische nach unserer Zimmernummer absuchen. Ohne Erfolg. Wir suchten uns einen der vielen Kellner, der uns fragte "where are you from" ich dachte mir, na sein englisch ist vielleicht nicht das beste, die einzig wichtig Info für ihn kann nur die Raum Nr sein: "Room 33"! Er wiederholte anschließend die Frage, also war die Antwort wohl falsch. Diesmal die richtige Antwort. "Germany". "Ah ok German corner!" Nee einfach nur ein Tisch, egal ob deutsch oder was auch immer! Es folgte eine kurze Grundsatz-Diskussion darüber ob Deutsche nur in der deutschen Ecken sitzten müssen/dürfen und selbst seine Androhung uns bei Russen an den Tisch zu setzten, ja hat er wirklich so gedroht :-), hat uns nicht abgeschreckt. Er hat es wohl auch versucht, allerdings waren die "russischen Mädels" aus der Schweiz und ganz sympathisch.

Ich hab mich nach dem Essen erst mal fürs Tauchen morgen eingeschrieben, in der ebenfalls deutschen Tauchschule.
Mir ist aufgefallen, dass in dem Wort MaleDIVEn das Wort Tauchen völlig zurecht vorkommt, denn allein das was man beim Schnorcheln an bunten Fischen direkt freihaus geliefert bekommt, ist deutlich mehr als das, was es auf Sri Lanka beim Tauchen zu sehen gab!
So z.B. waren wir noch keine 2 Minuten im Wasser und hatten schon ein kleinen Riff-Hai um uns herum und später noch eine große Wasserschildkröte gesehen. Aber auch der Rochen drehte immer fröhlich seine Runden direkt am Strand, sehr zur Begeisterung der Schaulustigen.

Das Tauchen in den kommenden Tagen musste ich allerdings alleine machen, da Sandra sich auf Sri Lanka am letzten Abend nach dem es sich abgekühlt hatte (es waren nur noch 27 statt 36 Grad)?sich einen Schnupfen eingefangen hat :-(
Drei der insgesamt vier Tauchgänge waren super gewesen, auch wenn man auf den Malediven nicht wirklich tauchen muss, wenn man nicht gerade die ganz großen Fische sehen möchte. All die kleinen bunten Fische gibt es bereits beim Schnorcheln gratis zu sehen.
Bei den schwindelerregenden Tauchpreisen für jeden der vier Tauchgänge entschädigte mich u.a. ein Leoparden-Hai der knapp an mir vorbei geschwommen ist, tolle Korallen-Gärten und ein schönes Wrack, welches ich beim letzten Tauchgang besuchte.

Ein Highlight unserer Schnorchel-Safari am vorletzten Tag waren ca 30 Delphine, die unser Boot eine zeitlang begleiteten ohne dass wir extra zahlen mussten! Denn eine Delphin-Safari kostet 13 Dollar mehr pro Person :-)

Etwas enttäuscht waren wir dass die Palme 33 nicht in der Nähe unseres Bungalows 33 steht! Überhaupt hat hier auf der kleinen Insel alles eine Nummer. Damit die vielen Deutschen nicht vor dem Frühstück alle zum Strand stürzen müssen um Handtücher auf die Liegen zu legen, hat jedes Zimmer der Bettenzahl entsprechenden viele Liegen die durch die Nummern ihre Zugehörigkeit nachweisen. Liegen geräumter Zimmer werden immer wieder an ihren Ursprungsort, dem Bungalow zurück gebracht, um anschließend von den neuen Gästen über die ganze Insel zu dem persönlichen Lieblingsplatz gezogen zu werden, wo sie dann stehen bleiben bis zur Abreise usw.
Es gibt nichts, was nicht nummeriert worden ist: Neben den Palmenden Liegen, den Essenstischen, auch die die Regenschirme, sicher damit sie beim Essen in der Kantine nicht durcheinander geraten.
Leider haben wir letzteren während unseres Aufenthalts viel zu oft gebraucht, hatten wir doch nur ein einzigen ganzen Sonnentag!

Nach einer sehr interessanten Unterhaltung mit Bianca, die unsere Schnorchel-Safari begleitete, bei der es unter anderem darum ging wie das denn alles mit der Infrastruktur wie zB. Müll usw. funktioniert, erzählte sie uns von diversen Müllverbrennungsanlagen und dass einige Inseln zur reinen Müllablage verwendet werden und sie deshalb all ihren Müll vor allem Plastik nach Urlaubende wieder einpackt und mit nach Deutschland nimmt. Daher haben wir beschlossen ihr es gleich zu tun, so dass auch andere was von diesem schönen Flecken Erde haben und zwar unvermüllt, zumindest nicht unserer!

Anschließend vielleicht noch einen Satz über die Insel-Besucher: Wir sind immer noch verwundert, wer sich das hier alles scheinbar leisten kann. Viele sahen eher nach Hartz-4 Programm aus, als nach ich gebe mal eben 3.000 Euro p.P. und mehr für 14 Tage Malediven aus. Auch auffällig viele Familien mit Kindern jeden Alters sind hier und genießen den einfachen Tagesrhythmus: Schlafen-Frühstück-Sonnenliege (bereits Reserviert)-Schnorcheln-Mittagessen-Sonnenliege (steht unverändert am gleichen Platz)-Schnorcheln-Abendessen-Schlafen gehen. Da braucht man definitiv mehr als ein gutes Buch, aber viele der Gäste sind Wiederholungstäter und haben schon für nächstes Jahr gebucht.
Des guten Essens wegen wird es sicher nicht sein, denn eingelegte Früchte aus Konservendosen und Pizza und Pasta bekommt man auch daheim.

Alles in allem haben wir uns eine schöne Zeit auf den Malediven gemacht, auch wenn das Wetter uns nicht wohl gesonnen war. Wir haben mal davon abgesehen gleich für das nächste Jahr zu buchen :-)

Fazit: das Paradies ist kein Ort oder eine Insel, sondern dort wo dein Herz ist. Unser Herz schlägt wohl woanders.

Dienstag, 26. März 2013

Fazit Sri Lanka

Das Fazit haben wir unabhängig voneinander geschrieben, weshalb es zu Doppelungen kommen kann.

Marco:
- ich hab noch nie soviel und gut vegetarisch gegessen
- die Russen sind auch schon da
- Busfahren mal anders
- Buddha zeigt seine Zähne oder besser Zahn
- herzliche Menschen vs unangenehme Menschen
- go Wildlife - auf den Geschmack von National Parks gekommen
- jeden Tee trinken der dir angeboten wird

Sandra:
- irgendwie hat mich die Sri Lanka Faszination nicht gepackt
- Indien ist dann erstmal raus. Noch schweißiger, lauter, voller, ... brauche ich es nicht
- die Insel ist wirklich seeehr grün und reich an Tieren
- man kann hinfahren wo man will, die Russen sind auch schon da
- ich glaub wir waren noch nie so viel am Strand wie hier
- sehr sehr freundliche Gastgeber, aber als Frau alleine hier zu reisen, würde ich jedem Ausreden
- ich überlebe auch ohne Fleisch
- erste, aber nicht letzte Safari



Montag, 25. März 2013

Letzter Abend auf Sri Lanka

Sind gut in Negombo nach einem langen Trip angekommen und genießen unser letztes Abendmahl.

Bin gerade an der Küche vorbeigekommen und hab mal zwei Bilder gemacht :-)



21.-25.3.2013 - Unawatuna / Galle - endlich gefunden

Wir müssen zugeben, wir haben in Mirissa mehr als einmal darüber nachgedacht, ob wir uns Unawatuna antun oder nicht. Zu schlecht waren die Kritiken im Lonely Planet und Stefan Loose bzw. die allgemeine Meinung der Leute. Dass wir an unserem Plan festgehalten haben, zwar mit dem Hintergedanken wir können ja weiter oder zurück, stellt sich jetzt als Glücksgriff heraus.

Schon die Anreise war überraschend. Während wir in der prallen Hitze unserer kleinen, privaten und sehr günstigen Bleibe Lebewohl sagten und auf den Bus warteten, hielt eine Mini-Bus plötzlich an fragte "wohin?", wir ihm also unser Ziel genannt und eine nickende Bestätigung geerntet.
In dem nicht überfüllten und überraschenderweise klimatisierten Bus, begrüßte uns eine deutsche Mitreisende in der First Class der Busreisen. Gut, er kostete fast doppelt soviel wie normalerweise, also etwas über 2 Euro für uns zwei (!), aber den Luxus gönnten wir uns mal :-)

Da sich die deutsche Alleinreisende so über Landsleute freute und offensichtlich ihre 20.000 Worte schon länger nicht mehr aufgebraucht hatte, kam ich in den Genuss genau dieser. Sandra saß eine Reihe weiter vor uns und als die angehende Sozialpädagogin loslegte, hatte sie ganz urplötzlich Nachwirkungen von ihrem Schleudertraum und konnte sich nicht mehr umdrehen um an der Unterhaltung teilzunehmen oder mich zu retten.
Ich muss sagen dass ich meinen Hut vor ihr ziehe, man ihr aber auch ein großes Maß an Naivität zusprechen muss, um in diesem Land als blonde Frau allein zu reisen.
Empfinde ich es schon als anstrengend und gebietsweise als Spießrutenlauf. Es ist eine absolute Männerdomäne in einem zum Teil muslimischen Land, in dem sich die Jungs hier alles rausnehmen, sobald sie eine blonde Frau sehen und ich zB. mal gerade nicht an Sandras Seite bin - weshalb das so gut wie nie der Fall ist.

Zurück zu Unawatuna unserem Paradies. Ja in gewisser Weise ist es touristisch, ja es gibt viele kleine und mittel große Anlagen und ja, gefühlt ist hier jeder Meter, sei er noch so verwinkelt, verbaut! Aber genau das macht den Charme aus. Viele kleine Kaffees oder gemütlich und endlich mal liebevoll eingerichtete Restaurants laden zum Verweilen ein. Der Strand ist ok aber vor allem der "natürliche Pool" laden zum Baden ein, da im Verhältnis zu Tangalle oder Mirissa dank der vorgelagerten Mole die starken Wellen daran schon zerschellen.
Die sehr vielen fliegenden Händler mit Kleidung und Obst ergänzen das gute Angebot der Shops abseits vom Strand und machen meine Frau sehr glücklich :-) Sie hatte sich ja bereits mehr oder weniger damit abgefunden dass es der erste Urlaub sein wird, in dem sie nix kauft. Nun kann sie alles nachholen!

Mein Tauchausflug zu den vorgelagerten Dive-sides war leider dank schlechter Sicht und Abwesenheit von Korallen und Fischen nicht so berauschend. Dafür unser Ausflug in die mit Abstand schönste Stadt Sri Lankas. Galle. Das besondere an Galle ist das Fort, welches die Holländer während ihrer Kolonialzeit hier errichtet haben. Mit dem Durchlaufen des Torbogens befindet man sich in einer anderen Welt. Im Innenbereich wurden viele der alten Häuser liebevoll renoviert und restauriert und beherbergen nun schnuckelige Cafés, Restaurants und Galerien lokaler Künstler.

Die letzten Tage haben wir dann viel relaxt: Strand, sonnen, Kaffee trinken und haben endlich auch mal Leute kennen gelernt: Kathi und Tini, die von Indien nach Sri Lanka sind und gestern noch Imke und Jana aus Hamburg. Leider geht es heute wieder weiter. In Unawatuna hätten wir sicher noch ein paar Tage rumgekriegt.



Sonntag, 24. März 2013

Busfahren in Sri Lanka

"Du musst mal mehr zum Busfahren hier schreiben!" hörte ich Sandra sagen. "Nee eigentlich müssten wir mal nen Foto machen!" war meinte Antwort.
Problem war nur folgendes: Während ich mich mit der linken Hand am Türrahmen der immer offenen Tür versuchte festzuhalten, meine rechte Hand an meinem Nachbarn vorbei, der seinen Kopf in meine Achseln bohrte, noch einen letzten freien Platz an der Haltestange ertastete und ich auf einem Bein versuchte mein Gleichgewicht zu finden, da für zwei Füße auf der schmalen Treppenstufe kein Platz war, um nicht in der nächsten Kurve aus dem Bus zu fliegen die hier gerne mit überhöhter Geschwindigkeit genommen werden, blieb leider kein Finger für eine Kamera frei.
Vergessen hab ich zu erwähnen, dass es neben dem, dass es scheiß heiß und stockig ist, ich auch noch die Handtasche der Frau eine Stufe über mir im Gesicht habe und gerade noch drei Leute in den schon überfüllten Bus einsteigen wollen!
Vermutlich wäre auf dem Foto außer Körperteile, die Bunt gemischt durcheinander zu sein scheinen und man nicht weiß wo oben und unten ist, nichts zu erkennen gewesen. Was sicher auch ein interessantes Bild gewesen wäre, hätte ich mich nicht "sichern" müssen :-)

Über 17.000 Busse gibt es auf Sri Lanka (gefühlt eher 17 Millionen) und zusammen mit den TukTuks dominieren die Luftverpester eindeutig jedes Stadtbild. Ein Teil der Busse, so scheint es, wird nur noch durch Rost zusammen gehalten. Was aber alle gleich haben, ist eine Art Schrein mit hübsch bunter und meist hinduistisch oder buddhistisch anmutender Dekoration an der Windschutzscheibe und ein Lautsprecher-System zur Beschallung der Fahrgäste. Hab mir schon überlegt, wie das bei uns ankommen würde, wenn die ESWE Lautsprecher in die Busse einbauen lassen würde über die dann permanent Volksmusik läuft!?
Fenster und Türen sind immer offen, besonders zweites muss auch so sein, sonst können Fahrgäste nicht während der Fahrt auf- und abspringen! Denn eigentlich verringert er meistens nur seine Geschwindigkeit, so richtig anhalten tut er nur selten - außer Touris müssen ihr Gepäck mit aufladen!

In den großen Busstationen, meist in den Städten, springen dann während der Wartezeit fliegende Händler mit Obst, Gemüse und sonstigem Essen rein und um das Wichtigste nicht zu vergessen: Glücksspiel-Lose, wie man sie hier überall kaufen kann.

Eine Erleichterung für uns ist es zu sehen, dass die Lokals im Bus ebenfalls schwitzen und nicht nur wir, was dem Kollegen auf dem ersten Treppenabsatz allerdings gerade als wenig positiv aufgefallen sein dürfte ;-)

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