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Freitag, 23. Dezember 2011

Tag 5-7 - Frieren vs. Schwitzen

Nach dem wir unsere Koffer aus den Hotel abgeholt hatten, ging es mit Hochgeschwindigkeit Richtung Flughafen. Hochgeschwindigkeit trifft es in diesem Fall ganz gut, denn wir hatten anstatt der Metro, die ebenfalls zum Airport fährt, den Transit Zug (Magnetschwebebahn) genommen, der die Spitzengeschwindigkeit von 425 km/h erreicht. Leider ist das nur morgens uns nachmittags der Fall, so dass wir nicht über 301 km/h hinaus gekommen sind. Das sollte allerdings reichen um in 8 Minuten (!) am Flughafen zu sein.
Dort reichte es nach den ganzen Sicherheitsüberprüfungen gerade noch für einen Whopper auf Afrikanische Art, sprich ToGo und das direkt zum Gate.
Ring, 50 Rmb (chinesischen Währung) in die schlechte Wortspielkasse für Yannic!

Zum Abschluss von China sollten wir noch erwähnen, dass wir auf unseren Blog genau so wenig zugreifen konnten, wie auf Freenet oder Facebook, da diese Seiten durch die chinesische Regierung gesperrt sind. Die Blog-Einträge die hoffentlich hochgeladen wurden, haben den Weg ins www nur dank iPad App gefunden. Es gibt halt doch für alles ein App:-)

Nach unserem 3 1/2 stündigen Flug von Shanghai nach Manila (Hauptstadt der rund 7.000 Inseln umfassenden Philippinen), ging es nach einem 2 1/2 Stunden Aufenthalt eine weitere Flugstunde weiter zu unserem Zielort Dumaguete, auf der Insel Negros.
Dort angekommen, holte uns wie besprochen ein Fahrer ab, ehe es durch den Berufsverkehr von tausenden hektisch sich überholenden Mofas, Mopeds und TukTuks ging, die eine Art Wettrennen abhielten, ohne dass es am Ende einen Gewinner zu geben schien. Wie haben wir das vermisst ;-)

Auch konnten wir die Aufräumarbeiten des Taifuns, der vor wenigen Tagen über die Philippinen hinweg gefegt ist und vielen Menschen, vor allem Fischern das Leben gekostet hat, sehen. Wir konnten noch die restlichen Schlammmassen auf den Strassen sehen, die durch die heftigen Regenfällen von den Bergen herunter gespült wurden.
Der Taifun hat leider auch unsere Stromleitung von unserem 6 Bungalow umfassenden Ressort gekappt. So dass uns nun nur Strom dank Stromgenerator morgens und abends zur Verfügung steht. Auch das Internet hat es erwischt, nur das konnte nicht wieder hergestellt werden, somit leben wir weiter ohne den Anschluss zur digitalen Aussenwelt.

Monarch Sands, unsere kleine und gemütliche Anlage liegt abgeschieden an einer kleinen Sandbucht, die von Palmen umsäumt wird. Das Publikum der 12 Betten Anlage ist der vorherrschenden Gemütlichkeit angepasst. Da haben wir Carl, einen amerikanischen Kameramann der seit Jahren in Shanghai als Freiberufler arbeitet und sich jedes Jahr so einteilt, das er nicht mehr als 8-9 Monate arbeitet und den Rest des Jahres reist und dabei Bücher schreibt. Eine Int. Familie aus Hongkong, Mutter aus Taiwan, Vater aus England und ihrem 9 jährigen Sohn, Simon.
Dann die zwei Jungs, wovon diese aus Tschechien kommen, aber in der Slowakei arbeiten. Dagegen sind wir echt unspektakulär!

Simon hat mich auch schon ins Herz geschlossen, was bestimmt nicht nur daran liegt dass ich mit ihm Fussball und Volleyball spiele, sondern ihm auch so lustige Sachen wie "Ich bin ein German Schnitzel" beigebrachte habe. So sah er allerdings nach unserem Volleyball Match auch wirklich aus:-)
Seinen neu erlernten Lieblingssatz hat er gestern den ganzen Abend bis zum Einschlafen, ganz zur Verzweiflung seiner Eltern, vor sich hingesungen. Kann sein dass die mich nicht mehr so mögen:-) Obwohl wir haben noch einen gut. Denn an unserem ersten Tag hier hat sich unsere Einkaufspolitik direkt bezahlt gemacht. Vater und Sohn Simon haben nach dem Abendessen herum getollt und zum Schluss "Hängematte herunterwerfen" gespielt. Sandra meinte "bis einer weint", worauf ich antwortete "es wird nicht der Junge sein". Ein paar Minuten später ging erst das Licht aus, ehe der Simon angelaufen kam und nach First Aid verlangte, da sein Vater am Kopf blutete:-) Was war passiert? Obwohl die Palmen hier einiges abkönnen, war dann das Gewicht vom Vater + Beschleunigung durch das Drehen des Sohnes dann etwas zuviel. Durch das Drehen löste sich eine Seite der Hängematte und das Holz was die Hängematte breit macht schlug mit einer Kante den Vater auf den Kopf der eine Platzwunde davon getragen hatte. Also wir in unser Zimmer, wo erst unsere Stirntaschenlampe ihren ersten Einsatz haben sollte, da ja kein Strom sprich Licht da war und anschließend unser neu erworbenes First Aid Pack Premiere feierte.

Der Rest des Tages besteht eigentlich nur aus Klärung elementarer Fragen, wie z.B. Hängematte oder Liege und Sonne oder Schatten bei gelegentlichen Abkühlen (sofern man bei lauwarmen Wasser davon sprechen kann) beim Schwimmen zum vorgelagerten fest verankertem Floß.
Vormittags Volleyball spielen und Nachmittags Kajak fahren bzw. Schnorcheln.

Das Leben kann so hart sein.

Kaum zu glauben dass wir noch vor weniger als 6 Stunden vor unserer Ankunft hier die Frage stellte: ein oder zwei Schals bzw. Socken und wo wärmen wir uns gleich auf!?

3 Kommentare:

  1. Hallo ihr zwei Urlauber, schön das ihr es warm habt und relaxen könnt. Und bitte keine Hängematte-Spielchen!!
    Schöne Weihnachten, wir denken an Euch.
    Kuuuuuuuß aus dem regnerischen Norscht.

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  2. Frohe Weihnachten wünschen euch Reinhard und Angela

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  3. Na, dann habt Ihr ja den richtigen Ort für die Weihnachtstage gefunden! Eine schöne Zeit und merry xmas! Suitbert

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